Dez 02

Power.comWer weiß auswendig, wie oft ich hier schon über brasilianische Startups berichtet habe? Also ich selbst weiß es nicht so genau, gehe aber davon aus, dass es sich um eine Zahl in der Größenordnung "Null" handeln könnte.

Scheint also sowas wie eine Premiere zu sein, wenn ich hier heute über Power.com schreibe. Power.com ist ein Dienst, der gerne Eure Anlaufstelle werden möchte, wenn Ihr mehr als ein Social Network regelmäßig besucht. Dabei macht man sich den Trend der Global Player wie Facebook, MySpace oder Google zunutze, die ja mehr oder weniger mutig versuchen, ihre "open" oder "connect"-Karten auszuspielen. 

Landing page Power.com

Man meldet sich also dort an - wahlweise mit einem Orkut-, Hi5-, MySpace- oder Facebook-Account - und kann dort dann direkt zumindest ansatzweise erahnen, was man von den großen Social Networks erwarten könnte, wenn man dort nicht nur mit angezogener Handbremse auf innovativ machen würde. Wenn man sich beispielsweise via Power.com bei MySpace und Facebook einloggt, verschmelzen die beiden Social Networks nämlich komplett zu einer Ansicht.

Ich muß allerdings anmerken, dass das noch nicht komplett fehlerfrei gelaufen ist bei meinen ersten Versuchen. Mal fehlten mir die MySpace-Daten oder ich konnte mich bei einem anderen Dienst nicht einloggen.

Apropos andere Dienste: Power.com belässt es nicht bei den vier genannten Netzwerken, sondern kann auch noch eine Menge anderer Services vernetzen, z.B.:

  • YouTube
  • MSN Messenger
  • Bebo

sowie in Kürze:

  • Twitter
  • LinkedIn
  • flickR
  • gmail
  • Skype 

und noch einige mehr.

Den Erfolg von bislang über 5 Millionen Nutzern, die bereits ihre Social Networks via Power.com im Auge behalten, erklären die Betreiber wie folgt:

Power.com works because it doesn’t require the big websites to get together and break down their walls," Vachani stated. "Instead, millions of Power users are breaking down these walls on their own, and experiencing the benefits of Social Inter-networking without waiting for Yahoo, Microsoft, Google, Facebook, and MySpace to all agree.

Genau das könnte auch entscheidend sein in Zukunft - erst recht, wenn die Vorstöße in Richtung Open Social usw ähnlich zaghaft bleiben wie bislang. Alles, was theoretisch irgendwann möglich sein soll im Netzwerk unseres Vertrauens, bietet Power.com bereits. So erhalte ich meine Freundeslisten, anstehende Geburtstage, Statusmeldungen, Fotos usw über eine einzige Homepage, kann von dort aus meinen Freunden Nachrichten schicken (dabei kann man Freunde aus verschiedenen Netzwerken auswählen oder gar alle gleichzeitig anschreiben) und ich kann eine öffentliche Adresse anlegen für ein Netzwerk. So bin ich beispielsweise auf MySpace auch für Leute erreichbar, die dort selbst nicht eingeloggt sind:

A public address is your profile on the social site of your choice that can be accessed by your friends, even if they are not logged in to the site.

Ein weiteres tolles Feature ist die Möglichkeit, über das Top-Menü jederzeit zu meinen angegebenen Netzwerken zu switchen. Unter dem Power.com-Header wird mir nun die ausgewählte Social Network-Profilseite angezeigt:

Power.com - MySpace Support

Diese Vorgehensweise und die Darstellung erinnern mich stark an Skripte für Greasemonkey. Jedenfalls kann ich mit einem Klick direkt wieder zum nächsten Netzwerk switchen oder wieder zurück zu meiner Power.com-Startpage.

Der Service hakt hier und da noch ein wenig, wie ich bereits sagte, aber grundsätzlich finde ich die Idee ziemlich spannend und auch gelungen umgesetzt. Da es sehr komplex ist in seinen Möglichkeiten und es an manchen Stellen noch kleine Macken wie z.B. fehlende Übersetzungen gibt, werde ich die Seite ein wenig weiter beobachten und dann mit Sicherheit noch mal einen Erfahrungsbericht verfassen.

Ach ja - da mir gerade meine beknackte Überschrift wieder einfällt :D :

 

 

Weitere Links zum Thema:

t3n

zdnet

TechCrunch

 

 

 

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Nov 21

 Erst Metallica, dann AC/DC und nun Guns ‘n Roses - gute Zeiten für Freunde der etwas härteren Gangart.

