Wenn MySpace und Facebook mit neuen Features von sich reden machen und Wer-kennt-wen durch enorme Zuwachszahlen, dann will man sich natürlich auch beim StudiVZ nicht lumpen lassen und stattet seine Plattform mit neuen Funktionen aus. Noch nicht lange implementiert ist zum Beispiel die überarbeitete Fassung des Fotoalbums, welches gleichzeitig für angenehmeres Fotos-Betrachten und für niedrigere Klickzahlen sorgt.
Seit heute kann man nun ein anderes Feature testen: Den Plauderkasten
Es handelt sich dabei um einen VZ-internen Chat, der es uns ermöglicht, mit den Freunden via StudiVZ zu chatten, die auch gerade online sind – ähnlich dem Facebook-Messenger. Vor dem Chat-Vergnügen wartet aber die Arbeit, besser gesagt: der Test. Bevor die neue Funktion für alle VZ-User freigeschaltet wird, können 100000 Nutzer den Chat vorher ausgiebig testen. Zu diesem Zweck muß man einer eigens dafür eingerichteten Gruppe namens "Plauderkasten – Testpiloten" beitreten.

Nach dem Gruppenbeitritt befindet sich rechts oben der Plauderkasten-Button.

Beim Anklicken erhält man einen Hinweis, dass man unter den Freunden, die gerade online sind, seinen Chatpartner auswählen kann. Tut man das, erkennt man unter den Infos seiner Freunde auch die "Plaudern"-Funktion. Aktiviert man die, erhält man dieses Popup:

Interessanter als das spartanische Chat-Fenster ist vielleicht unten rechts der Hinweis auf Nimbuzz. Das holländische Unternehmen Nimbuzz beschreibt sich selbst als "all-in-one-Lösung" für PC, Handy und Internet. In erster Linie als Skype-Konkurrent ins Rennen gegangen, bietet man neben Instant Messenger-Unterstützung (u.a. für AIM, ICQ, MSN und Skype) auch Dutzende Schnittstellen zu Social Networks wie MySpace und Facebook und offeriert sogar mobiles VoIP!
Mag sein, dass die VZ-Macher um CEO Marcus Riecke auch aus diesem interessanten Ansatz im Endeffekt wieder mal nichts machen, aber es könnte andererseits ein Fingerzeig auf die mobile Ausrichtung der VZ-Networks in naher Zukunft sein. Bereits hier hab ich ja auf ein Interview mit Riecke hingewiesen, in welchem er die mobile Ausrichtung seines Social Networks neben Messenger und Terminplaner als Nahziele ankündigt. Sollte es hier gelingen, eine adäquate mobile-Umsetzung zeitnah zu präsentieren, könnte es durchaus sein, dass man den amerikanischen Konkurrenten noch einmal einen deutschen Markt wegschnappt – zumindest zeitweilig.




