Habe mir eben verwundert die Augen gerieben beim Lesen des aktuellen TechCrunch-Artikels. Dort verkündet nämlich Erick Schonfeld, dass der Microbloggingdienst Plurk nicht mehr aus China zu erreichen ist. Demnach haben auch die Plurk-Offiziellen bereits bestätigt, dass für Plurk derzeit aus unerfindlichen Gründen nichts mehr geht im bevölkerungsreichsten Land des Planeten.
Vielleicht sollte ich weniger verwundert sein angesichts dieser aktuellen Entwicklung. Denn eigentlich ist das Verwunderliche ja eher, dass man in einem von Medien-Zensur geprägten Staat überhaupt zugelassen hat, dass man ungefiltert und in Echtzeit Statements in alle Welt hinausschicken kann. Was das jetzt bedeutet, kann man sich ja an einer überschaubaren Zahl Fingern selbst abzählen: Da man Plurk sicher nicht wegen seines Namens oder irgendeiner spezifischen Funktion gebannt hat, müssen sich auch alle anderen Microblogs Gedanken machen um ihre Zukunft in Fernost – vorneweg natürlich Twitter.
Plurk hat in Asien einen wesentlich höheren Stellenwert als im Rest der Welt, aber nichtsdestotrotz bin ich sehr sicher, dass die Verantwortlichen in China dennoch Twitter auf dem Schirm haben und sich in absehbarer Zeit auch darum kümmern werden, dass die Monitore twitter-technisch gesehen schwarz bleiben.




