Dez 01

Und da war es um einen der populäreren Microblogging-Dienste geschehen: In zwei Wochen wird Pownce abgeschaltet. Die Nachricht kommt meiner Meinung nach nicht wirklich überraschend, weil man nie wirklich über ein Nischen-Dasein hinausgekommen ist, obwohl man technisch durchaus dem Branchen-Giganten Twitter überlegen war. Six Apart, die sich um Pownce bemüht hatten, übernehmen die Pownce-Mitarbeiter - wie es aussah, waren eben jene Mitarbeiter eher Grund für die Übernahme als der Dienst an sich.

Schade um Pownce, die neben dem nackten Versand von Kurznachrichten auch über Filesharing-Funktionen verfügten, aber es zeichnete sich ab, dass man nie wirklich aus Twitters’ Schatten würde raustreten können.

Es wird eine Export-Funktion angeboten, damit die Pownce-User ihre Nachrichten erhalten können, aber wirklich glücklich wird der eingefleischte Pownce-Nutzer sicher nicht sein mit der Tatsache, dass man nun auf Twitter oder andere Konkurrenten ausweichen muss, wenn man weiterhin microbloggen möchte.

 

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Nov 30

 Die Spekulationen hören nicht auf. Mal werden sie leiser, dann wiederum kann man sie gar nicht mehr überhören. Momentan ist wieder mal eher Letzteres der Fall. Wenn man die News um das Social Network Facebook verfolgt, werden meistens zwei Namen genannt: StudiVZ und Twitter.

Über das turi-2-Blog bin ich auf einen Bericht der Wirtschaftswoche aufmerksam geworden. Dort gibt es nicht nur die wiederholten Gerüchte, dass an der Elefantenhochzeit Facebook/studiVZ was dran sein könnte, sondern erstmals auch die Aussage von Verlagsseite, dass man einen Verkauf angestrebt hat und man ein Zusammengehen mit Facebook für sinnvoll hält. Das würde einem Herrn Riecke sicher nicht gefallen, aber dessen Meinung ist ja für Holtzbrinck glücklicherweise nicht mehr wirklich interessant.

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Nov 27

Michael Arrington wundert sich darüber, dass es immer noch Zweifler gibt, was die Informationsquelle Twitter angeht. Ich war noch sehr neu dabei, als mich via Twitter vor Monaten die Nachricht erreichte, dass jemand in China ein Beben bemerkt hat. Dieser "Jemand" twitterte diese Nachricht an ein paar Microblog-Freunde und von dort ging die Nachricht buchstäblich in Sekunden um die Welt. Da ich zufällig n-tv an hatte, glaubte ich zunächst nicht an den Wahrheitsgehalt der Nachricht - sonst wäre ja schließlich im Fernsehen etwas davon zu sehen gewesen. Es dauerte in der Tat noch einige Zeit, bis man die Meldung von einem schweren Erdbeben in China ins Programm nahm. Spätestens das sollte der Zeitpunkt gewesen sein, in dem auch der letzte Twitter-Nutzer verstanden hat, was für einen Informationsvorteil Twitter bieten kann. Aber noch heute lese ich täglich, dass man den Sinn von Twitter nicht verstanden hat, dass man denkt, es bringe einem nichts und dergleichen. Natürlich kann man nicht pauschal sagen, dass dieser Dienst für jeden Menschen gleich interessant ist. Aber für jeden politisch, wirtschaftlich oder kulturell interessierten Menschen ist es nahezu verwerflich, auf diese Informationsflut zu verzichten. 

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Nov 19

 Vielleicht, aber wenn ja - dann eine von jedem Twitter-User selbst gewollte ;)

Was ist Twollow? Eine Applikation zum auto-followen, die unverschämt simpel zu bedienen ist. Man loggt sich zunächst mit seinen Twitterdaten ein und erhält dann die Möglichkeit, bis zu fünf Keywords auszuwählen, die einem relevant erscheinen. In meinem Selbstversuch habe ich das übrigens unsinnigerweise so getan:

Twollow

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Nov 12

 Neulich gab es mal eine etwas längere Downtime bei ping.fm und zu der Gelegenheit hatte ich Euch bereits updating.me vorgestellt.

