zweipunktnull.org

16 Feb, 2009

Die Legende vom Grundeinkommen

Posted by: Casi In: Microblogs|zweipunktnull

Es war einmal… So fangen Märchen an. Die Petition zum Grundeinkommen von Susanne Wiest ist weder Legende noch Märchen – aber für die deutsche Politik bzw. die deutschen Politiker könnte es sich ohne Weiteres zum Schauermärchen entwickeln. Ich habe natürlich auch meine persönliche Meinung zu diesem Thema, und ich denke, dass wir es hier mit einem populistischen und nicht durchführbaren Vorschlag zu tun haben und mit mir sind auch nicht wenige Andere dieser Meinung.

Aber es geht hier weder darum, was ich persönlich darüber denke, noch geht es in erster Linie wirklich darum, was diese Petition beinhaltet. Worum es meines Erachtens wirklich gehen wird, erkläre ich später. Erst mal möchte ich aus der Petition zitieren, worum es hier überhaupt geht:

Unser Finanz- und Steuersystem ist sehr unübersichtlich geworden. Auch die Arbeitslosenquote scheint eine feste Größe geworden sein. Um nun allen Bürgern ein würdevolles Leben zu gewährleisten, erscheint mir die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens als guter Lösungsweg. Ca. 1500€ für jeden Erwachsenen und 1000€ für jedes Kind. 
Alle bestehenden Transferleistungen, Subventionen und Steuern einstellen und als einzige(!) Steuer eine hohe Konsumsteuer einführen. Eine deutliche Vereinfachung unseres komplizierten Finanzsystems erscheint mir zwingend erforderlich. Auch ginge mit dieser Veränderung ein deutlicher Bürokratieabbau, und damit eine Verwaltungskostenreduzierung, einher.

Klingt für mich persönlich im ersten Moment nach einer fixen Idee, die selbst einem Oscar Lafontaine vermutlich schwer durchführbar erscheinen muss. Natürlich wäre es toll, wenn jeder Mensch in diesem Land einen gewissen Standard halten könnte, der ihn nicht dazu zwingt, jeden Euro dreimal umzudrehen, um ihn dann für billige und qualitativ vielleicht nicht so hochwertige Lebensmittel auszugeben. Die Frage muss aber doch sein: Wie finanziert man so etwas?? Wenn ich mir unser soziales Gerüst aktuell anschaue, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie man die derzeit verfügbaren Summen für Arbeitslose und Bedürftige in einem solchen Maße aufstocken will. Wenn sich nun jemand in seiner Arbeitslosigkeit – was ich natürlich nur den Wenigsten unterstellen würde – bequem eingerichtet hat und dank Frau und zwei Kindern nun ein garantiertes Einkommen von 5000 Euro monatlich hat, würde mich eben schon interessieren, wie das a) finanziert werden soll und b) wieso dieser Mensch jemals auf die Idee kommen sollte, sich wieder einen Job zu suchen. Oliver Gassner erklärt den Grundgedanken der Petition in seinem Blog und geht dort auch auf die Finanzierbarkeit ein. Demnach soll es irgendwie funktionieren, da mir aber das volkswirtschaftliche Verständnis fehlt, erschließt sich mir das leider nicht ganz.

Aber wie gesagt: Es geht gar nicht darum, was ich darüber denke, noch wie die Petition explizit formuliert ist. Entscheidender finde ich derzeit, welchen Buzz diese Idee erzeugt. Wenn ich mir die Twitter-Suche zu dem Thema anschaue, erhalte ich unzählige Tweets zum Thema. Es finden sich viele bekennende Unterzeichner der Petition und ebenfalls sehr viele Blogger, die dem Thema Beiträge widmen. Das ist der Punkt, der mich gerade persönlich sehr an diesem Thema interessiert. Was kann man hier erreichen? Es fehlen – nach aktuellem Stand – noch round about 5000 Unterschriften, um die benötigten 50000 vollzumachen und bei dem Wirbel, den die Idee vom Grundeinkommen gerade erzeugt, zweifel ich nicht eine Sekunde daran, dass das bis zum 17.02. – also im Laufe der nächsten 24 Stunden – geschehen wird.

