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12 Okt, 2008

Die Nacht, in der ich mir facebook.com, windows7.com und youporn.com sicherte

Posted by: Casi In: World wide web

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 Habt Ihr jemals vor dem Problem gestanden, dass die Domain, die perfekt zu Euch oder Eurem Geschäft passen würde, schlicht und ergreifend nicht mehr frei war? Angesichts der Tatsache, dass über 150 Millionen Websites registriert sind, sicher keine Seltenheit.

Ein 16jähriger Österreicher hatte exakt dieses Problem und eine überwältigend schlichte Lösung parat: Er macht sich sein eigenes Internet! Nach Web 2.0 kommt also nicht 3.0, sondern "thesecondweb"?

Wie es funktioniert? Man geht auf die Seite www.thesecondweb.com und registriert sich seine Domain für einen pauschalen Preis von 5$. Die Klassiker wie microsoft.com, youporn.com, ebay.com usw sind natürlich schon von "pfiffigen" Leuten erstanden worden. Die Überschrift war ein wenig geschwindelt in diesem Fall, denn die Domain "windows7.com" hab ich mir doch nicht gesichert, weil mir spontan nicht eingefallen ist, wie man ein Betriebssystem programmiert ;)

The Second WebTechnisch gesehen handelt es sich natürlich keineswegs um ein neues oder anderes Internet, wie Student und secondweb-Entwickler Julian Zehetmayr selbst einräumt. Es setzt lediglich auf dem "normalen" Internet auf und die gebuchten Domains können auch nur über diese Webseite aufgerufen werden.

Allerdings bastelt Zehetmayr bereits an Erweiterungen für Firefox/IE, damit man auch aus dem normalen Browserbetrieb heraus auf die Domains zugreifen kann.

Mal im Ernst: Ich hab mir natürlich keine Domains gesichert, im Gegensatz zu vielen anderen – 4000 Domains hat der geschäftstüchtige Student nämlich seit Ende September bereits verkauft. 

Für wen kann so etwas überhaupt interessant sein? Für den SEO wohl eher nicht, denn zum einen wird sich microsoft sicher nicht gefallen lassen, dass es noch irgendwo die domain www.microsoft.com gibt, noch kann man wirklich viele Zugriffe erwarten. 

Für den privaten Homepage-Betreiber ist es meines Erachtens auch nicht wirklich sinnig, weil er ja jedem potentiellen Homepage-Besucher auch irgendwie mitteilen muß, über welche Startseite seine Domain nur zu erreichen ist. 

Gewinner dieser ganzen Aktion könnte zumindest der Erfinder dieser Idee werden, denn bei 5$ pro Domain und 4000 verkauften Domains bis heute braucht er sich vermutlich keine Gedanken um die Finanzierung des Studiums machen ;)

Was passieren kann, wenn sich eine Gesellschaft beschwert über eine auf ihrem Namen angelegte Domain, hat man sich auch schon überlegt:

Wir haben uns in dieser Hinsicht rechtlich abgesichert. Juristisch gesehen handelt es sich bei Second-Web-Domains nämlich nicht um echte Internetadressen, sondern um Datenbankeinträge. Wenn sich eine Firma dennoch bei uns beschwert, dann wird die betreffende Domain von uns gesperrt, und der User, der sie registriert hat, bekommt sein Geld zurück.

Na dann kann es ja losgehen mit dem neuerlichen Run auf die besten Domains – ich mach jedenfalls nicht mit, ziehe aber meinen (ebenfalls virtuellen) Hut vor einer fantastischen Geschäftsidee.

via zdnet

 

  • Find ich auch - aus unternehmerischer Sicht macht der Junge wohl alles richtig ;) Ist nur die Frage, ob sich die Leute, die 5 Dollar dafür zahlen, jetzt auch überall zukünftig 5 Dollar zahlen möchten, denn diese Idee wird ja sicher nicht ohne Trittbrettfahrer bleiben ;)
  • Find ich ne richtig klasse und sinnfreie Idee!

    Anscheinend läßt sich sogar mit sowas Geld verdienen - von daher: Hut ab! :-)
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