Jul 20

 

Seit gestern beherrscht ein einziges Thema den Teil der Blogosphäre, der sich mit dem Internet im Allgemeinen und dem Web 2.0 im Besonderen auseinandersetzt: Facebook verklagt StudiVZ! Selbst Blog-Institutionen wie Spreeblick setzen sich mit dem Thema auseinander und Johnny Häussler ist sicher nicht der Einzige, der in der Klage bzw bei dem dazu gewählten Zeitpunkt ein strategisches Konzept Facebooks vermutet.

Ich persönlich denke auch nicht, dass Facebook plötzlich entdeckt hat, dass es da ein copycat an die Spitze der deutschsprachigen Social Networks gebracht hat. Nach eigenen Aussagen setzt man sich schon eine Weile mit der Sachlage auseinander und reagiert mit der Klage nun auf die Uneinsichtigkeit der StudiVZ-Betreiber. Während die Blogger schon immer der Meinung waren, dass StudiVZ ein billiger Abklatsch des Originals sei, finden sich im Internet als Reaktion auf die Klage tatsächlich viele Stimmen, dass Facebook lediglich neidisch auf den Erfolg des StudiVZs wäre und StudiVZ sowieso viel toller ist Facebook. Jaja, logischerweise *kopfschüttel* Marcel Weiss hat gestern in seinem Bericht zum Thema einen Screenshot gepostet, auf welchem man sieht, dass StudiVZ selbst "fakebook"-Ordner angelegt hat.

Heute - einen Tag nach dem Publikmachen der Facebook-Pläne bezüglich StudiVZ, geht CEO Marcus Riecke über zur Gegenoffensive:

Nachdem es Facebook trotz aufwändiger Bemühungen bisher nicht gelungen ist, in Deutschland Fuß zu fassen, versucht man jetzt offenkundig, den Erfolg von studiVZ gerichtlich zu behindern.

 

Keine Ahnung, was in Riecke vorgeht, aber dass Facebook in der Sache natürlich richtig liegt, sollte unbestritten sein und dass weiss er selbst am Besten. Facebook muss sich lediglich fragen lassen, wieso gerade jetzt der Zeitpunkt gekommen ist, solche Schritte einzuleiten. Auch dazu gibt es unzählige Aussagen im Netz und ich reihe mich ein die Schar derjenigen, die glauben, dass Facebook gewillt ist, über kurz oder lang das StudiVZ zu schlucken. Auf diese Weise könnte man den Preis mit Sicherheit erheblich nach unten korrigieren - Erfolg bei der Klage vorausgesetzt…

Die Samwer-Brüder - schon vor ‘ner Weile zu Facebook übergelaufen - könnten an diesen Überlegungen bezüglich der neuen Strategie nicht ganz unschuldig gewesen sein.

Mir will einfach nicht klar werden, wie man ein Social Network so exakt nachbilden kann und sich dann allen Ernstes darüber aufregt, dass man als Plagiat bezeichnet wird. Vor dem Hintergrund, dass die StudiVZ-Anwaltsschar seit Langem alles aus dem Weg klagt, was es wagt ein "VZ" im Domain-Namen zu führen, macht es im Grunde nur noch abstruser.

Witzig find ich auch, dass man laut Riecke keine Klageschrift erhalten habe und sich dennoch schon Freitag entschlossen hat, selbst Feststellungsklage einzureichen. So gelassen, wie man auf StudiVZ-Seite wirken möchte, ist man also bei Weitem nicht.

Für Jemanden wie mich, der bei meinvz angemeldet ist lediglich aus dem Grund, dass ich hier wissen möchte, worüber ich schreibe - und im Vergleich das Original logischerweise jederzeit vorziehe, wäre es natürlich der konsequente und interessanteste Schritt, wenn in naher Zukunft das StudiVZ-Logo von der Social Network-Landkarte verschwindet und die Userschaft komplett im Facebook aufgeht. Für alle StudiVZ-Verfechter: Hey, dort findet Ihr auch Eure Leute und noch wichtiger: Ihr könnt dort nicht nur gruscheln, sondern gleichzeitig auch noch Eure geschätzten Freunde mit virtuellen Schafen, Küssen, Blumen oder sonstwas zuschütten ;) Aber im Ernst: Freut Euch doch lieber, dass Ihr in diesem Fall bei einem Portal landen würdet, welches nicht nur Heerscharen von Usern unter sich versammelt, sondern auch konsequent und innovativ die Plattform weiter entwickelt.

