Nov 25

Google durchsuchen in Echtzeit

Was über den Suchmaschinen-Giganten nicht möglich ist, bietet nun keaboardr von Julius Eckert. Während man tippt, werden somit schon die Ergebnisse angezeigt und sehr übersichtlich aufbereitet. Im Gegensatz zu Google selbst erhalte ich die Ergebnisse nach der normalen Suche und der Google Blogsearch gegliedert auf der linken Seite und rechts werden zudem Wikipedia, YouTube und die Google-Bildersuche aufbereitet.

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Nov 21

 Der Traum eines jeden Bloggers bzw SEOs: Man gibt einen Suchbegriff bei Google ein und das erste Resultat zeigt Deinen eigenen Content. Mit SearchWiki klappt das nun ohne Weiteres:

Mein Beitrag ist dank SearchWiki auf Platz 1 bei Twitter

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Okt 29

 Was haben Microsoft, Google und Yahoo gemeinsam? Wenn man Microsoft noch ein klein wenig Zeit gibt, dann ist zumindest eine - und sicher nicht unwichtige - Gemeinsamkeit die Unterstützung von OpenID!! Nachdem Microsoft am Montag die Bombe platzen ließ und ankündigte, zukünftig OpenID zu unterstützen, erklärte Markus Spath bei netzwertig.com:

 Von den Grossen bleiben eigentlich nur noch Google und Facebook, die ihre Benutzer-Accounts noch nicht OpenID-fähig gemacht haben. Aber auch das ist nur eine Frage der Zeit.

Entweder hat er gut geraten, seherische Fähigkeiten - oder einfach nur die Zeichen der Zeit erkannt. Denn heute macht die Nachricht die Runde, dass nun auch Google Mail mit an Bord des Single-sign-on-Systems ist.

Wenn Ihr Markus’ Artikel gelesen habt, seid Ihr auch darüber im Bilde, dass OpenID nicht gleich OpenID ist. Es wird unterschieden zwischen "Consumer" und "Provider". Google ist - wenig überraschend - OpenID-Provider. Man wird sich also nicht mit seinem Microsoft-Account bei Google Mail einloggen können. Umgekehrt kann man sich stattdessen mit seinen Google-Daten bei jedem OpenID-Consumer einbuchen. Zoho ist einer der ersten Dienste, bei dem man davon als Google Mail-Nutzer profitieren kann. Zoho, welcher wie Google webbasierte Office-Anwendungen anbietet, hat schon vor Monaten die Anmeldung via Google- oder Yahoo-Accounts genehmigt. Man gibt sich betont offen und möchte dadurch natürlich die Hürden für die Anmeldung so niedrig wie möglich halten.

Stellt sich jetzt die Frage, wie sich Facebook nun weiter verhalten wird. Man feilt weiter emsig am eigenen Facebook Connect-Format und dennoch gibt es nicht wenige Stimmen, die eine Partnerschaft zwischen OpenID und dem größten Social Network der Welt voraussagen. Da MySpace ebenfalls auf den OpenID-Zug aufspringt, sicher keine abwegige Vorstellung.

 

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Okt 23

 Das kommt davon, wenn man unverschämt viele User auf seinem Social Network begrüssen kann: Bei einer dreistelligen Millionen-Zahl an Facebook-Nutzern ist es wenig verwunderlich, wenn sich darunter das ein oder andere Schaf befindet. Noch vor wenigen Tagen hab ich über einen Fall aus England geschrieben, in dem sich ein gehörnter Ehegatte nicht ganz fein mit seiner Frau auseinandergesetzt hat, nachdem er via Facebook erfahren durfte, dass sie sich dort als Single präsentiert.

Jetzt ist ein weiterer Fall bekannt geworden, dieses Mal in Chicago in den Vereinigten Staaten. Ein 25jähriger Mann, der nicht das erste Mal auffällig wurde, hackte einen Facebook-Account und nahm darüber Kontakt zu einem anderen, minderjährigen Facebook-User auf und misshandelte ihn wiederholt sexuell.

