Okt 16

Seit gestern gibt es ein schönes, neues Feature auf FriendFeed, welches den Lifestream-Service noch einmal attraktiver für mich macht: 

FriendFeed mit Real-Time-Funktion

Man kann sich seinen Stream - egal ob allgemein, für einen bestimmten, definierten Freundeskreis oder für Rooms - nun auch in Echtzeit anzeigen lassen. So macht prokrastinieren nochmal so viel Spaß ;)

Ich kann jetzt also zwischen der Standard-Ansicht und der Echtzeit-Ansicht switchen, darüber hinaus gibt es auch eine "Pause"-Funktion für den Echtzeit-Stream. Schön gefällt mir auch die Möglichkeit, den realtime-stream in einem eigenen Mini-Window zu öffnen. Wer mag, kann sich seine verschiedenen Räume oder Gruppen natürlich auch jeweils in eigenen Mini-Fenstern anzeigen lassen.

Klasse, wie sich FriendFeed immer wieder die Mühe macht, bei seinen eigenen Usern genau hinzuhören und die Dinge zu modifizieren, die laut User-Aussage fehlen oder verbessert werden könnten.

 

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Sep 10

 Zumindest für das Internet mag die Überschrift stimmen. Während ich früher aus sage und schreibe 3 Fernsehprogrammen wählen konnte, hab ich heute nicht nur die Wahl zwischen Dutzenden verschiedenster Programme, als Internetnutzer kann ich gar auf Hunderte von Kanälen weltweit zugreifen. Sogar noch besser: Viele Sendungen kann man sich unabhängig von einem Sendetermin dann anschauen, wann es einem paßt. Gleiches gilt natürlich für Youtube u Co: Seinerzeit hab ich - mit einer Videocassette bewaffnet - am TV gehockt und gewartet, dass bei Formel 1 endlich das neue Depeche Mode-Video lief - heute ist es nur einen Klick von mir entfernt.

Das Fernsehen ist aber nur eines von sehr vielen Beispielen. Ähnlich begeistert bin ich darüber, dass ich Tausende Radiosender hören kann, so gut wie jede Zeitung online lesen kann (und das sogar noch, bevor der große Printbruder erhältlich ist), dass ich - ohne stundenlang am Telefon zu hängen - weiss, wer meiner Freunde gerade was tut und wo ich wen heute treffen kann. Schöne neue Internet-Welt, könnte man meinen.

In Zeiten von (Micro-)Blogs, Messengern und RSS-Feeds ist durch all diese Entwicklungen das entstanden, was man als "Noise" beschreibt. Mein Google Reader verspottet mich, wenn ich versuche, die ungelesen Nachrichten gen Null tendieren zu lassen, Über verschiedenste Kanäle bekommt man neue Musik bzw Künstler empfohlen, denen man aber unmöglich allen lauschen kann und bei immer mehr werdenden Blogs hält man auch nur äußerst schwer den Überblick und muß sich darüber im Klaren sein, dass man so manche Perle in der Blogosphäre vielleicht nie entdecken kann.

Das virtuelle Ei des Columbus in dieser Hinsicht scheinen Lifestreams bzw Aggregatoren zu sein. Dienste wie FriendFeed bündeln unsere RSS-Feeds, Blogbeiträge, favorisierte Youtube-Videos, geliebte last.fm-Songs und vieles mehr. Dieser daraus entstandene Stream ist dann für jeden meiner Freunde bei FriendFeed zugänglich - und umgekehrt kann ich natürlich auch den Stream anderer Personen mitverfolgen. 

Die meisten Leser hier brauchen natürlich keine Nachhilfe in Sachen Lifestream, ist mir schon klar ;) Viel mehr möchte ich festhalten, dass ein solcher Stream noch lange nicht der Weisheit letzter Schluß ist - denn statt viel mehr Übersicht zu erhalten, kann es (und wird es in den meisten Fällen auch) noch lärmiger, weil ein Vielfaches an Informationen aufläuft - Informationen, die man vorher vielleicht gar nicht so auf dem Radar hatte…Es gibt einen Überfluß an Information - man kann de fakto nicht mehr alles lesen, was man zu einem Thema findet. 

