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27 Sep, 2010

Liebe Live Spaces-Blogger: Willkommen bei WordPress

Posted by: Casi In: Blogs

Tja, ist schon so eine Art Paukenschlag am Abend: Eben wurde verkündet, dass Windows und Automattic künftig eine strategisch spannende Zusammenarbeit eingehen. Vermutlich muss ich den wenigsten hier erklären, dass Automattic das Unternehmen ist, welches uns mit WordPress eine millionenfache Blog-Heimat geliefert hat.

Es gibt einmal die hier verwendete Alternative – die WordPress-Software, die ich auf meinem eigenen Webspace hoste. Alternativ dazu kann man – um sich z.B. die Webspace-Kosten zu sparen – im Handumdrehen sein eigenes Blog auf der Plattform wordpress.com einrichten. 

Microsoft setzt nun auf Synergie-Effekte und lässt seine Live Spaces-User komplett zu besagter wordpress.com-Plattform auswandern. Die Automattic-Jungs haben sich dazu eigens ein neues Import-Tool ausgedacht, welches den Live Space-Bloggern den Umzug in die neue Schreib-Heimat denkbar einfach machen soll. Mehr Infos zum Procedere des Umzugs findet ihr beim Windows Live Blog.

Wieso diese Fusion Sinn machen kann, fragt ihr? Ganz einfach: WordPress ist natürlich daran gelegen, seine Marktstellung auszubauen. Wenn man – alles in allem – auf über 26 Millionen Blogs verweisen kann und potentiell noch einmal 30 Millionen Blogger aus dem Microsoft-Lager dazu stoßen, ist das schon eine ordentliche Hausnummer. Na und Microsoft selbst tut gut daran, nicht auf Biegen und Brechen einen Konkurrenten für Google mit seiner Blogger-Plattform etablieren zu wollen, sondern die Blogs outzusourcen (Mann, bestes Denglisch *g*) auf eine Plattform, die einen äußerst beliebten und sehr geschmeidigen Blog-Dienst anbietet.

Wer sich jetzt fragt, wie lange er nun Zeit hat, um zu wordpress.com zu migrieren – knappe Antwort: 6 Monate! Zeit genug jedenfalls, um seine Beiträge und Fotos in die neue Blog-Heimat rüber zu schaufeln. Alternativ könnt ihr euren Content auch downloaden und den Umzug später vollziehen. Wer aktuell via Live Spaces ein Blog einrichten möchte, kann natürlich direkt auf den WordPress-Service zurückgreifen.  Darüber hinaus wird beim Launch der Live Essentials 2011, welcher demnächst ansteht, WordPress.com die voreingestellte Option im beliebten Live Writer sein. 

Microsoft geht nicht nur einen logischen Schritt, sondern setzt natürlich wieder einen Nadelstich gegen den langjährigen Lieblingsfeind Google und hofft, deren Blogger-Plattform den ein oder anderen Schreiberling abzuwerben. 

Da ich weder die eine noch die andere Plattform aktiv nutze, stelle ich mal die Frage an Euch. Bei der Wahl zwischen WordPress.com und Blogger: Was wäre eure Entscheidung und wieso würdet ihr sie so treffen? Gibt es so gravierende Unterschiede im Leistungsumfang, die euch ganz klar zu dem einen oder anderen Angebot tendieren lassen?

  • http://twitter.com/Scriptor91 Moritz

    Ich nutze wordpress.com für ein kleines Nebenprojekt. Blogger gefällt mir schon wegen der Kommentarfunktion überhaupt nicht, die ist mir viel zu umständlich. Und sonst bietet WordPress eben alles, was man braucht: genug Designs, genug Anpassung, genug Speicher, einfache CMS-Umgebung – was will ich mehr?

  • http://doktorsblog.de/ Chris

    Ich steh auf WordPress. Schon weil es irgendwie dezenter auf mich wirkt.
    @Motitz: Stimmt; dieses öde cklickteil-PopUp-Dings ist echt ein NoGo. Schon nur alleine deshalb mag ich Blogger nicht (mehr) nutzen.

  • http://www.talinee.de talinee

    Ich habe ganz früher mal auf Blogger.com angefangen, mein privates online-Tagebuch zu führen. Damals gehörte Blogger.com noch nicht mal Google, wow. Nach pubertärem Theater wurde das alte Tagebuch gelöscht, und Jahre später wollte ich wieder anfangen zu bloggen (so vor drei Jahren in etwa). Damals entschied ich mich aus alter Verbundenheit wieder für Blogger, was nun Blogspot hieß und zu Google gehörte. Irgendwie gefiel es mir nicht so, ich kriegte mein Template nicht vernünftig umgesetzt und war als alter HTML-Hase völlig verwirrt von der “leichten Bedienbarkeit”, die mich nun natürlich total einschränkte. Außerdem wollte ich jetzt auch andere Dinge als damals beim Tagebuch, zum Beispiel Statistiken und sowas. Das bot Blogger alles nicht wirklich und ich dachte “Das muss doch besser gehen!”.
    Nach einiger Quälerei habe ich es als sinnlos aufgegeben, bin zu wordpress.com gegangen und hab da gebloggt. Und plötzlich ging das meiste wieder wie ich wollte, yay! Bis auf die Design-Premium-Sache, und schon wieder konnte ich mein Wunsch-Design nicht umsetzen, wenngleich es schon eindeutig hübscher war, und viel individueller. Letztlich hab ich mich entschlossen, WordPress selbst zu hosten, und damit bin ich jetzt endgültig glücklich :)


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