zweipunktnull.org

19 Jul, 2010

Helft Maxi!

Posted by: Casi In: World wide web

Auch, wenn ich das Logo meines Blogs wieder von WM auf "Alltag" gestellt habe, komme ich heute mit einer Geschichte, der ich nur bedingt den Stempel "zweipunktnull" verpassen könnte. Vermutlich hat jeder von uns – mehr oder weniger oft – Mails, Nachrichten, etc erhalten, in denen um Mithilfe gebeten wird aus allen erdenklichen Anlässen. Vieles davon kann man echt bedenkenlos ignorieren, weil in den seltensten Fällen eine Massenmail der Realität entspricht: Weder haben die vermeintlichen Kranken nur noch X Tage zu leben, noch können wir reich werden, wenn wir dem netten Herrn aus Afrika mit seinen Finanzgeschichten unterstützen.

Wer leidet unter solchen Aktionen? Wir natürlich, denn unsere diversen Postfächer werden damit zugemüllt – wenngleich es auch nur wenige Sekunden erfordert, solche Mails und Nachrichten ins digitale Nirwana zu verbannen. Noch wesentlich betroffener ist aber eine andere Gruppe: Nämlich die Personen, die tatsächlich ein Anliegen haben und durch die Massen an Spam vielleicht gar nicht wahr- oder ernst genommen werden.

Um genau eine solche Person geht es hier – nämlich um Maxi. Maxi ist zu jung, um in eigener Sache zu trommeln, oder einen Facebook-Account zu besitzen. Maximilian ist sogar zu jung, um über seine Krankheit zu reden oder überhaupt zu realisieren, wie schlimm es tatsächlich um ihn steht. Maximilian ist sieben Monate alt und hat Blutkrebs.

Eine Chemo-Therapie bringt nicht den gewünschten Erfolg und so bleibt exakt eine einzige Hoffnung: Eine Stammzellentransplantation! Seine Eltern versuchen nun, alle erdenklichen Hebel in Bewegung zu setzen, um möglichst viele Menschen auf das Schicksal des Jungen aufmerksam zu machen und so einen Spender zu finden. 

Meine Freundin arbeitet bei der Diakonie in Salzgitter und ist dadurch auf das Schicksal des Jungen aufmerksam gemacht worden. Es wird dort eine Benefizveranstaltung geben, in dessen Rahmen man sich typisieren lassen kann um herauszufinden, ob man als Spender in Frage kommt. Das ist natürlich eine lobenswerte Geschichte, aber verständlicherweise setzen die Eltern nicht alle Hoffnung in diese Aktion. Deshalb versuchen sie, alle Möglichkeiten des Internets auszuschöpfen, um mehr Menschen zu erreichen, und so gibt es eine Homepage, eine Facebook-Seite und sogar einen YouTube-Account.

Alles nur zu dem Zweck, auf das Schicksal des Kleinen aufmerksam zu machen und einen Spender ausfindig zu machen. Anhand einiger anderer Fälle konnte man sehen, dass "das Internet" durchaus funktioniert als Ort, an dem man sich solidarisiert, für eine gute Sache einsteht und auch Menschen aus einer misslichen Lage helfen kann. So wird beispielsweise für Blogger gesammelt, die von abmahnsüchtigen Unternehmen drangsaliert werden oder gar ganze Geschäfts-Existenzen gerettet.

Manches Mal ecke ich mit meiner Meinung zu diesen karitativen Dingen ein wenig an, weil ich nicht blind alles unterstütze und auch nicht alles unterstützen kann – schon gar nicht finanziell. Aber wenn für mich eine Aktion Sinn ergibt, ich um Mithilfe gebeten werde und diese auch – wie mit einem Blogbeitrag zum Beispiel – leisten kann, dann tue ich das natürlich gerne. Die Familie von Maxi weist auch ausdrücklich daraufhin, dass es mehrere Möglichkeiten gibt, in diesem speziellen Fall zu helfen:

  • Logischerweise kann man durch die bereits erwähnte Typisierung helfen. Weitere Infos zum Ablauf findet ihr hier
  • Da diese Erst-Typisierungen Geld kosten, die das NKR aufbringen muss, die die notwendigen Speicheltests etc ausführen, kann man logischerweise auch mit Geldspenden helfen – das Spendenkonto für Maxi findet ihr ebenfalls unter dem Link im ersten Punkt.
  • Dritte Möglichkeit, die dann auch wirklich jeder von uns umsetzen kann: Erzählt die Geschichte rum. Schickt diesen Beitrag oder die oben angegebenen Links weiter, erzählt euren Leuten davon, twittert es. Jede neu-informierte Person kann die entscheidende sein in Bezug auf Maximilians Rettung – oder eines anderen Falles logischerweise, denn durch die Typisierung könnte man sich natürlich auch als passender Spender für jeden anderen Suchenden herausstellen.

Wer jetzt Panik hat, dass ich unter die Samariter gegangen bin und deswegen künftig nur noch solche Beiträge verfasse statt diejenigen, die ihr hier erwartet, der kann natürlich beruhigt werden. Das ist sicher eine Ausnahme, die sich nicht sehr oft wiederholen wird, aber wenn ich die Möglichkeit habe, ein klein wenig Buzz zu erzeugen, dann will ich es gerne probieren. Im Grunde wäre es mir auch fast egal, wenn mir der ein oder andere einen solchen Beitrag verübelt, solange die Masse meiner Leser entweder drüber hinweg sieht oder – besser noch – versucht zu helfen. Ich bedanke mich jedenfalls jetzt schon mal im Namen von Maximilian, seiner Schwester Leonie und den Eltern Maren und Olivier. 

  • Pingback: Helft Maxi!!! » blutkrebs, gesucht, helft maxi, spender » Digital Life

  • Jens Klöntrup

    Grausam, wirklich grausam. Die Eltern haben mein echtes Mitgefühl…

  • S Jessica_a

    Ich finde das so traurig=( Ich werde mich auch typisieren lassen…

  • H2G

    Ich habs dir so verübelt das meine Typsierung nun gelaufen ist ;)

  • http://www.zweipunktnull.org Casi

    richtig, richtig geil, mein Lieber :)

  • Santa_fee

    ich habs getan für maxi, ich hab auch einen maxi- gleichalt und gesund…

  • Kitycat12

    ich lasse mich auch testen habe selber ein kleinen in dem alter


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