Eigentlich sind die Rollen klar verteilt: FriendFeed glänzt immer wieder mit Innovationen, bleibt aber dennoch eine Randerscheinung, Twitter verändert sich so gut wie gar nicht, wächst aber zusehends weiter – und Facebook schaut sich das an und übernimmt dann einfach die Funktionen, die man gebrauchen kann.
Jetzt versucht Twitter, aus dieser passiven Rolle wieder ein wenig auszubrechen und hat jüngst direkt zwei kleine Änderungen auf den Weg gebracht, die den Microblog-Kosmos sicher nicht auf den Kopf stellen, aber die Usability durchaus erhöhen.
Zum einen hat man vor einigen Tagen die Follower/Following-Ansicht umgestellt und verbessert:

Wie Ihr auf dem Bild sehen könnt, habe ich neben dem eigentlichen "Follow"-Button noch einen weiteren, welcher mir mehrere Optionen wie das Senden von direct messages oder blocken lässt. Zusätzlich werden ausser dem Namen des Kontaktes und seinem Foto nun auch seine Bio angezeigt, welches uns auf einem Blick eine schöne Möglichkeit bietet, die Person etwas mehr unter die Lupe zu nehmen im Vergleich zur alten Ansicht. Das mag nicht immer sonderlich spannend sein bei Leuten, denen man sowieso schon folgt, wird aber dadurch zu einem interessanten Feature, dass es auch auf anderen Profilen funktioniert. Ich kann somit also auch die Profile anderer User nun besser "abgrasen" nach Kandidaten, denen ich selbst folgen möchte.
Auch das zweite neue Feature dreht ein klein wenig an der Usability-Schraube. Seit gestern werden Begriffe mit vorangestelltem Hashtag nämlich mit Hyperlinks versehen, welche direkt zur Twittersuche führen bzw zum Ergebnis der Twittersuche zu dem getaggten Begriff. Dieses Feature bietet jeder bessere Twitter-Client bereits längst und war somit echt überfällig. Für Twitter selbst bedeutet es aber, dass man die eigene Suche noch etwas populärer gestaltet, was in Hinsicht auf die kommende, richtige Echtzeitsuche nicht ganz unwichtig erscheint.
Ich persönlich begrüße diese Änderungen, halte sie für sinnvoll und logisch, weiß aber dennoch nicht, wieso ich meine Timeline via Twitter beobachten sollte statt über einen der zahlreichen und technisch haushoch überlegenen Clients wie Mixero, Tweetdeck oder Seesmic.




