Die Internetnutzer in anderen Teilen der Welt – z.B. USA oder England – konnten schon etwas länger drauf zugreifen, jetzt ist es wie angekündigt endlich auch hierzulande so weit: Die Betaphase für Live Mesh startet nun auch in Deutschland!
Der Azure-Vorbote, der uns allen helfen soll, unsere Dateien auf allen möglichen Systemen synchron zu halten, macht es mir bei meinen ersten Live Mesh-Gehversuchen direkt einfach – eingeloggt wird sich mit einer Windows-Live-ID. Ähnlich einfach war es dann auch, einen Live Mesh-Ordner anzulegen und nach Runterladen der Live Mesh-Software meinen PC diesem Netzwerk hinzuzufügen.

Der Live Mesh Folder – ich habe einen namens "Musik" angelegt, wird auf meinem Live Desktop angezeigt. Wenn ich darauf klicke, kann ich einen Pfad angeben, von welchem ich eine Datei in diesen Ordner laden kann. Noch nicht verfügbar aber angedacht ist die Möglichkeit, dieses auch per Drag and Drop zu erledigen.

Auf dem Bild seht Ihr, dass ich meinen PC – hier Zweipunktnull genannt – bereits mit Live Mesh verbunden habe. Da aller Anfang bekanntlich schwer ist, sind mein Rechner und der Live Desktop bislang die einzigen Komponenten meines Netzwerks. Leider fehlt noch die Unterstützung für Windows Mobile als auch die Unterstützung für Mac-Rechner.
Ebenfalls auf dem Bild wird angezeigt, dass ich eine Speicherkapazität von 5GB habe. Mittlerweile ist es etwas weniger, da ich eine 2mb-große mp3-Datei hochgeladen habe ;)
Mittels Media View-Button kann ich dieses auch direkt online abspielen und per Doppelklick kann ich den Song auch direkt runterladen auf die Quelle, von der ich auf den Live Desktop zugreife. Was jetzt natürlich Quatsch ist, solang ich mit dem PC den Live Desktop betrachte, von dem ich die Datei hochgeladen habe, aber spätestens, wenn ich den Rechner mit dem meiner Freundin oder meinem Handy vernetze wird das ganz schnell wieder interessant. :)
Es sieht schlicht und für meinen Geschmack stylish (vistalike) aus, die erst rudimentär vorhandenen bzw eingebundenen Elemente laufen einwandfrei, die Up- und Downloads laufen zügig und das Synchronisieren klappt optimal.
Mit einem Klick habe ich meinen Musik-Ordner auf meinem Desktop angelegt und zudem zeigt mir ein an diesen Ordner angedocktes Fenster wie in einem Lifestream alles an, was in meinem Live Mesh – hier oder in der Cloud – passiert.
Sobald meine Freundin meine Einladung zu Live Mesh angenommen hat – was vermutlich nicht mehr heute der Fall sein wird ;) – werde ich diesen Dienst mal weiter auf seine Funktionalität testen und schauen, ob es als Online-Storage-System für mich mehr taugt als beispielsweise die von mir gern benutzte Dropbox.
Spätestens, wenn mein Touch Diamond mitspielen darf im Live-Mesh-Konzert, werde ich mir die ganze Geschichte noch einmal anschauen und auch dann erst wirklich wissen, ob dieser Microsoft-Dienst tatsächlich so toll ist, wie es mir derzeit scheint.
Neben dem Einbinden von stationären Rechnern, Laptops und Mobiltelefonen wird man auch weitaus exotischere Dinge tun können wie z.B. digitale Bilderrahmen mit neuen Fotos versorgen.
Microsoft läßt mal wieder die Muskeln spielen und Live Mesh deutet zumindest an, dass das Unternehmen aus Redmond mit der Kombination aus Windows7 und Azure auf dem richtigen Weg ist.