Was dann? Die Idee "bedingungsloses Grundeinkommen" kriegt man nicht mehr kaputt. Man hat hier ein politisches Feuer – im positiven Sinne – gelegt und egal wie eifrig der Einzelne seinen Eimer Wasser in dieses Feuer gießt und wieder auffüllt – er wird keine Chance haben. Die Linken haben es doch vorgemacht. Man legt Finger in die Wunden, besser gesagt bohrt man sogar bewusst in diesen Wunden – ohne allerdings das passende Verbandszeug dabeizuhaben. Dennoch sind sie aber – in meinen Augen leider – bundesweit gesellschaftsfähig geworden und können auf eine recht breite Basis setzen.

Ähnlich wird sich das nun vielleicht auch entwickeln. Mit dem Unterschied, dass es keine Partei ist, die ihr eigenes Klientel mobilisiert. Quer durch die Bevölkerung finden sich in jeder Gesellschaftsschicht, in jeder Branche und unabhängig von Parteizugehörigkeit, Religion usw Menschen, die sich für diesen Vorschlag engagieren. Niemand muss bislang auf die Strasse gehen, niemand muss "für die gute Sache" kämpfen – man muss zunächst einfach mal nur eine Petition unterzeichnen.

Mein wirtschaftlicher Horizont hört ärgerlicherweise bei vereinfachten Steuergesetzen auf - das ist die Grenze dessen, was ich mir vorstellen kann. Gerne lasse ich mich aber eines Besseren belehren, sobald mir ein Wirtschaftsexperte erklären kann, wie ein solches Modell tatsächlich funktioniert. Genau, wenn das passiert – also wenn aus einer fixen Idee etwas Machbares wird – kann ich mir vorstellen, dass alle viralen Dämme brechen und jedes Kind in Deutschland kapieren wird, dass es scheinbar eine Lösung für ein marodes System gibt, von welchem uns nur unsere eigenen Politiker trennen. Na und spätestens dann bekommen die von uns gewählten Vertreter des Volkes einen mehr als rauhen Wind entgegengeblasen.

Wie gesagt – ich habe keinen Schimmer, ob wir es mit einer fixen Idee oder der Zukunft des Landes zu tun haben, aber ich könnte mir vorstellen, dass wir uns bei der Wahl der Waffen eher an Obamas Wahlkampf orientieren als an den Montagsdemonstrationen im Osten in den späten Achtzigern.

Den Buzz auf Twitter habe ich angesprochen, eine FriendFeed-Gruppe ist längst angelegt und das ist sicher nicht das Ende der Fahnenstange. Bereits jetzt gibt es keinen Weg zurück, das Thema ist nun mal omnipräsent. So scheint es mir also derzeit, dass es nicht darum geht, ob es ein Grundeinkommen geben wird, sondern wie es aussehen wird.

Ich jedenfalls werde mich nun weiter mit dem Thema auseinandersetzen – und mir zum Einschlafen heute diesen Film zum Thema Grundeinkommen reinziehen. Vielleicht bin ich danach cleverer ;)

 

  • http://g33ky.de Dr. Azrael Tod

    realisierbar? nein, natürlich nicht… kein verwaltender politiker wird ein system vorschlagen das erheblich einfacher ist und damit seine funktion (verwalten) gefährden. Auch wird man diese Vorschläge niemals irgendwo durchgesetzt bekommen, selbst wenn man Politiker dazu bekommen würde die Vorschläge zu unterstützen, logisch zu handeln oder gar im Sinne des Volkes zu entscheiden… die Angst vor dem unbekannten wäre alleine schon viel zu groß um derartige Änderungen auch nur öffentlicher zu besprechen als in der hitzigen Diskussion einiger unverbesserlicher Phantasten im Internet.

    teuer? unbedigt! Die Kosten jedem Bürger derartiges Bürgergeld zu zahlen übersteigen die Vorstellungskraft. Schlimmer noch: ungeliebte Arbeiten werden dadurch plötzlich wirklich so teuer (weil ja keiner mehr arbeiten muss und man den leuten mehr zahlen muss) wie sie es sein sollten… ich als Programmierer habe sicher den angenehmeren Job als ein Müllmann, dennoch bekomme ich wohl mehr Geld. Das liegt sicher nicht nur an der nötigen Ausbildung und der Eignung für meinen Job, auch Politiker bekommen viel Geld (scnr)

    Aber unfinanzierbar? Nein, da bin ich anderer Meinung, Ich hatte z.B. vor vielen Jahren schonmal irgendwo gelesen wie Götz Werner vorrechnete wie man sowas finanzieren könnte. Das bringt natürlich noch weitere, radikale Umstellungen mit sich und wird dadurch noch viel weniger durchführbar.

