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22 Apr, 2009

Twitter Superstar – aber nicht in Deutschland?!

Posted by: Casi In: Media| Microblogs

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Würde man auf der Straße wahllos Menschen anquatschen mit der Frage, was denn wohl Personen wie Reiner Calmund, Ashton Kutcher und Rapper Snoop Dogg gemeinsam haben könnten, werden die meisten Personen mit den Schultern zucken, einige konspirativ veranlagte Feingeister werden darauf spekulieren, dass sie alle mit Demi Moore schlafen und nur die allerwenigsten von ihnen werden vermutlich feststellen, dass sie alle auf Twitter vertreten sind.

Speziell Manager-Schwergewicht Calmund gehört einer sehr seltenen Spezies an: Twitterarius Celebratum Germanicus – der deutsche Promi-Twitterer! Vorab übrigens schon mal: Nein, Ihr braucht es mir nicht in den Kommentaren vorhalten – ich weiß selbst, dass ich kein Latein kann ;)

Tatsächlich ist der possierliche, kleine Kerl eine von wenigen wirklich bekannten Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, welche sich bei dem Microbloggingdienst blicken lassen, wenn wir Deutschland isoliert betrachten.

Während in den Vereinigten Staaten Hollywood-Star Ashton Kutcher sowas wie der letzte Tropfen war, der das übervolle Twitter-Fass zum Überlaufen brachte und dafür sorgte, dass sich die Twittermania über eine Nation ergießt, hinken wir meilenweit hinterher. Larry King, Shaquille O’Neal, Eminem, Britney, Oprah und unzählige mehr frönen dort bereits dem lustigen Versenden von Statusmeldungen, während die deutsche Twittersphäre promitechnisch eher einem Totentanz gleicht. 

Fels in der Brandung – neben Calmund – war da eigentlich bislang Harald Schmidt. Gewohnt witzig und bissig twitterte er über seinen Alltag und ließ uns an seinem TV-Leben teilhaben…dachte ich zumindest bis heute… Wäre da nicht dieses Video von Rob Vegas, würde ich es vermutlich noch immer denken:

 

 

Tja, nur ein Fake. Nicht der erste, denn der ein oder andere Politik-Fake war schließlich auch schon dabei und auch von den diversen Olli Pochers ist maximal einer echt – tendentiell aber eher keiner, wenn man dem Management glauben darf ;)

Schaut man sich bei Tweetpromis um, sieht man deutlich, dass hierzulande der große Boom noch nicht ausgebrochen ist und so wird es sicher noch eine ziemliche Weile dauern, bis wir hier den ersten Twitter-User verzeichnen können, der die Schallgrenze von 1 Million Followern überschreitet, wie jüngst geschehen im Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Ashton Kutcher und dem Nachrichtensender CNN.

 

 

via Medienrauschen

 

  • Uwe
    Sieht es nicht so aus, dass zum Ersten Twitter immer noch eine Nischenerscheinung ist und zum Zweiten die deutschen Promis schon immer sehr konservativ waren/sind? Und ist es nicht so, dass der Deutsche an sich bei Twitter sich die eigene Frage "Was bringt es mirß" nicht beantworten kann?

    Der Deutsche versteht Twitter nicht. Und er kann keinen Nutzen bzw. keinen Vorteil für sich darin sehen.

    Mich würde es nicht wundern, dass es nach Rob Vegas / Harald Schmidt oder auch Stefan Raab weitere Promi-Fakes auf Twitter gibt oder die Accounts einfach nur zur PR genutzt werden, der Promi selber aber garnicht twittert (Lukas Podolski zum Beispiel).

    Es wird noch sehr lange dauern bis es in Deutschland nur annähernd solche Maße annimmt wie in den Staaten. Dazu ist Twitter für alle, auch für Promis, zu kompliziert und nicht verständlich.
  • Wir sind zu großen Teilen d'accord, Uwe - bei 50000 geschätzten deutschen Usern brauchen wir nicht darüber diskutieren, dass Twitter derzeit lediglich ein Mauerblümchen-Dasein fristet verglichen mit anderne Net-Phänomenen. Die Frage "was bringt es mir" allerdings kann sich jeder selbst beantworten, der es ausprobiert und für jeden wird es auch ein anderes Resultat sein. "Den" Deutschen sehe ich da auch eher nicht.
    Und Twitter ist kompliziert? *lach* Ich fürchte, dann hab ich Dich bislang überschätzt ;)
  • Uwe
    Twitter ist bestimmt nicht kompliziert, aber du weißt wie ich es meine. ;-)
    Für den Menschen ist Twitter kompliziert bei der Beantwortung der selbstgestellten Frage "Was bringt es mir?"

    Ist es auch nicht so, dass Blogs in Deutschland ein Schattendasein haben, warum soll es bei Microblogging anders sein?
    Wahrscheinlich wird Twitter in Deutschland, obwohl es ein geniales Werkzeug ist, niemals im Mainstream ankommen, weil die Menschen den Nutzen für sich nicht erkennen...

