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28 Mai, 2009

Google Wave: Bricht eine Welle über Twitter und FriendFeed herein?

Posted by: Casi In: Lifestream|zweipunktnull

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googlewave1 Ich mag es, wenn verschiedene Dinge im Netz Hand in Hand arbeiten und mir dadurch einen Mehrwert bieten. Neulich habe ich beispielsweise über watchitoo geschrieben. Dort lade ich Fotos oder Videos hoch bzw suche sie mir im Netz zusammen und kann sie dann in Echtzeit mit eingeladenen Freunden online betrachten, ergänzen usw. Genauso gefällt es mir, dass via Facebook meine Freunde Videos direkt kommentieren können, die ich gerade bei YouTube favorisiert habe. Ähnlich geht es mir auch bei FriendFeed oder auch bei Google Text und Tabellen, wo ich online beispielsweise Texte bearbeite und anderen gestatten kann, ebenfalls an diesen Dokumenten weiterzuarbeiten.

 
Wenn man sich die aufgezählten Projekte anschaut, erkennt man – glaube ich – die Stoßrichtung. Dazu passt ein im GoogleWatchBlog gefundenes Zitat von Lars Rasmussen, Software Engineering Manager bei Google: 

Zwei der erfolgreichsten Wege der digitalen Kommunikation, E-Mail und Instant Messaging, wurden bereits in den 1960ern entwickelt. Seitdem sind so viele verschiedene neue Wege entwickelt worden – Blogs, Wikis, kollaborative Dokumente usw. – und Computer und Netzwerke haben sich enorm verbessert. Mit Google Wave schlagen wir eine neue Art der Kommunikation und Online-Zusammenarbeit vor, bei der alle Fortschritte der Ausgangspunkt sind. Nachdem wir jetzt zwei Jahre lang konsequent an den Ideen, dem Team und der Technologie gefeilt haben, freuen wir uns schon darauf, der Welt unsere Entwicklung zu präsentieren.

Er fasst damit bereits optimal zusammen, worauf wir uns bei – Trommelwirbel – Google Wave zu freuen haben. Stellt Euch einen Mix aus Instant Messaging, FriendFeed bzw Facebook, Twitter und Online-Projektmanagement vor, versehen mit dem Echtzeit-Sahnehäubchen. Es wird was Neues geschaffen, ohne wirklich mit einer bahnbrechend neuen Idee aus dem Gebüsch zu kommen. Man nimmt sich – in bester Facebook-Manier – einfach die Innovationen und Techniken der Branchen-Götter wie FriendFeed und Co vor, bereitet es neu auf und aus dem neugeschaffenen Kontext dann ergibt sich das Aha-Erlebnis. 

Das alles kann ich nur sehr theoretisch beurteilen, weil ich – wie wir fast alle – Google Wave noch nicht live im Einsatz gesehen oder getestet habe, die Keynote der Google I/O wird aber bald verfügbar sein. Es soll aber noch dieses Jahr so weit sein mit dem offiziellen Launch und ich bin bereits jetzt sehr gespannt. Interesse bekunden kann man übrigens hier, somit werdet Ihr frühstmöglich von Google selbst informiert, wenn es losgeht.

Zu Wave wird es auch Erweiterungen geben, beispielsweise Twave. Dadurch wird ein vollständiger Twitter-Client in Wave integriert, der sich nahtlos ins Gesamtgebilde einfügt und natürlich über die gleichen tollen Möglichkeiten verfügt wie die "normalen" Wave-Daten. Es wird darüber hinaus ein Feature geben, "Waves" direkt in Eure Blogs einzubinden. Was weiter möglich sein wird, liegt auch in den Händen der Entwickler, die jetzt bereits exklusiv mit Google Wave arbeiten können. Weiteres Highlight: Wir werden es augenscheinlich mit einem Open Source-Projekt zu tun haben.

Grafisch könnt Ihr es Euch ruhig an Gmail angelehnt vorstellen, wobei die Kontakte logischerweise einen ungleich größeren Stellenwert einnehmen werden als bei Gmail selbst.

Claudia Sommer ist ebenfalls begeistert und dort seht Ihr auch das TechCrunch-Interview mit den Köpfen hinter Google Wave. 

Bei den normalerweise eher epischen Ausmaßen meiner Blogbeiträge verschwende ich hier wohl eher noch sehr wenige Worte für eine sehr große Sache, aber seid Euch dessen gewiss, dass Ihr noch Einiges mehr hier zu lesen bekommen werdet, sobald man sich ins Test-Getümmel werfen darf – verlasst Euch drauf ;)

 

Update: Jetzt steht das komplette Video von der Google Wave-Vorstellung online. Nehmt Euch besser einen Moment Zeit, um es Euch reinzuziehen – genauer gesagt: 80 Minuten ;)

 

via TechCrunch

  • Danke für Deinen Beitrag zu Wave!

