…was woanders schon längst zusammengewachsen ist: StudiVZ öffnet sich nun doch Entwicklern von dritter Seite und tritt dem Open Social-Projekt von Google bei. Wie ich eben bei deutsche-startups gelesen habe, soll der Spaß bei StudiVZ irgendwann im Sommer beginnen. Ich schrieb ja hier bereits, dass sich StudiVZ CEO Marcus Riecke ernsthafte Gedanken über Open Social macht, und nur wenige Monate und einige bahnbrechende Ankündigungen der Konkurrenz später könnte es also tatsächlich so weit sein. Während also irgendwann im Sommer das erste zarte Widget-Pflänzchen bei StudiVZ erblühen wird, sind MySpace und Facebook natürlich schon wieder gedanklich und auch planungstechnisch diverse Schritte enteilt. Zudem ist natürlich auch noch gar nicht gesagt, dass es dann wirklich so zeitig so weit sein wird, denn auch andere Social Networks haben sich in der Vergangenheit manchmal etwas zu weit aus dem Fenster gelehnt, wenn es um den Beitritt zu Open Social ging. Zumindest bei den Lokalisten ist trotz Ankündigung nie wirklich was Konkretes nachgekommen, soweit ich weiss.
Bleibt jetzt abzuwarten, wie StudiVZ diesen Schritt im Endeffekt wirklich gehen wird: Darf jeder Entwickler seine Applikationen unters Studentenvolk bringen oder wird man einen erlesenen Kreis benennen? Nicht zuletzt waren es ja auch die Unmengen an nicht wirklich brauchbaren Applikationen bei Facebook, die StudiVZ nachdenklich gestimmt hatten. Mich würd auch interessieren, wie lange man Facebook hinterher rennen will. Ich kann mir einfach nur schwer vorstellen, dass man mit dieser Strategie langfristig erfolgreich sein kann, denn ohne auch nur ein ganz kleines bißchen Innovation wird es für StudiVZ noch ein ganz schwerer Gang, denn so wie es scheint, lernen die Anderen aus ihren Fehlern und nehmen gerade erst richtig Fahrt auf.
StudiVZ hat einen richtigen und wichtigen Schritt gemacht, aber jetzt kommt es drauf an, ihn richtig zu machen – und vor allem, ob man ihn nicht erst viel zu spät gemacht hat…




