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04 Jun, 2009

studiVZ: Buschfunk wird aufgebohrt

Posted by: Casi In: Lifestream| Social Networks

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Bei der Überschrift muss ich fast selbst schon lachen. Wenn Google, Facebook und Co Hand anlegen an ihre Produkte, steht für einen Augenblick die Internetwelt still und kann darauf hoffen, es mit etwas Neuem, Innovativem zu tun zu bekommen.

Wenn studiVZ einen Dienst einführt, schlagen die gleichen Menschen verzweifelt die Händer über dem Kopf zusammen – so oder ähnlich geschehen auch mit dem Launch des Buschfunks vor ‘ner Weile.

Twitter für Arme könnte man es nennen, wirklich funktionieren tut es jedenfalls nicht – allein, weil viel zu viele Nutzer es als Chat missbrauchen. Auf diese Weise wird das natürlich zum Ärgernis für all diejenigen, die nur 50 Prozent der Chat-Protagonisten in ihrer Freundesliste beherrbergen. Deshalb war es auch wenig verwunderlich, dass die Kritik groß war, denn es fehlen wesentliche Features. Weder kann man Links, Bilder, Videos einbinden, noch kann man – und das wünschen sich nun wirklich viele – den Buschfunk ausblenden oder das zumindest mit einzelne Usern tun. Es gibt nicht irgendwas, was in Richtung "Filter" geht und somit horcht man natürlich auf, wenn man mitbekommt, dass sich am Buschfunk was getan hat. Nach dem Einloggen sah das dann für mich so aus:

buschfunk2

Na und was glaubt Ihr, was man nun großartig Neues tun kann im überarbeiteten Buschfunk? Genau  - man konzentriert sich auf das Wichtigste und sorgt dafür, dass ich einen Freund direkt aus dem Buschfunk heraus gruscheln kann…Ich brech ab…

Aber sein wir fair: Gruscheln ist nur eine von vier Funktionen, die man aus dem Buschfunk heraus ausführen kann und die anderen drei machen da echt wesentlich mehr Sinn. Man kann Jemanden nun also:

  • anschreiben
  • via Plauderkasten mit ihm chatten
  • gruscheln
  • als Nervensäge markieren
  • Wer Interesse dran hat, kann dem anderen "Buschfunker" nun also via Plauderkasten oder per Nachricht ein paar Zeilen hinterlassen. Interessanter ist natürlich die "Nervensägen"-Funktion, die außer dem dämlichen Namen aber immerhin auch den Zweck hat, ungewollte Kontakte aus dem Buschfunk herauszufiltern.

Somit hat man sich also eines Problemes angenommen und das auch den Umständen entsprechend gut gelöst. Klicke ich auf den "Nervensägen"-Button, erhalte ich noch einen wie folgt aussehenden Hinweis:

buschfunknervensaege

Wie in der Grafik erwähnt, könnt Ihr die gebannten Personen auch per Klick wieder "begnadigen", wenn Ihr der Meinung seid, deren 140 Zeilen-Statements wieder ertragen zu können. Putzig finde ich jedenfalls den Hinweis, dass sich an unserer Freundschaft sonst nichts ändert – wenn das die gute Linda wüsste (die übrigens nur zu Testzwecken verbannt wurde) ;)

Von diesem Feature abgesehen fällt noch auf, dass man das Eingabefenster nun noch prominenter platziert hat, indem man es ganz nach oben gerückt hat. Unter diesem Fenster befinden sich dann erst die Neuigkeiten und darunter dann die "Tweets" meiner VZ-Freunde.

Vermutlich nervt es den ein oder anderen Leser mittlerweile, aber ich erwähne natürlich dennoch gerne, dass das nach-oben-verschieben der Eingabezeile wieder recht facebookig anmutet.

Ich kann gerade nicht ganz verstehen, wieso man die ganzen Punkte, die sich auf der Startseite befinden, immer noch getrennt voneinander untereinander anordnet. Wieso kann es nicht einen Newsfeed geben, in welchem steht, wer mich eben gegruschelt hat, wer heute Geburtstag hat und zwischendrin dann die Buschfunk-Nachrichten, wenn man sie denn lesen möchte. Kann doch so schwierig scheinbar alles nicht sein.

 

  • Sehr guter Beitrag.
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