Nov 21

 Erst Metallica, dann AC/DC und nun Guns ‘n Roses - gute Zeiten für Freunde der etwas härteren Gangart.

Weder Metallica noch AC/DC haben mit ihren aktuellen Werken ihre Fans enttäuscht und bei beiden hat man lange auf ein Album warten müssen - vor allem auf ein gelungenes. Aber beide Bands können nicht mithalten, was die im Vorfeld gehegten Erwartungen an das neue Material angeht, wenn man es mit Axl Roses’ Kapelle Guns ‘n Roses vergleicht. Wobei "im Vorfeld" in diesem Jahr einen Zeitraum von nicht weniger als 17 Jahren meint. 

Genau so lange nämlich wird bereits über "Chinese Democracy" geredet, getuschelt, gelästert und spekuliert. Längst ist aus der Ankündigung eines Albums ein Running gag geworden, denn so richtig ernsthaft hat mit diesem Album wohl niemand mehr gerechnet.

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Nov 18

Wieder geht es um MySpace und wieder  geht es um die vieldiskutierten neuen Profile. Ich habe zwar bereits grob erklärt, wie man - und das scheint momentan den meisten MySpace-Nutzern unter den Nägeln zu brennen - sein Profil zurücksetzt auf sein altes Design, aber hier laufen so viele Kommentare und e-mails auf, die exakt immer wieder das gleiche fragen, dass ich mir überlegt habe, es noch einmal etwas sauberer auszuarbeiten.

Ich habe mir dabei überlegt, es als eine Art Tutorial anzulegen, welches ich nach und nach erweitere. Vielleicht mache ich in der nächsten Zeit eine how-to-Serie daraus, aber zunächst konzentriere ich mich auf MySpace und Profile 2.0. Solltet Ihr also eine Frage zum Design, zu den Möglichkeiten usw haben, die hier nicht geklärt werden, hinterlasst mir einen dementsprechenden Kommentar oder schreibt mir eine e-mail und ich nehme es dann in dieses Tutorial mit auf.

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Nov 12

 Irgendwie ist momentan alles besser in den Vereinigten Staaten: Während wir Angie haben, bekommen die Obama. Die haben MySpace Music und andere tolle Video- und Musikdienste und wir schauen nur zu. Besser gesagt, wir schauen nicht zu, denn unser Bildschirm bleibt schwarz.

Ähnlich verhält es sich jetzt mit dem allerneuesten Coup aus dem Hause MySpace: Während wir uns in Deutschland mit dem gerade neu gestarteten Profil 2.0 rumschlagen, betritt in den USA eine neue MySpace-Applikation namens Primetime die Showbühne. Das Wort "Show" darf man dabei getrost wörtlich nehmen, denn mit dieser Applikation implementiert MySpace einen Mediaplayer, der sich gewaschen hat und der den Zugriff auf den kompletten Hulu-Content gewährt.

Hulu.com ist Rupert Murdochs Gegenentwurf zu YouTube und bietet in hoher Qualität viele US-Serien wie Heroes und die Simpsons und auch Kinofilme wie z.B. Ice Age2 und Die Hard 4.0. Im Grunde hätte es bei dem Namen Murdoch auch niemanden wirklich verwundern dürfen, dass es zu dieser Zusammenarbeit kommt.

MySpace primetime

Wie Ihr auf dem Screenshot seht, könnt Ihr den Player nicht nur auf dem Profil einbinden, sondern ihn auch auf Eurer persönlichen MySpace-Seite nutzen. Das sowieso schon erfolgreiche Hulu könnte mit diesem Schritt noch mehr an Relevanz gewinnen - und für MySpace ist es ohne Frage sowieso eine großartige Geschichte. Zumindest, was die amerikanischen User angeht. 

Man macht sich bereit für die Social-Network-Schlacht gegen Facebook und mit MySpace Music, Primetime und Profile 2.0 scheint man da auch alles andere als schlecht aufgestellt. Auch dem Hulu-Konkurrenten YouTube kann man damit ein wenig den Wind aus den Segeln nehmen, der jüngst noch mit dem MGM-Deal für Furore sorgte.

Während man hinter Facebook "nur" noch das zweitgrößte Social Network ist, kann man auf der finanziellen Ebene das Zuckerberg-Konstrukt klar auspunkten. Facebook ist nämlich - wie so ziemlich alle Netzwerke (mit Ausnahme vielleicht von xing) - noch ziemlich ratlos, wie man Userzahlen in dreistelliger Millionenhöhe zu Geld machen kann. Rechnet man zu den oben bereits genannten Angeboten von MySpace jetzt auch noch die Zusammenarbeit mit Auditude hinzu, kann man auf ein recht ansehnliches Monetarisierungspaket verweisen, welches man Medienmogul Rupert Murdoch hat schnüren lassen.

