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30 Apr, 2009

Beatport und Depeche Mode bringen “Peace” ins Netz

Posted by: Casi In: Musik

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Wenn man sich für Musik-Downloads interessiert – und erst recht für elektronische Musik – dann ist einem der Name Beatport geläufig. Im Bereich der elektronischen Tanzmusik ist man führend, egal ob es Trance, Techno, House oder welche elektronische Spielart auch immer sein soll.

Wenn Depeche Mode nun zum allerersten Mal in ihrer fast 30jährigen Bandgeschichte planen, einen ihrer Songs zum Remixen für die Allgemeinheit freizugeben, drängt sich Beatport als Partner nahezu auf. Beatport bzw Partner Native Instruments hauen nun einige feine Preise raus an denjenigen, der den besten Remix der kommenden Depeche Mode-Single "Peace" anfertigt. Zudem wird der Sieger-Remix von Mute Records selbst.

Die dafür notwendigen Tracks kann man seit dem 28. April bei Beatport für 3,60 € runterladen und hat dann einen knappen Monat Zeit, um seinen persönlichen Remix hochzuladen. Danach hat man dann noch bis zum 09. Juni Zeit, um für seinen Lieblingsremix zu voten. Alles andere, was man über diesen Contest wissen muss, findet Ihr hier

Als Fan der ersten Stunde und Hobby-Cubase-Bastler bin ich natürlich dabei und werde zumindest im stillen Kämmerchen meinen ganz eigenen Remix des Songs erstellen und bin daher vermutlich auch der Falsche, wenn es darum geht, diese Aktion objektiv zu bewerten. Denn natürlich bin ich mir darüber im klaren, dass es durchaus Menschen gibt, die den ein oder anderen Fakt der Aktion kritisieren werden:

  • Hey, wieso soll ich dafür zahlen, dass ich kostenlos Publicity für Depeche Mode mache?
  • Wieso ist die Qualität der einzelnen Tracks nicht besser?

Grundsätzlich ist für einen solchen Contest die Qualität vermutlich eh irrelevant, da ja jeder Teilnehmer mit der gleichen Qualität der Tracks arbeiten muss. Die Frage, ob man für diese Aktion nun 3-4 mal so viel zahlen möchte wie für den regulären Download des Songs und sich den Song dafür dann aber selbst zusammenpuzzlen muss, sollte jeder für sich persönlich beantworten.

Ich habe diese Frage für mich beantwortet, indem ich die Tracks runtergeladen habe und mich nächste Woche an die Arbeit mache. Als Fan freue ich mich darüber, mal Daves Vocals ohne die Musik zu hören und mir die diversen Synth-Klänge so zusammenschrauben zu können wie ich es möchte. 

Mir fehlt der Einblick bei Aktionen wie diesen, um realistisch abschätzen zu können, wie viele Menschen da mitmachen könnten. Aber dafür, dass das Label bzw die Band einen minimalen Aufwand betreiben müssen, erschließt man sich natürlich eine weitere Einnahmequelle. Bei diesem Gedanken geht es mir nicht um Depeche Mode im speziellen, denn falls sie im üblichen Maße an den Beatport-Erlösen beteiligt sind, sind diese Erlöse vernichtend klein im Vergleich zu dem, was sie durch die üblichen Verkäufe und Konzerte generieren, aber für kleinere Acts bieten sich da durchaus Chancen: Chancen auf den ein oder anderen Euro auf der einen Seite und die Aussicht auf kostenlose Remix-Versionen des eigenen Materials auf der anderen Seite.

Neben der Aktion an sich – also losgelöst von der Tatsache, dass es sich um meine Lieblingsband handelt – freut mich natürlich auch, dass Depeche Mode mit diesem Contest eine ganze Reihe von schönen Ideen fortsetzen, die die aktuelle Album-Veröffentlichung begleiten. Exklusive Box-Sets, günstige Downloads, virale Foto-Aktionen, kostenlose Promo-Konzerte und eben jetzt der Remix-Wettbewerb – schön zu sehen, dass sich Fan-Nähe und innovative Marketingmodelle nicht zwingend ausschließen.

 

 

via depechemode.de

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