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02 Mrz, 2009

iTunes lässt mich Depeche Mode abonnieren

Posted by: Casi In: Media|Musik|e-commerce

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Naja, Abo ist vielleicht ein großes Wort für diese neue iTunes-Funktion: den iTunes-Pass! Erstmalig gibt es diesen Pass anlässlich der Veröffentlichung der neuen Depeche Mode-Platte "Sounds of the universe".  

Depeche Mode

Apple rückt mit diesem Pass erstmals von seiner ursprünglichen Politik ab und lässt den Bands bzw Labels mehr Spielraum, um ihre Musik zu vermarkten. Dieser Pass ist zeitlich begrenzt und in dieser Zeit kann man dem Käufer einen Mehrwert anbieten, den er bei dem regulären Kauf nicht hat. Am Beispiel "Depeche Mode" bedeutet das in diesem Fall, dass man das Anfang April erscheinende Album jetzt schon bestellen kann, die Single "Wrong" jetzt schon runterladen kann und zudem einen exklusiven Remix von "Wrong" ebenfalls sofort erhält. Man bietet mir als Fan somit etwas, was ich woanders so nicht bekommen kann und genau so sollte so ein Modell ja auch funktionieren.

Bei Techdirt gibt es einen sehr interessanten Artikel zum Thema. Wer sich für die neuesten Strömungen im Internet (speziell Musik und dessen Vermarktung) interessiert, sollte Techdirt unbedingt in seinen RSS-Reader packen. Mike Masnick macht sich darin Gedanken darüber, wie der Mehrwert für Fans aussehen könnte und hat da ein paar sehr nette Ideen:

  • frühere Verfügbarkeit der Tracks (bevor sie in den regulären Handel kommen)
  • eine exklusive Chatmöglichkeit mit dem Künstler
  • Vorkaufsrechte bei Konzerte
  • Gewinnmöglichkeit für Backstage-Pässe
  • exklusive Konzerte

So könnte man über kurz oder lang tatsächlich dahin kommen, dass die Musik kostenloses Beiwerk ist, während mit wirklich exklusivem Content weiterhin ordentliches Geld verdient wird. Mir wäre es recht – und das sage ich sicher nicht nur aus Fan-Sicht.

Schön, dass ausgerechnet Depeche Mode/EMI dieses neue Modell ausprobieren, aber das kann natürlich nur ein zaghafter Anfang sein. Zukünftig sollten Künstler und Labels da noch viel experimentierfreudiger werden und weitere Mehrwerte anbieten.

Weil ich nicht aus meiner Fanhaut kann, hier noch das offizielle Video der aktuellen Depeche Mode-Single:

 

 

  • Dieser iTunes Pass ist wirklich keine schlechte Idee für eingefleischte Fans, noch näher an den Künstler heran zu kommen. Warum nicht gleich so?
    Wenn schon Musikverkäufe nahezu ausbleiben und sogar bei den Großen zurück gehen, dann können die Einnahmen nur auf anderen Wegen generiert werden. So ein Abo wäre da sicherlich eine Maßnahme.

    Liedschatten
  • ja, sehe ich genauso :) "Liedschatten" ist übrigens ein sehr cooler Nick ;)
  • Die frühere Verfügbarkeit der Tracks wäre eine tolle Sache gewesen in der Zeit vor dem Internet. Ich fürchte, dass gerade durch die Nichtverfügbarkeit auf legalem Weg an den meisten Orten, wo man legal Musik bezieht, die illegale Verbreitung gefördert wird.

    Eine Einschränkung von Verfügbarkeit ist keine gute Idee. Und Release-Termine...davon sollte sich die Musikindustrie wohl besser verabschieden. Sobald ein Song fertig ist, sollte er verfügbar sein - erst auf den Rest des Albums - als Kunstform eventuell weiter von gewisser Relevanz - sollte man da nicht warten.

    Je länger die fertige Musik irgendwo warten soll, bevor sie legal verfügbar wird, desto größer wird der Anreiz für die illegale Verbreitung.

    Die anderen vier Möglichkeiten, die aufgezählt wurden, sind allerdings grundsätzlich eine gute Idee, um etwa zusätzliches Einkommen zu generieren.