Wie auch ping.fm ist updating.me dazu da, um über eine einzige Eingabe-Maske meine Status-Meldung an verschiedene Dienste zu schicken. Diese unterstützten Dienste lauten:

 

  • Facebook
  • FriendFeed
  • Friendster
  • Identi.ca
  • Jaiku
  • Koornk
  • Plurk
  • Pownce
  • Rejaw
  • TwitArmy
  • Twitter

Einige der Microblogs wie z.B. Twitter oder identi.ca kann man sich direkt auf der updating.me-Seite in einer Timeline anzeigen lassen. Dazu sage ich aber gleich, dass ich diesen Service nicht als FriendFeed-Alternative sehe, sondern eben nur seine Kernfunktion nutze - die dafür aber täglich ;) Während mich bei ping.fm - welches weitaus mehr Partner aufbieten kann - ziemlich genervt hat, dass ich zum pingen immer auf die Homepage gehen musste, verwöhnt mich updating.me mit einer schönen Air-Applikation.

Updating.me Air-Applikation

So kann ich bequem von meinem Desktop aus meine Updates ins weite Internet jagen. Dieses Feature ist es auch, weswegen ich updating.me den Vorzug gebe gegenüber ping.fm - da die für mich wichtigsten Dienste unterstützt werden, brauche ich nicht auf das breiter gefächerte Angebot von ping.fm auszuweichen.

In dem oben erwähnten Artikel hab ich Euch updating.me bereits als Alternative zu ping.fm vorgeschlagen, habe dabei aber die Information unterschlagen, dass sich der Service noch in der geschlossenen Beta-Phase befindet.

Deswegen hab ich das Thema heute auch nochmal aufgegriffen, da mir die Jungs von updating.me 20 Einladungen spendiert haben. 

Wer es also ausprobieren möchte, kann sich jetzt dort anmelden mit dem Beta Code zweipunktnull.

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Nov 08

 Seit einigen Tagen gibt es Magpie - ein Dienst, welcher es erlaubt, Geld mit seinen Tweets zu verdienen. Wenn man das Wort "Werbung" hört im Zusammenhang mit Leistungen im Internet, die man bislang werbefrei nutzen konnte, schrillen immer sofort sämtliche Alarmglocken in Kleinbloggersdorf. Nur selten sind die Konzepte zur Monetarisierung von Internetangeboten so durchdacht, dass man sowohl auf der Seite der Werbenden einen Nutzen daraus hat, als auch auf der Seite der Nutzer nicht zu sehr dadurch genervt oder beeinträchtigt wird. Über eine lobenswerte Ausnahme namens CaptchaAd hab ich ja noch kürzlich geschrieben.

Nun also gibt es einen Werbe-Dienst für Twitter. Während Twitter selbst aber weiterhin knobelt, wie man mit Twitter Geld verdienen kann, kann man als Twitter-User schon heute Geld mit seiner Twitterei verdienen. Das Prinzip ist denkbar einfach: Man meldet sich mit seinem Twitter-Account bei Magpie an und erlaubt diesem Service, zwischen meinen "normalen" Tweets Werbenachrichten zu verschicken. Das sieht dann in der Praxis so aus, dass z.B. nach jedem 5. Tweet von mir einer von Magpie mit Werbe-Content kommt. Diese Rate kann man natürlich selbst konfigurieren. Die Verdienstmöglichkeiten richten sich nach verschiedenen Parametern wie Follower-Zahl, Themen der Tweets und natürlich auch nach der eingestellten Werbe-Tweet-Rate.

Bei Twitterdings könnt Ihr übrigens zu diesem Thema ein Interview mit Magpie-Macher Jan Schulz-Hofen lesen, welches Nico Lumma mit ihm geführt hat.

Aber ich sprach eingangs ja schon davon, dass Werbung immer so eine zweischneidige Sache ist. Schön, wenn man den ein oder anderen Euro dadurch erwirtschaften kann, aber die Frage ist natürlich, was die Menschen dazu sagen, an die sich diese Werbung richtet. Ich kann ehrlich gesagt noch nicht wirklich abschätzen, wie sehr mich dieser Service nerven würde, weil ich in meinem Twitter-Kreis bislang keine Magpie-Nutzer habe. Ich verteufel nicht grundsätzlich eine solche Idee, fände es allerdings schlimm, wenn Werbung geschaltet würde, mit der ich persönlich absolut nichts anfangen kann und die überhaupt nichts mit dem Content des Twitter-Account-Besitzers gemein hätte. 

Deswegen gebe ich die Fragestellung mal an Euch weiter: Gibt es schon Nutzer dieses Dienstes unter Euch oder habt Ihr schon in irgendeiner Weise Erfahrungen damit gemacht? Und wenn ja: Fühlt Ihr Euch dadurch belästigt oder ist es zu ertragen oder vielleicht sogar Werbung, die Euch interessiert?