Wäre halt nur schön, wenn man solche Dinge auch mal weltweit auf die Kette kriegen könnte - sonst muß ich echt mal umziehen in nächster Zeit ;)

 

 

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Nov 09

 Vor einigen Tagen hab ich den Ereignissen mal ein wenig vorgegriffen und habe mein MySpace-Profil mithilfe der kanadischen MySpace-Seite bearbeitet. Dafür, dass ich nur wenige Minuten investiert habe in den Profil-Umbau, war ich echt zufrieden damit, was sich geändert hat. Dazu muß man natürlich auch sagen, dass ich eh nicht der Freund von diesen unzähligen vorgefertigten Glitzer-Blink-Designs bin und lieber selbst am Design bastel. Jetzt kann man diese Option auch in Deutschland wahrnehmen, und anhand von e-mails und Kommentaren im Blog kann ich davon ausgehen, dass auch tatsächlich eine Menge Leute neugierig sind auf dieses neue Feature.

Statt euphorischen Jubelschreien gibt es aber eher Enttäuschung, Wut und den Wunsch, ganz schnell wieder das alte Profil zurückzubekommen und ausgerechnet das scheint auf den ersten Blick eine nicht leicht zu nehmende Hürde zu sein. 

Es ist klar, dass es nicht auf Anhieb auf ungeteilte Begeisterung stößt, wenn sich das Design eines über Jahre vertrautem Angebotes ändert, das mussten schließlich auch andere Netzwerke wie Facebook oder last.fm erkennen, denen der scharfe Wind des Protestes entgegenwehte. In diesem Fall muß man allerdings sagen, dass man MySpace nicht mit den obengenannten Networks vergleichen kann. Das individuelle Design mag oftmals augenkrebserzeugend sein, de fakto mögen aber unzählige MySpace-Nutzer genau aus diesem Grund dieses Social Network. Es gibt eine Vielzahl von oftmals auch echt toll designten Profilen, die man kinderleicht in seine Seite einbinden kann. Während Facebook beispielsweise - ähnlich wie MySpace ja auch - hauptsächlich im funktionellen Bereich nachgebessert hat und so das ursprüngliche Layout logisch weiter entwickelt hat, fallen bei MySpace mit der Umstellung auf Profile 2.0 hunderttausende Profil-Layouts weg und können nur durch eine Handvoll vorgegebener Styles ersetzt werden. 

Logischerweise kann man - auch ohne HTML-Kenntnisse nun sehr individuell an dem Design arbeiten, Fakt ist aber, dass sich viele MySpace-User nicht lange in dieses Layout-System reinfuchsen wollen, sondern gerne Ihr altes Profil behalten oder bestenfalls modifizieren möchten. Ich schätze mal, dass es eine Weile dauern wird, bis es eine vernünftige Zahl an vorgefertigten 2.0-Layouts gibt. Bis es so weit ist, ist also guter Rat teuer.

Ich kann denjenigen, die mit dem Switch auf Profile 2.0 liebäugeln nur raten, dass man sich die notwendige Zeit nimmt, um sich mit dem neuen System vertraut zu machen. Ich finde es sehr logisch aufgebaut, intuitiv zu bedienen und man kann durchaus gute Ergebnisse in kurzer Zeit erzielen. Solltet Ihr allerdings an Eurem alten Design hängen, öfters auf neue vorgefertigte Themes zurückgreifen oder aus x-beliebigen Gründen keine Lust haben, Euch mit der Gestaltung des Layouts auseinanderzusetzen, dann wartet vielleicht noch mit dem Wechsel. Derzeit kann ich noch nicht sagen, wie lange man auf beide Möglichkeiten zugreifen kann, aber man kann davon ausgehen, dass es wie bei der Konkurrenz auch nur eine Übergangszeit ist und man in Zukunft nur noch mit der Version 2.0 auskommen muss.

Wer es allerdings ausprobiert und angesichts des verheerenden Ergebnisses die Hände über dem Kopf zusammenschlägt, gibt es momentan zumindest noch die Möglichkeit, zum alten Profil zurückzukehren. Ich muss zugeben, dass man diese Funktion aber wesentlich besser und deutlicher hätte platzieren können, denn auf den ersten Blick ist sie alles andere als eindeutig zu erkennen.

Falls Ihr also in dieser unangenehmen Situation seid, ein komplett unbefriedigendes Profil angelegt zu haben, der klickt in der Menüleiste auf "Profil bearbeiten". Oben rechts findet sich ein Link namens "anpassen". Wenn man darauf klickt, kommt man in den Editor und der bietet - ebenfalls oben rechts - die Option "Zurücksetzen". Mit einem Klick darauf sollte dann alles wieder beim alten sein - toi toi toi ;)

 Update: Hier steht mein ausführlicher Beitrag, wie man gegebenenfalls wieder zum alten Profil zurückkehren kann!!