Ich jedenfalls bin jetzt schon gespannt, wie die nächsten Schritte auf beiden Seiten aussehen werden und werde das Schlucken von StudiVZ nun in mein tägliches Gute-Nacht-Gebet mit einschließen ;)

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Jul 19

 

Heute meld ich mich mal nur sehr kurz, sehr unzweinullig und in eigener Sache ;)

Gerade eben hat mein Blog die wordpress 2.6-Hürde mit beängstigender Leichtigkeit genommen - im Vergleich zu anderen Software-Updates sind die neuen WP-Upgrades wirklich angenehm unkompliziert.

Darüber hinaus will ich im Grunde nur verkünden, dass dieses Wochenende ein vermutlich eher beitragsarmes Wochenende werden wird. Gleich machen wir uns auf den Weg zur Loveparade und werden vermutlich bis morgen unterwegs und dann morgen natürlich tendentiell eher platt sein ;) Ich denke, dass ich mich dann hier morgen abend oder Montag wieder zurückmelde und die ein oder andere Zeile darüber schreibe, was sich gerade zwischen Facebook und StudiVZ abspielt.

Bis dahin wünsche ich Euch ein schönes Wochenende und geringe bis gar keine Downzeiten bei den Twitters und Plurks dieser Welt ;)

 


YouTube Direkt

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Jul 18

 

Plurk ist heute eine Stunde down, um sich ein Update zu verpassen - genauer gesagt ist Plurk schon seit einem halben Tag eine Stunde down ;)

Plurk-Update

Neben dem - das A-Team möge es mir verzeihen - sehr schönen Downtime-Bildchen, fällt noch die Überschrift auf der Seite auf: Plurk is getting new shoes today

Die Frage ist nun, was Plurk damit meint, wenn man von neuen Schuhen redet. Kann Plurk dann bequemer gehen oder sieht Plurk danach einfach stylischer aus? Bastelt man am Core, an der Usability, an neuen Funktionen? Naja, wenn die Stunde vorbei ist, werden wir es wohl wissen ;)

Unterdessen war man bei Twitter auch nicht untätig und hat über den Tag mehrfach neue Designs ausprobiert. ReadWriteWeb hat einen Screenshot parat und spekuliert, ob die Designveränderungen mit dem Kauf von Summize zusammenhängen könnte. Jedenfalls fällt auf, dass das Topmenü wegfällt und auf die rechte Seite rückt. Mal abwarten, was sich da in nächster Zeit tun wird.

Durch einen Kommentar zu meinem letzten Twitter-Blogbeitrag bin ich auf das Blog von Christoph Möller gestoßen, der in seinem Blogbeitrag wiederum herausstellt, wieso seiner Meinung nach der Summize-Kauf ein solch genialer Schachzug von Twitter gewesen sein könnte. Aus diesem Blickwinkel hab ich jedenfalls den Summize-Deal noch nicht betrachtet, aber lest selbst ;)

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Jul 17

 

Last.fm ist toll - keine wirklich neue Erkenntnis, ich wollte es nur noch einmal gesagt haben ;) Erst neulich hab ich ja noch die ein oder andere Zeile zu dem Thema verfasst und dort neben dem neuen Feature - ungesignte Musiker werden an den Werbeeinnahmen beteiligt - auf andere schöne Funktionen bzw Mashups hingewiesen.

Warum ich es heute wieder thematisiere, könnt Ihr entweder der Überschrift oder den folgenden Bildern entnehmen. Last.fm ist nämlich heute mit neuem, verbessertem Design an den Start gegangen. An "neu" gibts nichts zu rütteln, aber dem "verbessert" will ich natürlich auf den Grund gehen ;)

Zunächst fällt erst mal auf, dass einem nichts auffällt - Seite lädt nämlich erst sehr lange, um dann eine Fehlermeldung folgen zu lassen - nicht erreichbare Seiten gehören mitunter ja derzeit zum guten Ton im Zwonull-Business ;) Ein Blick auf das last.fm-eigene Blog klärt mich dann auf:

Need…more…power! We just lost an entire rack of webservers, please stand by while we restore normal service…

Man kann also davon ausgehen, dass der ein oder andere Admin heute Nacht noch ein volles Programm haben wird, und zu den von last.fm errechneten 1866 Tassen Kaffee, die während der Betaphase des neuen last.fm konsumiert wurden, wird sich auch noch so mancher Schluck dazugesellen.

