zweipunktnull.org

Mit der ganz heißen Nadel stricken die Spiegel-Journalisten ihre Eil-News. Generell sind die Jungs immer ziemlich auf Draht und oft genug schneller mit einer Story am Start als weite Teile der Konkurrenz. Das man dazu nicht nur journalistisches Handwerkszeug mitbringen darf, sondern mindestens auch sehr gute Skills im Bereich Live-Artikel-Gestaltung, ist mir gerade aufgefallen, als via Twitter die Eilmeldung vom Spiegel rumkam, dass die deutsche Eisschnellläuferin Claudia Pechstein des Blutdopings überführt wurde. 

Als sportinteressierter Abonnent des Spiegel-Eil-Accounts klickte ich auf den Link und war einigermaßen überrascht, eine – sagen wir – sehr übersichtliche Story präsentiert zu bekommen, die ca. so aussah:

spiegeleil0 weiterlesen »

03 Jul, 2009

Twitter nimmt Schönheitskorrekturen vor

Posted by: Casi In: Microblogs

Eigentlich sind die Rollen klar verteilt: FriendFeed glänzt immer wieder mit Innovationen, bleibt aber dennoch eine Randerscheinung, Twitter verändert sich so gut wie gar nicht, wächst aber zusehends weiter – und Facebook schaut sich das an und übernimmt dann einfach die Funktionen, die man gebrauchen kann.

Jetzt versucht Twitter, aus dieser passiven Rolle wieder ein wenig auszubrechen und hat jüngst direkt zwei kleine Änderungen auf den Weg gebracht, die den Microblog-Kosmos sicher nicht auf den Kopf stellen, aber die Usability durchaus erhöhen.

Zum einen hat man vor einigen Tagen die Follower/Following-Ansicht umgestellt und verbessert:

twitterfollowerneu

Wie Ihr auf dem Bild sehen könnt, habe ich neben dem eigentlichen "Follow"-Button noch einen weiteren, welcher mir mehrere Optionen wie das Senden von direct messages oder blocken lässt. Zusätzlich werden ausser dem Namen des Kontaktes und seinem Foto nun auch seine Bio angezeigt, welches uns auf einem Blick eine schöne Möglichkeit bietet, die Person etwas mehr unter die Lupe zu nehmen im Vergleich zur alten Ansicht. Das mag nicht immer sonderlich spannend sein bei Leuten, denen man sowieso schon folgt, wird aber dadurch zu einem interessanten Feature, dass es auch auf anderen Profilen funktioniert. Ich kann somit also auch die Profile anderer User nun besser "abgrasen" nach Kandidaten, denen ich selbst folgen möchte.

Auch das zweite neue Feature dreht ein klein wenig an der Usability-Schraube. Seit gestern werden Begriffe mit vorangestelltem Hashtag nämlich mit Hyperlinks versehen, welche direkt zur Twittersuche führen bzw zum Ergebnis der Twittersuche zu dem getaggten Begriff. Dieses Feature bietet jeder bessere Twitter-Client bereits längst und war somit echt überfällig. Für Twitter selbst bedeutet es aber, dass man die eigene Suche noch etwas populärer gestaltet, was in Hinsicht auf die kommende, richtige Echtzeitsuche nicht ganz unwichtig erscheint. 

Ich persönlich begrüße diese Änderungen, halte sie für sinnvoll und logisch, weiß aber dennoch nicht, wieso ich meine Timeline via Twitter beobachten sollte statt über einen der zahlreichen und technisch haushoch überlegenen Clients wie Mixero, Tweetdeck oder Seesmic.

 

Schaut man sich twitternde Promis an in Deutschland, dann hat man schon das Gefühl, einen ganz winzigen Schritt hinter den USA zurückzuliegen, wo es als Promi fast schon zum guten Ton gehört, einen Account bei dem Microbloggingdienst sein eigen zu nennen.

Daher ist ein Twitter-Duell, wie es zwischen Ashton Kutcher, Britney Spears und dem Sender CNN stattgefunden hat, nahezu undenkbar. Naja, fast undenkbar – denn in etwas kleinerem Rahmen findet sowas nun statt. weiterlesen »

Die YouTube-Generation weiß es vermutlich gar nicht, aber früher hat man – wenn man denn Musikvideos schauen wollte – tatsächlich den Fernseher angeschaltet. Sowohl MTV als auch dann später VIVA haben den Musik-Fans das geboten, was man auf den öffentlich-rechtlichen Kanälen nicht erwarten konnte: Videoclips in Hülle und Fülle!

Die Zeiten sind lange vorbei, Jamba und Pseudo-Doku-Soaps bestimmen das Gesicht der Sender, die mittlerweile beide dem Viacom-Konzern zugehörig sind und unglaublicherweise für vermeintlich "hippe" Sendeanstalten hat man sogar auch – im Gegensatz zur Zielgruppe – die Entwicklung im Internet verpennt. 

