Wer weiß auswendig, wie oft ich hier schon über brasilianische Startups berichtet habe? Also ich selbst weiß es nicht so genau, gehe aber davon aus, dass es sich um eine Zahl in der Größenordnung "Null" handeln könnte.
Scheint also sowas wie eine Premiere zu sein, wenn ich hier heute über Power.com schreibe. Power.com ist ein Dienst, der gerne Eure Anlaufstelle werden möchte, wenn Ihr mehr als ein Social Network regelmäßig besucht. Dabei macht man sich den Trend der Global Player wie Facebook, MySpace oder Google zunutze, die ja mehr oder weniger mutig versuchen, ihre "open" oder "connect"-Karten auszuspielen.

Man meldet sich also dort an - wahlweise mit einem Orkut-, Hi5-, MySpace- oder Facebook-Account - und kann dort dann direkt zumindest ansatzweise erahnen, was man von den großen Social Networks erwarten könnte, wenn man dort nicht nur mit angezogener Handbremse auf innovativ machen würde. Wenn man sich beispielsweise via Power.com bei MySpace und Facebook einloggt, verschmelzen die beiden Social Networks nämlich komplett zu einer Ansicht.
Ich muß allerdings anmerken, dass das noch nicht komplett fehlerfrei gelaufen ist bei meinen ersten Versuchen. Mal fehlten mir die MySpace-Daten oder ich konnte mich bei einem anderen Dienst nicht einloggen.
Apropos andere Dienste: Power.com belässt es nicht bei den vier genannten Netzwerken, sondern kann auch noch eine Menge anderer Services vernetzen, z.B.:
- YouTube
- MSN Messenger
- Bebo
sowie in Kürze:
- flickR
- gmail
- Skype
und noch einige mehr.
Den Erfolg von bislang über 5 Millionen Nutzern, die bereits ihre Social Networks via Power.com im Auge behalten, erklären die Betreiber wie folgt:
Power.com works because it doesn’t require the big websites to get together and break down their walls," Vachani stated. "Instead, millions of Power users are breaking down these walls on their own, and experiencing the benefits of Social Inter-networking without waiting for Yahoo, Microsoft, Google, Facebook, and MySpace to all agree.
Genau das könnte auch entscheidend sein in Zukunft - erst recht, wenn die Vorstöße in Richtung Open Social usw ähnlich zaghaft bleiben wie bislang. Alles, was theoretisch irgendwann möglich sein soll im Netzwerk unseres Vertrauens, bietet Power.com bereits. So erhalte ich meine Freundeslisten, anstehende Geburtstage, Statusmeldungen, Fotos usw über eine einzige Homepage, kann von dort aus meinen Freunden Nachrichten schicken (dabei kann man Freunde aus verschiedenen Netzwerken auswählen oder gar alle gleichzeitig anschreiben) und ich kann eine öffentliche Adresse anlegen für ein Netzwerk. So bin ich beispielsweise auf MySpace auch für Leute erreichbar, die dort selbst nicht eingeloggt sind:
A public address is your profile on the social site of your choice that can be accessed by your friends, even if they are not logged in to the site.
Ein weiteres tolles Feature ist die Möglichkeit, über das Top-Menü jederzeit zu meinen angegebenen Netzwerken zu switchen. Unter dem Power.com-Header wird mir nun die ausgewählte Social Network-Profilseite angezeigt:

Diese Vorgehensweise und die Darstellung erinnern mich stark an Skripte für Greasemonkey. Jedenfalls kann ich mit einem Klick direkt wieder zum nächsten Netzwerk switchen oder wieder zurück zu meiner Power.com-Startpage.
Der Service hakt hier und da noch ein wenig, wie ich bereits sagte, aber grundsätzlich finde ich die Idee ziemlich spannend und auch gelungen umgesetzt. Da es sehr komplex ist in seinen Möglichkeiten und es an manchen Stellen noch kleine Macken wie z.B. fehlende Übersetzungen gibt, werde ich die Seite ein wenig weiter beobachten und dann mit Sicherheit noch mal einen Erfahrungsbericht verfassen.
Ach ja - da mir gerade meine beknackte Überschrift wieder einfällt
:
Weitere Links zum Thema:

Schön, wenn man eine Freundin hat, die bei StudiVZ aufgrund ihrer Uni-Connections einigermaßen aktiv ist und einen mit Neuigkeiten aus dem StudiVZ-Lager versorgt. Nicht, dass es wirklich oft Neues zu verkünden gäbe, aber wenn es denn mal so ist, dann wäre ich sicher der Letzte, der direkt auf der Seite darüber stolpert 


Dieses holländische Startup weiß dadurch aufzufallen, dass man eine Applikation entwickelt hat, welche neben unzähligen Social Networks wie Facebook und MySpace auch Messenger wie Jabber, ICQ, MSN und Skype miteinander vernetzt und in einem einzigen Fenster aufbereitet.


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