Mittlerweile läuft last.fm wieder einigermaßen stabil, wenn auch immer noch sehr langsam - aber in einer solchen Phase nimmt man das wohl gern in Kauf - zumindest, wenn das Ergebnis einen später dafür entschädigt.

Die Startseite kommt jedenfalls schon mal sehr schlicht und aufgeräumt daher - der Spagat zwischen Usability und Design ist hier - meiner Meinung nach - glänzend gelungen.

Neues Lastfm-Design

So offenbart sich einem last.fm, wenn man als nicht-eingeloggter User die Seite betritt, während die eigene Profilseite nun so ausschaut:

Lastfm-Profil

Wie schon bei der Startseite fällt mir direkt auf, wie übersichtlich und aufgeräumt die Seite wirkt. Man fühlt sich direkt beim ersten "Look and Feel" heimisch - erinnert mich an das Erlebnis vor wenigen Tagen, als Facebook schon mal Einblicke in deren neues Design gewährte. Bei den letzten gespielten Songs kann man per Button direkt auswählen, ob man den jeweiligen Song an seine Freunde weiterschicken, "lieben", mit Tags versehen oder zur playlist hinzufügen will. Klappt auch unter den gerade etwas erschwerten Bedingungen schon alles einwandfrei.

Wie gehabt befindet sich oben rechts im Top-Menü der Link zu meinem Profil bzw zum Ein-/Ausloggen. Auch dort gibt es ein verändertes Pulldown-Menü:

Ich kann jedem User nur empfehlen, sich schnellstens mal das verbesserte last.fm anzuschauen und selbst auf Herz und Nieren zu testen. Mir persönlich gefällt das Design sehr gut und auch die zweinulligere Bedienung weiß zu gefallen.

Was für unsere User-Augen jedoch gar nicht zu erkennen ist: last.fm hat sich nicht nur einer Schönheitsoperation unterzogen, sondern hat mit diesem Relaunch jede Zeile Programmier-Code unter die Lupe genommen und angefangen beim Audioscrobbler-Kern alles angepasst, verbessert, neuprogrammiert, was nötig war, um last.fm technisch auf den aktuellsten Stand zu bringen und für die Zukunft (sprich: die anstehenden Neuerungen) fit zu machen.

Operation gelungen, Patient humpelt noch etwas - aber mit frischer OP-Narbe ist es ja auch kein Wunder ;) Ich find den Relaunch jedenfalls gelungen und hoffe, der ein oder andere von Euch findet mich bei lastfm - und sollte ich jemals meine Musik dort hochladen, lass ich es Euch natürlich hier wissen ;)

 

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Jul 15

 

Twitter hat gesucht - und gefunden! Was man gesucht hat? Klar - eine vernünftige Suchfunktion für den eigenen Service. Während die mittlerweile selbst bei Microblog-Nachkömmlingen wie Plurk selbstverständlich ist, hinkt der Branchenprimus, dem sowieso schon heftigster downtime-Gegenwind ins Gesicht bläst, dort noch hinterher.

Deswegen verwunderte es die wenigsten, dass sich Twitter in jüngster Zeit verstärkt auf die Suche nach einer vernünftigen Suchfunktion eines Drittanbieters gemacht hat - und nun in Summize fündig geworden ist!

Hier findet man ab sofort die Twitter-Suche und ich denke, es wird sich für den krisengebeutelten Microblogging-Dienst auszahlen, dass man einen Bruchteil des jüngst erhaltenen Kapitals locker gemacht hat. Schön, dass aus dem Hause Twitter auch mal gute News zu vermelden sind ;)

Twitter Suche

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Jul 13

 

Wie man bei Inside Facebook letzte Woche lesen konnte, steht der lang angekündigte Relaunch von Facebook im neuen Design nun unmittelbar bevor - morgen ist es demnach so weit. Wer nicht so lange warten möchte, kann sich hier schon mal ein Bild davon machen, wie es ab morgen höchstwahrscheinlich für uns alle aussehen wird.