Weder Metallica noch AC/DC haben mit ihren aktuellen Werken ihre Fans enttäuscht und bei beiden hat man lange auf ein Album warten müssen - vor allem auf ein gelungenes. Aber beide Bands können nicht mithalten, was die im Vorfeld gehegten Erwartungen an das neue Material angeht, wenn man es mit Axl Roses’ Kapelle Guns ‘n Roses vergleicht. Wobei "im Vorfeld" in diesem Jahr einen Zeitraum von nicht weniger als 17 Jahren meint. 

Genau so lange nämlich wird bereits über "Chinese Democracy" geredet, getuschelt, gelästert und spekuliert. Längst ist aus der Ankündigung eines Albums ein Running gag geworden, denn so richtig ernsthaft hat mit diesem Album wohl niemand mehr gerechnet.

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Nov 18

Wieder geht es um MySpace und wieder  geht es um die vieldiskutierten neuen Profile. Ich habe zwar bereits grob erklärt, wie man - und das scheint momentan den meisten MySpace-Nutzern unter den Nägeln zu brennen - sein Profil zurücksetzt auf sein altes Design, aber hier laufen so viele Kommentare und e-mails auf, die exakt immer wieder das gleiche fragen, dass ich mir überlegt habe, es noch einmal etwas sauberer auszuarbeiten.

Ich habe mir dabei überlegt, es als eine Art Tutorial anzulegen, welches ich nach und nach erweitere. Vielleicht mache ich in der nächsten Zeit eine how-to-Serie daraus, aber zunächst konzentriere ich mich auf MySpace und Profile 2.0. Solltet Ihr also eine Frage zum Design, zu den Möglichkeiten usw haben, die hier nicht geklärt werden, hinterlasst mir einen dementsprechenden Kommentar oder schreibt mir eine e-mail und ich nehme es dann in dieses Tutorial mit auf.

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Nov 12

 Irgendwie ist momentan alles besser in den Vereinigten Staaten: Während wir Angie haben, bekommen die Obama. Die haben MySpace Music und andere tolle Video- und Musikdienste und wir schauen nur zu. Besser gesagt, wir schauen nicht zu, denn unser Bildschirm bleibt schwarz.

Ähnlich verhält es sich jetzt mit dem allerneuesten Coup aus dem Hause MySpace: Während wir uns in Deutschland mit dem gerade neu gestarteten Profil 2.0 rumschlagen, betritt in den USA eine neue MySpace-Applikation namens Primetime die Showbühne. Das Wort "Show" darf man dabei getrost wörtlich nehmen, denn mit dieser Applikation implementiert MySpace einen Mediaplayer, der sich gewaschen hat und der den Zugriff auf den kompletten Hulu-Content gewährt.

Hulu.com ist Rupert Murdochs Gegenentwurf zu YouTube und bietet in hoher Qualität viele US-Serien wie Heroes und die Simpsons und auch Kinofilme wie z.B. Ice Age2 und Die Hard 4.0. Im Grunde hätte es bei dem Namen Murdoch auch niemanden wirklich verwundern dürfen, dass es zu dieser Zusammenarbeit kommt.

MySpace primetime

Wie Ihr auf dem Screenshot seht, könnt Ihr den Player nicht nur auf dem Profil einbinden, sondern ihn auch auf Eurer persönlichen MySpace-Seite nutzen. Das sowieso schon erfolgreiche Hulu könnte mit diesem Schritt noch mehr an Relevanz gewinnen - und für MySpace ist es ohne Frage sowieso eine großartige Geschichte. Zumindest, was die amerikanischen User angeht. 

Man macht sich bereit für die Social-Network-Schlacht gegen Facebook und mit MySpace Music, Primetime und Profile 2.0 scheint man da auch alles andere als schlecht aufgestellt. Auch dem Hulu-Konkurrenten YouTube kann man damit ein wenig den Wind aus den Segeln nehmen, der jüngst noch mit dem MGM-Deal für Furore sorgte.

Während man hinter Facebook "nur" noch das zweitgrößte Social Network ist, kann man auf der finanziellen Ebene das Zuckerberg-Konstrukt klar auspunkten. Facebook ist nämlich - wie so ziemlich alle Netzwerke (mit Ausnahme vielleicht von xing) - noch ziemlich ratlos, wie man Userzahlen in dreistelliger Millionenhöhe zu Geld machen kann. Rechnet man zu den oben bereits genannten Angeboten von MySpace jetzt auch noch die Zusammenarbeit mit Auditude hinzu, kann man auf ein recht ansehnliches Monetarisierungspaket verweisen, welches man Medienmogul Rupert Murdoch hat schnüren lassen.