Das ist wohl der erste Fall, in dem das Hacken eines Facebook-Kontos Ausgangspunkt einer Straftat war, welch zu einer Verurteilung führte. Die Tatsache, dass ein Social Network am Anfang einer solchen Gewaltkette steht, find ich übrigens nicht weiter verwunderlich. Menschen geben alle möglichen und unmöglichen Dinge von sich preis, vertrauen Menschen, welche sie nie zuvor real gesehen haben, ja verlieben sich sogar nicht selten in Menschen, die sie nie zuvor gesehen haben. Demzufolge musste irgendwann mal so etwas passieren, dem Gesetz der Zahl folgend.

Wenn man von der schönen, neuen Internetwelt schwärmt, die uns alle so toll untereinander vernetzt, uns in Sekunden Nachrichten oder Daten austauschen lässt und uns auch viele andere Dinge ermöglicht, darf man nicht außer acht lassen, dass es auch immer wieder unzählige Personen geben wird, die sich unsere Leichtgläubigkeit, irgendwelche Sicherheitslücken und nicht zuletzt die Anonymität des Internets zunutze machen für ihre Machenschaften jenseits des Erlaubten. 

So wusste jüngst ein Freund von mir - Netzwerkadministrator in einer Software-Firma - von einem Kongreß zu berichten, in dessen Rahmen auch ein Sicherheitsexperte einen Vortrag hielt. Er machte auf eine zuletzt öfter angewandte Einbruchs-Strategie aufmerksam, die immer ihren Ausgang bei Social Networks gefunden haben. Nichts ist doch angenehmer für den Zeitgenossen mit genügend krimineller Energie, als in ein Haus einzusteigen, dessen Besitzer über StudiVZ, Facebook oder MySpace groß angekündigt hat, dass er aufgrund eines Seychellen-Urlaubs in den nächsten 14 Tagen nicht online ist. Ist dieser Mensch in ein örtliches Telefonbuch eingetragen, ist es lediglich die Arbeit von Sekunden, bis der Einbrecher die Adresse ermittelt und sich sogar die exakte Wegbeschreibung ausgedruckt hat. Dank Google-Diensten wie Google Earth, Google Maps und zukünftig auch Street View kann man sogar vor dem heimischen Monitor bereits die Nachbarschaft des ausgesuchten Hauses erkunden.

Statt auf Google zu schimpfen wegen eben jener Dienste, appelliere ich lieber wieder gebetsmühlenartig an die Vernunft der Internetnutzer. Wählt Eure Passwörter sorgfältig aus und Ihr minimiert das Risiko, dass Euer Facebook-Account gehackt wird - und überlegt Euch lieber vorher gründlich, ob Ihr jedes Mal via Statusmeldung zu Raubzügen in Eure eigenen vier Wände einladet.

 

 

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Okt 21

Forestle ist wieder da! Eben kam hier eine Pressemitteilung ins Haus geflattert - Absender: Forestle.org

Wir erinnern uns: Via Forestle konnte man im August - wenn auch nur für kurze Zeit - gleichzeitig das Netz via Google durchsuchen, als auch etwas für den Erhalt des Regenwaldes tun (ich schrieb in meinem Artikel "Bier und Internetsuche" darüber).

Google hat sich aus mehr oder weniger fadenscheinigen Gründen direkt wieder von diesem Projekt zurückgezogen, obwohl innerhalb kürzester Zeit über 30000 Suchanfragen täglich bei Forestle aufliefen, wodurch mehrere Tausend m² Regenwald nachhaltig gesichert werden konnten. 

