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13 Jul, 2009

Macht Microsoft bald Musik?

Posted by: Casi In: Cloud-Computing| Musik

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microsoftMoment mal, Microsoft und Musik war doch meistens eher gruselig, oder? Erinnert sei hier nur an das Projekt Songsmith oder an die merkwürdige Rechte-Politik beim Zune-Player. Daher geht man fast schon zwangsläufig in Abwehrhaltung, wenn Microsoft ansetzt, uns ein Musikprojekt vorzustellen. 

Aber es scheint doch noch sowas wie Überraschungen aus Redmond zu geben und in diese Kategorie könnte die Nachricht gehören, dass Microsoft ein eigenes Musikportal launcht, und zwar noch in diesem Monat!

Angelehnt sein soll dieser Dienst an dem Vorzeige-Startup Spotify, welches jüngst erst bei den TechCrunch Europe Awards mächtig für Wirbel sorgen konnte. Wer mit dem Namen Spotify nichts anfangen kann, dem sei gesagt, dass es sich dabei um ein boomendes Musik-Streaming-Angebot handelt, welches Euch drei Millionen Songs kostenlos streamen lässt – vorausgesetzt, Ihr wohnt In Skandinavien, England, Spanien oder Frankreich. Für Deutschland funktioniert derzeit nur die Premium-Variante, soll jetzt aber auch nicht weiter das Thema sein.

Interessanter finde ich gerade die Frage, wie das Business-Modell aussehen wird, das Microsoft aus dem Hut zaubert. Man kann davon ausgehen, dass es ähnlich wie bei Spotify oder auch last.fm eine zweigleisige Lösung geben wird – eine werbefinanzierte Lösung auf der einen und eine Premiumvariante auf der anderen Seite. Ob ein solcher Premium-Account uns auch monatlich 10 britische Pfund (derzeit ca. 11 Euro) kosten soll oder ob man preislich darunter bleiben kann, bleibt abzuwarten. Dem Telegraph sagte man in einem Exklusiv-Interview jedenfalls bereits zu, die Musik sowohl als Stream und auch als Download anbieten zu wollen. Man darf zudem davon ausgehen, dass der Zune-Player, aber auch die Xbox eine Rolle spielen werden, auf letzterer kann man ja heute bereits auch Filme downloaden.

Wenn man tatsächlich diesen Monat schon starten will, bedeutet das natürlich, dass man – von der entgültigen Businessmodell-Variante abgesehen – alles andere in trockenen Tüchern haben muss. Vor allem denke ich da an die Partner, denn ein neues Musikportal – auch von Microsoft gelauncht – macht einfach keinen Sinn, wenn nicht alle dicken Namen mit an Bord sind. Also sollte man davon ausgehen, dass Microsoft klammheimlich diese Deals klargemacht hat – in dem Falle würde ich meinen Hut ziehen, denn sowas durchzuziehen, ohne dass davon irgendwas nach draußen dringt, escheint schon fast googlesque ;)

Was meint Ihr – kann Microsoft mit dem Streaming-Portal abräumen – oder bleibt es bei einer eher unglücklichen Musikgeschichte?

Wer weiß, vielleicht bricht ja gerade eine neue Microsoft-Erfolgs-Welle über uns herein. Nach dem überraschend erfolgreichen Start von Bing und den durchaus guten Aussichten bezüglich der kommenden Betriebssysteme  Azure und Windows 7 scheint es fast so, als bringt man das alte Vehikel wieder auf Kurz (zumindest, solang man keine Werbung dafür macht *g*)

via Mashable

 

 

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