    Da aber nicht jeder daran Interesse hat, mit allen Künstlern zu chatten oder auf ihre Konzerte zu gehen, schon gar nicht wenn er auf seinem MP3-Player Platz zehntausende von Songs hat, sehe ich das nur als interessantes Zusatzgeschäft von Stars - doch die Bedeutung von Stars und Hits wird wohl immer weiter abnehmen, wenn man den Long Tail-Anhängern glaubt.
  • Das wird sich ja so oder so nicht vermeiden lassen, dass Songs wesentlich eher fertig gestellt werden, als sie dann vertrieben werden. Teilweise gelangen ja sogar unfertige Versionen in Umlauf. Natürlich muss man illegale Downloads berücksichtigen, aber gerade durch das Schaffen von Mehrwerten erhöhe ich doch auch den Anreiz, ein Original anzuschaffen. Ich verweise immer gerne auf das Beispiel der Nine Inch Nails, die zwar sicher eine relativ bekannte Band sind, aber sicher keinen Mainstream machen. Die staffeln ihre VÖs von kostenlos für die puren Downloads bis hin zu hohen Preisen für exklusive Packages und allein durch diese limitierten Deluxe-Editionen haben die locker ihre Kosten wieder drin.
    Was Du in Deinem letzten Absatz schreibst, sehe ich allerdings genauso auf uns zukommen: Die Halbwertzeiten der Künstler werden sicher noch kürzer und die Zahl der Mega-Acts noch weniger.
  • <ironie>Großartige Idee, vor allem mit den Konzerttickets</ironie>. Früher oder später wirds dann so laufen, wie in den USA: für Konzertkarten gibt es dort den Radioverlosungsvorverkaufstermin, den exklusiven Sponsor-Vorverkaufstermin, den exklusiv-Internet-Anbieter-Vorverkaufstermin etc.pp. Das ganze natürlich pro Bundesstaat getrennt.
    Nein danke. Ich kaufe meine Musik auch online (emusic.com), bezahle gerne für ein Album, will aber den ganzen blöden Mehrwert (Chat, ...) auf keinen Fall. Mehrwert ist kein Mehrwert, wenn man als Standard nur noch eine rudimentäre Packung bekommt und für jeden Kleinkram drauflegen muss.
  • Das ist doch eigentlich das Feine an der Geschichte, die auf uns zukommt: Du willst nur die Songs und zahlst nur die Songs - ich möchte mehr und exklusiven Content und bekomme ihn ebenfalls, und das logischerweise gegen einen Aufpreis.
    In der Zukunft wirst Du dann vermutlich vollends selig sein, wenn diese "rudimentäre Packung" Dich keinen müden Cent mehr kosten wird, weil die Musikindustrie die Erlöse woanders generiert als bei dem nackten Song an sich. Ist natürlich Zukunftsmusik, aber ich denke, dass die Reise dort hingehen wird. Da ich mich selbst als großen Fan einer Band bezeichne, glaube ich übrigens auch, dass ein exklusiver Kartenverkauf im Fanlager alles andere als schlecht aufgenommen würde.
    Momentan gibt es auch schon Presales und Prepresales und so richtig glücklich wird keiner damit, weil ungerechtfertigte Mehrkosten veranschlagt werden und weil nur die rechtzeitige Anwesenheit im Internet während der Kartenfreischaltung die Möglichkeit bietet, die gewünschten Karten zu erhalten. Etliche Fans würden mit Sicherheit für eine Deluxe-Fassung eines Albums den ein oder anderen Euro springen lassen, wenn sie dafür exklusive Vorkaufsrechte für Karten bekämen und sich nicht darum mit den unseligen Wiederverkäufern kloppen müssten.

  • Ekic Adem
    FA.
    ATAPACK
    MATBACILIK AMBALAJ
    SAN. DIS TIC. LTD STI
    Istanbul / Türkei


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    Verkaufsleiter

    Ekici Adem
    ekiciadem@hotmail.de
    info@atapack.com

    Tel: 0090 212 629 50 22
    Fax: 0090 212 629 50 26
  • klingt in der Tat verlockend, gerade bei der thematischen Nähe zu meinem Artikel, aber ich werde mich schweren Herzens doch gegen die Taschen entscheiden ;)
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