Wäre halt nur schön, wenn man solche Dinge auch mal weltweit auf die Kette kriegen könnte - sonst muß ich echt mal umziehen in nächster Zeit ;)

 

 

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Nov 11

Nimbuzz

Erst gestern gab es die neuesten Zahlen der IVW, die belegen, dass der ins Taumeln geratene Social Network-Riese StudiVZ sich wieder stabilisiert hat.

Die Klickzahlen erholen sich wieder und obwohl sich wer-kennt-wen mittlerweile schon ziemlich auf Augenhöhe befindet mit dem StudiVZ, kann man im Verbund StudiVZ/meinVZ/schuelerVZ weiterhin ganz klar die Marktführerschaft behaupten. Wer sich spezieller dafür interessiert, wie es um die "Volks"-Social Networks bestellt ist, sollte sich unbedingt Roberts Beitrag bei Basic Thinking dazu durchlesen, der wieder mal die allgemein ausgerichteten Netzwerke in den Mittelpunkt seiner Recherche gerückt hat. Bei den Volksnetzwerken kann man für den abgelaufenen Monat Oktober erkennen, dass meinVZ mittlerweile an der Position der Lokalisten kratzt, beide aber meilenweit hinter wer-kennt-wen zurückliegen.

Was das StudiVZ heute aber eigentlich für mich interessant macht, ist der Partner namens Nimbuzz. Der für den VZ-Plauderkasten verantwortliche Dienst war schon mal Thema bei zweipunktnull in meinem Artikel "StudiVZ macht mobil - mit dem Plauderkasten". Ich will ja nicht auf den Putz hauen (hmm, eigentlich doch ;) ), aber bereits in diesem Artikel vermutete ich, dass das wahre Highlight am Plauderkasten ist, dass es von Nimbuzz bereitgestellt wird (und somit für die mobile Entwicklung des VZs noch entscheidend wird).

Nimbuzz unter WindowsDieses holländische Startup weiß dadurch aufzufallen, dass man eine Applikation entwickelt hat, welche neben unzähligen Social Networks wie Facebook und MySpace auch Messenger wie Jabber, ICQ, MSN und Skype miteinander vernetzt und in einem einzigen Fenster aufbereitet.

Auf dem nebenstehenden Screenshot seht Ihr die Windows-Version von Nimbuzz. Wesentlich interessanter - Multimessenger gibt es ja nun doch schon einige - ist allerdings die Ausrichtung auf mobile Geräte.

So ist die Nimbuzz-Software in verschiedenen Versionen für S60 oder als Java-Applikation erhältlich und mittlerweile auch für Windows mobile. Insgesamt werden bereits über 1000 verschiedene Handy-Fabrikate unterstützt. An der Unterstützung für das iPhone arbeitet man derzeit noch.

Man bietet aber nicht "nur" einen Chat-Client für Mobiltelefone an, sondern schließt in sein Rundumpaket um die Kommunikation auch kostenlose mobilVoIP-Gespräche, Gruppen-Chats und Dateiversand mit ein.

Heute nun erhielt ich eine Pressemitteilung von Nimbuzz, in welcher erklärt wird, dass man mit dem heutigen Tag offziell eine erste kommerzielle Partnerschaft - eben mit dem StudiVZ - eingeht. Diese schließt ausdrücklich neben dem VZ-Plauderkasten auch die mobile Unterstützung für das Social Network ein. 

Somit kann ich als StudiVZ-Nutzer nun auch via Handy sehen, welche meiner Online-Freunde gerade eingeloggt sind und mit ihnen in Kontakt treten. 

Die dazu nötigen Web- und Mobilclients für die StudiVZ-User gehen heute an den Start. Allerdings konnte ich die Download-Seite unter StudiVZ nicht ausfindig machen - vielleicht passiert das erst im Laufe des Tages. Aber die Clients könnt Ihr ja eh auf der Nimbuzz-Seite downloaden und dort finden sich dann auch noch viele weitere Infos über Nimbuzz.

Die Installation auf dem Handy ging übrigens kinderleicht, aber wie auch Mike Butcher von TechCrunch bin ich nicht sicher, ob die Applikation für eine Mobil-Anwendung nicht etwas zu groß geraten ist.