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Nov 03

 Stell Dir mal vor, Du lädst urheberrechtlich geschützte Videos hoch und keinen störts. Klingt unrealistisch? Bald vielleicht nicht mehr, wenn sich das Modell durchsetzt, mit welchem MySpace, Auditude und MTV jetzt an den Start gehen. Auditude liefert die technischen Voraussetzungen, MTV den Content und MySpace die Plattform. Aber wie soll das Ganze funktionieren?

Eigentlich ist die Idee mehr als simpel, dank der Software von Auditude. Ähnlich dem Prinzip, mit dem YouTube seinen Content nach widerrechtlich hochgeladenen Videos durchforstet, um sie direkt zu sperren, geht man auch mit dem Auditude-System vor. Mit dem kleinen, aber feinen Unterschied, dass die Videos nicht gesperrt oder gelöscht werden. Stattdessen blendet Auditude ein, aus welcher Show der Ausschnitt stammt und bietet neben anderer, natürlich auf das Video ausgerichteter Werbung, einen Link zu einem Onlineshop, bei welchem man die komplette Sendung käuflich erwerben kann. Erinnert mich spontan ein ganz klein wenig an lala.com: Während dort in Kauf genommen wird, dass illegal erworbene Musik die Cloud erreicht, wird die TV- bzw Videoindustrie hier nun akzeptieren, dass ihr Content ins Netz gestellt wird. MySpace wird das nun testen und kann dazu auf Content von MTV Networks zählen, was Material von Comedy Central mit einschließt. 

Angeblich kann Auditude bereits über 250 Millionen Videos der letzten vier Jahre erkennen, so daß man bei erfolgreichem Test mit MTV darauf hoffen kann, dass das Prinzip auch für weitere Sender interessant wird. 

Die Frage ist natürlich, ob ich eine komplette Show kaufen möchte, nachdem ich mir ein Video auf MySpace angeschaut habe. Der Tokio Hotel-Fan, der sich den Auftritt seiner Helden bei "Wetten dass…" auf MySpace reinzieht, wird sicher meilenweit davon entfernt sein, sich gefühlte 6 Stunden Familienunterhaltung mit Thomas Gottschalk gegen Kohle auf seine Festplatte zu ziehen.

Aber davon abgesehen stimmt die Grundtendenz: Es wird nicht mehr versucht, jeden Internetnutzer und dessen Handeln zu kriminalisieren. Mittlerweile arbeitet man tatsächlich konstruktiv an Lösungen, die allen Seiten weiterhelfen können. So viele Köpfe kann man nämlich seitens der Wirtschaft  gar nicht abschlagen, wie an anderer Stelle im Netz neue nachwachsen. Also fügt man sich in sein Schicksal - der Content erreicht das Netz so oder so - und versucht stattdessen, Geld mit diesem Material zu verdienen.

Wenn dieses Beispiel Schule macht, könnten tatsächlich alle profitieren: MTV verdient zusätzliches Geld ohne einen zusätzlichen Cent in die Hand nehmen zu müssen, MySpace muss sich keine Gedanken um seinen Content und dessen Verweildauer auf der Plattform machen und wir Nutzer sind in der glücklichen Lage, kostenlos auf das Video zuzugreifen und zusätzlichen Mehrwert käuflich erwerben zu können. Klingt fast zu schön, um wahr zu sein - bleibt abzuwarten, ob dieses Modell sich in der Praxis auch bewähren kann.

Mehr dazu findet Ihr auf TechCrunch, mashable und RWW.

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Okt 27

 MySpace hat dieses Jahr spätestens erkannt, dass sich Einiges am Look and Feel des großen Social Networks ändern muss - und so hat man sich an die Arbeit gemacht und an der Usability-Schraube gedreht Anfang des Sommers. MySpace war dadurch einfacher/intuitiver zu bedienen, wenngleich sich an der eigentlichen Profil-Seite der User dadurch nicht viel verändert hat. 

Jetzt ist man bei MySpace bereit, die nächste Stufe zu zünden: Eigentlich ist man es ja hierzulande mittlerweile gewöhnt, dass Neuerungen erstmal nur US-weit zu bestaunen sind. Dieses Mal geht man einen anderen Weg und hat die Kanadier als das Testvolk für das MySpace Profile 2.0 auserkoren. Das heisst, dass bis auf weiteres nur Kanada in den Genuss des neuen Layouts kommt.

Naja, nicht ganz - denn über Umwege kommt auch der Weltbürger zu seinem Design-Recht, der nicht gerade das Glück hat, zwischen den USA, Alaska und Grönland eingekesselt zu sein. Ihr könnt Euch entweder direkt via MySpace Canada einloggen, oder Ihr stellt einfach in Eurem Account das Herkunftsland um, und schon sind auch wir Internetnutzer des alten Europas in der Lage, uns die neuen customize-Bausteine anzuschauen.

