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24 Mrz, 2009

Twitter: Bargeld lacht…endlich

Posted by: Casi In: Microblogs

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Noch lachen die monetären Honigtöpfe lediglich aus der Ferne, aber bis ins eher beschauliche Deutschland sieht man die Köpfe der Twitter-Bosse rauchen, suchend nach dem Geistesblitz, welcher den letzten Geistesblitz – nämlich Twitter selbst – in eine Goldgrube verwandeln soll.

Der geneigte Besucher des Twitter-Frontends konnte in den letzten Tagen mitverfolgen, dass Twitter sich einem minimalen Facelifting unterzogen hat. Die durchaus schöne "more"-Funktion gehört dazu, genau so wie eine Einblendung, die wir unter unseren Follower-Zahlen finden:

 Twitter WidgetHaben wir es hier jetzt wirklich nur mit einer kleinen kosmetischen Veränderung zu tun oder sollen uns die Einblendungen – die mal auf eigene Funktionen wie die Twittersuche verweisen und mal auf externe Anwendungen wie ExecTweets – darauf vorbereiten, dass wir dort zukünftig ein kleines, feines Werbefenster erhalten? Die nie versiegen wollende Goldquelle wird dort aber tendentiell eher nicht so reichlich sprudeln, denn nach wie vor sind es eigentlich die wenigsten Twitter-Nutzer, die überhaupt wirklich das Twitter-Frontend verwenden. Viel zu überlegen sind Twitter-Clients wie Thwirl oder TweetDeck

Aber apropos ExecTweets. Hier verbirgt sich vielleicht viel mehr Potential, wie auch Basicthinking-Blogger Michael Friedrichs(meine Güte hört sich das immer noch falsch an!) in seinem Artikel zum gleichen Thema vermutet.

Was ist ExecTweets? Grundsätzlich erst einmal eine Art Filter, so wie man es beispielsweise schon von parteigefluester kennt. Man lässt den Twitter-Strom durch ein Sieb laufen und übrig bleibt das ausgewählte Thema. Während es bei parteigefluester um die deutsche Politik geht, wendet sich ExecTweets an Führungskräfte, CEOs, usw – also die Opinion Leader, von denen man glaubt, dass ihr Wort Gewicht hat. Microsoft persönlich ist Sponsor dieser Geschichte und ein fettes "powered by Twitter"-Logo findet sich ebenfalls auf der Seite. Es handelt sich um eine sehr elitäre Twitter-Population, die dort zu lesen ist. Wer will, kann auch andere vermeintlich wichtige Twitterer vorschlagen. Nun dachte ich, dass Twitter damit bereits aktuell Geld verdienen könnte, denn die prominente Verlinkung von ExecTweets und Co sollte durchaus den ein oder anderen Dollar loseisen können, aber Jason Kincaid von TechCrunch weiß da bereits mehr. Demnach verlangt Twitter nicht einen Cent für diese Promotion.

Nichtsdestotrotz bin ich davon überzeugt, dass Twitter genau in diese Richtung weiter überlegen muss. Es muss doch möglich sein, einen Hybriden aus Premium- und special interest-Content etablieren zu können, der gleichzeitig Endverbraucher – sprich:Twitter-Nutzer – als auch Werbekunden anzieht. Ähnlich wie bei xing kann ich mir auch bei Twitter vorstellen, dass – ein gewisser Content-Level vorausgesetzt – man dafür zahlen würde, wenn der Nutzen die Kosten übersteigt.

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