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24 Jul, 2008

Alles bleibt anders: Facebook kontert MySpace-Attacke

Posted by: Casi In: Social Networks|zweipunktnull

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Es ist ja fast schon sowas wie eine liebgewonnene Gewohnheit geworden: Kündigt Facebook vollmundig eine Neuerung an, kommt MySpace mit einem vergleichbaren Paukenschlag aus der Deckung und umgekehrt das gleiche. Heute ist eher wieder ein Fall für "umgekehrt", denn es ist an Facebook, die gestrige Data-Availability-Attacke von MySpace zu kontern.

Dass es was Neues aus dem Hause Facebook in diesen Tagen geben würde, ist wenig verwunderlich, findet doch gerade die hauseigene f8 Developers Konferenz in San Francisco statt. In diesem Rahmen plauderte Facebook-CEO Mark Zuckerberg bei seiner Keynote aus dem Nähkästchen. Neben einigen Ankündigungen, die bei netzwertig.com übersichtlich aufbereitet erklärt werden, sticht für mich besonders die Ankündigung für Facebook Connect hervor.

Laut Zuckerberg steht Facebook Connect ab sofort zur Verfügung – allerdings erst mal nur als Sandbox für aktuell 24 Partner wie Digg, Seesmic, Flock, Twitter, StumpleUpon und Amiando. Letzteres – ein Event-Community-Portal aus deutschen Landen – läßt mich wieder auf die gestrigen MySpace-News schauen, wurde dort neben der Film-Comunity Flixster mit eventful doch ebenfalls eine Event-Community als Partner vorgestellt.

Über Facebook Connect ist schon Einiges gesagt und Vieles geschrieben worden – ableiten läßt sich daraus für den Normal-User, der vermutlich noch bis Herbst auf den Start des Projektes warten muß, dass es ähnlich dem MySpace-Konkurrenz-Produkt möglich sein wird, lediglich mit den Facebook-Login-Daten die Angebote von Drittanbietern nutzen zu können. Die Accountinformationen wie z.B. Profilfotos oder Freundeslisten etc können zu den Partnern mitgenommen werden, wobei Facebook ausdrücklich darauf hinweist, gesteigerten Wert auf die Sicherheit der Daten zu legen. Wer zum Beispiel festlegt, dass bestimmte Bilder auf dem Facebook-Account nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind, braucht nicht befürchten, dass sie über eine der Partner-Seiten zu sehen wären.

Als Fingerzeig für die Theorie vom webbasierten Operating System kann man vielleicht folgende Aussage von Zuckerberg werten:

Wir werden bald erleben, dass sich die großen Social Networks zunehmend dezentralisieren und sich in eine Reihe von einzelnen sozialen Applikationen im Web aufteilen

Klar, dass er Facebook als so etwas wie das Mutterschiff über all diesen Applikationen betrachtet, als Bindeglied zwischen den Partnern, die alle über die Facebook-Profilseite zu erreichen sein werden.

Nachdem vor einigen Monaten innerhalb von wenigen Tagen sowohl die erwähnten Projekte von MySpace und Facebook als auch Googles Friend Connect von sich reden machten, bleibt jetzt abzuwarten, ob Google auch direkt nachlegen wird mit einer Ankündigung, oder ob man dort den Fokus zur Zeit eher auf andere Bereiche legt.

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