MySpace Profile 2.0

Im normalen Interface kann ich jetzt den Link auswählen, um zum Profile 2.0 zu gelangen. MySpace betont dabei, dass man ohne weiteres zurückkehren kann zu seinem alten Layout. Ich würde aber an Eurer Stelle lieber auf Nummer sicher gehen und ein Backup des alten Layouts machen. Bei sowas trau ich diesen Brüdern nie ;)

Upgrade to Profile 2.0

Wenn wir uns nun dort reinklicken, erkennen wir erstmal ein großes, breites Fenster mit einigen Optionen:

Theme-Auswahl im MySpace Profile 2.0

Als erstes kann man sich also eines von verschiedenen Themes auswählen. Wer das nicht möchte, kann auch "no theme" oder das Standard-Theme auswählen.

Als nächstes hat man die Möglichkeit aus verschiedenen Layouts seinen Favoriten zu küren. Ihr habt die Möglichkeit zwei verschiedene Breiten auszuwählen oder per Einstellung "100%" dafür zu sorgen, dass auf jedem Monitor, egal wie groß oder klein, Euer Layout ohne Scrollen zu sehen ist. Darunter finden sich dann die verschiedenen Layout-Optionen. Die Basis-Info - und das finde ich sehr wichtig - ist jeweils das erste, oberste Modul. Somit bringt man schon mal etwas Kontinuität in das Design, egal welche Grafik-Massaker man jeweils später noch anrichtet ;)

Profile 2.0 - Advanced Edit

Die dritte Auswahlmöglichkeit nennt sich "Advanced Edit" und wie der Begriff schon sagt, findet man hier die Spielwiese für den erfahreneren Social-Network-Nutzer. Hier kann ich mir für die Bereiche

  • Background
  • Content
  • Modules
  • Module Headers
  • Module Bodies

meine jeweiligen Farben, Hintergrundbilder, Schriftarten, -farben und -größen auswählen und wenn ich möchte, kann ich per CSS direkt meine Programmierkünste zum besten geben.

Meine einzelnen Module kann ich ebenfalls per Grafik-Menü auswählen, indem ich sie einfach an- oder ausknipse und ich kann sie dann im unteren Bildschirmbereich nach Lust und Laune per drag and drop da plazieren, wo sie meiner Meinung nach am meisten Sinn machen. Ich weiss nicht, ob das jemand von Euch bestätigen kann, aber via Google Chrome hatte ich bei dieser drag and drop-Funktion so meine Probleme. Im Firefox lief es jedenfalls einwandfrei.

Sehr gelungen finde ich die Möglichkeit, in jedem einzelnen Modul fein justieren zu können, wer auf einen bestimmten Bereich zugreifen kann. So kann man die einzelnen Bereiche für alle sichtbar machen, nur für seine Freunde, für ausgewählte Freundeslisten oder sogar nur für sich selbst. Auch den Content der einzelnen Module kann ich aus dieser Maske heraus schnell bearbeiten.

 Dass aus dieser veränderten Profil-Erstellung nicht zwingend ein ansehnliches Profil erwächst, könnt Ihr auf meinem MySpace-Profil erkennen ;) Ich möchte dazu aber noch ergänzen, dass ich es ziemlich schnell zusammengezimmert habe, um die Funktionen einmal durchzuchecken. Besserung augenkrebstechnisch ist also gelobt ;)

Ich bin jedenfalls gespannt, ob wir in Zukunft dadurch wieder schönere Seiten zu betrachten bekommen auf MySpace. Mir gefällt es jetzt schon sehr gut, wenngleich ich das Gefühl nicht loswerde, dass sich MySpace 2.0 irgendwie an Facebook 1.0 orientiert. Es ist kinderleicht zu bedienen, es lassen sich auch ohne Programmierkenntnisse tolle Ergebnisse erzielen - und voraussichtlich werden durch diese einschneidenden Veränderungen Tausende von Glitzer-Sternchen-Glamour-Themes von Drittanbietern unbrauchbar - was will man mehr? ;)

 via TechCrunch

 Update: Hier steht mein Beitrag, wie man gegebenenfalls wieder zum alten Profil zurückkehren kann!!

 

 

 

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Okt 19

 Es ist noch nicht lange her, dass die Konkurrenz mit MySpace Music mächtig vorgelegt hat. Wer nun gedacht hat, dass Facebook sich auf diesem Feld - Musik - kampflos geschlagen gibt, scheint auf dem Holzweg. 

Wie Mark Zuckerberg nämlich in einem Interview mit der New York Post äußerte, ist Facebook ebenfalls auf dem Weg, einen eigenen Musikdienst auf den Weg zu bringen. Neben iLike, die auch schon zu Facebooks Partnern im sogenannten Great Apps Program sind, gehören auch die Musikdienste iMeem.com, Rhapsody.com und lala.com. Neben diesen Online-Vertretern des Genres bemüht sich Facebook scheinbar aber auch um die großen Major-Label Universal, EMI, Warner und Sony. Muss man meiner Meinung nach auch, wenn man in Sachen Musik eine ernsthafte Rolle spielen will neben MySpace Music.

