Microsoft und Werbung – eine unendliche Geschichte, wie mir scheint – und zwar keine schöne. Dieses Mal geht es um einen Jingle, welcher im Rahmen eines Contests erstellt werden sollte, um die Such-Plattform Bing zu promoten. Der Sieger – Jonathan Mann – kassiert für das nun folgende Kunstwerk immerhin stolze 500 US-Dollar. Aber Achtung – weder Ohren noch Augen werden erfreut sein:
Klasse, was? Bislang dachte ich immer, dass Bing zwar ein wirklich tolles Produkt ist, sich dummerweise aber dennoch weit hinter Google einordnen muss. Jetzt ist das natürlich komplett anders – ich kann mir nicht vorstellen, dass in wenigen Wochen noch irgendjemand tatsächlich bei Google sucht, wenn doch mit diesem Kunstwerk für Bing geworben wird.
Keine Ahnung, was die Marketingabteilung in Redmond da wieder geritten hat – vielleicht reicht ihnen ja genau der Buzz, der mittlerweile durch den Song im Internet erzeugt wurde. 500 Dollar sind da natürlich wirklich vernichtend wenig, verglichen mit den Summen, die Microsoft sonst für schlechte Werbung ausgibt.
Witzige Anekdote am Rande ist übrigens folgende: Jonathan Mann hat einen ehrgeizigen Plan – er möchte jeden Tag einen neuen Song plus Video bei YouTube reinstellen, und in diesem Rahmen ist auch "Bing goes the internet" entstanden. Als nun bei TechCrunch MG Siegler seinen Senf zu diesem Machwerk abgegeben hat, wollte Jonathan Mann das natürlich nicht auf sich beruhen lassen und hat Siegler zum "Star" seines neuen Clips gemacht. Er hampelt komisch rum, zieht sich scheiße an und die Stimme ist erbärmlich – aber Ideen hat der Kerl immerhin ;) Hier sein Konter:
Wie sieht es bei Euch aus? Benutzt Ihr Bing jetzt öfter, weil der Jingle so großartig ist? Oder jetzt erst recht nicht? Ich fürchte, dass der Clip meine Suchgewohnheiten im Netz nicht signifikant beeinflussen wird – schon gar nicht zugunsten von Bing ;)