Neues Facebook-Design

Wie Ihr auf dem Ausschnitt erkennen könnt, verschwindet die linke Menüleiste komplett und findet sich - allerdings neu angeordnet - oben wieder.

Als erstes viel mir positiv auf, dass man die unzähligen Applikationen nun nicht mehr durchwühlen muss, um irgendwann an die Pinnwandeinträge zu gelangen. Stattdessen hat man als ersten Reiter in der Menüleiste unter dem Punkt "Pinnwand" eben jene Pinnwand und auch den Minifeed untergebracht.

Was mir richtig klasse gefällt, gefällt den Entwicklern der Applikationen sicher nicht so wirklich - findet auch Martin von netzwertig.com. Er schreibt dazu:

Ob externe Entwickler mit dem neuen Layout zufrieden sind, ist fraglich. Durch das Verfrachten der Applikationen in einen nicht sofort sichtbaren Bereich ist mit einem starken Verlust von Einblendungen für die über 20 000 existierenden Anwendungen zu rechnen - aus Usersicht eher ein Grund zur Freude, weil dadurch mit belanglosen Apps zugepflasterte Profile der eigenen Kontakte der Vergangenheit angehören.

War es so manches Mal wirklich ein Kampf, unter diversen Schaf-, Obst oder sonstigen Werfereien und Superwall-,Topfriend- und anderen Applikationen den wirklichen Content einer Facebook-Seite zu finden, stellt sich das in Zukunft weitaus aufgeräumter und entspannter dar. Ein Segen für User, die mehr Wert auf Usability als auf den Weltrekord im Apps-installieren legen ;)

Zu der Überlegung gratuliere ich Facebook jedenfalls - ich denke mal, der Zorn der Entwickler steht in keinem Verhältnis zum entstandenen Mehrwert für uns User.

Klickt man nun auf den nächsten Reiter namens "Info" werden in der linken Hälfte des Profils die von uns selbst verfassten Informationen aufgeführt, während auf der rechten Seite das Profilfoto und die Übersicht der Freunde erhalten bleiben, wie schon beim ersten Reiter. Der 3. Menüpunkt "Fotos" erklärt sich von selbst - im Gegensatz zum 4.Punkt. Der schlicht "Felder" betitelte Reiter versammelt die installierten Applikationen und ich könnte mir denken, dass man bei Facebook noch eine passendere Überschrift findet, wenn man - wie bisher auch - in so engem Kontakt mit seinen deutschsprachigen Usern und Entwicklern steht.

Der oben zitierte Martin Weigert stellt auch wiederholt heraus, dass Facebook auf dem Weg ist, ein webbasiertes Operating System zu werden und fühlt sich im Neudesign mit horizontaler Menüführung bestätigt in seiner Vermutung. Tatsächlich erinnert das neue Menü nun wirklich mehr an ein OS als an ein Durchschnitts-Social Network.

Mir persönlich fallen einige virtuelle Steine vom Herzen, denn alles, was mich bislang an Facebook gestört hat, scheint in meinen Augen bereinigt zu sein. War ich bislang schon der Meinung, in Facebook das vollkommenste Social Network gefunden zu haben, verfestigt sich dieser Standpunkt mit diesem Relaunch.

 

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Jul 13

 

Eben hab ich bei TechCrunch die ersten Bilder gesehen, die ein Gadget darstellen, in welchem MySpace in iGoogle eingebunden wird. Wer noch Beweise dafür brauchte, dass Data Availability wirklich existiert oder dass MySpace und Google gemeinsam der Konkurrenz in den Arsch treten wollen, bekommt sie jetzt hier zu sehen. Damit wird es dann künftig z.B. möglich sein, seinen Status bei MySpace per iGoogle ändern zu können, Infos über Freunde einzuholen und private Nachrichten zu schreiben.

Ich freu mich darauf, dass die verschiedenen Services verschmelzen und uns ein Internet mit vielen tollen Möglichkeiten bieten werden in Zukunft, aber man sollte bis zum geplanten Launch im August warten, was diese MySpace/iGoogle-Geschichte angeht, um einschätzen zu können, ob es wirklich die erhoffte Social Network-Offenbarung wird, oder ob einfach nur ein weiteres iGoogle-Gadget geboren wird, welches uns Data Availability nicht wirklich näher bringt.