Ich werde jetzt nicht weiter das Lied vom untergegangenen TV-Stern summen, sondern lieber über den Versuch berichten, mit dem sich VIVA als technisch und trendmäßig völlig auf der Höhe der Zeit präsentieren möchte. Dieser Versuch nennt sich schlicht "Vasta".

Genauer gesagt, Nadine Vasta(25 Jahre alt). Denn so heißt das neue Gesicht auf VIVA, welches in einer für’s TV völlig neuen Art eine "Show zum Blog" gestalten möchte. Unter vasta.tv wird Nadine bloggen, die Blogthemen in der Show aufgreifen, via Facebook und Twitter kommunizieren und somit das alles verquirlen, was heutzutage zum vermeintlich modernen TV-Format dazugehört.  weiterlesen »

 Neulich hat man seitens studiVZ – angesichts der seit der Europawahl, Tauss und Zensursula-Debatte in den Fokus gerückten Piratenpartei – voten lassen, ob selbige in die VZ-Wahlzentrale aufgenommen werden soll. Hier das Ergebnis:

VZ-Piraten

Klingt eindeutig, war aber auch nicht viel anders erwartet worden, denn unter internet-affinen Menschen ist die Piratenpartei ja durchaus ein Begriff. Wobei ich "internet-affin" in diesem Fall schon sehr grob definiere, um auch den Durchschnitts-VZ-User zu greifen ;) weiterlesen »

Früher habe ich hin und wieder kommentiert, wenn sich das ein oder andere hier getan hat – sei es vom Design her oder von der Technik. Auf so reine Wasserstandsmeldungen a la "wp 2.8-upgrade durchgeführt" oder "folgende neue Wordpress-Plugins installiert" habe ich aktuell keinen Bock. Das heißt natürlich nicht, dass sich das nicht irgendwann wieder ändert ;)

So habe ich in der letzten Zeit mein Blog verbreitert. Das lag mir schon lange schwer im Magen, dass meine langen Artikel dadurch noch länger wirkten *g* Hier und da hab ich mal was ergänzt, was anderes weggelassen, aber im Großen und Ganzen hätte nichts davon einen Blogartikel gerechtfertigt.

Jetzt habe ich aber im Laufe der letzten Tage gleich zwei Änderungen durchgeführt, auf die ich noch einmal explizit hinweisen bzw sie erklären möchte, weil ich denke, dass sie meinem Blog gut tun könnten.  weiterlesen »

Ich mag durchaus feingeistigen Humor. Wortspiele, um die Ecke gedacht und solche Geschichten. Aber manchmal braucht man eben auch den Comedy-Tritt in den Allerwertesten und für diesen fäkalgeschwängerten, aber irgendwie dennoch intelligenten Humor gibt es kaum einen besseren als Berufs-Choleriker und Weltverbesserer Serdar. Eben habe ich bei Caschy ein Video gesehen aus Serdars Hate-Night-Reihe gesehen, welches ich Euch nicht vorenthalten möchte. Ich muss zugeben, mich ein wenig ertappt gefühlt zu haben beim Betrachten ;)  

Wer mit Kraftausdrücken und vulgären Zoten nicht klarkommt oder wem Facebook-Dissen die Tränen in die Augen treibt, sollte ruhig vom Betrachten des Clips absehen ;)

 

Link: Hatenight Folge 45

Ich mag übrigens sowohl Facebook als auch Bärlauch-Pesto ;)

28 Jun, 2009

Neues aus dem Hause swoopo

Posted by: Casi In: e-commerce

Wer mein Blog öfters liest, ist auch schon über das Pseudo-Auktionsportal swoopo gestoßen. Neudeutsch nennt sich dieses Marktsegment wohl Live-Shopping bzw Entertaining Shopping und das scheint für swoopo so erfolgreich zu laufen, dass man seine Hände nun auch nach Kanada ausstreckt. Das allein wäre mir aber sicher keine neuerliche swoopo-Story wert.

Für diejenigen, die noch nicht von swoopo und deren Spiel-Prinzip gehört haben noch mal eine kurze Zusammenfassung:

Ich kaufe mir sogenannte Bids, mit denen ich auf einen Artikel bieten kann. Ein solches Gebot kostet mich 50 Cent und treibt den Preis 10 Cent in die Höhe und setzt zudem die Auktions-Restzeit um einige Sekunden hoch. Je mehr User auf einen Artikel bieten, desto höher wird logischerweise der Preis, desto länger dauert die Auktion und desto mehr gerät die Auktion zu einem reinen Glücksspiel, an dessen Ende sich eventuell einer über ein Schnäppchen freuen kann, viele andere jedoch Lehrgeld zahlen. Wer das als Nervenkitzel oder Shopping-Kick braucht – viel Spaß dabei. Meine Übung ist es jedenfalls nicht.

