Ja ja - Microblogging und kein Ende
Zunächst mal will ich hier festhalten, dass Twitter neue Rekorde aufstellt, was die Downzeiten angeht. Die replies waren jetzt mal direkt für mehrere Tage deaktiviert und über meinen Twitter-Client Digsby war somit nichts möglich, was in Richtung Twitter geht. Schade nur, dass mir dadurch dann auch der ein oder andere Follower verloren geht, denn grundsätzlich glaub ich schon, dass ich hin und wieder twitteresken Content biete - wenn Twitter halt mitspielt
Aber um auf den Titel und dem Kräftemessen zwischen den zwei nur augenscheinlich gleichen Kontrahenten Twitter und Plurk zurückzukommen, muss ich zur Verteidigung Twitters ergänzen, dass auch Plurk nicht mehr annähernd so stabil läuft wie noch vor zwei Wochen. Es ist noch kein Vergleich zu Twitter, aber die ein oder andere Hängepartie oder - wie heute vormittag - der komplette Ausfall der Anzeige befreundeter Plurker muss man sich bei Plurk nun auch eingestehen. Ich weiss nicht, in welchem Maße die Nutzerzahlen steigen und ob es einfach ein Problem ist, welches man in den Microblogs noch nicht in den Griff bekommen kann. Fakt ist jedoch, dass man immer noch auf ein zuverlässiges Exemplar dieser Gattung warten muß.
Passend - und wie immer sehr witzig noch dazu - dieses Bild von Geek and Poke:

Ich werde jetzt auch nicht weiter darauf eingehen, in wie weit sich die beiden Microblogging-Dienste voneinander unterscheiden - bei den Downzeiten nähert man sich ja mittlerweile an und über die grundlegenden Unterschiede hab ich ja bereits geschrieben.
Während sich also diese beiden Dienste nun um den Platz an der Sonne kloppen, zieht in deren Fahrwasser FriendFeed weiter ganz ruhig seine Bahnen, läuft stabil, bietet hier und da mal eine Modifikation oder einen neuen Service an und erfreut sich gerade in Downzeiten Twitters immer größerer Beliebtheit als Twitter-Ersatz.
Bei Israels Top-Techbloggerin Orli Yakuel hab ich jetzt von einem Service gelesen, welcher Twitter und FriendFeed in einer Mehrspaltendarstellung aufbereitet. Der Service befindet sich aber noch in einer geschlossenen Alpha-Phase. Ihr könnt versuchen, auf Orlis Seite noch einen ihrer Invites nutzen zu können, oder Ihr probierts per TechCrunch, die auch Invites zu vergeben haben.
Was passiert nun bei diesem Service, der auf den Namen Gridjit hört? Man meldet sowohl seinen FriendFeed- als auch seinen Twitter-Account an und kann dann - jeweils mehrspaltig dargestellt - zwischen FriendFeed und Twitter hin und her switchen, von dort aus bequem Kommentare oder Replies abgeben, entweder bei einem der Services einen neuen Status verfassen oder gar für beide gleichzeitig.
Die Darstellung finde ich jetzt schon schöner und vor allem übersichtlicher als bei FriendFeed - und das, obwohl man sich ja noch in einem frühen Stadium befindet. Ihr solltet es Euch jedenfalls mal anschauen.
Ich schreibe es nicht zum ersten Mal und ich bin auch nicht der Einzige, der es je behauptet hat: FriendFeed kann Twitter richtig gefährlich werden, denn FriendFeed liefert eine Performance, die Twitter nicht annähernd so bieten kann und im Endeffekt fehlen FriendFeed bis dato lediglich noch die Unmengen an Usern, die Twitter bereits vorzuweisen hat. Sollten da in nächster Zeit noch mehr verprellte Twitterer zu FriendFeed überlaufen, kann man da noch so viel Kohle nachschießen - dann ist diese Schlacht dennoch verloren, denn wenn man die jeweiligen Features gegenüberstellt, kann Twitter FriendFeed schon längst nicht mehr Paroli bieten.
Da Plurk sich nun ein wenig anders verhält, könnte man in diesem Wettkampf der lachende Dritte sein - besser gesagt: einer von zwei Lachenden, denn so wie es aussieht, könnte es mit Twitter auch genauso gut nur einen einzigen Verlierer geben. Für den Noise, die Informationen und jegliche Neuigkeiten könnte man auf FriendFeed bauen - und die Tweets, die man auf einer mehr privaten, chattigen Ebene raushaut, die sind bei Plurk allemal besser aufgehoben als bei Twitter.