    Und ich wette, wenn du 100 Menschen an Twitter dransetzt mit dem Auftrag es auszuprobieren, werden danach immer noch 95 nicht wissen, was es ihnen bringt...
  • Wenn wir schon den Blick in die Kristallkugel wagen und rausfinden möchten, welchen Stellenwert Microblogging in Deutschland irgendwann mal haben wird, dann sollten wir vielleicht weniger auf Twitter und mehr auf Facebook sehen. Dort - und auch in anderen Social Networks - werden Statusmeldungen abgesendet, oftmals ohne das Wissen, dass Twitter ganz genauso funktioniert.
    Was Blogs angeht, so sehe ich das ähnlich wie Du - bis auf ganz wenige Ausnahmen fristen wir ein Schattendasein, aber ich denke, dass "unsere" Zeit in Deutschland noch kommen wird. Die Zahl der internet-affinen Menschen nimmt schließlich sekündlich zu :) Oder hättest Du Dir vor fünf Jahren überlegt, dass sowas wie Social Media Experten irgendwann mal gesucht sein könnten? :)
  • kkanzler
    auch auf die gefahr hin, dass ich mit meinem folgenden kommentar wohl eher wenig lobeshymnen einstreichen werde:
    muss denn wirklich JEDER auf JEDEN trend aufspringen?
    ist es denn wirklich notwendig, dass JEDER seinen geistigen dünnschiss in 140 zeichen in die welt spritzt?
    WILL man denn wirklich immer über jeden noch so kleinen furz bescheid wissen?
    und WARUM sind 140 zeichen im interwebz in ordnung, aber über 160(!!) zeichen aufm handy echauffieren sich alle?!
    und last but not least: wenn es schon solche plattformen gibt, WARUM kommt da eigentlich nie was sinnvolles rüber, so á la "wir retten die demokratie" oder sowas?

    *verstehdiesenganzenhypenicht*
    kkanzler

    p.s.: der einzig sinnvolle verwendungszweck den ich für mich gelten lassen würde, wäre die einfache verbreitung von links, was allerdings nur dann was hilft, wenn die leute, die ich erreichen will, auch einigermaßen internet-affin sind, was leider eher selten zutrifft...
  • Ich versuche mal, Deinen Fragenkatalog abzuarbeiten:
    -Nein, man muss nicht auf jeden Trend aufspringen - glücklicherweise wird noch niemand gezwungen zu twittern ;)
    Nein, man will nicht über Jeden und Alles bescheid wissen - deshalb folgt man auch nur den Leuten, von denen man sich den Content erwartet, der einen persönlich weiter bringt.
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass es Menschen gibt, die sich über 160 SMS-Zeichen echauffieren und gleichzeitig twittern.
    Da Du selbst scheinbar nicht twitterst, unterstelle ich Dir einfach mal, dass Du nicht beurteilen kannst, ob da nie was Sinnvolles rüberkommt. Es liegt immer noch an dem Menschen, der am Rechner sitzt. Man kann was daraus machen, man kann aber auch wahllos followen und wird dann ohnmächtig den Datenstrom beobachten können.
    Twitter ist ja kein Allheilmittel oder eine Allzweckwaffe, die durch die bloße Existenz Probleme anpackt und bewältigt, aber logischerweise kannst Du virale Effekte erzielen u.a. via Twitter - egal, ob Du Demokratie oder sonst was retten möchtest.
  • kkanzler
    warum hab ich das gefühl, dass du mir ausgewichen bist?
    dein blogpost hat sich für mich so angehört, als ob du es schade finden würdest, dass in deutschland nicht so viele leute twittern, in deiner antwort auf meinen kommentar hört sichs so an, als wärs dir eigentlich ziemlich schnurz...
    tu doch mal so, als ob du mich überzeugen müsstest, da unbedingt mitzumachen und sag mir doch mal bitte, was du jetzt für einen mehrnutzen hast, den du vorher nicht hattest (mal abgesehn davon, dass du noch mehr zeit im netz verbringst, dafür jetzt immer und von überall).
    ich les deinen blog ganz gerne, unterschiedlichste themen, eigentlich ganz interessant und meistens auch mit genug hintergrundwissen/recherche. -- was sollte mich reizen, deinen twitter-channel zu besuchen und auf 140 zeichen komprimierte infos abzuholen?

    grüße kkanzler

    p.s.: wie find ich deinen twitter-channel?
  • Ich finde eigentlich nicht, dass ich ausgewichen bin, aber Du hast mich auf was gebracht - ich müsste irgendwo offensichtlich mal meinen Twitter-Link einbauen :) Bis dahin erreichst Du mich unter www.twitter.com/casi
    Ich werde Dir jetzt aber nicht den Gefallen tun und heucheln, dass ich Dich als User von Twitter überzeugen muss ;) Twitter kann jedem was anderes bringen. Für den einen ist es eine Möglichkeit, Werbung fürs eigene Projekt zu machen, andere möchten einfach Promis hinterherlesen, um sich ihren Idolen ein wenig näher zu fühlen und noch andere nutzen es eher als eine Art Chat-Kanal.
    Für mich persönlich ist es eine Mischung aus all diesen Dingen und ich kann für mich persönlich auch behaupten, dass ich einen echten Mehrwert habe durch die Twitterei. Das können Informationen sein, die ich ohne Twitter niemals erhalten hätte oder Informationen, die ich dank Twitter wesentlich schneller erhalte - und Geschwindigkeit kann durchaus schon mal interessant sein, wenn man ein Techblog betreibt :)
    Darüber hinaus nutze ich das Netz nicht eine Minute länger seit Twitter - von unterwegs nutze ich es sogar so gut wie nie... So weit isses zum Glück noch nicht mit der Sucht ;)
    Ich bedanke mich natürlich für das Lob, was mein Blog angeht :) Du solltest aber nicht den Fehler machen, meine Tweets als Ersatzdienst für mein Blog zu betrachten. Ich promote via Twitter meine Blogbeiträge und poste hin und wieder Links, die interessant sein könnten - aber oft ist es auch einfach nur privater Kram.
    Vielleicht auch noch ein Punkt, wieso ich Twitter gerne nutze: Man kennt die Leute aus ihren Blogs und kann dank Twitter ganz andere Facetten dieser Leute kennenlernen :)
  • Was redest du denn? Ich bin doch DA! *gg*
  • na klar - Du bist die Ausnahme, welche die Regel bestätigt ;)
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