    Ja es gibt durchaus viele Probleme mit derartigen Systemen, dennoch bin ich der Meinung dass wir langfristig mit unserem Aktuellem System einen Absturz erleben werden und ich bin doch irgendwo noch derartig unrealistischer Optimist dass ich mir wünsche wir würden es durch etwas in dieser Art ersetzen.

    aber das habe ich ja schon vor einiger Zeit geschrieben

  • http://www.ausdruck-shop.de Roland Judas

    Das Thema “Grundeinkommen” ist nicht neu. Seit einigen Jahren wird diese Idee vom Gründer der DM-Drogeriekette Götz Werner immer wieder in verschiedenen Medien dargestellt und vor einigen Jahren sogar per Anzeige beworben. Je länger ich mich mit diesem Gedanken beschäftige desto sympathischer wird er mir. Es würde sicher einige Probleme unsere Gesellschaft lösen. Andererseits bin ich mir nicht wirklich sicher, ob ich ausreichend Vertrauen in die Menschen hätte…

  • JG25

    Wirtschaftsexperte meinen:

    http://digbib.ubka.uni-karlsruhe.de/volltexte/d…

    kann aber nicht so “zum Einschlafen” gelesen werden.

    Gruß

  • http://magazin.kilu.de/internet/ Tim R. Giese

    “Es geht gar nicht darum, was ich darüber denke”
    Nun, dafür beginnt Dein Artikel aber ganz schön kritisch. Eher wie Bildzeitung die Meinung in der Info versteckt.

    Trotzdem finde ich es toll, dass jemand mit mir die Faszination teilt, welchen Anteil an der Bewegung wieder Blogs und Twitter haben (nach der DB-Abmahnung). Ich mache mich mit Tweets dafür stark, weil mich an der Idee des Grundeinkommens fasziniert, dass damit gleich mehrere Probleme beseitigt werden, z.B. Armut und Schwarzarbeit, aber auch Existenzgründung.

    Ich finde folgenden Beitrag interessant: http://cli.gs/PVDgde

    Allerdings halte ich 1000 Euro und mehr für Utopie. Vom Grundeinkommen darf kein Luxus wie Urlaub oder Auto möglich sein. Wer überleben will, kann nichts tun, wer Luxus will, sollte arbeiten. Und die Menschen werden Luxus wollen, ganz sicher.

  • Casi

    Danke für den Kommentar, Tim :) Sorry, ich wollte nicht nach Bild-Zeitung klingen ;) Es geht mir nicht darum, die Idee als solche schlechtzureden, ich denke einfach – so wie Du – dass die angedachten Summen Quatsch sind und nicht machbar. Der Grundgedanke dahinter jedoch verbreitet sich durch diese Petition in einer Weise, die es unmöglich macht, dass er wieder komplett in der Versenkung verschwindet – die Idee muss in eine machbare Form gebracht werden, aber aus den Köpfen der Leute wird sie jedenfalls so schnell nicht mehr verschwinden.

  • Casi

    Ich sträube mich auch nicht grundsätzlich gegen einen solchen Gedanken, sondern eher gegen “lafontaineske” Fantasien, die zwar toll klingen, praktisch aber nicht machbar sind – und 1500 Euro pauschal klingen für mich nicht machbar…Deinem letzten Satz jedenfalls möchte ich mich uneingeschränkt anschließen ;)

  • Casi

    danke für den Link :)

  • http://magazin.kilu.de/internet/ Tim R. Giese

    Im Link oben geht der Schreiber von 500-600 Euro aus und rechnet auch vor wieviel das den Staat kosten würde.

    Nur ich als Hartz4-Empfänger (früher als Single, jetzt mit Familie) kann sagen, dass dies wieder zu wenig wird. Ich halte 800 für realistisch.

    Jedoch ist mir nicht ganz klar, ob dies jeder Erwachsene benötigt. Ich tendiere auch etwas dazu, dass nur der Haushaltvorstand diesen Betrag erhält, d.h. derjenige, der die Rechnungen wie Wohnung, Strom, Gas und Telefon bezahlt. Jede weitere Person im Haushalt nur 500 Euro.