Mit Znout wurde postwendend eine neue Suchmaschine von Forestle-Macher Christian Kroll an den Start gebracht. Die setzte ebenfalls auf "grüne" Technologien, verzichtete aber auf die Rettung des Regenwaldes. Naja, genauer gesagt verzichtete Znout darauf, mit der Rettung des Regenwaldes zu werben - ich kann mir nach wie vor nicht vorstellen, dass ein nahezu identisches Produkt an den Start gegangen ist mit einem grundlegend anderen Konzept. 

Wie auch immer - das ist alles Schnee von gestern, denn Forestle ist wieder da. Was macht man, wenn man nicht mehr auf die Zusammenarbeit mit Google setzen kann? Genau - man arbeitet mit Yahoo zusammen!

Das hat für uns als Suchende im Internet erstmal den Vorteil, dass man sich die Suchergebnisse optional auch mit Bildvorschau anzeigen lassen kann. Somit haben wir jetzt zwei grüne Alternativen aus einem Haus: Entweder das neugestartete Forestle oder - falls man so gar nicht ohne Google-Suchergebnisse auskommt - Znout, über welches es in der Pressemitteilung heisst:

 

Znout steht für „zero negative output“ und wird ebenfalls vom Forestle-Team betrieben. Bei Znout werden die durch die Suchabfragen verursachten CO2-Emissionen mit den Kauf von Zertifikaten für erneuerbare Energien ausgeglichen.

 

Wie Ihr Euch auch immer entscheidet - fürs Gewissen und für die Umwelt kann ich Euch beide Alternativen ans Herz legen - und ich hab meine ersten Quadratzentimeter Regenwald durch meine Recherchen zum Artikel bereits gerettet ;)

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Okt 17

 Viel wurde und wird geschimpft über Googles Browser Chrome. Teils zu Recht, teils aber auch überzogen. Kein anderer Browser kann bei der Geschwindigkeit mithalten und nachdem er so sensationell aufgeräumt wirkt, tu ich mich schwer damit, gelegentlich wieder auf Firefox zurückzugreifen. Sobald man die Unterstützung von Addons in Angriff nimmt, wird man auch bei Chrome weitere, große Zuwächse verzeichnen können, davon bin ich überzeugt.

Aber wie gesagt: Es gab auch berechtigte Kritik, und die beschränkt sich fast ausschließlich auf Datenschutz und die Sicherheit. Genau da hat Google nun mit als erstes nachgebessert.

In der neuesten Version gibt es z.B. eine weitere Sicherheitsabfrage bei Downloads um der Problematik der ungewollt startenden Viren in Downloads entgegenzuwirken, die direkt nach dem Erscheinen des Browsers als große Sicherheitslücke ausgemacht wurde.

Es handelt sich hierbei jedoch um keine Version, die Ihr unter den normalen Updates findet. Es gibt bei Chrome zwei verschiedene Kanäle, über die man den Browser mit Updates versorgen kann. Einmal den normalen "Beta"-Channel und - den für dieses hier angesprochene Update notwendigen - Dev-Channel. Damit man zwischen den Channels wählen kann, braucht man den Google Channel Chooser.

Bevor Ihr ihn runterladet und auf den Dev-Channel switcht, solltet Ihr Euch aber im klaren darüber sein, dass wir es hier generell mit einem Browser im Beta-Stadium zu tun haben. Der Dev-Channel kann also nochmal eher als der Beta-Channel instabil laufen oder den ein oder anderen Bug mit sich bringen.

Ungeachtet der Browser-Entwicklung hat Google - Datenkritik und Bankenkrise zum Trotz - einen Gewinnzuwachs von 26% verbuchen können und läßt frohen Mutes durchblicken, dass man große Investionen in den Bereichen mobiles Internet, Bannerwerbetechnologien und Firmenlösungen anstrebt in der nächsten Zeit. Google erweckt den Eindruck, als gäbe es keine Zeit zu verschenken!