Bei bereits existierenden Diensten wie Linkbee nervt es mich persönlich schon, wenn da Werbung vor einem Link geschaltet wird, aber dem liegt ja auch ein gänzlich anderes Konzept zugrunde. Ich würde auch nicht pauschal Follower aus meiner Liste kicken, weil sie Werbung schalten, aber wie oben schon gesagt, kann ich den Nerv-Faktor auch noch nicht einschätzen. Vermutlich richtet sich das auch danach, wie relevant der Kontakt des Twitterers für mich ist. Was die Relevanz der Kontakte angeht, scheint es ja tendentiell eh so zu sein, dass sich Magpie nur für Twitter-User mit großer Follower-Schar rechnet, und da nimmt man eventuell Werbung eher in Kauf als bei weniger interessanten Kontakten.

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Nov 02

 Via Blogulus und MBC09-Blog habe ich gerade von einer noch recht spekulativen Twitter-Neuerung erfahren: Angeblich möchte Twitter das OpenMicroBlogging-Protokoll integrieren. Diese Info bezieht sich auf ein Twitter-Api-Ticket, in welchem sich Alex Payne von Twitter noch einigermaßen zurückhaltend äußert. Klingt für mich zumindest so, als nimmt man zähneknirschend zur Kenntnis, dass man sich anderen Standards öffnen muss, wenn man sich nicht langfristig um seine Vormachtstellung bringen will.

Paynes Kommentar zum OMB-Support im Juli:

Sure, someday, after it sees some adoption.
 

Im August klang das schon bestimmter:

Changing this to "Accepted" just so it doesn’t jump out at me when I’m scanning for new issues.  It’s going to be
some time before work on this begins, though.


 

Lest dazu bitte auch dazu den oben verlinkten Artikel bei Blogulus, weil sich Autor muhh bereits einige Gedanken zu diesem Thema gemacht hat.
Mir persönlich ist es fast egal, ob Twitter mit Unterstützung für OpenMicroBlogging die Nummer 1 bleibt, oder ob Dienste basierend auf dem Laconica-Protokoll oder vielleicht noch andere offene Dienste Twitter beerben - Hauptsache, es wird möglich sein, dass ich mit allen Microbloggern schmerzfrei kommunizieren kann, egal bei welchem Dienst man angemeldet ist. 

Dieses Zugeständnis von Twitter scheint gleich zwei Dinge aufzudecken: Dass sich Twitter durchaus bewusst ist, dass man handeln muss, und dass man die Konkurrenz mittlerweile ernstnimmt.

Schön, dass sich da was zu tun scheint, auch wenn der Kommentar, der zu diesen Spekulationen führt, nicht mehr so ganz taufrisch ist.


 


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Sep 24

 Über das Startup want2do habe ich bereits geschrieben. Ein Twitter meets Social Network-Mashup, in dem es darum geht, statt einer "normalen" Status-Meldung zu verkünden, was man in Zukunft tun wird/will/muss. Bei meiner want2do-Testerei hab ich mich übrigens kollossal zum Löffel gemacht bei meinem Wunsch, bis zu einem bestimmten Tag eine bestimmte kg-Zahl abzunehmen ;)

Davon abgesehen find ich aber immer noch die Idee großartig, dass man aus seinem 2do so einen komplexen Content erstellen kann. Am Anfang steht der nackte Wunsch, etwas zu erreichen, was dann twitter-like verbreitet wird. Während dann bei Twitter aber Schluß wäre - von replies auf die Nachricht mal abgesehen - kann man sein 2do aber noch mit Berichten, Videos und Fotos vertiefen und es gibt auch für die anderen User die Möglichkeit, Fragen zum 2do zu stellen, Smalltalk zu halten oder einfach einen Kommentar zu verfassen. Ich bin auch nach wir vor der Meinung, dass man über dieses Öffentlichmachen seiner Ziele eben jene einen Tick leichter erreichen kann - einfach, weil man es öffentlich formuliert und mitbekommt, dass andere User verfolgen, wie man sich schlägt. 

Wer besonders aktiv bei want2do ist, findet sich übrigens in einer der zahlreichen Charts wieder.

Want2do Charts

In einem Gespräch mit einem der Gründer - Daniel Thomaser - durfte ich erfahren, dass man sowohl mit den Zahlen zufrieden ist, was die Verweildauer auf want2do angeht, als auch mit der Tatsache, dass über 70 % der angemeldeten User dabeibleiben und mindestens ein zweites Mal dort vorbeischauen. 

