Gleich gibt es – wie jeden Mittwoch – wieder den ARD-Schlagabtausch "Hart aber fair". Generell finde ich dieses Format sowieso schon um Längen interessanter als alle Wills/Maischbergers/Christiansens, aber heute höre ich mal ganz besonders gut hin, denn es geht um ein Thema, mit dem auch ich mich hier schon mehrfach auseinandergesetzt habe.
Unter dem plakativen Namen "Sind wir alle Boris? Die neue Sucht nach Öffentlichkeit" plaudern die Talkgäste darüber, wieso immer mehr Menschen im Netz immer mehr von sich preisgeben.
Da unter den Gästen auch alter TV-Adel wie Alfred Biolek sein wird, welcher – das prognostiziere ich zumindest – die Entwicklung im Internet (aber vermutlich auch in den einschlägigen Pseudo-Doku-TV-Formaten) nicht wirklich schätzt und auf der anderen Seite jemand wie studiVZ-Chef Markus Berger-de León zu Wort kommt, erwarte ich mir da durchaus konträre Ansichten und hitzige Diskussionen.
Weiter unter den Gästen:
- Beate Wedekind, Ex-"Bunte"- und "Gala"-Chefredakteurin
- Gülcan Kamps, der viva-moderierende Brötchen-Hühnchen-Hybrid mit einer Stimme, die man einfach lieb haben muss (wenn die Mute-Taste funktioniert)
- Gerhart Baum, ehemaliger Bundesinnenminister
- Informatik-Professor Hendrik Speck
Meinen Senf zum Thema habe ich – wie oben erwähnt – bereits mehrfach abgegeben und ich halte das Gros meiner Leser auch für intelligent genug, sich dessen bewusst zu sein, was man im Internet veröffentlichen darf und was nicht. Ob Menschen wie Baum oder Biolek das ähnlich sehen oder vielleicht tendentiell das ganze Internet pauschal als Teufelszeug abwatschen, werden wir gleich sehen. Ich fürchte auch ein wenig, dass es bei dem großen Internet-Rundumschlag auch noch einmal um das Thema Kinderpornografie und deren vermeintlichen 134000 Befürworter gehen könnte. In dem Zusammenhang ein Jammer, dass man "Uns Ursel" nicht für die Sendung gewinnen konnte.