Ebenso klar scheint mir, dass man MySpace so oder so nicht ohne weiteres den Rang ablaufen kann, was Musik angeht. Ein eigener Dienst müsste demnach auch so attraktiv gestaltet sein - für Werbepartner als auch für die User von Facebook - dass man diesen neuen Service mit einem ähnlichen Paukenschlag launchen kann wie es die Konkurrenz jüngst vorgemacht hat. Nichts wäre unnötiger als ein halbherziger Dienst, der im Wald von Applikationen untergeht.

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Okt 09

 Die blanke Zahlenauflisterei ist mir meistens zu mühselig - sowohl beim Bloggen als auch wenn ich selbst irgendwo mitlese. Ich such mir lieber meine Zahlen selbst aus den dementsprechenden Quellen. Darum handel ich das hier auch nur kurz ab und zwar mit einem Link, einer Grafik und der Frage, ob Facebook jemals am Thron der beiden schlichten Vertreter ihrer Zunft sägen kann. Der versprochene Link führt zu Robert Basic, Ehrenvorsitzender der Agenda Volksnetz ;) Viermal im Jahr liefert die IVW die neuesten Online-Zahlen und viermal im Jahr stürzt sich Robert auf selbige und bröselt sie für uns auf. Akribisch wie immer vergleicht er die jüngsten Ergebnisse und stellt dabei die "Volks"-Netzwerke "meinVZ" und "Wer kennt wen" in den Fokus. 

IVW-Zahlen für August 2008

Gruselig, dass selbst die Lokalisten auf mehr Page Impressions kommen als z.B. MySpace. Apropos MySpace: TechCrunch resümiert, dass iTunes 3 Jahre gebraucht hat um 1 Milliarde Songs zu verhökern, während MySpace nach eigenen Angaben nach wenigen Tagen auf dem neuen Portal MySpace Music bereits über eine Milliarde Lieder gestreamt haben will. Eine Milliarde Songs ist so oder so eine ordentliche Hausnummer, aber mal im Ernst: Gab es da nicht mal diese Geschichte mit den Äpfel und Birnen? Was kann so eine Zahl aussagen? Vielleicht kann man die gewonnenen Werbepartner milde stimmen oder ein nettes Pressetextchen verfassen, aber einen wirklichen Erfolg kann man damit meines Erachtens noch nicht feiern.

Handfester ist hingegen bereits der MySpace-Deal mit Hewlett-Packard: Beide konnten sich auf eine strategische Zusammenarbeit verständigen, die es den MySpace-Nutzern zukünftig ermöglichen wird, noch einfacher die Fotos der MySpace-Profilseiten, -Foto-Alben und -Blogbeiträge auszudrucken, offline zu betrachten und mit anderen Usern zu teilen.

So setzt sich das MySpace-Mosaik Stein um Stein zusammen. Denn schließlich hat man beim Launch von MySpace Music bereits verkündet, dass zukünftig Merchandise und auch der Konzertticketverkauf Teil des Angebotes sein wird und genauso will man mit HP auch beim Foto-Content Umsätze mit Merchandise generieren. Das wird dann so aussehen, dass man sich aus dem nahezu unerschöpflichen Vorrat an auf MySpace hochgeladenen Bildern - derzeit über 4 Milliarden Fotos - seine eigenen Tassen, T-Shirts etc erstellen lassen kann. Ob das das Killer-Feature ist, auf das alle gewartet haben, lass ich mal offen ;)

Wenn ich gerade den Vergleich zu einem Mosaik bemüht habe, muß man vielleicht noch ein weiteres Steinchen ergänzen: MySpace-Besitzer Rupert Murdoch hat nämlich nun auch noch die "restlichen" 49 Prozent an Klingelton-Anbieter Jamba von VeriSign erworben für schlanke 200 Millionen Steinchen. Klingeltöne sollen bei MySpace Music ja bekannterweise auch eine gewichtige Rolle spielen.

Während MySpace also durchaus gewillt ist, neue Wege zu gehen bzw angekündigte Schritte zu vollziehen, ist natürlich auch Facebook nicht untätig. Man beschränkt sich nicht darauf, die eigene Lichtgestalt (gefangen im Körper eines Studenten) auf Welt-Tournee zu schicken. Mark Zuckerberg, der gestern in München gastierte, wird nicht müde zu betonen, dass die oberste Priorität nicht mit Monetarisierung, sondern eher bzw ausschliesslich mit Wachstum zu tun hat. Wachsen um jeden Preis - naja, um fast jeden, denn zum Prozeß mit StudiVZ befragt, macht der Milliardärs-Newbie keinen Hehl daraus, dass es ihm lieber gewesen wäre, sich friedlich mit dem deutschen Studenten-Netzwerk zu einigen. Im FAZ-Interview mit Holger Schmidt äussert Zuckerberg wiederholt, dass er die deutsche Social Network-Krone anstrebt, wenngleich es noch ein, zwei Jährchen dauern könnte, wie er selbst einräumt.