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Jul 11

 

Guitar Hero: Das Kult-Game aus dem Hause Activision sprengt sämtliche Rekorde - 1 Milliarde US-Dollar Umsatz, 20 Mio verkaufte Einheiten, über 5 Mio Song-Downloads - das sind schon ordentliche Hausnummern.

Song-Downloads? Ja genau - bei dieser Ich-bin-Ein-Gitarrengott-Simulation bekommt man erst mal nur eine Basic-Ausstattung mit Plastikgitarre und ‘ner Handvoll Songs. Echte Gitarrenfreaks laden sich aber neue Songs für Guitar Hero runter oder kaufen sich direkt eine echte Guitar Hero-Fender-Gitarre.

World of Warcaft: Blizzard produziert damit den Vorzeigetitel unter den MMORPGs (Massively Multiplayer Online Roleplaying-Game). Was schon bei Games wie Ultima Online oder Dark age of Camelot bestens funktioniert hat, wurde durch WoW perfektioniert und trat einen beispiellosen Siegeszug um die Welt an, dessen Ende nicht abzusehen ist.

Aus dem Spiel "Warcraft" hervorgegangen, steht WoW mittlerweile als Synonym für die Online-Rollenspiel-Games - wer in diesem Bereich erfolgreich sein will, muss sich mit dem Hit der Software-Schmiede Blizzard messen.

Apropos Blizzard - Die Jungs mit Firmensitz in Irvine, USA haben derzeit ein weiteres gewaltiges Projekt in der Pipeline: Den Nachfolger des Spieleklassikers Diablo. Erst vor wenigen Tagen hat die Ankündigung von Diablo 3 sowohl Blogosphäre als auch die spielende Zunft in hellste Aufregung versetzt.

iTunes: Dachte man lange Zeit, dass Steve Jobs stylische, sichere, technisch hochklassige Dinge herstellen lässt, die dennoch irgendwie nicht annähernd die Verkaufszahlen von wesentlich unstylischeren, unsicheren, technisch minderwertigeren Konkurrenzprodukten erreicht, so hat er uns mit iTunes endlich mal eines Besseren belehrt.

Während irgendwie allen klar war, dass man mit kostenpflichtigen Downloads keine müde Mark (Euro/Dollar/wasauchimmer) machen kann angesichts der Schwemme von illegalen Downloads, überraschte Apple mit einem durchdachten Konzept, einem riesigen Store für Musik-Downloads und einem Preis, welcher von der Zielgruppe akzeptiert wurde. Im iTunes Store wurden allein in Europa mittlerweile über 200 Millionen Songs verkauft und durch die Erweiterung der Produktpalette und den dadurch verfügbaren Spielfilmen und TV-Serien wird die Zahl der Downloads auch weiterhin stark ansteigen.

iTunes ist nicht nur ein Shop für Filme und Songs, sondern gleichzeitig auch Mediaplayer und Schnittstelle für Apple-Produkte wie den iPod oder das iPhone.

Eine Gitarrensimulation, ein Onlinerollenspiel und ein Store für Musikdownloads - wo soll da die Gemeinsamkeit sein (abgesehen von der jeweiligen Marktführerschaft im Marktsegment)??

Bei WoW und Guitar Hero ist es gar nicht mal so schwer: Beide Software-Schmieden - sowohl Activision als auch Blizzard - firmieren seit wenigen Tagen gemeinsam als "Activision Blizzard" unter dem französischen Medienriesen "Vivendi". Eben jenes Medienschwergewicht besitzt nicht nur die Mehrheit an diesem Spielekonzern (54%), sondern - und das bringt dann den 3.Faktor ins Spiel - den Marktführer Universal Music.

Wenn man ein Rollenspiel vertreibt, welches Millionen Menschen miteinander vernetzt, eine Gitarrensimulation etabliert, welche Millionen Downloads von spielkompatiblen Songs verzeichnet und dazu den Musikriesen Universal in eigenen Reihen weiss, ist es plötzlich auch gar nicht mehr wirklich überraschend, wenn in Einem die Überlegung reift, ein eigenes Musikportal ins Leben zu rufen.

Der Vorstands-Chef von Activision Blizzard - Bobby Kotick - erklärte der Financial Times, dass man sich durchaus Chancen ausrechnet, iTunes Paroli zu bieten und verweist dazu auf die Erfolgsdaten von Guitar Hero, die ich weiter oben ja auch schon angeführt habe.