    Wir beginnen gerade das erste "German Wave Camp 2009" anzuschieben:

    http://WaveCamp.org

    WaveCamp.org dient als Netzwerk zur Vorbereitung und Planung des German Wave Camp 2009 in Berlin sowie dem monatlichen WaveWednesday in Berlin.

    Diese (Un-) Konferenzen sollen dazu beitragen die gesellschaftliche Innovation rund um das Google Wave Federation Protocol in Deutschland zu fördern und die an diesem Ziel Interessierten miteinander zu verbinden.

    Das Netzwerk ist offen für alle, die gerne mitmachen möchten! In den Foren können auch kreative Gedanken ausgetauscht werden rund um den Einsatz von Wave in Bildung, Unternehmen, Organisationen usw.

    Falls dich Wave noch mehr interessiert und du Lust an weiterem Austausch hast, schau einfach vorbei. Wir würden uns freuen dich auch dabei zu haben! :)

    Liebe Grüße
    Ingmar
  • Schaut auf jeden Fall ziemlích umständlich aus. Bin mal gespannt ob sich das durchsetzt - kanns mir nicht vorstellen
  • wolfgang
    Krass - wie ausgefuchst aber auch kompliziert ist das? Ich glaube, dass das ein Tool von Nerds für Nerds ist. Unglaublich beeindruckend, aber meiner Freundin werde ich das nie im Leben erklären können. Sie wirds auch nie benutzen. Ob ich das mal benutzen werde? Vom Gefühl eher eher nicht.
  • Deiner Meinung kann ich mich nur anschließen. Ich bin ebenfalls neugierig auf Google wave und gehe davon aus, dass da ein sehr interessantes Werkzeug auf uns zukommt. Zwar nehme ich nicht wirklich an, dass es sich um eine Applikation handelt, die die E-Mail verdrängen wird, aber ich glaube, dass die Waves sich sehr gut für jede Art von Projektarbeit eignen werden, weshalb ich mir sehr viele mögliche Einsatzmöglichkeiten dafür vorstellen kann.

    Auf meinem Blog habe ich noch einiges dazu geschrieben:

    http://tonwertkorrekturen.wordpress.com/2009/05...

    Godwi
  • Ich habe mir das Video der Keynote angesehen und bin auch begeistert. Google Wave könnte ein cooles Tool in der Welt der digitalen Kommunikation sein, da es die bisherigen Mittel konsequent weiterdenkt. E-Mails scheinen für viele Infomationen/Fragen leider oft nicht das produktivste und effizenteste Werkzeug zu sein. Es wird Zeit für eine weitere Alternative.
  • Das alles klingt schon sehr gut.Danke für die gute News:)Bin schon gespannt...
  • Steffen
    "Genauso gefällt es mir, dass via Facebook meine Freunde Videos direkt kommentieren können, die ich gerade bei YouTube favorisiert habe."

    Mit welcher Applikation machst du das? Mit YouTube Box muss man ja noch manuell die Favoriten synchronisieren - geht das mit einer anderen Applikation automatisch?
  • Dazu brauchst Du doch gar keine Applikation. Entweder share ich direkt von YouTube aus ein Video via Facebook-Button, oder ich favorisiere es und habe vorher auf meiner Facebook-Profilseite unter "Einstellungen" im News-Feed eingestellt, dass ich YouTube-Daten importiere... :)
    Oder möchtest Du, dass der bei Facebook getätigte Kommentar auch bei YouTube zu lesen ist? Nein, oder?
  • Steffen
    "habe vorher auf meiner Facebook-Profilseite unter "Einstellungen" im News-Feed eingestellt"

    DAS Feature habe ich gesucht und bei den Applikationen nicht gefunden. Dass es so einfach ist hätte ich nicht gedacht. :-D

    Herzlichen Dank mal wieder, Casi!
  • Teo
    Wenn viele verschiedene Dinge homogen ineinandergreifen finde ich das in der Regel auch recht positiv. Bei Google bin ich aber immer etwas skeptisch. Auch die Frage, was denn passiert, wenn ich mich nahezu komplett auf einen Dienst um- und einstelle, dieser dann aber floppt und ich wieder Arbeit investieren kann um auf die alten Systeme zurück zu switchen, hält mich davon ab Komplettlösungen einzusetzen.
    Bei Apple beispielsweise mag ich es, wenn Programme sich ähnlich bedienen lassen und aus einem Topf kommen, hier weiß ich aber auch, dass ich die Programme in 2 Jahren noch nutzen kann, wenn ich das möchte.
  • dancer
    wird genauso floppen wie chrome.
  • Hey, Dein zweiter unqualifizierter Kommentar in kürzester Zeit - Hut ab ;)
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