    In meinem Fall wären das 2300 Euro. Ich wäre froh, wenn wir das jetzt hätten ;-)

  • http://www.kunstuni.de Carl Jaegert

    Nun, Oskar Lafontaine ist ja ein dezidierter Gegner des Bedingungslosen Grundeinkommens. Wie die meisten Politiker und Gewerksachaftler, die allgemein als “links” eingeordnet werden.
    Und die Ausgestaltung einer solchen Idee erfolgt natürlich nicht durch eine Petition. Die soll ja erst der Anfang der Diskussion sein.
    Jetzt kommt es darauf an, dass sich in den kommenden Wochen und Monaten viele viele Menschen mit dieser Frage beschäftigen. Der Film ist dazu ein guter Einstieg. Wer sich näher gerade mit der darin liegenden Freiheitsfrage befassen will, kommt um den Artikel von Sascha Liebermann nicht vorbei.
    Lassen wir also nicht nach und arbeiten wir in uns und mit anderen Menschen weiter an diesen Fragen!
    Carl Jaegert – kunstuni.de

  • http://www.bamaru.com René

    Die Idee des garantierten Grundeinkommens ist so erstmal eine utopische, aber dennoch sehr interessante. Leider ist deren Durchführung schon durch die volkwirtschaftlichen Verflechtungen mit den Weltmärkten und der Globalisierung unmöglich. In einem autarken Wirtschaftssystem wäre das jedoch ein interessanter Ansatz.

    Zurück zur Realität ^^

    Sinnvoll wäre in der Tat die Abschaffung aller Steuern und deren Substitution durch eine einzelne, dann auf den ersten Blick sehr hohe, Steuer. Das wurde meines Wissens in Lettland so gemacht und funktioniert da super. Denn insbesondere Verbrauchssteuern wie die MwSt richten mehr Schaden an, als sie an Nutzen stiften.

  • http://freiebildung.wordpress.com 1000Sunny

    Ich habe mir auch meine Gedanken zu dem Thema gemacht und unterteile den Kapitalismus in einen behavioristischen Kapitalismus (jeder kämpft um seine Existenz) und einen humanistischen Kapitalismus (Existenz ist gesichert, man kann sich um die Verwirklichung kümmern, siehe Maslow). Ich habe es eher aus psychologischer Sicht, als aus volkswirtschaftlicher. Vielleicht trägt das zum Verständnis bei.

  • http://freiebildung.wordpress.com 1000Sunny

    Wobei Behaviorismus eigentlich bedeutet, dass man über Belohnung und Strafe jeden zwingen kann, etwas zu machen (in diesem Falle: zu arbeiten).
    Ich finde es interessant, dass so viele Menschen noch glauben, dass unsere Gesellschaft besser ist, solange es Zwang gibt.

  • HiPhi

    Der Inhalt des Zitats ist meiner Meinung nach so nicht umsetzbar. Denoch ist das Konzept, genau wie die negative Einkommenssteuer, eine interessante Alternative zum Arbeitslosengeld.
    Finanzierbar wäre es sicher auch, durch erhöhte und umgestaltete Steuern und Abschaffung des Arbeitslosengeldes. …Die Reichen müssen die Armen bezahlen…
    Es ist aber nicht mit dem Vorschlag finanzierbar. Außerdem steht eine reine Umsatzsteuer ohne andere Steuern dem Ziel einer Schließung der sozialen Schere entgegen.

    [Einwurf: wenn 100% des Einkommens für Konsumgüter verbraucht wird, entspricht der Steueranteil des Einkommens der Umsatzsteuer. Wenn nur 50% des Einkommens für Konsumgüter verbraucht (werden muss), beträgt der Steuersatz nur die Hälfte des Umsatzsteuersatzes. Das bevorzugt Menschen mit hohem Einkommen und wäre eine Umkehrung unseres heutigen Steuersystems. Reiche Zahlen prozentual weniger Steuern als Arme. Einwurfende]

    Zurück zum Thema Grundeinkommen. Wird dies Falsch umgesetzt fehlt der Anreiz zur Arbeit für noch mehr Menschen als bisher. Wenn der Anreiz zur Arbeit fehlt wird jeder rationale Mensch nicht arbeiten und die Folgen kann sich jeder selbst überlegen.

    Genug wirre Gedanken zum Thema, nur noch eins: die Tobinsteuer ist auch ein sehr interessantes Konzept, das das Volk sich wahrscheinlich mehrheitlich wünschen würde, wenn das Volk es kennen würde. Dennoch setzen die Politiker dieses Konzept nur ungern um.

  • oliverg

    Nun ja, wenn du das Ganze erst mitbekommen hast wo es bei Twitter ist… Die Idee gibt es schon etwa 80 Jahre und ich kenne sie seit ca. 8 Jahren.

