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21 Jun, 2009

Liebe Follower: Raus aus meinem Haus

Posted by: Casi In: Microblogs| Social Networks

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Vorgestern habe ich angekündigt, ein Wochenende mit meiner Freundin in Wien zu verbringen. Wir sind gestern heil angekommen, lieb aufgenommen worden und werden uns heute daran machen, diese unglaublich schöne Stadt näher kennenzulernen.

Was wäre denn aber, wenn ich nach diesem schönen und langen Wochenende nach Hause komme und jemand hätte meine Bude ausgeräumt? Abwegig, weil das noch nie jemand getan hat? Naja, vermutlich wäre es höchstens deswegen abwegig, weil die meisten meiner Online-Freunde genau wissen, dass bei mir nichts zu holen ist – schon gar nicht, wenn ich mit meinen technischen Errungenschaften reise ;)

Habt Ihr Euch jemals Gedanken gemacht, was denn wäre, wenn jemand mit krimineller Energie nur darauf wartet, dass ein Twitter-Freund freudestrahlend verkündet, dass er zu verreisen gedenkt? Es muss noch nicht mal ein eigener Freund sein, denn dank der Twitter-Suche kann ich ja quasi nach jedem Urlauber fahnden.

Ich hab das gerade spaßeshalber mal gemacht, und es dauert nur wenige Sekunden, bis man sich aus vielen Ergebnissen einen Blogger raussucht, der demnächst für einige Wochen nach Spanien fliegt und dessen Anschrift man seinem Impressum entnehmen kann. Googlemaps und zukünftig auch Streetview werden mir dabei helfen, die örtlichen Gegebenheiten kennenzulernen, anhand der flickr- oder Facebook-Galerien kann ich erkennen, ob sich die geplante Aktion lohnen würde und somit habe ich fast alles, was ich brauche, um erfolgreich auf Beutezug zu gehen.

Haltet Ihr diese Möglichkeit für abwegig? Ich keineswegs, und scheinbar wäre das auch nicht der erste Fall dieser Art. Auch Sicherheits-Experten warnen davor, sich im Netz zu sehr zu offenbaren, aber da erzähle ich Euch natürlich auch nichts Neues.

Das Internet ist so großartig, bringt uns mit seinen unbegrenzten Möglichkeiten so weit nach vorne, aber man muss auch dringend die anderen Seiten berücksichtigen, die es definitiv gibt. Allein Spam- und Phishingmails sollten uns bereits dafür sensibilisiert haben, dass es unzählige Menschen im Netz gibt, die uns nicht wohlgesonnen sind und sich an uns bereichern wollen. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann sie Twitter, Facebook und Co für sich entdecken und dann sollten wir gewappnet sein.

Also, berücksichtigt das ruhig mal, wenn Ihr das nächste Mal Urlaubsfotos twitpict, lange Abwesenheiten ankündigt und nutzt die Möglichkeiten, die Euch die Sicherheitseinstellungen der einzelnen Networks anbieten.

 

  • Krasse Sache...
    Ich erzähle seltener etwas über meine Wochenenden, die ja eigentlich immer ausgeplant sind. Daher weiß auch keiner, dass ich auch dieses Wochenende wieder komplett unterwegs war. Und wenn ich doch davon berichte, dann meist erst danach, schließlich kann ich dann von dem Erlebten berichten.
    Ist denn was weggekommen, wurde randaliert oder wie äusserte sich der 'Besuch'?
  • Wahre Worte, mein Freund. Es ist sowieso bedenklich wie sehr die Leute ihr gesamtes Privatleben in der Öffentlichkeit ausbreiten. Wobei ich meine Flitterwoche selbst in meinem Blog kundgetan habe *AnDieEigeneNaseFass*
  • Zoni
    Da gabs doch vor Jahren schon einige Faelle in Amerika wo Leute ueber Myspace die Stati abgefragt haben und denen dann die Bude ausgeraeumt haben ;)
  • An die Variante habe ich wirklich noch nicht gedacht, was es für Folgen haben kann online mitzuteilen, dass man im Urlaub ist! Vorsicht muss man ja immer walten lassen, aber an so etwas habe ich wirklich noch nicht gedacht!
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