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19 Nov, 2008

Twollow – die neue Spam-Schleuder für Twitter?

Posted by: Casi In: Microblogs| zweipunktnull

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 Vielleicht, aber wenn ja – dann eine von jedem Twitter-User selbst gewollte ;)

Was ist Twollow? Eine Applikation zum auto-followen, die unverschämt simpel zu bedienen ist. Man loggt sich zunächst mit seinen Twitterdaten ein und erhält dann die Möglichkeit, bis zu fünf Keywords auszuwählen, die einem relevant erscheinen. In meinem Selbstversuch habe ich das übrigens unsinnigerweise so getan:

Twollow

Twollow sorgt nun dafür, dass jeder Twitter-User, der eines dieser Keywords nutzt, automatisch als neuer Follower eingetragen wird. Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, aus welchen Ländern man plötzlich Facebook-Nutzer kennt -Länder, von denen man gar nicht wusste, dass die schon Strom, geschweige denn Internet haben ;) Das Keyword dortmund führte immerhin dazu, dass ich nun polizeiupdate folge und somit Presseinfos erhalte zu Polizeieinsätzen – recht interessant :)

Über das keyword "Depeche Mode" haben sich bislang drei Radiosender zu meiner Followerschar gesellt, die großteils zwar schöne Musik spielen, aber dennoch ziemlich nerven, da wirklich jeder Titel, der gerade läuft, getwittert wird. Bei ‘nem durchschnittlichem Lied mit etwa 4 Minuten Spieldauer und 3 Sendern macht das pro Stunde immerhin zusätzliche 45 Tweets – nee, lasst mal, Freunde…

Man sollte also vorsichtig sein beim Konfigurieren. Entweder müllt man seinen Twitter-Strom selbst so zu, dass die Übersichtlichkeit komplett verloren geht, oder – wie beim PR-Blogger beschrieben – man zieht sich den Unmut der Follower zu, weil man augenscheinlich gar nicht in Kontakt mit ihnen treten will, sondern einfach nur die Zahl der Follower in die Höhe schrauben möchte. Besagter PR-Blogger Klaus Eck empfiehlt daher für solche Fälle sogar einen expliziten Twitter-Account für ein keyword-Monitoring.

Ich selbst werde es weiterhin nutzen – wenngleich ich die keywords nochmal überdenke – und aufmerksam verfolgen, welche neuen Follower sich damit finden lassen. Menschen, die in mir unbekannten Sprachen twittern, oder schlicht und ergreifend doch nicht den Content bieten, den ich mir erhofft habe, werde ich zeitnah wieder von meiner Liste entfernen, um nicht den Überblick zu verlieren.

Wenn man es jedoch in Maßen einsetzt, ein durchaus interessantes Tool :)

Quick Twollow.com Demo from jon on Vimeo.

Weitere Artikel zum Thema "Twollow" findet Ihr hier und hier.

 

 

Apropos Twitter und Tool: Bei Cem gab es vor wenigen Tagen übrigens eine richtig tolle Zusammenstellung von Twitter-Tools. Ihr findet den Artikel unter Twitter Tools Galore. Kudos, Cem – sehr schöne Übersicht :)

Ansonsten bleibt noch zu erwähnen, dass Twitter scheinbar in den letzten Tagen wieder etwas an Stabilität eingebüßt hat. Der allseits beliebte Failwhale ist also noch nicht ausgestorben ;) Vermutlich sehr zur Freude von Evan Prodromou, der zwischenzeitlich eine neue identi.ca-Version an den Start gebracht hat, mehr darüber bei Blogulus.

Zum Abschluß meines kleinen Twitter-Rundumschlages noch ein Video – und zwar von der Twitter Whore ;)

 

 

  • Sebastian
    auch wenns nciht mehr ganz aktuell ist, habe bisher noch keine Alternative gefunden. Kennt jemand was besseres als http://www.twollow.de ?
  • *lach* dann ist das wohl definitiv so, hape ;)
  • schätze mal, ich bin über twollow von dir hinzugefügt worden, hab nämlich vorhin ma kurz was über studivz geschrieben ;).
  • Du sagst es, Oliver - gerade, wenn man Begriffe als Keyword verwendet, die nicht nur im gewünschten Sinne getwittert werden, wird es arg spammig.
  • Auf neue, interessante Tweets aufmerksam gemacht zu werden, ist eine Sache. Automatisch alles zu verfolgen, was ein bestimmtes Stichwort fallen lässt, erscheint mir wenig sinnvoll.

    Das ist ja vergleichbar damit, wenn man bei einer Suche in einer Suchmaschine sämtliche Treffer anklicken würde.

    Neben der sehr oft fehlenden Relevanz dürfte man so seine Zeit verschwenden und die sinnvollen Tweets von Leuten, denen man folgt, dürften in der Flut untergehen.
  • hmm, ja hast recht, ritchie - sind eh meist merkwürdige menschen, die mir bislang durch twollow zurück-followen ;)
  • Ich würd da unbedingt eine dedizierten Account anlegen - Twitter erlaubt 70 Follow-Transactions/Stunde, wenn das regelmäßig mehr sind, landet man eher früher als später auf der Spamliste.
  • @Sven Wiesner - ja genau, Du erhälst nur den üblichen e-mail-Hinweis, wenn Dir jemand zurückfolgt.
    Wie gesagt, ich beobachte das jetzt mal eine Weile. Hab einige schon wieder rausgeworfen, einige andere wiederum behalte ich aber gerne dabei :)
  • @Sachar - Das siehst Du wohl nur in der normalen Übersicht bei Twitter. Das macht die ganze Geschichte ja auch ein wenig unberechenbar, dass man gar nicht so recht weiß, hinter wer man gerade so alles her twittert ;)
    Aber wie Dieter/web2marketing schon sagt: Als Marketing-Instrument richtig eingesetzt ist es echt ne Waffe. Wobei Du z.B. Dir natürlich vorher überlegen musst, ob Du lieber ein hashtag roccatune überprüfst, oder blind jedem folgen willst, der das Wort in irgendeinem Tweet verwendet hat.
  • Werd mal testen, fürchte aber die Flut neuer Leute denen ich followe ohne es zu merken. Es gibt ja nur eine Bestätigung wenn Die Leute auch zurückfollowen, oder? Ansonsten danke für den Hinweis!
  • Also für meine Marketingunternehmungen und die Firmen die ich betreue, ist das ne Waffe - ganz klar! ;)

    Privat würd ich das aber nie nutzen...

    Da bräuchte ich eher ein "Auto-UNfollow" Tool - sobald jemand "Facebook" schreibt, wird er von mir unfollowed! *lol*
  • Was ich nicht ganz verstehe: Wie sehe ich bei Twollow, welche denn die Follower sind, denen ich automatisch folge?
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