zweipunktnull.org

14 Mrz, 2009

Mal was Neues: schuelerVZ-Lob auf zweipunktnull

Posted by: Casi In: Media| Social Networks

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Tja, wäre dieser Beitrag ein Tweet, wären die Hashtags #Zeiten #Wunder wohl angebracht – ich lobe tatsächlich das auch hier viel gescholtene VZ des Holtzbrinck-Konzerns, speziell: schuelerVZ!

Auslöser sind keine Hormonstörungen, Restalkohol oder der Aufkauf zweipunktnulls durch eben Holtzbrinck, sondern viel mehr das schnelle Reagieren im Falle des siebzehnjährigen Amokläufers aus Winnenden, der mit seiner Waffe mindestens 11 Leute tötete. Fast genauso schnell, wie die Profile des Täters und der Ermordeten bei schuelerVZ von findigen Journalisten und Möchtegernschnüfflern (wie uns Bloggern *g*) ausgemacht wurden, hat man sie seitens schuelerVZ auch vom Netz genommen.  Der gleichen Strategie folgend hat man auch diverse "Trauergruppen" vom Netz genommen, die eigens für die Opfer von Winnenden eingerichtet wurden, auch hier berichtete mehrblog.net.

Zunächst hielt ich letzteren Schritt für übertrieben, sehe die Notwendigkeit einer temporären Abschaltung dieser Gruppen mittlerweile ein. Hier ein Zitat dazu vom schuelerVZ-Support:

Leider versuchen Journalisten seit gestern über das Internet an Informationen für Sensationsbeiträge zu kommen.
Um die Opfer und deren Familien zu schützen, sperren wir daher momentan alle Gruppen, die sich mit diesem Thema auseinander setzen.

Es findet sich jetzt logischerweise eine Menge junger Menschen, die von "Zensur" redet und sich schlecht behandelt fühlt, aber an dieser Stelle muss man für die Betreiber des Schüler-Netzwerkes mal eine Lanze brechen. Neun von Zehn Kids halten sich vielleicht daran und posten lediglich Beileidsbekundungen, aber die zehnte Person verrät sich vielleicht durch ein Statement und outet sich als Freund oder Bekannter eines Opfers, oder gibt irgendwelche anderen relevanten Informationen unüberlegt ab, ohne Böses im Schilde führen zu wollen. Klar, dass sich ein Journalist dafür bedankt und genau dort dann ansetzen wird, um seine Story zu bekommen. In diesem Fall mache ich noch nicht einmal dem Journalisten einen Vorwurf – ist schließlich sein Job. Zum Schutz aller ist dieser Schritt daher in meinen Augen mehr als vertretbar und sobald der Trubel ein wenig abnimmt, bin ich auch sicher, dass die Gruppen wieder freigeschaltet werden.

 

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