Also wird es immer wichtiger, welche Features ein solcher Aggregator bieten kann. Kann ich verschiedene Kontakte bündeln oder unterschiedlich gewichten, kann ich einzelne Elemente des Streams ausblenden usw. Diesbezüglich bietet FriendFeed heute schon wirklich eine Menge und ich habe auch das Gefühl, dass dahinter fähige Leute stecken, die FriendFeed wirklich sinnvoll erweitern und - was auch sehr wichtig ist - genau hinhören, was die Nutzer zu sagen haben und diese Wünsche nach Möglichkeit mit berücksichtigen.

Aber das Internet wäre nicht das Internet, wenn nicht immer wieder ein neuer Player das Spielfeld betreten würde um den Platzhirsch zu attackieren. Millionenfach gemachte Google-Querverweise schenk ich mir jetzt mal ;)

Neben Aggregatoren, die ich auch schon thematisiert habe, möchte ich heute einen dieser neuen Player vorstellen, der jüngst auf der TC50 einem größeren Publikum vorgestellt wurde: Popego

Wie immer will das neue Startup in seinem Bereich vieles anders und alles besser machen. Wie Markus Spath bei netzwertig.com schon feststellt, will Popego uns nun eine Menge Arbeit abnehmen, in dem es das "Beste" für uns rausfiltert. Dazu muss ich gleich mal anmerken, dass ich es immer bedenklich finde, wenn mir jemand sagen möchte, was für mich "das Beste" ist. Letzten Endes kann nur ich für mich wirklich entscheiden, was lesenswert ist und was nicht, aber schauen wir es uns erst mal an :)

Popego

Das soll geschehen, indem wir anfangs - wie üblich - unsere verschiedenen Accounts bei Twitter, flickr und Co eingeben - den Rest will Popego dann von selbst errechnen. Sehr angenehm übrigens, wie Popego mir schon meine diversen Accounts bereits vorschlägt, während ich noch dabei war rauszufinden, wie ich denn eigentlich nochmal bei StumbleUpon heisse ;)

Während das alles sehr angenehm und intuitiv zu bewerkstelligen war, zeigten sich danach erste Performance-Schwierigkeiten. Wiederholt wurden mir Internal Server Errors angezeigt. Somit kann ich gerade nicht beurteilen, wie sich der Stream und vor allen Dingen die für mich erstellte Interessenauswahl gestaltet. Wenn es nämlich mal funktioniert, meine Popego-Seite zu aktualisieren, wird mir ein leerer "interest feed" angezeigt. Ich möchte aber die Seite jetzt nicht aufgrund dieser Schwierigkeiten verreissen, sondern weise drauf hin, dass ich mich noch einmal in den nächsten Tagen damit befassen werde, in der Hoffnung auf dann bessere Performance ;)

Apropos bessere Performance: Ein anderer Gegenspieler von FriendFeed hat schon einige Monate intensive Beta-Arbeit hinter sich und hat somit die closed-Beta-Phase gerade abgeschlossen. Die Rede ist von lifestream.fm! Hat dieser Dienst von Anfang an schon einen richtig guten Eindruck gemacht, gestaltet sich der Blick auf die Neuerungen noch einmal positiver. Im Vergleich zu der geschlossenen Beta-Phase kann man sich per Klick auf den "Funktionen"-Button jeden Link auch aufs Handy schicken lassen. Man erhält dann einen Link per SMS geschickt, der dann auf den gewählten Artikel verweist. Finde ich persönlich ein richtig starkes Feature.

Weiterhin finde ich es richtig toll, dass man ein item eines Users nicht einfach nur per "like" oder "love"-Funktion markieren kann, sondern es direkt auch bei stumbleUpon, Mister Wong oder Facebook speichern kann. Meiner Meinung nach bringt das dem verlinkten User/Artikel auch wesentlich mehr als ein bloßes "like" wie bei FriendFeed. 

Desweiteren können flickr-Bilder direkt im Stream vergrößert werden und verlinkte Seiten in einem Vorschaubild angezeigt werden. Zusammen mit den bereits etablierten Neuerungen kann man lifestream.fm wohl zweifellos bescheinigen, einer der ersten Anwärter zu sein, wenn es darum geht, an FriendFeeds Thron zu rütteln. 