Dafür, dass man auf Werbung weitestgehend verzichtet hat bislang, kann man mit dem bereits Erreichten durchaus zufrieden sein. Jetzt möchte man aber doch einen weiteren Schritt nach vorne machen und geht dafür gleich doppelt an die Öffentlichkeit. Zum Einen bastelt man derzeit an einer Facebook-Applikation, die es dem Facebook-User ermöglichen wird, seine 2dos direkt über Facebook zu verfassen, zum Anderen besinnt man sich auf etwas, was immer zieht, um neue Nutzer zu gewinnen: Ein Gewinnspiel ;)

Es geht darum, sich die Teilnahme an einer Verlosung zu erarbeiten. Wie? Ihr müßt bei want2do angemeldet sein und mindestens fünf weitere Leute für eine Neuanmeldung dort begeistern können und schon ist man dabei, wenn es darum geht, einen neuen iPod nano abzustauben. Darüber hinaus wird derjenige, der die meisten neuen Mitglieder gewinnen kann, mit einem iPod shuffle belohnt.

Also meldet Euch an, falls Ihr besagten iPod gewinnen wollt oder einfach nur want2do abchecken wollt. Meinen persönlichen Link werd ich hier mal nicht posten, da ich denke, dass dieser Bericht dann eventuell in einem merkwürdigen Licht erscheinen würde ;)

Falls Ihr aber beim Anmelden Jemandem einen Gefallen tun wollt - meine Freundin freut sich sicher ;) Außerdem macht sie sich in Eurer Freundesliste sicher besser als ich ;)

 

 

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Sep 23

 Jaja, immer schön reisserisch sein in den Überschriften - ich bin halt bekennende Traffic-Hure ;)

Aber im Ernst: Es war von identi.ca-Founder Evan Prodromou schon erwähnt worden, dass es nicht mehr lange dauert und nun ist es da: Das neueste Update von Laconica auf Version 0.6.0 !

Oft lese ich von Usern, die identi.ca zwar toll fänden, aber noch das Feature xyz vermissen. Wenn dieses "xyz" für direct message, favorisieren von "dents" und sms-Support steht, dann können sich ebenjene User ab heute freuen.

Das auf laconica aufbauende identi.ca unterstützt in der aktuellen Version nun auch private Nachrichten - dazu braucht man nur auf der Profilseite des Users unter dem Foto auf "send a message" klicken. Das Favorisieren geht nun auch, in dem man rechts vom zu favorisierenden Dent auf den Herz-Button klickt. Bei Nutzung von Chrome seh ich übrigens dieses Herz derzeit nicht - kann das ein anderer Chrome-User bestätigen oder entkräften?

Des Weiteren bietet man nun SMS-Unterstützung an, die aber je nach Handytarif noch mit unterschiedlichen Zusatzkosten verbunden ist. 

Für mich persönlich ein Highlight der neuen Version: Nachdem die unselige Twitterbridge entweder nicht oder nur sporadisch funktionierte, und selbst beim Funktionieren noch Umlaute verschluckte*, kann man Twitter nun direkt einbinden, was auch einwandfrei und zügig funktioniert. Glücklicherweise kommen replies aus identi.ca jedoch nicht bei Twitter an, was durchaus sinnig ist ;)

Ich jedenfalls bin nicht nur begeistert von dieser neuen Version, sondern auch gespannt, ob sich nun der ein oder andere Twitter-Verfechter doch noch bereit erklärt, identi.ca eine Chance zu geben. 

Es läuft stabil, ist smarter als Twitter und open source - bis auf die User-Base spricht nun eigentlich nichts für Twitter, aber Twitter ist halt die Plattform, auf der die Leute sind. Man wird abwarten müssen, ob das so bleibt, oder ob sich die Kräfteverhältnisse dort noch ändern können.

via FriendFeed und MBC09

 

*gerade übrigens festgestellt, dass zumindest via updating.me immer noch Umlaute bzw einige Buchstaben nach dem Umlaut verschluckt werden beim übermitteln ;)

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Sep 22

Micronesia [ˌmaɪkroʊˈniʒə], from the Greek mikros (μικρός) (meaning small) and nesos (νῆσος) (meaning island), is a subregion of Oceania, comprising hundreds of small islands in thePacific Ocean 

Vermutlich werd ich es nie bis auf eine dieser Inseln im westlichen Pazifik schaffen. In einem Fantasiereich, welches die Microblogger eint, möchte ich hingegen behaupten, sogar in der Hauptstadt zu wohnen ;)

Die Hauptstadt von diesem Micronesien ist so, wie eine Hauptstadt sein soll: laut, schrill, dicht besiedelt, am Puls der Zeit. Wer hier lebt, erfährt den neuesten Klatsch, die neuesten Gerüchte, schnappt aber auch die neuesten Trends und Fakten auf.