Unterdessen hat man mit amiando den ersten europäischen Facebook Connect-Partner vorgestellt. Sowohl über Facebook-Connect als auch die Partnerschaft zur Event-Plattform amiando hatte ich bereits hier geschrieben. Nach einigen Monaten der Entwicklung konnten die amiano-Macher nun in München das großartige Ergebnis vorstellen und man kann wieder mal erkennen, dass die Portabilität von Daten ein ganz großes Thema wird. Kaufe ich via amiando ein Ticket, kann ich das mit einem einzigen Mausklick in mein ganzes Facebook-Universum herausposaunen und somit Werbung für "mein" event machen. Ich bin sicher, dass hier eine sehr fruchtbare Zusammenarbeit entsteht. 

Ach übrigens - wer sich immer schon gefragt hat, wieso Microsoft einen dreistelligen Millionenbetrag für einen Facebook-Anteil von unter 2 Prozent ausgibt, findet hier vielleicht Antwort. Neben der internen Facebook-Suche kann der Facebook-Nutzer nun nämlich auch via Microsofts Live Search das Netz durchsuchen - allerdings vorerst nur in den Vereinigten Staaten.

 

 

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Sep 30

 In den letzten Tagen haben sich echt eine Menge Leute gemeldet, denen meine Gedanken bezüglich MySpace Music im Speziellen und Online-Musik im Allgemeinen gefallen haben. Vielen Dank dafür - schön zu sehen, dass man diese Dinge nicht nur alleine so empfindet.

Andererseits habe ich aber natürlich nicht wirklich umfassend über alle Varianten berichten können, die uns beim Erwerb von Musik im Netz zur Verfügung stehen. Keine Angst, das soll hier keine ellenlange Abhandlung werden, aber einige Gedanken möchte ich noch dringend loswerden. In einem Kommentar vom TechBanger zu meinem Blogposting wird die These vertreten, dass DRM noch ganz wichtig sein wird für die Zukunft der Musikindustrie. Dabei macht er auch - ganz richtig in meinen Augen - eine wichtige Einschränkung: Die Kundenbedürfnisse müssen erfüllt werden.

Da sind wir noch nicht und - was die Musikflatrates angeht - glaub ich auch nicht, dass wir da sehr schnell hinkommen. Marcel Weiss hat heute bei netzwertig.com einen Beitrag verfasst zum gleichen Thema und hat sich dort die Mühe gemacht, die Shops aufzulisten, die es aufgegeben haben, das DRM-Prinzip weiter zu verfolgen. Der Walmart ist da gleichermaßen jüngstes und auch prominentes Beispiel in einer sicher noch nicht abgeschlossenen Entwicklung. Für diejenigen, die mit dem Stichwort "Walmart" in diesem Zusammenhang nichts anfangen können: golem.de 

Als Walmart-Kunde darf man nun also zusehen, wie man seine bezahlten (!) Downloads in Sicherheit bringt und für andere Abspielgeräte weiterverwendbar macht. Solange man DRM mit diesen Fesseln assoziieren muss, wird sich dieser Weg, Musik zu verkaufen, nicht beim Endverbraucher etablieren können. Statt Musik vertreibt die Musikindustrie also eher Kunden mit dieser Politik. Schön, dass die deutsche Sprache diese doppelt belegte Vokabel parat hat. Was mich zu einer anderen Sprache bringt: Man hat mir mal beigebracht, dass sich das chinesische Wort für "Konflikt" aus zwei Zeichen zusammensetzt: Nämlich dem Zeichen für "Krise" und ebenso dem Zeichen für "Chance". Die anhaltende Krise in der Musikindustrie sollte auch durchaus als Chance verstanden werden. 

Ich hab es neulich schon gesagt: Es handelt sich hier nicht um das böse Internet mit seinen noch böseren Nutzern, die der lieben, armen Musikindustrie an die Wäsche will. Es entstehen unzählige neue Möglichkeiten, weltweit Menschen zu erreichen und statt aktive Verkaufsverhinderung zu betreiben, sollte man sich darauf besinnen, gemeinsam mit Künstlern und Käufern an einem Strang zu ziehen. 