 

 

 

 

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Aug 27

 

Nix Besonderes, was ich hier mitten in der Nacht zu verkünden habe - außer, dass FriendFeed nette Widgets anbietet, die sich fabelhaft in Blogs einbinden lassen - außer in mein eigenes, was beharrlich den ein oder anderen Button oder das ein oder andere Widget schlicht verweigert ;)

Aber so könnte sowas aussehen:

 

 

 Oder so:

 

 Oder gar so:

 

 Und nen schnuckeligen Button gibt es auch ;) :

Subscribe to me on FriendFeed

So, das war es auch schon mit meiner Nachtschicht - schlaft schön und macht mir mein Blog nicht unordentlich, während ich auf der Arbeit bin morgen ;)

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Aug 27

 

Wir sind ja sehr sozial geworden in den letzten Monaten und Jahren: Wir teilen unsere Videos, unsere Musik, unsere Lesezeichen/Favoriten, unsere Onlinefreunde und und und. Gestern hab ich ja wiederholt die Lifestream-Geschichten thematisiert und will heute SocialU ins Spiel bringen - welches behauptet, kein Aggregator zu sein - naja, zumindest nicht nur ;)

SocialU ist eine Air-Applikation, läuft also unabhängig vom Browser auf dem Desktop. Nach dem Herunterladen und Installieren der Applikation kann man erst mal - wie fast jeden Tag an einer anderen Stelle im Netz *g* - seine sämtlichen Daten, Blogs, Social Networks, Microblogs etc auswählen. Ich wunderte mich zu dem Zeitpunkt etwas darüber, dass überhaupt gar keine Abfrage nach Usernamen oder Paßwörtern stattfand.

SocialU

So ca. sieht dann meine Übersichtsseite aus in der ich unter "networks" meine angegebenen SNs, Microblogs usw aufgelistet sehe. Grün unterlegt sind dabei diejenigen, bei denen ich gerade via SocialU eingeloggt bin. Klicke ich jetzt auf einen der Buttons, erklärt sich auch, wieso keine Abfrage nach irgendwelchen Daten erfolgt ist. Der Klick öffnet einen neuen Tab - genau wie in einem normalen Browser - und verlangt dann halt dort die Daten.

Was genau will SocialU jetzt eigentlich von mir? Ich muß zugeben, ich bin noch nicht ganz sicher. Da man dort sämtliche Homepage, Netzwerke etc favorisieren kann, hab ich das mal bei einigen testweise getan und freute mich zunächst über den Button, der dafür sorgen soll, dass beim nächsten Start von SocialU die jeweilige Seite gestartet wird. Wäre vielleicht ganz cool, wenn man dort dann übersichtlich die Social Networks oder Microblogs in einem Social Browser versammelt hätte, während der "richtige" Browser dadurch einigermaßen übersichtlich bleibt. Für meinen speziellen Fall liegt die Betonung auf "übersichtlich" ;)

Gesagt, getan - ich starte die Applikation nochmal (keine Ahnung, ob ein dahinsiechender PC oder eine ressourcenfeindliche Air-App diesen Vorgang so in die Länge zieht), werde auf die "Community-Seite" als ersten Tab geführt, sehe wie einige andere Tabs geladen werden und einige Sekunde später erkenne ich, dass im Grunde jetzt alles in Tabs geladen wurde, was ich vorher in den Einstellungen angegeben hab. Schön, wenn ich - wie gewünscht - Facebook, Twitter, FriendFeed usw angezeigt bekomme. Aber Seiten wie FlickR, YouTube, StumbleUpon usw brauche ich nicht jederzeit verfügbar als Tab. Werde mich jedoch später noch mal weiter in die Materie reinfuchsen, denn es muß ja wohl möglich sein, nur die Seiten zu öffnen, die ich vorher verlangt habe ;)

Ich habe bislang nicht mal eine Stunde mit SocialU verbracht, habe aber derzeit wenig Hoffnung, dass da noch so wesentlich mehr Zeit dazukommen wird. Mir wird der Mehrwert für mich nicht so ganz klar. Auch hier kann ich nun Freunde einladen oder neue Freunde finden, mir - wie in jedem anderen lifestreaming-Dienst auch - deren Streams reinziehen und kommentieren und zusätzlich halt kann ich jede angesurfte Seite kommentieren und bewerten. Fakt ist jedoch, dass es das alles irgendwie schon woanders gibt - und meistens sogar durchdachter.