  • Casi

    Wenn Du den Buzz um die Petition meinst – ja, hab ich erst durch Twitter von erfahren – aber ich glaube, die läuft auch noch nicht seit 8 Jahren, oder? ;)

  • Max

    Stimmt, gerade unter Linken finden sich genügend Gegener, ein weit verbreiteter Irrtum es mit Kommunismus zu vermischen. Das BGE-Konzept läßt sich nicht in bisherige politische oder ideologische Kategorien einordnen, gefällt mir auch so.

    Ich glaube nicht, dass das BGE ein sozial einfacheres Leben mit sich bringen wird (da täuschen sich viele Befürworter wie Gegner). Die Frage ist weniger ob man ein BGE finanzieren kann, sondern ob man sich bisherige sozialstaatliche Konzepte weiterhin leisten wird können – ich glaube nicht. Die ökonomische Effizienz ist demnach mein Hauptgrund warum ich es befürworte.

    Aber im Zuge des Hype merkt man auch, dass die Welt noch nicht bereit dafür ist, erst wenn es mind. 2/3 der Bevölkerung befürworten UND verstehen, könnte es funktioniern.

    Mein Tip: in 10 Jahren wirds realistisch.

  • oliverg

    Eventuell wurde mir bei deinem Artikel nicht klar ob du das Konzept 'Grundeinkommen' kritisierst [dein Titel legt das nahe], das seit 50+ (!) Jahren von Fachleuten diskutiert wird und über das auch in den Medien schon seit 5+ Jahren immer wieder berichtet wird oder ob dich nur der 'Hype' stört, der vor dem Hintergrund der seit Jahren andauernden PR von Götz Werner und er nahenden Deadline nun auch nicht ARG überraschend war. (Zumal wenn man in etwa raten kann, wie die Twitterpopulation politisch so verteilt ist.)

    Ein extrem großer Teil der Einwände wird übrigens in dem Grundeinkommen-Film erschöpfend behandelt. es wäre sicher der Diskussion zuträglich, wenn man sich einergewissen Faktenbasis bedient.

    In der Tat gibt es offene Fragen (Renten, Krankenversicherung), aber es ist ja nicht so, als ob nicht das aktuelle System ebenfalls einige Antworten schuldig bliebe.

  • Casi

    Danke für Deine ausführliche Antwort, Oliver. Ich erwähnte ja auch, dass mir teilweise der politische Hintergrund bzw das volkswirtschaftliche Wissen fehlt, um das Prinzip “Grundeinkommen” realistisch einschätzen zu können. Den Artikel schrieb ich, bevor ich von dem Film wusste und generell ging es mir auch um den Hype, der kurz vor Ablauf der Petition im Internet ausgelöst wurde. Ich bin durchaus für eine starke Vereinfachung der Steuergesetze, glaube aber nach wie vor, dass die Forderung in dieser Petition nicht umsetzbar ist und vielleicht zukünftige Petitionen zum Thema torpediert haben könnte. Bin also eher Gegner dieser speziellen Petition, nicht des Prinzips. :)

  • http://blog.17vier.de/?p=629 Fleischervorstadt-Blog – Geschichten aus Greifswald – polemisch – politisch – positioniert

    Greifswald goes ARD…

    Gestern Abend trat die Greifswalderin Susanne Wiest – ihres Zeichens Initiatorin der erfolgreichen Online-Petition für ein bedingungsloses Einkommen – in der Sendung Menschen bei Maischberger (ARD) auf. Wer sich schon einmal weiterführend mit der The…

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  • http://warumblog.greenmorning.de/?p=81 Das Warum-Blog » Grundeinkommen für alle – Sozialismus 2.0 ?

    [...] bekommt eine Idee mal wieder Auftrieb, die alle paar Jahre einmal durch einen Politiker angesprochen wird, das Grundeinkommen. Auf der [...]

  • http://www.myjobnextdoor.com/nebenjob.html Nebenjob

    Grundsätzlich funde ich ein bedingunsloses Grundeinkommen für Arbeitnehmer keine schlechte Idee …. denn es gibt immer noch viele arbeitende Mitbüger in Deutschland, die trotz Vollzeitjob nicht auf 1500 Euro pro Monat kommen und auch noch eine Familie damit ernähren müssen. Hier sollte man das Einkommen staatlich erhöhen ;)
    Bei Arbeitslosen kann so ein Grundeinkommen nur zu Arbeitsverweigerung führen. Keine gute Idee also!


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