Wenn es nach Netzökonom Holger Schmidt geht, findet man die Antwort auf diese Frage auf seiner heute gestarteten Plattform tweetranking! Unter dem Motto "Twitterer empfehlen Twitterer" entstehen dort nach Kategorien sortiert Ranglisten zu den verschiedensten Themen, über die man sich auf Twitter austauschen kann.

Genial einfaches Prinzip und zur Abwechslung mal eine wirklich nützliche Idee, um auf interessante und relevante Twitterer zu stoßen. Wobei ich das im Augenblick fast noch ein wenig einschränken möchte, da die allseits beliebten SEOs die Plattform für sich entdeckt haben,was die aktuelle Anzahl von fast 600 empfohlenen SEOs belegt. Da sich die Jungs natürlich wild untereinander empfehlen und dabei nicht nur die Kategorie "SEO" für sich beanspruchen, sondern auch unter "Web 2.0", "Social Media" usw empfohlen werden, fürchte ich fast ein wenig, dass sie das vorläufige Erscheinungsbild von Tweetranking mitprägen werden. Versteht mich nicht falsch – ich möchte keine SEOs dissen oder sie aus irgendwelchen Listen entfernt sehen. Ich bin lediglich der Meinung, dass ein "Seodeluxe" nicht in den Trendcharts steht, weil er so empfehlenswert toll twittert, sondern weil die Vernetzung einfach sehr gut funktioniert in diesem Fall.
Davon abgesehen gefällt mir die Idee und auch die Umsetzung außerordentlich gut. Einfaches und einmaliges Einloggen mit dem Twitternamen dank OAuth genügt, und man kann loslegen. Einfach den Twitternamen der gewünschten Empfehlung angeben und dann die passenden Kategorien, durch Kommata getrennt, angeben. Wer will, kann auch seine kompletten Follower importieren und aus dieser Auflistung heraus einen nach dem anderen empfehlen.
Logischerweise kann man seine Empfehlung auch direkt twittern, was ich im Falle @nico und der Kategorie #Döner auch getan habe. Bevor Ihr fragt – er selbst wollte es so ;) Übrigens kann man sich nicht selbst empfehlen – bevor Ihr auf dumme Gedanken kommt *g*
Bevor Ihr die Hände über dem Kopf zusammenschlagt und Tweetranking innerlich unter den anderen Millionen (meist wesentlich sinnloseren) Twitter-Plattformen vergrabt, solltet Ihr es tun wie ich: Einfach mal über einen Zeitraum von einigen Wochen testen und schauen, wie repräsentativ sich die Charts gestalten, die aus unseren Empfehlungen entstehen.
Holger Schmidt hat jedenfalls mit diesem Projekt bewiesen, dass er nicht nur clever über alles Wissenswerte im Netz berichten und es treffend analysieren kann, sondern auch selbst eine durchdachte Geschichte an den Start bringen kann.
Da – wie bei fast jeder Anwendung, bei der viele Daten auflaufen – die Möglichkeit des Filterns diejenige ist, die von mir am meisten herbeigesehnt wird, würde ich mir für die Zukunft wünschen, dass man auch eine Form von Filter integriert, der mir das Aussieben von Twitter-Usern ermöglicht, die beispielsweise u.a. mit SEO, Tourismus oder Mietauto getaggt bzw empfohlen wurden. Auf diese Weise hätte man für sich die Charts von nicht gewünschten Accounts bereinigt, selbst wenn man sich die Web 2.0- oder Social Media-Listen anschaut.
Außerdem (wenn man schon beim Wünschen ist *g*) wäre ein Blog-Widget großartig, welches es Bloggern ermöglichen würde, sich in gewünschten Kategorien per Mausklick empfehlen zu lassen.
Aber da es sowas noch nicht gibt, würde ich mich freuen, wenn Ihr mich empfehlen würdet, wenn Ihr der Meinung seid, dass ich es verdient habe.
Mein Twitter-Nick ist @Casi und am meisten Sinn würden die Kategorien Web 2.0, Social Media, blogger, Twitter, Facebook machen.
Übrigens muss man nicht die Seite Tweetranking aufrufen, wenn man einen Twitter-User empfehlen möchte. Ihr könnt genauso gut einen Tweet absenden, der sich wie folgt zusammensetzt:
#tweetranking #Nutzername #Kategorie
via freshzweinull



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