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Okt 14

 Das Monetarisieren von user-generated-content: Viele haben sich daran versucht, viele Gedanken werden sich zum Thema gemacht und dennoch können die wenigsten ein schlüssiges und bereits heute rentables System vorlegen. Logischerweise arbeitet auch Google an dieser Aufgabe und beschreitet jetzt für sein Videoportal YouTube neue Wege, die Markus Spath bei netzwertig.com auch bereits erörtert hat.

Neben clicktobuy-Links, welche man jetzt bei einigen Videos in den Vereinigten Staaten bei YouTube findet, probiert man sich seit Freitag auch auf einem ganz anderen Feld aus. Es wird nämlich komplette Folgen von verschiedenen TV-Serien via YouTube zu sehen geben, in die der Partner (z.B. die CBS) selbständig mit verschiedenen Werbeformen arbeiten kann. 

Zum noch recht dünnen Angebot gehören einige Folgen der Serien Startrek, Berverly Hills 90210 und auch der sagenumwobene MacGyver ;) Laut GoogleWatchBlog gehört auch die noch recht neue Serie Dexter zum Serien-Portfolio.

Wie so oft sind uns die Kameraden jenseits des Teiches wieder mal einige Schritte voraus. Denn auch dieser schöne Service von YouTube ist vorerst US-Bürgern vorenthalten. 

Dank eines Tipps von chip.de bin ich aber auch hier in good old germany in der Lage, in den Genuß dieser (natürlich im englischen Original vorhandenen) Serienfolgen zu kommen. 

Dazu gehe ich lediglich auf die Seite SoaLeaders und gebe dort in die Suchmaske den Link zu der jeweiligen Folge ein. Für Startrek lautet der Link zur Serienübersicht z.B. Star Trek: The original Series

Link der gewünschten Folge kopieren, bei SoaLeaders einfügen und fertig :)

Neben einer schönen Idee, alte Serien wieder aufzubereiten, ist es Google vielleicht auch damit gelungen, seinem Videodienst finanziell auf die Sprünge zu helfen, denn die Sender können nun zumindest ein Stück des Kuchens für sich beanspruchen, der ihnen derzeit - Bittorent sei Dank - fast komplett durch die Lappen geht. Werden User durch die YouTube-Folgen angefixt, kann man durch geschickt platzierte und auf die Serie ausgerichtete Werbung mit Sicherheit mehr Erlöse erzielen, als wenn man sich jammernd über illegale Downloads äußert. 

Im Gegensatz zum YouTubeBlog, welches vorschlägt, sich durch die alten Startrek-Folgen in Stimmung für den kommenden Kinofilm zu bringen, gehe ich jetzt hier zum Abschluß meines Beitrages den umgekehrten Weg ;) Schaut Euch den Trailer für den Kinofilm an und vielleicht bekommt Ihr Lust, via YouTube die ein oder andere Folge des Originals zu schauen ;)


YouTube Direkt

 

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Okt 07

 …also um ehrlich zu sein: ich ja! Schlimmer noch - dummerweise kann ich mich zumindest schriftlich auch trotz reichlichem Alkoholgenuß noch bestens artikulieren. Was normalerweise eine tolle Eigenschaft sein sollte, verkehrt sich ins Gegenteil, wenn man am nächsten Tag beim Empfänger beweisen möchte, dass man zum gefragten Zeitpunkt nicht im Vollbesitz seiner geistigen Fähigkeiten war. Dümmliche Liebesgeständnisse, wüste Beschimpfungen an Chefs und Treueschwüre an Personen, mit denen man zuletzt vor sieben Jahren Kontakt hatte und es zwischenzeitlich auch keine Sekunde bereut hat - all das könnte nun theoretisch der Vergangenheit angehören, wenn man den gmail-Machern glauben will. Frisch aus den Google-Labs kommt nämlich ein Feature für gmail, welches eben dieses unüberlegte e-mail-Verschicken unterbinden soll.

