06 Dez, 2008
Songbeat: MP3s runterladen leicht gemacht
Posted by: Casi In: e-commerce|Start up|World wide web
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Mit Songbeat gratis auf unzählige MP3s zugreifen!
Wieder mal ein empfindlicher Schlag gegen die Musikindustrie: Songbeat bohrt seinen Service nämlich mächtig auf und gibt dem Musikhörer ein mächtiges Tool an die Hand, wenn man auf der Suche nach kostenlosen Downloads ist.
Nach dem Download und Installieren des Desktop-Tools bietet sich uns der Blick auf ein übersichtliches Interface:

Der Player bietet uns zunächst mal eine Suchmaske, mit welcher wir uns auf die Suche nach MP3-Dateien machen können. Songbeat bedient sich dabei nach wie vor bei der Musik-Suchmaschine seeqpod, zusätzlich in der aktuellen Version aber auch bei Project Playlist, SpoolFM, BooMP3 und Mp3gle.
Dienste wie seeqpod bewegen sich ja von Haus aus in einer gesetzlichen Grauzone. Das Runterladen von Musik ist grundsätzlich ja nicht verboten, genau so wie der Besitz von runtergeladener Musik. Auf der Songbeat-Homepage äußern sich die Macher wie folgt:
Ist Songbeat legal?
Songbeat findet jegliche Musik: Diese im Internet zu suchen und anzuhören ist nicht verboten. Zudem ist das Herunterladen von Musik grundsätzlich erstmal nicht illegal. Es liegt jedoch am Nutzer zu prüfen ob er die jeweiligen Rechte an dem heruntergeladenen Musikstück hält oder nicht. Die Software ist daher legal.
Bleibt abzuwarten, wie lange es dauert, bis die in Deutschland ansässige Songbeat GmbH von der Abmahn-Armada der Musikindustrie unter Beschuss genommen wird.
Bis es so weit ist, kann man jedenfalls auf den kostenlosen Player zugreifen. Mit kostenlos ist in diesem Falle gemeint, dass man den Player gratis nutzen kann um nach Musik zu suchen und sie sich anzuhören. Der Download der gefundenen MP3s ist auf 25 limitiert. Möchte man unbegrenzt Songs runterladen, kann man seinen Account upgraden, was einmalig 19,99 € kostet.
Von Seiten der Songbeat GmbH wirbt und kokettiert man natürlich wissentlich damit, dass man auf alle Songs zugreifen kann für diesen Preis und nimmt natürlich in Kauf, dass sich der ein oder andere Nutzer nicht wirklich an die Urheberrechte hält.
Um auf der sicheren Seite zu sein, habe ich für meine Testerei also bewußt Songs ausgewählt, die ich bereits auf CD besitze. In meinem Beispiel habe ich nach Songs von Guns n’ Roses, Mesh, Keane, VNV Nation und Depeche Mode gesucht und auch jeweils eine sehr ansprechende Zahl an Ergebnissen geliefert bekommen. Mit einem Rechtsklick auf den gewünschten Song erhalte ich drei Optionen:
-
Play
-
Download
-
Discover
Somit hab ich die Wahl, ob ich den Song hören oder runterladen möchte, oder ob ich via "Discover" auf eine Info-Seite zum Künstler geführt werden möchte, auf welcher ich neben einer Kurzbeschreibung und einer Diskographie des Sängers bzw der Band auch die Möglichkeit habe, die Musik bei Amazon zu kaufen.
Ich entscheide mich für den Download und der geht auch recht zügig von statten. In meiner Library kann ich sehen, welche Songs ich bereits runtergeladen habe und kann sie auch von dort direkt auf CD brennen.
Die meiner Meinung nach interessanteste Möglichkeit, die die aktuelle Version des Songbeat-Players bietet, ist die Integration von last.fm. Gebe ich unter dem Punkt "Station" den Namen eines Künstlers ein, wird das lastfm-Radio generiert, in welchem neben dem ausgewählten Sänger auch artverwandte Musik abgespielt wird. Auch diese Radio-Songs könnt Ihr nicht nur anhören, sondern auch direkt runterladen. Witzigerweise funktioniert das auch, wenn man sich erst mitten im Lied für den Download entscheidet. Die Songs werden automatisch mit dem richtigen Namen versehen und auch mit einem ID3-Tag versehen.

Das last.fm-Radio ist aber nicht die einzige Möglichkeit, sich über verwandte Musik zu erkundigen: Mit dem "Mixtape" kann man sich einen Künstler aussuchen, zu dem eine festgelegte Zahl an ähnlichen Acts runtergeladen wird. Statt für einen bestimmten Künstler kann man sich auch für ein Genre entscheiden und erhält so einen Mix der gewünschten Musik.
Als Fazit bleibt festzuhalten, dass man mit Songbeat seine Musiksammlung kinderleicht und schnell gewaltig aufstocken kann für einen sehr fairen Preis von knapp 20 Euro – wobei man sich aber darüber im Klaren sein muss, dass man dabei gegen Urheberrecht verstößt, sollten sich darunter Songs befinden, die man nicht selbst besitzt.
Von der technischen Seite weiß der Player zumindest zum großen Teil überzeugen. Die Features sind logisch angeordnet und leicht zu bedienen. Punktabzug gibt es lediglich für den nur sehr rudimentär ausgestatteten MP3-Player selbst – zumindest eine Vorspul-Funktion sollte technisch machbar sein.



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