Ja, endlich mal wieder – ein Thema, welches sich mit Microsoft befasst ;)
Mit Microsoft im weitesten Sinne, sollte man besser sagen, denn der Microsoft-Werbespot, der derzeit durch die Blogosphäre geistert, irritiert mich ein klein wenig. Am besten seht Ihr Euch selbst an, worum es geht:
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Was genau passiert da? Bill Gates trifft Jerry Seinfeld in einem Schuh-Discount und später regt Seinfeld an, dass es Computer geben sollte, die man wie einen Kuchen aufessen könnte nach der Arbeit. Er möchte, dass Bill ihm ein Zeichen gibt, wenn sowas entwickelt wird und Bill quitiert das mit lustigem Arschgewackel.
Also im Klartext: Das ist die Kampagne, die schlanke 300 Millionen Dollar kostet und den Microsoft-Karren aus dem Dreck ziehen soll, imagemäßig? Hut ab, so viel Witz hätte ich vermutlich auch noch gehabt und bei mir hättet Ihr den Spot für ein schlankes Milliönchen haben können – dafür natürlich ohne Jerry ;)
Während Curi0us in seinem neuesten Blogbeitrag erklärt, wieso dieser Spot bzw Jerry Seinfeld dem Unternehmen Microsoft gut tut, seh ich die Dinge irgendwie anders.
Zweifellos ist Jerry Seinfeld großartig – ich liebe seine Serie – aber ich kann mir nicht vorstellen, dass man auf diesem Weg ein desaströses Firmen-Image reparieren kann.
Stattdessen sollte man sich lieber auf andere Dinge konzentrieren in der Werbung. Vielleicht sollte man sich in das allgemeine Google Chrome-Datenkraken-Bashing einklinken, denn das Böser-Bude-der-Computer-Szene hat Microsoft ja nun beileibe nicht exklusiv. Ein anderer – vermutlich vernünftigerer Ansatz – wäre es, vielleicht mit dem eigenen Produkt "Live Mesh" eine Image-Kampagne zu fahren.
Während nämlich Google mit seinem vielbeachteten Browser-Debüt einen wichtigen Schritt in Richtung Cloud-Computing gemacht hat, weiß die breite Masse doch noch gar nichts von irgendeiner Wolke. Microsoft könnte die Leute an die Hand nehmen und ihnen das Netz von morgen erklären, bevor es Google tut.
Ich werde mich in den nächsten Tagen sicher noch mal ausführlicher mit dem Phänomen dieser "Cloud" beschäftigen, bis dahin warte ich auf den nächsten Microsoft-Spot(t) und hoffe, dass es nicht ein ähnlicher Fehlschlag wird, denn als solchen empfinde ich den Seinfeld-Spot. Versteht mich nicht falsch, der Spot hat tatsächlich einen gewissen Humor-Faktor und dass Bill Gates witzig sein kann, hat er ja schon bewiesen. Aber ich glaube nicht, dass man auf diese Weise ein angeschlagenes Image aufpolieren kann. Es ist schon lange nicht mehr so, dass es allein schon wichtig ist, im Gespräch zu bleiben – zumindest nicht, wenn man in diesem Gespräch fast durch die Bank schlecht weg kommt.