Wie das funktionieren soll? Ganz einfach - durch Mathematik. Wie schnell könnt Ihr rechnen, wenn Ihr gerade randvoll seid? Eben - hat man sich bei google auch so gedacht. Das Feature namens "Mail Goggles" offenbart sich uns in Form einer Rechenaufgabe, die in einem bestimmten Zeitrahmen gelöst werden muß, damit die e-mail abgeschickt wird. Sagte ich eine Rechenaufgabe? Nein, es sind deren fünf und sie müssen innerhalb von 60 Sekunden gelöst werden. 

Mail Goggles

Voreingestellt ist die Erweiterung so, dass es nur aktiv ist in den Nachtstunden am Wochenende - was der Zeit entspricht, in welcher tendentiell am ehesten solche Versehen ins weite Internet gesendet werden, aber einmal aktiviert, kann man das natürlich in den Einstellungen selbst justieren.

Eine nette Idee - und für mich eine willkommene Einladung, mir Freitag Nacht schön einen einzuschenken - im Dienste der Forschung, selbstverständlich ;)

 

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Okt 03

 Es ist wie mit richtigen Wolken - sie sind irgendwie da, aber nicht wirklich greifbar. Genauso verhält es sich mit dem Cloud-Computing. Immer mehr und öfter wird darüber geredet/geschrieben, dass sich die Zukunft in der "Cloud" abspielen wird. Anwendungen werden nicht auf dem Rechner gestartet, sondern direkt im Netz und meine Daten liegen ebenfalls irgendwo in dieser Wolke statt auf meiner eigenen Festplatte. 

Ich selbst habe schon des Öfteren darüber sinniert, wer der Überflieger sein wird, wenn es darum geht, ein webbasiertes Operating System auf dem Markt zu etablieren und wie es aussehen könnte. Dabei hab ich bislang sowohl Facebook als sehr fortschrittlich ausgerichtetes Social Network als auch das Internet-Schwergewicht Google auf dem Zettel gehabt. Microsoft spielte in diesen Überlegungen eine Rolle für die Internetnutzer, die Michael Jackson derzeit für die Musikfans spielt: Egal, ob man seine Musik mochte oder nicht - viel mehr als mitleidige oder verständnislose Blicke erntet er wohl derzeit nirgends. Ähnlich Microsoft: Einst das Imperium, welches sich weltumspannend auf der großen Masse der Computer durchsetzen konnte und heute ein Unternehmen, welches zwar immer noch das mit Abstand am meisten verkaufte Betriebssystem vertreibt, aber einsehen muss, dass man gleich an mehreren Fronten gewaltig Boden auf die Konkurrenz verliert. Surfen macht am meisten Sinn mit Firefox, gesucht wird via Google, Musik wird mobil auf iPods gehört und den e-mail-Markt teilen sich sowieso mehrere Anbieter. Geblieben ist Microsoft lediglich die Betriebssystem-Domäne. Linux ist sicher, apple ist stylish und Windows wird verkauft. Mag traurig sein für den ein oder anderen, aber das ist die gegenwärtige Situation. 

Schaut man aber - um auf die Cloud zurückzukommen - auf die Gegenwart oder in die nahe Zukunft, dann sieht man, dass Windows auch auf  "seinem" Markt immer mehr die Konkurrenz fürchten muss. Google Mail statt Outlook, Google Texte und Tabellen statt Microsoft-Office-Paket - Google scheint mit unzähligen eigenen Tools erster Anwärter auf den vakanten Web-OS-Thron zu sein, während Microsoft viel zu lange darauf fixiert war, den Dreh- und Angelpunkt des eigenen Kunden auf dem Desktop statt im Netz zu sehen.

Mittlerweile hat aber in Redmond das große Umdenken stattgefunden: Begriffe wie Live Mesh, Skydrive und Live Spaces lassen erkennen, dass man sich auf eine andere Strategie festgelegt hat, welche das Internet in den Mittelpunkt rückt.

