26 Jan, 2012
Sainsbury’s: Cleveres Marketing oder einfach nur liebenswert?
Posted by: Casi In: e-commerce|Social Networks|World wide web
Sainsbury's mag ich ja so ein bisschen. Ich glaube, noch jedes Mal, wenn ich in England war, hab ich früher oder später – oder gar täglich – dort eingekauft. Die Kette ist eine von diesen tausend kleinen schönen Sachen, die ich mit dem Land und mit England verbinde und wenn ich in dieser Sekunde darüber nachdenke, möchte ich viel lieber direkt meinen Koffer packen als bloggen – aber hey, was sag ich: natürlich will ich in Wirklichkeit viel lieber bloggen ^^
Eigentlich möchte ich auch gar nicht so viele Worte verlieren, wieso ich diese Kette hier mit einem Artikel würdige, denn die Bilder erklären sich im Grunde sehr gut von selbst. Es geht darum, mit wie wenig Einsatz (in diesem Fall 3 britische Pfund + Porto) man so viel Buzz erzeugen kann, wenn die Idee passt. Aber seht am besten selbst, mit welchem Anliegen die dreieinhalb Jahre alte Lily sich an das Unternehmen wendet (mit Papas Hilfe) – und vor allem, wie die Antwort des Customer Managers ausfällt:


Wie ihr den Briefen entnehmen könnt, ist die ganze Geschichte schon ein dreiviertel Jahr her und hat auch seinerzeit schon für größere Kreise bei beispielsweise reddit gesorgt. Jetzt stellt ein Mensch diese Bilder wieder bei Facebook rein – ist keine ganze Woche her – und erntet dafür bislang 110.000 "gefällt mir" und die Sache wird weit über 30.000 mal geteilt.
Daraus lässt sich nicht ableiten, ob Sainsbury's dadurch ein einziges Sandwich mehr verkauft als sonst und natürlich weiß ich nicht, ob sich die Geschichte exakt so zugetragen hat oder ob einfach eine richtig clevere PR-Aktion dahinter steckt. Aber das Prinzip ist doch klar geworden, oder? Ich muss nicht lange überlegen, ob mich eine solche Kampagne eher erreicht als vielleicht irgendeine ganzseitige Anzeige in einer Illustrierte, über die ich in einem Sekundenbruchteil hinwegblättere.
Und egal, ob sich da nun tatsächlich ein nicht ganz vierjähriges Mädchen über ihre Gratis-Süßigkeiten gefreut hat oder einfach nur die Marketing-Agentur ordentlich abgeliefert hat: der virale Effekt ist derselbe und mit einem minimalen Einsatz werden Tausende bei Facebook erreicht. Das ist PR, wie ich sie mag, auf die ich anspringe – und die mich ganz nebenbei an einem nicht wirklich überragenden Tag hat ein wenig lächeln lassen. (ist euch aufgefallen, dass der Manager auch sein exaktes Alter angegeben hat? ;) )
Das Bild gibt es bei Facebook übrigens hier, aufmerksam darauf geworden bin ich dank Markus Roder.