Apropos Fakten: Nicht nur uns micronesischen Hauptstädtern ist aufgefallen, dass Twitter sich ein neues Design zugelegt hat. "Neu" ist vielleicht ein wenig hochgegriffen, aber man hat das alte Design zumindest modifiziert und - meiner Meinung nach - übersichtlicher gestaltet.

neues Twitter-DesignHauptunterschied bei diesem Update kosmetischer Natur dürfte die Neuausrichtung der Tabs sein. Waren sie bislang immer zentral über der Timeline, finden sie sich nun in der rechten Sidebar wieder. Darunter folgen dann die Daten der Freunde, Follower und Updates.

Abgesehen von der angenehmeren Darstellung verfolgt Twitter auch noch andere Ziele mit diesem neuen Design.

Da nämlich in Zukunft mehrere Tabs angedacht sind, kann man auf diese Art und Weise das Interface eher um neue Funktionen erweitern, als würde man bei der bisherigen Anordnung bleiben.

Ausserdem gab es eine Ajax-Frischzellenkur für Twitter. Daten werden nun via Ajax aktualisiert, zeitintensives Neuladen der kompletten Seite fällt also nun weg.

Zudem sieht man die Buttons zum Favorisieren und reply nur noch, wenn man sich mit der Maus über dem jeweiligen Tweet befindet.

Twitter räumt jedoch ein, dass bei diesem Update des Interfaces nicht gerade die wichtigsten der anliegenden Änderungen vorgenommen wurden. Die weitaus wichtigeren Dinge finden unter der Haube statt und so dürfen wir gespannt sein, wie das "neue" Twitter funktionieren wird - in hoffentlich naher Zukunft.

 

 

 Übrigens reiht sich auch FriendFeed in die Reihe derjenigen ein, die derzeit im 2.0-Business mit neuem Design aufwarten können. Da im Wesentlichen aber die bereits bekannten Änderungen aus der Beta übernommen wurden, vernachlässige ich dieses Thema hier ein wenig.

Außerdem reden wir ja über Micronesien und nicht über Aggregatorhausen ;)

MBC09Wenn man als deutscher User/Blogger eine gewisse Affinität zu Microblogs mitbringt, wird einem nicht entgangen sein, dass Sprechblase-Blogger Cem für Januar eine Konferenz ins Leben gerufen hat, die sich ausschliesslich mit diesem neuen Medium auseinandersetzen wird. Nun gibt es auch das gleichnamige Blog zur MBC09. Alles Wissenswerte über die MBC09 erfahrt Ihr also zukünftig dort.

Via Twitter Grader kann man sich - schwanzvergleichtechnisch - anzeigen lassen, welchen "Grade" man twittertechnisch erreicht. Bin noch nicht ganz sicher, was diese Spielerei bringen soll, zumal irgendwie auch nur etwas mehr als 30000 Twitterer erfasst wurden - na immerhin werde ich mit 66 Prozent ins erste Drittel einsortiert ;) Darüber hinaus werden der Link zur eigenen Twitter-Page als auch die dort angegebenen Infos wie Zahl der Freunde/Follower/Updates oder Bio abgebildet und eine Tag Cloud der eigenen getwitterten Worte. Sobald ich eine Rubrik "Apps, die die Welt nicht braucht" einführe, werd ich mich vermutlich an den Twitter Grader erinnern ;)

Interessanter ist da schon Tweader. Diese Twitter-Applikation stellt uns eine neuen Weg zur Verfügung, übersichtlich die Dialoge via Twitter zu verfolgen. Man gibt lediglich die ID des ersten Tweets eines Dialoges an und erhält daraufhin eine Auflistung aller Replies.

 

 

Das wäre es für heute aus Micronesien von mir - obwohl, wo wir gerade von weit entfernten Inselgruppen mitten im Pazifik reden, ist es ja eigentlich thematisch nicht mehr weit bis zum romantisch verklärten Mythos der Piraten. Vor zwei Tagen jedenfalls war es wieder soweit und man feierte den Talk-like-a-pirate-day und man tat was? Genau - man sprach wie ein Pirat ;) 

Zahlreiche Blogpostings, Tweets und Comments an diesem Tag bemächtigten sich dieses Kauderwelsches und der Spuk ist auch heute noch nicht wirklich ausgestanden. Wer mal sehen möchte, wie sich sowas liest, sollte sich entweder Google oder Facebook vorknöpfen. Bei beiden Angeboten gibt es die Möglichkeit, die Sprache "Pirate english" auszuwählen ;) Sehr witzige Sache - vor allem die Umsetzung für Facebook ist äußerst liebevoll bis ins letzte Detail ins Seemanns-Jargon übertragen worden - Arrrrr ;)

Pirate Facebook


 

 

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