Weiter überlegt man im neuen Konzern, ermutigt durch den Riesenerfolg der Metallica-Edition, auch eine Guitar Hero-Version mit Songs der Beatles rauszubringen und prüft deshalb derzeit die Verfügbarkeit der Rechte. (Quelle: golem.de)

Als weiterer Mitstreiter neben z.B. Amazon, Napster oder MySpace formiert man sich da zum großen Schlag gegen iTunes und sicher nicht nur ich werde gespannt verfolgen, was da in Zukunft auf uns zukommt - Konkurrenz belebt ja bekanntlich das Geschäft :)

 

 

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Jul 10

 

last.fm ist wirklich klasse - ich bin schon eine ziemliche Weile dort angemeldet und finde immer wieder neue Gründe, mich dort rumzutreiben. Wie in normalen Social Networks finden sich auch dort viele bekannte Gesichter, denen ich dort gerne folge bzw mit denen ich dort gerne verbunden bin, um einfach zu sehen, was sie persönlich für Musik hören. Andererseits kann ich über meinen eigenen Musikgeschmack dort musikalische "Nachbarn" finden - also User, die eine ähnliche Musik mögen wie ich. Gerade höre ich mal wieder in die Empfehlungen anderer User rein und bin wieder mal erschlagen, dass es immer noch so viel Musik gibt, die genau aus meinem Bereich kommt und von der ich dennoch niemals zuvor gehört habe.

Aber vermutlich ist es komplett unsinnig, hier Jemandem last.fm erklären zu wollen - jeder social-network-affine Mensch ist entweder dort angemeldet oder hat zumindest eine grobe Ahnung, was dort passiert. Darum werd ich das jetzt auch nicht weiter ausführen und mich in den zahllosen Funktionen, Innovationen und erhältlichen Widgets verlieren sondern verweise lieber an Wikipedia für diejenigen unter uns, die in der Tat noch nicht genau wissen, wieso man sich bei last.fm anmelden sollte.

Vor wenigen Tagen erst wurde im hauseigenen Blog eine öffentliche API vorgestellt, welche es ermöglichen soll, dass man verschiedenste Geräte und Applikationen besser in last.fm integrieren kann. Schon ein paar Tage länger her ist der Launch einer eigenen Homepage für die Applikationen von Drittanbietern. Hier finden sich einige richtig tolle Anwendungen, wie z.B. ein Mashup aus last.fm und Google Maps!

Lastmusicmap funktioniert folgendermaßen: Ihr gebt einen Artist oder eine Location ein und schon wirft lastmusicmap Euch auf einer Weltkarte die Ergebnisse aus. So erfährt man unter der Eingabe der Location, was sich derzeit in der Nähe der eingegebenen Stadt an Musikveranstaltungen bietet. Sucht man nach einem Artist, wird einem angezeigt, wo die Band die nächsten Konzerte gibt (oder im speziellen Falle Depeche Mode, wann die nächste DM-Party in der Markthalle stattfindet ;)). Klickt man auf dieses angegebene Event, erfährt man nicht nur, welche Künstler vergleichbar sind mit dem von uns ausgewählten, sondern kann in gewohnter Google Maps-Manier auch direkt die Route zum Konzertereignis berechnen lassen. Sehr tolles Mashup :)

All das sind Argumente pro last.fm, die ich hier eigentlich schon längst mal an den Mann oder die Frau bringen wollte. Ausschlaggebend, dass ich es ausgerechnet heute tue, sind die aktuellen Schlagzeilen aus dem Hause last.fm: Rückwirkend ab dem 01.Juli kann man sich nämlich an den Werbeeinnahmen beteiligen lassen, so man denn ein unabhängiger Künstler ohne Label ist, der seine Musik bei last.fm für die User bereitstellt.

War bislang MySpace eine der ersten Anlaufstellen für unbekannte bzw ungesignte Musiker, so könnte sich das jetzt etwas zu Gunsten von last.fm verschieben, denn bei MySpace verdient der nach Applaus lechzende Künstler nämlich nicht einen müden Cent.

Apropos Cent - hier findet Ihr nähere Erklärungen zum Deal wie z.B. folgendes Statement zur Höhe der Vergütung:

- If your track is played on our personalised premium radio service, you will accrue the greater of either 10% of the Share of Last.fm’s Net Revenue from the personalised radio service, or US $0.0005 for each complete transmission on the personalised radio service.