Jetzt allerdings hat swoopo seinem Funktionsumfang ein weiteres Feature verpasst: Die Option des Direktkaufes!

Ähnlich wie bei ebay kann man nun also auch während der laufenden Auktion einen Artikel zu einem festen Preis erwerben. Diesen Vergleichspreis sieht man neben dem aktuellen Auktionspreis eingeblendet und als "Schmankerl" gewährt uns Swoopo pro zuvor eingesetztes Gebot einen Rabatt von 0,40 Euro. swoopo erklärt das an einem Rechenbeispiel:

swoopobeispiel

Soweit swoopo selbst zum System des Direktkaufes. Service-orientiert wie ich nun mal bin, erweitere ich das Beispiel um eine aktuell laufende Auktion, um Euch die "Vorteile" dieses Direktkaufes noch näher zu bringen:

swoopovergleichspreis

Im Bild seht Ihr die laufende Auktion um eine Wii-Konsole im Bundle mit Wii Sports.

Der Vergleichspreis beträgt demnach 248,95 Euro. Nehmen wir die (wie auch immer kalkulierten) 150 Gebote aus dem Beispiel oben, erhalten wir auf diesen Preis einen Rabatt von 60 Euro und erhalten einen Verkaufspreis von 188,95 Euro. Klingt knackig, oder? Dem aufmerksamen Leser wird aber nicht entgangen sein, dass ich die Vorteile oben in Anführungszeichen gesetzt habe, demnach muss das dicke Ende also noch folgen. 

Das sieht zunächst mal so aus, dass ich die Versandkosten auf den Preis aufschlage. Die schwanken je nach Artikel zwischen 2 und 49,80 Euro und betragen in meinem Beispiel mit der Wii 9,90 Euro. Somit liegen wir dann bei 198,85 Euro. Wir sollten nun nicht vergessen, dass wir – bevor wir uns zum Direktkauf entschieden haben – ja bereits 150 Mal geboten haben. Bei einem Gebotspreis von 0,50 Euro sind das dann noch einmal flotte 75 Euro, die unseren Gesamtpreis dann auf 273,85 Euro anwachsen lassen.

Nicht schlecht, somit kostet mich die Konsole nur knapp 40 Euro mehr, als wenn ich sie bei Amazon bestellt hätte!

Macht Euch Euer eigenes Bild, testet es vielleicht selbst mit irgendwelchen dort angebotenen Artikeln, für mich jedenfalls bleibt das Angebot von swoopo unbrauchbar. Gratulation an die swoopo-Macher für eine clevere Idee, aber verbraucherfreundlich geht definitiv anders!

 

Man kann von ihm halten, was man will, aber was derzeit in der Musikwelt vor sich geht, ausgelöst durch den überraschenden Tod Michael Jacksons, hat dieser Planet so noch nicht gesehen. Es gibt einige Ereignisse, die die Welt in Atem hielten. Der Absturz der drei Jungstars Buddy Holly, Big Bopper und Ritchie Valens vor 50 Jahren war etwa ein solches Ereignis und sollte in die Geschichte eingehen als der Tag, an dem der Rock’n Roll starb. Don McLean sollte in den Siebzigern in seinem Megahit "American Pie" diesen Gedanken aufnehmen:

But February made me shiver, With every paper I’d deliver
Bad news on the doorstep, I couldn’t take one more step

I can’t remember if I cried, When I read about his widowed bride
But something touched me deep inside, The day the music died

Don McLean war Zeitungsjunge, als Buddy Holly starb, und so war es auch an diesem kalten Februarmorgen, als er mit seinen Zeitungen vielen Haushalten die schlimme Nachricht von dem Flugzeugabsturz überbrachte, am "day the music died". weiterlesen »

Ich versuche hier in meinen Beiträgen immer, glasklare Positionen zu beziehen. So halte ich Zensursula für das personifizierte Übel, halte netzpolitik.org für eine mächtige Blogger-Allzweckwaffe gegen all das, was uns die Politik derzeit antut und wenn es um das studiVZ geht, halte ich mit meiner Meinung auch nicht hinter’m Berg, dass ich es für rückständig und vom Aussterben bedroht halte.

Manchmal verschwimmen diese klaren Grenzen vielleicht ein wenig. Das gilt sicher weniger für Ursula von der Leyen, bei der ich mir absolut nicht vorstellen kann, dass ich hier ein positives Wort über sie verlieren werde in einer auch noch so fernen Zukunft, aber was das studiVZ angeht, so habe ich natürlich genug Arsch in der Hose, auch mal drauf hinzuweisen, wenn es dort was Schönes zu vermelden gibt oder dem Netzwerk Unrecht widerfahren ist. weiterlesen »


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