Der Clou von SocialU (reimt sich nur unbeabsichtigt, aber aufgrund von Wortfindungsstörungen beim Autor des Beitrages wird der Satzanfang nun nicht mehr geändert *g*) soll jetzt ein Prämiensystem sein, welches an Second life oder auch an Plurk erinnert. Aktivität wird belohnt. Schaue ich mir einige Seiten an und bewerte sie, kommentiere ich die Geschehnisse bei meinen Freunden oder erweiter ich mein Netzwerk, dann bekomme ich dafür "Social Dollars" - also quasi bekomme ich Geld (welches es nicht wirklich gibt), um mir irgendwelche Goodies zu kaufen(die es natürlich auch nicht wirklich gibt)

In meinen wenigen SocialU-Minuten hab ich immerhin 96 SD angehäuft - davon könnte ich jetzt 96 virtuelle Pommes kaufen - Hammer, oder? Da das McDonalds HappyMeal teurer ist, kann ich mir davon leider gerade mal 32 Stück leisten. Ich wünschte, das reale Leben würde auch so funktionieren ;) Mit diesem Prämiensystem will man die User gleichermaßen aktiv als auch bei der Stange halten, bleibt abzuwarten, wie lange mich virtuelle Pommes satt oder wenigstens  glücklich machen.

Ansonsten bleibt festzuhalten, dass es - wie schon angesprochen - ne echte Ressourcen-Sau ist. Anfangs dachte ich noch, dass es ein guter Gedanke wäre, durch SocialU den Firefox zu entlasten und schlank zu halten, aber leider frisst SocialU noch mehr als Firefox. Darüber hinaus hab ich das Gefühl, dass die Seiten in SocialU nicht so schön dargestellt werden wie in den anderen Browsern.

Ich verspreche hoch und heilig, dass ich mich zu SocialU nochmal melden werde, sobald mir ein- oder aufgefallen ist, wieso dieses Tool für mich Sinn machen könnte. Wer Interesse daran hat, per Browser über seine Social Networks informiert zu bleiben, dem empfehle ich bis dahin eher Flock. Wer zusätzlich mehrere Instant Messenger übersichtlich verwaltet haben möchte neben Twitter, Facebook, MySpace und den divesen e-mail-Accounts, dem rate ich zu Digsby.

Wer sich SocialU mal anschauen möchte, der kann versuchen, ob er via mashable oder ReadWriteWeb einen Invite abzugreifen, zudem kann man sich hier beim Demogirl einen Screencast zu SocialU zu Gemüte führen.

 

 

 

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Aug 26

 

Es wird einem derzeit nicht leicht gemacht im ZwoNull-Business in diesen Tagen. Ein Beispiel: Gestern bewundere ich das überarbeitete, ziemlich twitterige Status-Eingabefeld bei Facebook. Weil ich schon mal da war, hab ich auch gleich meinen Status geändert: "Carsten fragt sich, wer überhaupt noch FriendFeed braucht, wenn Facebook so weiter macht"

Sicher nicht ungewöhnlich, dass man auf Plattform A auch mal Plattform B thematisiert. Aber bezeichnend für diese Lifestreamisierung der letzten Monate, dass ich einen Kommentar zu dieser Statusmeldung erhalte - auf Lifestream.fm!

Die auf Plattform A gestellte (rhetorische) Frage über Plattform B wird u.a. auf Plattform C zur Kenntnis genommen und kommentiert. Schöne neue Welt, oder? Ich mag diese Aggregiererei wirklich, aber fragt Ihr Euch nicht auch manchmal, wann bzw wo Schluß sein wird? Wieviel kann man noch verarbeiten an Signalen? Schon jetzt kann man ja unmöglich jeden Bericht lesen, jede Frage beantworten oder jedes Bild anschauen, welches über die Feed-Ströme über uns hereinbrechen.

Aus unserer Sicht betrachtet wird es immer wichtiger, die vermeintlich wichtigen Töne in diesem Noise-Universum herauszufiltern und die vermeintlich unwichtigeren Töne eher auszublenden. Was jetzt wichtig und unwichtig ist, entscheidet natürlich jeder für sich, entscheidend ist eher die Frage, wo man am ehesten diesen Lärm bearbeiten, abarbeiten, bewältigen kann.

