03 Jul, 2009
Spiegel-Eil-Journalismus am Beispiel des Dopingfalles Claudia Pechstein
Posted by: Casi In: Media
Mit der ganz heißen Nadel stricken die Spiegel-Journalisten ihre Eil-News. Generell sind die Jungs immer ziemlich auf Draht und oft genug schneller mit einer Story am Start als weite Teile der Konkurrenz. Das man dazu nicht nur journalistisches Handwerkszeug mitbringen darf, sondern mindestens auch sehr gute Skills im Bereich Live-Artikel-Gestaltung, ist mir gerade aufgefallen, als via Twitter die Eilmeldung vom Spiegel rumkam, dass die deutsche Eisschnellläuferin Claudia Pechstein des Blutdopings überführt wurde.
Als sportinteressierter Abonnent des Spiegel-Eil-Accounts klickte ich auf den Link und war einigermaßen überrascht, eine – sagen wir – sehr übersichtliche Story präsentiert zu bekommen, die ca. so aussah:

Eilmeldung hin oder her – etwas mehr als eine Überschrift dürfte es ruhig schon sein. Eine Minute später aktualisierte ich die Seite:

Wieder kurze Zeit später wusste der Artikel bereits durch Textmodifikation, Fehlerkorrektur und Bild zu überzeugen:

Bemerkenswerterweise ist aus Pechsteins tiefem Fall zu diesem Punkt bereits ein Drama geworden. Es dauerte wieder nur ein, zwei Minuten, bis die dato aktuellste Fassung der Story auf Sendung ging:

Was lernen wir daraus?
- Spiegel-Journalisten sind auch nur Menschen
- Spiegel-Journalisten sind nichtsdestotrotz wirklich schnell
- Der Autor dieses Blogartikels muss ein echtes Problem haben, wenn er keine anderen Sorgen hat, als Screenshots von sich verändernden Eilmeldungen zu machen ;)