Und damit nicht genug: Microsoft-CEO und Gelegenheits-Choleriker Steve Ballmer weilte jüngst in London anläßlich einer IT-Konferenz und verkündete dort, dass man vor "Windows 7" noch ein anderes, ein webbasiertes OS anbieten will. Das vorläufig unter dem Namen "Windows Cloud" angekündigte OS soll bereits in einem Monat angeboten werden. Vermutet wird dazu, dass Microsoft eine der firmeneigenen Konferenzen nutzen werden, die Ende des Monats bzw Anfang November stattfinden. Ballmer hielt sich auch vornehm zurück mit weiteren Informationen, die Aufschluß geben könnten über dieses webbasierte Betriebssystem. Er hat lediglich verlauten lassen, dass es nicht darum geht, Desktop-Apps wie Office ins Netz zu bringen, sondern man möchte Browser-Applikationen auf ein neues, höheres Level hieven. Namentlich erwähnte Ballmer SharePoint, Exchange E-Mail Server und die Dynamics Customer Relationship Management Software. 
 
Jetzt weiß man also, dass Microsoft sich sein Stück vom Internetkuchen nachhaltig sichern will, kann aber noch nicht erahnen, wie exakt das aussehen soll. Ballmer nannte auf dem gleichen Event auch noch Googles Chrome ebenfalls ein von Google geplantes Web-Operating-System, nur um im gleichen Satz klarzustellen, dass es jedoch nach wie vor lediglich auf Windows aufsetzt. 
Liegt Stan Schroeder von mashable wohl richtig, wenn er etwas verwundert feststellt, dass Microsoft noch nie vorher ein Programm gelauncht hat, kurz nachdem man das erste Mal davon gehört hat? Es ist einfach nicht die Microsoft-Firmenpolitik, so vorzugehen. Plötzlich soll alles anders sein? Schroeder geht daher davon aus, dass man in dem angekündigten Monat eher sowas wie eine frühe Alpha-Version zu Gesicht bekommen wird. 
Ehrlichgesagt bin ich da auch mit ihm, kann mir aber nicht vorstellen, dass Microsoft sich so etwas erlauben darf. Also im eigenen Firmeninteresse sollte man sich in Redmond gegenseitig die Daumen drücken, dass Ballmer sich in London nicht etwas zu weit aus dem Fenster gelehnt hat bei seiner Ankündigung.
Ich hoffe derweil, dass es ein durchdachtes Konzept und somit ein ernstzunehmendes Konkurrenzprodukt zu Google ist, weil es wenig sinnig wäre, wenn ein Quasi-Monopolist durch den nächsten abgelöst würde.
Vielleicht wird auch viel zu viel über einen möglichen Wettkampf diskutiert und die Protagonisten Google, Microsoft und auch Facebook verfolgen ganz unterschiedliche Ansätze für ihre Version des Web-OS. Ein wenig wird es noch dauern, bis man diesbezüglich Gewissheit hat, aber zumindest microsoft-technisch wissen wir in einem Monat mehr :)
 
Cloud

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Sep 17

 Über das veränderte Design und die damit verbundene veränderte Funktionalität von Facebook hab ich zB hier oder hier geschrieben und auch auf andere Blogs verwiesen. Soll primär heute auch gar nicht das Thema sein. Facebook scheint eine andere Strategie zu fahren als zB das StudiVZ oder Google.

Wieso ich gerade diese beiden im Grunde Unvergleichbaren nenne? Weil es für das Internet die beiden Extreme sind. Googles Suchmaschine war plötzlich da und eroberte die Welt. Und obwohl Tausende von Blogger-Augen täglich auf die News aus dem Google-Lager gerichtet sind (und Google selbst uns mit den Google Labs auf dem Laufenden hält, was intern gerade erprobt wird) gelingt es den Jungs aus Mountain View, mit einem Paukenschlag einen eigenen Browser zu launchen - wie Phönix aus der Asche.

