21 Nov, 2008
Hurra, endlich an Platz 1 bei Google - dank SearchWiki
Posted by: Casi In: World wide web
Der Traum eines jeden Bloggers bzw SEOs: Man gibt einen Suchbegriff bei Google ein und das erste Resultat zeigt Deinen eigenen Content. Mit SearchWiki klappt das nun ohne Weiteres:

Das Ganze hat einen kliiitzekleinen Haken: Dieses Ranking gilt nur für mich persönlich, wenn ich via Google-Account eingeloggt bin. Da zerplatzen die SEO-Seifenblasen also direkt wieder
Es geht also nicht darum, seinen eigenen Content zu pushen, sondern eher darum, die Suchergebnisse seinen Bedürfnissen anzupassen. Das kann man tun, in dem man via Button hinter dem jeweiligen Ergebnislink entweder den Pfeil nach oben (promote) oder den Pfeil nach unten (remove) auswählt. Ausprobieren könnt Ihr das bei der US-Google-Variante - hier mal mit dem Beispiel Twitter.
So kann ich für mich persönlich das Suchergebnis filtern, kann nutzlosen Content kicken und die Ergebnisse zudem noch kommentieren. Die Frage dabei ist: Was genau bringt mir das, verglichen mit irgendeinem beliebigen Social Bookmarking Dienst? Schließlich kann ich auch dort Links promoten, sammeln und kommentieren. Auch in der Blogosphäre scheiden sich da bislang ein wenig die Geister. Während Klaus Eck schon fragt, ob das Ende der SEOs gekommen ist, reagiert Markus Spath skeptischer und definiert SearchWiki als eine "umständlichere Lösung für ein bereits gelöstes Problem".
Das interessanteste und vielleicht am ehesten den Weg aufzeigende Statement zu SearchWiki hat Marcel Weiss hier gefunden:
Clearly Google will learn a ton about search behavior through this new set of features, and presumably that will improve core search results. But what I find interesting in all this is what is says about what Google knows, and therefore decided to do. Google knows folks come to the site for repeat navigation - to find places they have already visited. And they know that they go there for discovery - to find things they’ve never visited but hope to find. A move like this seems to point Google toward bringing the two together, and potentially, re-portalizing the web.
What do I mean by that? Well, it’s clear that Google is the starting point for a very large percentage of folks on the web. But while many of us start there, we don’t spend much time there - we use Google as a way to jump from place to place. If, however, we can customize Google to become a one stop shop with all our favorite places, as well as comments and social connections, we may well change our behaviors and spend more time at that start place.
Bestechend einfache Logik. Google bietet dieses Feature an, weil man einfach weiß, dass wir Suchenden immer und immer wieder die Orte im Netz aufsuchen, die wir bereits kennen und dort dann hoffen, etwas Neues zu finden. Es ist natürlich spekulativ, wenn man sich in diesem frühen Stadium dieses Google-Features bereits die Folgen ausmalt, die dieses Veränderung haben könnte. Wird es wirklich die Art und Weise, wie wir im Netz suchen, komplett auf den Kopf stellen bzw zumindest entscheidend modifizieren? Oder ist es lediglich eine Spielerei, die nur einem sehr überschaubaren Nutzerkreis einen wirklichen Mehrwert bringt?