Ich greif jetzt wieder das Beispiel napster auf, weil ich eben speziell mit diesem Portal zuletzt öfters konfrontiert wurde. Dort wird vorgemacht, wie es nun mal eigentlich nicht sein sollte. Mit 6 Millionen Songs und neben den Majors unzählige kleine Companies hat man ein Angebot geschaffen, welches napster zu Recht mit breiter Brust auftreten lässt. Mit einem durchaus vertretbaren Preis für die Flatrate (9,95€ pro Monat) hat man bewiesen, dass man sich auch wirklich damit auseinandergesetzt hat, wie man Musik und Verbraucher zusammen bringen kann. Leider ist man dann aber beim letzten Schritt irgendwie vom rechten Weg abgekommen. Wieso zahl ich 120 Euro im Jahr für Musik, die mir nicht zur Verfügung steht, sobald ich das Abo kündige? Abhilfe kann da die etwas teurere Variante leisten: Für 14,95 Euro erhält man nämlich eine Flatrate-Alternative, die mir zudem garantiert, dass ich die Musik auf "kompatiblen" mp3-Playern abspielen kann. Erklärt mir mal, wieso ich nicht stattdessen lieber auf kostenlose, werbefinanzierte Angebote von last.fm oder roccatune ausweichen soll, wenn mir die Musik eh nicht erhalten bleibt.

Tut mir leid, aber so wird das auch in Zukunft nicht funktionieren. Entweder - und das normale Download-Angebot von napster kann sich durchaus sehen lassen - zahle ich Song für Song, oder ich zahle einen Pauschalbetrag. Aber egal, wie ich mich entscheide: Ich möchte die Musik dann hören, wann ich will, ich möchte sie hören, wo ich will und ich möchte mir ganz sicher keine Gedanken machen, ob und wie und wo ich kompatible Abspielgeräte auftreibe!

Es wird Zeit, dass man sich von den klassischen Mustern verabschiedet. Der Schritt von der LP zur CD war ein durchaus großer, aber nicht ansatzweise zu vergleichen mit dem, was hier gerade passiert. Wo sind die neuen Ideen? Die Innovationen? Aus Gesprächen mit Musikern weiß ich, dass hierzulande mit Tophits mehr Geld mit den Klingeltönen als mit dem eigentlichen Song verdient wird. Das ist eine merkwürdige und für mich unverständliche Entwicklung, aber sie ist nun mal so. Das zeigt aber auch, dass man die alten Zeiten nicht einfach so ins aktuelle Jahrtausend transportieren kann. Klingelton-Disaster schaffen es an die Spitzen der Hitparaden, Musik ist ohne großen Aufwand illegal verfügbar und auch unsere Hörgewohnheiten ändern sich zunehmend. Ich ertappe mich selbst dabei, dass ich viel seltener als früher das Erlebnis CD-Kauf zelebriere. Immer öfter ist eine Single-Auskopplung nicht mehr einer von elf Albumtracks, sondern lediglich eine Verkaufshilfe für ein Produkt, welches - und damit mein ich ein durchschnittliches Pop-Album - mir maximal 3 oder 4 stärkere Songs liefert und daneben eine Menge Ausschussware beinhaltet.

Versteht mich nicht falsch, ich will sicher nicht pauschal den Untergang der Musikkultur herbeirufen oder prognostizieren. Aber es ist in diesen Zeiten nun mal schwieriger, gute Musik herauszufiltern, weil Musik heutzutatge größtenteils eher als Produkt denn als Kunst von der Industrie verstanden wird. Und eben unter diesen Umständen finde ich es inakzeptabel, wenn mir bei meinen ausgesuchten Stücken noch vorgeschrieben wird, wie oft ich sie brennen darf, wo und wie lange ich sie hören darf und mich darüber hinaus teilweise auch noch mit mässiger Soundqualität zufrieden geben muss. 

Es muss also ein Modell her, welches für Musikfans funktioniert. Für den "Ich hör eigentlich alles"-Typ, der damit aber das mainstream-Radio-Gedudel meint, reicht vermutlich wirklich eine aktuelle napster-Flatrate, aber dem nach wie vor riesigen Markt wird die Industrie so sicher nicht gerecht.

Somit bin ich gedanklich auch wieder bei MySpace Music. Keine Ahnung, ob es funktionieren wird und keine Ahnung, wann und in welcher Form wir es in Deutschland überhaupt erhalten, aber der Weg ist der richtige. Merchandising, Klingeltöne, Konzerttickets - damit kann ich doch gewaltige Erlöse erzielen, ohne dass sich der Künstler nach Fertigstellen des Albums auch nur noch ein einziges Mal in die Nähe eines Tonstudios begeben muss. Das zusammen mit grenzenlosem Streaming-Vergnügen und fairen Download-Preisen klingt für mich zumindest nach dem, was bei der aktuellen Lage einem vernünftigen Konzept am nächsten kommt. 

So oder so wird es Zeit, dass was passiert - dieses Paradoxon, dass kleine Labels mit großteils künstlerisch hohem Anspruch (Musik, Design, Formate) den Löffel abgeben und große Labels mit Plastikmusik den Rahm abschöpfen, darf man als Musikfreund so nicht hinnehmen - und dass da irgendwas nicht stimmt, hat man ja immerhin bereits wahrgenommen.