Na und das andere Extrem ist halt das StudiVZ bzw der VZ-Verbund aus meinVZ, StudiVZ und schuelerVZ. Würde Marcus Riecke sich jemals hierher verirren, würde er wohl müde lächelnd abwinken in der Gewissheit, dass er Deutschlands Nr.1 bei den Social Networks vertritt und dem gegenüber hier nur ein kleiner Blogger mit Hang zur einseitigen, weil parteiischen Berichterstattung hockt. Wäre er etwas objektiver, müsste er sich eingestehen, dass VZ mittlerweile das Synonym für gelebte Innovationsresistenz ist. Wo sich Google tagtäglich überschlägt und selbst überholt, verharrt das VZ in einer Mischung aus Lethargie und Leichenstarre, beobachtet die anderen Networks, um anschließend entweder ähnliche Features für sich selbst direkt auszuschließen oder erst irgendwann später in gehörigem Sicherheitsabstand hinterherzueiern.

Na und strategisch irgendwo dazwischen sortiert sich Facebook ein. Weder machen sie sich im Hauruck-Tempo die Welt untertan, noch könnte man sie auch nur annähernd in eine Ecke mit dem StudiVZ stecken. Bei Facebook wirken die Aktionen immer wie militärische Aktionen. Keine noch so kleine Veränderung passiert zufällig, keine Funktion wird implementiert, wenn sie nicht tausendprozentig durchdacht ist. Irgendwas halt zwischen Stillstand und 7-Meilen-Stiefel. 

Wenn Ihr mich fragt, fährt Facebook mit dieser Gewichtung genau richtig. Facebook versucht bei seinen Weiterentwicklungen stets uns - die User - mitzunehmen.

Ähnlich empfinde ich es, wenn es um das neue Facebook-Design geht: Einfach aufgebaut, logisch strukturiert, intuitiv bedienbar und in seinen Funktionen sowohl gewaltig aufgebohrt als auch auf die Zukunft ausgerichtet, ist es - aus meiner persönlichen Sicht - ein Musterbeispiel für ein modernes Social Network. Erst jüngst hat man das Facebook-Interface einem weiteren "Lifting" unterzogen und verleiht dem User nun noch mehr das Gefühl, es mit einem webbasierten Operating System zu tun zu haben. 

Aber nichts im Leben kommt ohne Licht und Schatten aus: Über "Licht" hab ich ja genügend geredet, wenden wir uns dem "Schatten" zu: Wie jeder Relaunch oder jede Neuausrichtung einer Homepage finden sich auch (oder gerade, im Hinblick auf die riesige User-Schar) Menschen, die mit dem Design alles andere als glücklich sind. Nicht wenige davon organisieren sich derzeit bei Facebook in Gruppen, um auf diese Art für das alte Design zu kämpfen.

Beispiele?

Ich gebe zu, dass ich nicht nachvollziehen kann, wieso man derartig auf die Barrikaden gehen kann wegen eines Designwechsels in einem Social Network, aber es ist nicht von der Hand zu weisen, dass es nach wie vor Bedarf gibt an dem geforderten alten Design - Mitgliederzahlen innerhalb dieser Gruppen von teilweise über 2 Mio. Facebook-Usern sprechen da eine ziemlich deutliche Sprache.

Einen - zumindest vorübergehenden - Ausweg für die Verfechter des alten Designs kann man sich bei TechCrunch aufzeigen lassen. Worum gehts? Installiert Euch einfach die Entwickler-Applikation bei Facebook - dort habt Ihr dann die Möglichkeit, zurück zum alten Design zu switchen - zumindest momentan noch ;)

Alternativ gibt es auch noch eine Greasemonkey-Lösung für Firefox-User. Besser gesagt, es gibt sogar zwei Lösungen und zwar hier und hier.

 

 

 

 

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