Jetzt wird man sicher nicht reich mit 0,0005 US-Dollar pro Radio-Einsatz, aber die Masse machts und bei einigen Acts wie den bei last.fm sehr beliebten Museum mit über 300.000 gescrobbelten Songs kommen da durchaus einige Euro zusammen.

Wie Marcel Weiss schon ganz richtig feststellt, werden all die Instanzen zwischen Künstler und Fan - also jeder, der daran mitverdient - einfach ausgeblendet und bilden somit eine sehr attraktive Alternative zu MySpace für angehende Musiker.

Selbst ich spiele jetzt mit dem Gedanken, meinen etwas betagten Synthesizer mal wieder abzustauben und die ein oder andere Hymne für die Nachwelt zu komponieren ;)

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Jul 09

Letzte Nacht mitteleuropäischer Zeit war es plötzlich da: Googles neuester Streich namens Google Lively! Was Lively sein soll? Hmm, es ist noch nicht sehr viel Zeit vergangen seit es gelauncht wurde, aber in dieser kurzen Zeit gehen die Meinungen doch schon recht weit auseinander.

Lively stellt so etwas wie eine webbasierte, virtuelle Welt dar, in der man sich mittels eines Avatars bewegen und mit anderen Chattern kommunizieren kann.

Am besten schaut Ihr mal in dieses Video rein:


YouTube Direkt

Lively muss erst auf dem Rechner installiert werden und man benötigt dazu zunächst mal einen Windows-PC mit Vista oder XP und entweder den IE oder den Firefox als Browser. Ich persönlich kann mir nicht denken, dass Apple-Freunde zu lange auf eine entsprechende Umsetzung auf ihr System warten müssen, aber derzeit ist es nun mal leider windows-only.

Die Installation geht schnell voran und man kann sich direkt mit dem eigenen Google-Account einloggen. Es erscheint eine Übersicht von populären Räumen. Diese Räume soll man später betreten, um mit den Avataren der anderen User kommunizieren zu können. Aber logischerweise erstelle ich erst mal meinen persönlichen Avatar - und richte danach meine virtuelle Bude ein ;)

Casi bei LivelyBitte erspart mir die Fragen, wieso ich auf einmal so schlank bin, wieso ich so eine abartige Tapete mein eigen nenne und wieso ich mitten auf einem Tisch meinen Flachbild-Fernseher reite. Manche Dinge kann man nicht erklären und manche Dinge will man auch gar nicht erklärt bekommen, oder? ;)

Ich kann nicht sagen, ob es an meinem betagten Rechner liegt oder ob die Seite generell etwas zäh läuft, es ist jedenfalls bislang noch ein etwas mühseliges Unterfangen, sich seine Klamotten zum Anziehen und seine Möbel bei Google zusammenzuschnorren.

Google erwähnt übrigens, dass Lively werbefrei bleiben soll - was einem auch schlagartig durchaus glaubwürdig erscheint, wenn man bei seiner Hosenwahl direkt die Option bekommt, sich - über die Gratis-Optionen hinaus - eine virtuelle Hose käuflich zu erwerben. Wer weiss - vielleicht wird es die Werbung irgendwann doch geben: Nicht in der Form von Werbebannern usw, sondern in Form von Nike-Schuhen, Dolce & Gabbana-Klamotten und Wohnzimmer-Hightech-Geräte von Bang und Olufsen.

Aber erst mal weiter im Text: Ich habe nun einige Möbel und kann die durch meine virtuelle Bude schieben und auch so zurechtdrehen, wie es meiner Meinung nach Sinn macht. Davon abgesehen kann man die Möbel auch sehr unorthodox anordnen, so man denn will. So habe ich zum Beispiel die Möglichkeit, das Sofa hochkant an die Wand zu stellen oder meine Lavalampe seitlich ans Bett zu pappen - wie gesagt, so man denn will ;)

Ich muss zugeben, nie ein Fan der Sims gewesen zu sein (spielen das nicht sowieso nur Frauen??), aber ich könnte mir schon vorstellen, dass man sich damit den ein oder anderen Sims-Fan in Zukunft als Google-Nutzer ins Boot zu holen vermag.