Auf netzwertig.com gab es gestern einen lesenswerten Artikel zu dem Thema der Facebook-Statusmeldungen und welche Rolle diese Entwicklung für FriendFeed haben könnte. Wer es noch nicht gelesen hat: Nachholen, jetzt, sofort! ;)

Einen ähnlichen Gedanken wie Martin habe ich hier auch schon mal verfolgt und bleibe auch dabei: Vielleicht wird es Facebook sein, das den Lifestream-Gedanken in die weite Welt trägt - einfach weils ein Unterschied ist, ob Millionen von Facebook-Usern ein neues Feature ausprobieren möchten oder ob im stillen Blog-Kämmerlein von wenigen Tausend Internetschreiberlingen von FriendFeed geschwärmt wird.

Die breite Masse wird entscheiden, wo man sich in Zukunft zu informieren hat, wenn man die Datenströme seiner Freunde im Blick haben wird. Entweder sehen FriendFeed, Lifestream.fm und Co zu, dass sie genau dort hinkommen - oder man überläßt Facebook kampflos dieses Feld, welches sich das Social Network dann quasi im Vorbeigehen eingesackt hätte.

Zum Glück ist es ja noch lange nicht so weit. Zum Glück deswegen - bei aller Sympathie für Facebook - weil das innovativere und ausgefeiltere Tool natürlich immer das sein wird, welches von Menschen gestaltet wird, die nichts anderes im Fokus haben als eben das Lifestreaming. Bei Facebook wird es immer nur eine Facette eines Social Networks bleiben.

Andererseits muß man Facebook zugestehen, dass sie dort bereits Features bieten, die selbst FriendFeed noch nicht auf dem Zettel hatte und die nun implementiert werden. So kann man jetzt - endlich möchte man sagen - bei FriendFeed eigene Listen anlegen, um der Datenflut Herr zu werden. Klar konnte man manuell bestimmte Dinge aus dem Stream eines Freundes ausblenden, aber der Königsweg ist da doch eher der, der über von mir selbst definierte Usergruppen führt.

Listen in FriendFeedAuf diesem Bild sieht man die von FriendFeed vorgegebenen Listen: Favorites, Personal und Professional. Logischerweise ist es jedem selbst überlassen, ob er auf diese Vorschläge eingeht, oder lieber eigene Listen anlegt.

Ebenfalls eine Funktion, die es bei Facebook bereits gibt, ist der Upload von Fotos. Sobald das neue FriendFeed-Interface die Betaphase verläßt, wird es dann auch dort möglich sein und im Gegensatz zu Marcel denke ich, dass davon sicher auch eifrigst Gebrauch gemacht werden wird.

Im Großen und Ganzen jedenfalls ein schönes und fälliges Update, weil man auf die Noise-Entwicklung reagieren musste seitens FriendFeed.

 

 

 

 

Neben den Lifestream-Anbietern bewegen mich gerade vor allem die Entwicklungen auf dem Microblogging-Sektor. Wird Euch nicht entgangen sein, so Ihr hin und wieder hier mitlest ;)

Auch da steht man vor mehreren Alternativen: Nimmt man Twitter, weils am meisten verbreitet ist? identi.ca, weils open source ist? Plurk, weils so schön bunt und kommunikativ ist? Oder doch lieber Rejaw, der von allem etwas ist und statt 140 Zeichen immerhin 1000 Zeichen zur Verfügung stellt? Irgendwie find ich derzeit identi.ca am sympathischsten - dummerweise hat der laconica-Sproß natürlich noch nicht annähernd den Zuspruch wie Twitter. Daher ist es jedenfalls schon mal schön, dass man zumindest einen Weg gefunden hat, wie die "Dents" bei identi.ca zu Twitter transportiert werden können.

Das jedoch stellt mich direkt vor ein neues Problem: Manche Dinge sind eher für meine Freunde bei Twitter bestimmt, manches möchte ich lieber bei identi.ca oder Plurk loswerden. Hin und wieder bin ich der Meinung, alle Dienste gleichzeitig mit einer Statusmeldung oder einem Link bedienen zu müssen und verwende dazu das wunderbare ping.fm.

