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30 Aug, 2008

Google hebt ab

Posted by: Casi In: World wide web

 

…und das mein ich im wortwörtlichen und im übertragenen Sinne.

Was den wortwörtlichen Sinn angeht, so habe ich gerade im GoogleWatchBlog gelesen, dass Google dank GeoEye ab nächster Woche einen eigenen Satelliten im All haben wird. Dieser wird Google dann exklusiv mit Bildern versorgen, die natürlich wesentlich aktueller sein werden als das Material, welches Google bislang aufkaufen muss für seine Dienste wie Google Earth. Angeblich mit einem Google-Aufkleber versehen wird der Kamerad dann 680 Kilometer über unsere Köpfe hinweg seine Runden drehen. Ich bin gespannt, welchen Einfluß das auf die Entwicklung von Google Earth hat bzw ob dadurch Qualitätssprünge zu erwarten sind - auflösungstechnisch kann bzw darf man sich ja schon mal nicht verbessern aus Datenschutzgründen. Hoffentlich wollen sie die Bilder auch wirklich nur für die bekannten Anwendungen nutzen und nicht Steve Ballmer und Co ausspionieren ;)

Aber ich sprach ja eben auch vom Abheben im übertragenen Sinne. Damit meine ich dann eher eine tolle Idee von Google, welche erstmal bei einem hauseigenen Produkt Einzug hält, aber vielleicht weit mehr bewirken könnte, als man das derzeit abschätzen kann. Die Rede ist von Googles Blog-Dienst blogger.com. Ich lege Euch dazu den tollen Beitrag von Marcel Weiss bei netzwertig.com ans Herz.

Was genau hat Google wieder ausgeheckt? Eigentlich ist es nur ein marginaler Schritt: Man simplifiziert das Abonnieren der RSS-Feeds der Blogs. Statt einen RSS-Feed abonnieren zu müssen bzw ihn gar manuell in den Reader seiner Wahl einzubinden, genügt es zukünftig bei blogger.com, dem gewünschten Blog einfach zu "followen", ähnlich wie man es von Twitter und Co gewöhnt ist. Die so abonnierten Blogs werden dann in einer vereinfachten Version des Google Readers betrachtet. Wie Marcel ganz richtig beschrieben hat, kann es ausserhalb der Blogosphäre durchaus zu Schwierigkeiten führen, was das Abonnieren von Feeds angeht. Weil man technisch nicht in der Lage ist (klingt vielleicht abenteuerlich, aber es gibt genug Menschen im Netz, die mit Mühe und Not gerade mal eine e-mail zustande bringen), oder weil das Wort "abonnieren" bzw "subscribe" unterbewußt mitschwingen läßt, es mit einem eventuell nicht kostenfreien Dienst zu tun zu haben.

Google löst beide Probleme mit einem Schlag und kann dadurch vielleicht dem RSS-Feed zu nicht mehr erwarteter Prominenz verhelfen. Welche Auswirkungen das auf externe RSS-Feeds hat, ist natürlich noch nicht abzusehen, aber man darf ja zumindest hoffen, dass in absehbarer Zeit geschaffen werden kann. Solange es noch viel verschiedene Browser und Reader mit vielen verschiedenen Arten des Abonnierens gibt, wird sich die phänomenale Idee des RSS-Feeds nie im Mainstream durchsetzen, fürchte ich.

via ReadWriteWeb


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