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22 Apr, 2008

Facebook und das kurze Adwords-Vergnügen

Posted by: Casi In: zweipunktnull

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So schnell wie mein Name auf einmal prominent war, so schnell scheinen meine 15Minuten Ruhm auch wieder  vergangen zu sein ;) Zumindest, wenn der Indikator von Ruhm ist, per Werbung für Facebook auf der  Google-Startseite zu landen.

Aber im Ernst: Der Aufschrei der Entrüstung war riesengroß und Facebook (oder doch Google) reagierte schnell und bereits heute war der Spuk vorbei. Zu spät jedoch, um Erik Hauth, seines Zeichens verantwortlich für die Ringfahndung, davon abzuhalten eine Facebook-Gruppe namens "NO FACEBOOK ADS using MY NAME!" zu gründen und sensationellen Zuspruch zu finden. Ein Unterfangen, welches offensichtlich von Erfolg gekrönt war, denn Marc Zuckerberg persönlich wandte sich an Erik und versprach, bei den Verantwortlichen mal nachzuhorchen, was denn da wohl wie gelaufen ist.

Nun liegt auch ein offizielles Statement von Facebook in ebenjener Gruppe vor, welches wie folgt lautet:

Facebook hat mehrere Programme getestet, damit Nutzer, mit der Option einer öffentlichen Suchanzeige für die Indexierung von Suchmaschinen, noch schneller in Suchergebnissen zu finden sind. Im Moment läuft dieser Test nicht mehr. Die Anzeigen wurden nur ausgeliefert, wenn a) ein Facebook Nutzer eine öffentliche Suchanzeige für die Indexierung von Suchmaschinen hat und b) wenn nach speziell ihrem Namen auf einer Suchmaschine gesucht wurde. Der Klick auf diese Anzeige führte auf die Hauptseite von Facebook, wo man sich wie immer registrieren muss bevor man ein Freund der gesuchten Person werden kann und bevor irgendwelche Informationen zu sehen sind.

Öffentliche Suchanzeigen zeigen allenfalls die Informationen Name und Foto des Nutzers, und auch nur dann, wenn der Nutzer in seinen Einstellungen der Privatsphäre die Such-Sichtbarkeit auf "Alle" gesetzt hat.

Öffentlich Suchanzeigen gibt es, um unsere Nutzer noch einfacher auffindbar für ihre Freunde auf Suchmaschinen zu machen und können jederzeit von den Nutzern ausgestellt werden. Nur Nutzer die über 18 sind und die die Einstellung "Eine öffentliche Suchanzeige für mich erstellen und diese für die Indexierung von Suchmaschinen verwenden" angekreuzt haben tauchen in externen Suchen auf.

 

Die Meinungen und Reaktionen in der Blogosphäre gehen weit auseinander bei dieser Werbe-Aktion. Einerseits sind natürlich sehr viele Blogger entrüstet ob der Vorgehensweise von Facebook (damit verbunden das Unterstellen eines schlimmen Marketingfehlers), andererseits wird aber drauf hingewiesen, dass Facebook laut AGB rechtlich abgesichert ist und die Marketingabteilung sooo schlecht nicht gearbeitet haben kann, wenn die Aktion in aller Munde ist – zugegebenermaßen gehöre ich auch der Fraktion an, die daran glaubt, dass Facebook eher Profit aus dieser Sache schlagen wird im Sinne von Propaganda, als dass man sich mit tausendfacher User-Abwanderung auseinandersetzen müsste.

Zu diesem Thema ist hier sicher nicht das letzte Wort geschrieben worden – für heute jedoch schon ;)

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