Was dabei jetzt mein Problem ist? Dass der Transport von identi.ca zu Twitter noch nicht so rund läuft, wie ich mir das wünsche. Soll heissen, dass meine Dents manchmal übermittelt werden an Twitter und manchmal leider nicht. Also hab ich jetzt die Wahl, ob ich bei ping.fm auf Twitter verzichte und dort gegebenenfalls gar keine Nachricht ankommt - oder Twitter bleibt genau wie identi.ca aktiviert und ich erzeuge ein Doppelposting bei Twitter (hier zu bewundern). Ist unter Euch vielleicht auch jemand mit einem ähnlichen Problem? Noch besser wäre allerdings jemand mit einer zum Problem passenden Lösung ;)

Die Frage ist schon lange nicht mehr, ob man mitziehen will bei der ganzen Status-Geschichte. Dafür sorgen eben auch die unzähligen Social Networks, die so gut wie alle nicht mehr ohne News-Feed und Statusmeldung auskommen. Die Frage ist eher, wie sehr man gewillt ist, sich damit auseinanderzusetzen und somit die größtmögliche Kontrolle zu erhalten und den größtmöglichen persönlichen Nutzen aus dem gewählten Lifestream zu ziehen.

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Aug 19

 

Im Gegensatz zu dieser Kameradin hier bin ich ein Fan von Lifestreaming-Diensten wie FriendFeed, FreundeNews oder eben Lifestream.fm. Wenn Ihr ihren Beitrag lest, findet Ihr dort einige Ansichten über das sich-im-Netz-zur-Schau-stellen, die ich hundertprozentig so unterschreibe. Aber in meinen Augen macht es keinen Unterschied, ob ich meine Saufbilder bei StudiVZ reinstelle, meinen Chef in meinem Blog disse und meine Ex-Freundin bei youporn der masturbierenden Öffentlichkeit präsentiere - oder ob ich diese 3 Dinge gebündelt in einem Feed ins Netz stelle. In beiden Fällen entscheide ich, wer was von mir zu sehen, hören, lesen bekommt und in beiden Fällen bin ich dafür verantwortlich und muß mir im Voraus über die Folgen im Klaren sein. Wie gesagt: D’accord, was die Frage nach der Verantwortung angeht, aber deswegen kann ich ja nicht den Service verteufeln, der - auf meinen Wunsch hin - meine sowieso schon öffentlichen Daten gebündelt weitergibt.

Sollte aber eigentlich gar nicht mein heutiges Anliegen sein, eine Lanze für Aggregatoren oder Lifestreaming-Dienste zu brechen - ich unterstelle dem Großteil meiner Leserschaft sowieso eine gewisse Affinität zu Services dieser Art ;)

Während sich Lifestream.fm immer noch in der geschlossenen Beta befindet, wird der aktuelle Service - meiner Meinung nach - sehr gut von Kleinbloggersdorf angenommen und wird sich sicher genauso wie ich über neue Features freuen. Heute wurden die Betatester nämlich von Lifestream informiert, dass sich dort Einiges getan hat. Folgende Funktionen erweitern den Umfang des deutschen FriendFeed-Konkurrenten:

  • Favoriten-Funktion
  • embedded YouTube-Videos
  • Social Bookmarking
  • Benachrichtigungen bei comments

Die Favoriten-Funktion erklärt sich im Grunde von selbst. Es gibt nun ein graues Herz-Icon, welches durch Anklicken - also Favorisieren des Beitrages - rot markiert wird. Zudem kann man sich über den "Everyone"-Button im Topmenü auch die Favoriten aller User anzeigen lassen, genauso wie deren Beiträge und Kommentare natürlich.

Zudem werden gespeicherte YouTube-Videos jetzt direkt im lifestream eingebunden, können also dort auf der Seite betrachtet werden und Social Bookmark-Dienste wie Mr.Wong oder StumbleUpon werden nun auch unterstützt.

Hört sich alles gut und durchdacht an und läuft für eine geschlossene Beta auch schon sehr rund :) Im hauseigenen Blog zeigen die Jungs ganz stolz - mit Recht - dass man sie bei FriendFeed ruhig auf dem Schirm haben sollte, wie der dort angegebene Alexa-Graph belegt.

 

 

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