Zoomer.de schließt nach nur einem Jahr wieder seine Pforten! Hoch motiviert und ambitioniert unter der Holtzbrinck-Flagge vor ziemlich genau einem Jahr an den Start gegangen, hatte man sehr schnell und sehr reichlich mit Gegenwind zu kämpfen. So hat man von Anfang an – trotz durchaus vorhandener Anerkennung für den Versuch, etwas Neues zu etablieren – ein etwas verwirrendes Konzept gehabt. Mir persönlich war die Gewichtung der Topthemen immer ein Rätsel und so kam es wohl, dass ich heute das erste Mal seit vielen Monaten wieder dort vorbeischaute.
Grund dafür ist diese Meldung in eigener Sache. In einem Jahr hat man einen Launch, einen Relaunch, die Halbierung der Redaktion und nun auch die Schließung zu verzeichnen. Mag man da wirklich alle Schuld der Finanzkrise zuschieben? Gefiel Holtzbrinck das Konzept nicht? Oder verstand man es vielleicht sogar nicht? Obwohl ich der Meinung bin, dass man einem jungen Projekt mehr Zeit geben sollte, um sich zu finden bzw um seinen Platz im Markt zu suchen, staune ich doch ein wenig über die Lobeshymnen, die man in oben verlinkten Artikel anstimmt auf die eigene Leistung (bzw zitiert man anderer Leute Lobeshymnen auf zoomer.de):
Die Crew der Redaktion aber geht erhobenen Hauptes von Bord: Wir haben etwas bewegt. Wir haben gewagt, wovor andere zurückgescheut sind. Und wir haben es gut gemacht.
Nee, Freunde – bei aller Liebe: Soooo richtig gut war das nicht immer, was Ihr da gemacht habt, und zum Glück habe ich diese Meinung nicht exklusiv. Gerade zum Relaunch schieden sich die Geister. Mich würde jetzt interessieren, ob der Holtzbrinck-Konzern wirklich so hammerhart von der Krise erwischt wurde, oder ob man einfach nicht mehr wirklich an den Erfolg des Projektes geglaubt hat. Wenn Ersteres der Fall wäre, hätte ich zumindest noch die Hoffnung, dass man für schmales Geld auch direkt das studiVZ an Facebook verkloppt ;)
(via Trendlupe)
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