 

 

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Sep 25

 Eines direkt vorweg: MySpace Music ist gestartet, aber wie schon bei Hulu ist es nur in den Vereinigten Staaten nutzbar. Deswegen kann ich hier auch nichts zur Usability, zum Angebot oder irgendwas anderem schreiben, was mit dem neuen Angebot zusammenhängt. Zumindest nichts, was ich selbst beobachtet hätte und mit Screenshots unterlegen könnte.

Toll ist jedenfalls (und so erklärt sich eventuell auch die Verzögerung des Launches um eine Woche), dass man mit EMI nun auch den letzten Big Player ins Boot holen konnte und somit alle Vier - Warner, Universal, Sony und eben EMI - vertreten sind beim vermeintlichen iTunes-Killer. 

Wie man bereits jetzt bei TechCrunch lesen kann, macht MySpace diesen US-only Deal nicht, weil ihnen Europa nicht paßt oder man keinen Bock drauf hat. Viel mehr hat allein das US-Vertragswerk eine Menge Zeit, Energie und Manpower verschlungen, bis man dieses neue Musikpaket festgezurrt hatte. Alle weiteren Länder werden nun Schritt für Schritt beackert und bei der Bedeutung, die der europäische bzw der deutsche Markt für das Musikbusiness hat, bin ich zumindest guter Dinge, dass wir eines der nächsten Länder sein werden, um die sich MySpace bemüht. In wie weit man dann einen Weg findet (oder genehmigt bekommt), um das Portal auch für uns hier nutzbar zu machen, steht natürlich auf einem anderen Zettel.

Aber was dürfen die US-User denn jetzt erwarten und worauf dürfen wir uns zukünftig freuen? Ähnlich wie bei last.fm kann man sich Playlists erstellen und die Songs kostenlos streamen. (Der Satz geht mir jetzt flott von der Hand, vor ein paar Jahren hätte ich vermutlich noch ungläubig gezittert beim Schreiben ;) ) Dank des Deals mit den 4 Majors und den starken Werbepartnern kommt ein solches Angebot zustande. Die Playlists dürfen bis zu 100 Songs beinhalten und können natürlich mit anderen MySpace-Usern geteilt werden. Besonders beliebte Playlists werden via MySpace promotet und darüber hinaus stellt MySpace auch die Top100 meiner Freunde oder auch aller User zusammen.

Aus diesem Pool von über 5 Millionen Songs, die über den Amazon-Shop DRM-frei gekauft werden können, kann ich mir natürlich auch - wie gehabt - meinen Profilsong für meine MySpace-Seite auswählen.

Ohne auf das Handling selbst eingehen zu können, muss ich - auch aufgrund der positiven Berichterstattung jenseits des Teiches - davon ausgehen, dass MySpace der erhoffte große Schlag gelungen ist. Jeder, der damit seine Brötchen verdient, Musik zu streamen oder per Downloads zu verhökern, wird nun ein Auge auf MySpace haben müssen - egal, ob sie last.fm oder iTunes heissen. Man wird nicht von jetzt auf gleich zum iTunes-Thronfolger, so viel sollte klar sein. Aber ich denke schon, dass man einen gewissen Prozentsatz an Kunden ziehen kann von der bislang nahezu unangefochtenen Nr.1.

Na und was für iTunes gilt, muß in diesem Zusammenhang natürlich auch für die hiesigen Angebote wie musicload oder roccatune (hoffe, Dir ist aufgefallen, dass ich im Gegensatz zu Robert roccatune richtig schreibe, Sachar *g*) gelten. Da gilt es künftig, die Claims neu abzustecken, sich von der Konkurrenz durch Leistung, Design, Usability und Service abzusetzen und sich darauf gefasst zu machen, dass mein heutiger Stammkunde morgen schon weg ist, wenn ich nicht jeden Tag aufs Neue wieder zu überzeugen weiss.

Für die Industrie sicher ein harter Kampf, für uns Nutz(nieß)er hingegen eine traumhafte Entwicklung. In den nächsten Tagen werde ich sicher noch einmal ein paar Fakten zusammentragen, die derzeit durch die Medien geistern bezüglich Musik, aber so viel kann man auf jeden Fall jetzt schon resümieren: Scheinbar ist man - wie Robert Basic auch schon ganz richtig feststellt - endlich auf den Trichter gekommen, wie Musikbusiness in diesem Jahrtausend funktioniert. Nach verschenkten Jahren des Lamentierens und des Anprangerns von Käufern und Downloadern (und Geistesblitzen wie das digitale Rechtemarketing) scheint die Musikindustrie so langsam da anzukommen, wo sie schon seit Ewigkeiten hinwill: Beim Kunden!

 

 

 

 

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