Wie ich eben schon sagte, funktioniert der beschriebene Ablauf noch recht zäh - was aber auch daran liegen mag, dass die Anforderungen an dieses 3D-Environment nun mal etwas höher sind, als man sie von anderen Webapplikationen gewohnt ist. Während im Netz schon viel darüber diskutiert wird, dass Google mit Lively einen Second-Life-Clon installiert hat, gehen die Überlegungen anderenorts schon einen - ja, mindestens einen - Schritt weiter.

Eine richtige Gefahr für Second Life bzw ein wirklich vergleichbares Produkt stellt Lively sicher nicht dar - aber vermutlich besteht diesbezüglich auch gar nicht der Anspruch seitens Google. Es gibt keine Währung, mit der man kaufen oder verkaufen kann, man kann sich nicht frei in den Welten bewegen (besser gesagt: es gibt überhaupt keine Welten zum sich-frei-drin-bewegen) und man kann - zumindest bis dato - nur auf einen sehr übersichtlichen Pool an Bekleidung und Möbeln zurückgreifen (von selbst erstellbaren Produkten ganz zu schweigen).

Wieso aber kann man - oder kann ich - dennoch behaupten, dass Lively eine Anwendung sein könnte, die den (längst beendeten) Hype um Second Life weit in den Schatten stellen wird? Die Antwort ist zunächst mal ganz einfach: Na, weils nun mal Google ist. Google wirkt oftmals sehr verspielt, wenn es um neue Anwendungen geht. Man blickt oft gar nicht, ob und wie Google jemals annähernd das Geld wieder reinbekommen möchte, welches man für Entwicklung und Betrieb verfeuert hat. Aber Ihr könnt Euch sicher sein, dass da immer irgendwas dahintersteckt, dass irgendeine Idee ausgebrütet wurde, die vielleicht derzeit einfach aus x-beliebigen Gründen noch nicht umsetzbar ist.

So ungefähr stelle ich mir das auch mit Lively vor. Derzeit ist es eine sehr schöne Spielerei. Etwas, was es im Internet an anderen Orten auch schon im Überfluß gibt - 3D-Chaträume und frei gestaltbare Avatare sind sicher nicht der Grund, wieso man Google zu Lively beglückwünschen muss.

Eher denke ich dabei an das Google-Gesamtpaket aus verschiedensten Anwendungen, welche wie feine Zahnräder irgendwann immer irgendwie ineinandergreifen können. Das fängt ja schon an mit dem einfachen Registrieren über den Google-Account und wird spätestens dann richtig interessant, wenn open social- und FriendConnect-Initiator Google ankündigt, dass man seine Lively-Räume und -Avatare künftig auch in Webseiten und per Applikation auch in MySpace oder Facebook einbinden kann.

Neulich schrieb ich schon über eventuelle Pläne, aus Google ein Social Network zu machen. Mit Lively wird dieser Plan gleichermaßen greifbarer als auch spannender, denn ein 3D-Avatar in einem spartanischen Raum ist ja mit Sicherheit nicht das Ende der Fahnenstange bei Google. Was, wenn man in absehbarer Zukunft nicht nur die Editierbarkeit der Räume, Bekleidungsstücke und Möbel forciert (so dass man z.B. seine eigenen vier Wände exakt nachempfinden kann) und vielleicht das ein oder andere Mashup anleiert? Bei den Mashups denke ich gerade speziell an Google Maps oder Google Earth. Könnte es in Zukunft - okay, wohl in nicht zu naher Zukunft - so aussehen, dass ich in diesem Mashup aus Lively und Google Earth quasi aus dem Weltall bis auf mein Haus zoome um dann per Klick als Avatar in meinem eigenen Wohnzimmer zu stehen und mit den Avataren meiner Freunde zu chatten? Zumindest die Vision finde ich gerade interessant und innovativ zugleich und hoffe, dass Google auch Pfeile dieser Art im Köcher hat.

Wenn man bedenkt, das Lively schon heute Youtube-Videos embedden kann (sie werden in dem Fernseher in meinem virtuellen Raum abgespielt), ist es auch eigentlich nicht mehr so weit davon entfernt, dass man virtuelle Videoabende feiern kann. Ist sicher nicht ganz so kommunikativ und witzig wie "reale" Videoabende, aber dafür muss man danach auch nicht Unmengen Leergut entsorgen oder Chips-Krümel aus den Sofaritzen kratzen ;)

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