Vor wenigen Tagen hat Ursula von der Leyen aka Zensursula wieder zugeschlagen. Sie ist Vorzeigemutter der Nation und eine begabte Rednerin – nur der Gehalt dessen, was sie so von sich gibt, lässt zuweilen ein wenig zu wünschen übrig. Es darf darüber gerätselt werden, ob sie das Volk bewusst täuscht mit ihren aus der Luft gegriffenen Ausführungen – oder ob sie es einfach nicht besser weiß und nicht in der Lage ist, die relevanten Informationen irgendwoher zu besorgen.
Irgendwas in mir schreit förmlich danach, dass es vermutlich eine unangenehme Mischung aus beidem sein muss. So lässt sich auch ihr jüngster Fauxpas durchaus beiden Kategorien zuordnen: Sie hatte nämlich wiederholt behauptet, dass Kinderpornographie in Indien nicht geächtet ist. Wenn man sich in aller Öffentlichkeit mit solchen Unwahrheiten zu Wort meldet, bleibt natürlich die Reaktion nicht aus – und damit meine ich nicht wieder sowas wie die ignorierte Reaktion von 134.000 Menschen, sondern eine Reaktion, die sogar diplomatische Kreise zieht. Geschieht Dir Recht, Ursel!
Was soll man machen, wenn man so offensichtlich der Fehlinformation überführt wird? Klar, man muss zurückrudern. Dennoch sagt sie nicht klipp und klar, dass sie Dreck erzählt, sondern freut sich stattdessen, dass auch Indien nun nachgebessert hat und der "politische Wille zur Bekämpfung des Problems jetzt klar vorhanden ist."
Jetzt? Ach Du meine Güte – das ist also der Weg, auf dem sich Frau von der Leyen aus dieser mieslichen Lage befreien will. Man erzählt einfach die nächste Lüge, in dem man den Indern unterstellt, erst in letzter Zeit Stellung zu beziehen.
Nur noch mal zum Verständnis für all diejenigen, die sich mit der Thematik nicht so auseinandergesetzt haben: Generell sind Pornos in Indien verboten – und zwar nicht erst jetzt oder seit 2 oder 10 Jahren. Deshalb fand sich auch keine explizite Erwähnung der Kinderpornographie in den entsprechenden Gesetzestexten. Logischerweise, denn wenn sich beispielsweise an einem Geschäft der Hinweis findet, dass Hunde nicht in den Laden mitgebracht werden dürfen, schreibt man ja auch nicht einen weiteren Hinweis, der uns darüber aufklärt, dass das auch für Pudel gilt.
Bleibt jetzt abzuwarten, ob Ursula der schönen Idee von Jörg Tauss folgt, und sich für ihre Lügen/Unwissenheit offiziell bei Indien entschuldigt. Angebracht wäre es allemal!