Sobald ich mir eine mobile Flatrate zugelegt habe, werde ich Nimbuzz noch einmal ausführlicher unter die Lupe nehmen. Optimistisch stimmt mich die Ankündigung, dass weitere Netzwerke folgen werden. Das StudiVZ würde für mich nämlich nicht gerade das Buchen einer mobilen Flatrate rechtfertigen ;)

Das StudiVZ verspricht sich durch diesen Deal natürlich auch weitere Einkünfte, wie der neue VZ-CEO Dr. Clemens Riedl verlauten läßt:

Die eindrucksvolle Lösung von Nimbuzz bietet uns nicht nur eine zusätzliche Einkommensquelle, sondern ermöglicht die nahtlose Erweiterung unseres Produkts, um die Echtzeit-Kommunikation auf unserer Plattform und auf dem Mobiltelefon zu ermöglichen.

Weiter heißt es dazu in der Pressemitteilung:

Durch die Partnerschaft mit StudiVZ geht Nimbuzz eine Abmachung über die Einnahmeaufteilung für die Einkünfte aus Werbeanzeigen ein, die als Bestandteil der Werbungsmöglichkeiten der sozialen Netzwerke verkauft werden.

Das - gerade von mir - vielgescholtene StudiVZ macht heute einen kleinen Schritt in Richtung Monetarisierung und einen erheblich größeren in Richtung mobiles Internet. Auf diesem Weg könnte sich also die Geschichte in Deutschland wiederholen und erneut das StudiVZ den technisch anspruchsvolleren Netzwerken davonziehen.

Es bleibt allerdings nun abzuwarten, welchen Weg Nimbuzz einschlagen wird. Behandelt man StudiVZ wie einen Premiumpartner oder stehen diese Entwicklungen in der gleichen Form auch für Facebook, MySpace und Co an? Sollte letzteres der Fall sein - was ich natürlich hoffe - wird es für das StudiVZ schwierig, sich auf lange Sicht den Social Network-Thron sichern zu können. (Wenngleich ich von einem entgültigen Abgesang hier vorläufig noch absehen möchte im Gegensatz zu Blogger-Kollege Uwe)

Ich kann natürlich die Funktionalität von Nimbuzz nicht beurteilen, ohne es in der mobilen Version getestet zu haben, aber gesetzt den Fall, dass der Client stabil läuft und alle Features funktionieren, dann könnte sich Nimbuzz zu einem echten Schwergewicht entwickeln auf einem Markt, der noch nahezu unerschlossen ist.

 

 

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Nov 09

 Vor einigen Tagen hab ich den Ereignissen mal ein wenig vorgegriffen und habe mein MySpace-Profil mithilfe der kanadischen MySpace-Seite bearbeitet. Dafür, dass ich nur wenige Minuten investiert habe in den Profil-Umbau, war ich echt zufrieden damit, was sich geändert hat. Dazu muß man natürlich auch sagen, dass ich eh nicht der Freund von diesen unzähligen vorgefertigten Glitzer-Blink-Designs bin und lieber selbst am Design bastel. Jetzt kann man diese Option auch in Deutschland wahrnehmen, und anhand von e-mails und Kommentaren im Blog kann ich davon ausgehen, dass auch tatsächlich eine Menge Leute neugierig sind auf dieses neue Feature.

Statt euphorischen Jubelschreien gibt es aber eher Enttäuschung, Wut und den Wunsch, ganz schnell wieder das alte Profil zurückzubekommen und ausgerechnet das scheint auf den ersten Blick eine nicht leicht zu nehmende Hürde zu sein. 

Es ist klar, dass es nicht auf Anhieb auf ungeteilte Begeisterung stößt, wenn sich das Design eines über Jahre vertrautem Angebotes ändert, das mussten schließlich auch andere Netzwerke wie Facebook oder last.fm erkennen, denen der scharfe Wind des Protestes entgegenwehte. In diesem Fall muß man allerdings sagen, dass man MySpace nicht mit den obengenannten Networks vergleichen kann. Das individuelle Design mag oftmals augenkrebserzeugend sein, de fakto mögen aber unzählige MySpace-Nutzer genau aus diesem Grund dieses Social Network. Es gibt eine Vielzahl von oftmals auch echt toll designten Profilen, die man kinderleicht in seine Seite einbinden kann. Während Facebook beispielsweise - ähnlich wie MySpace ja auch - hauptsächlich im funktionellen Bereich nachgebessert hat und so das ursprüngliche Layout logisch weiter entwickelt hat, fallen bei MySpace mit der Umstellung auf Profile 2.0 hunderttausende Profil-Layouts weg und können nur durch eine Handvoll vorgegebener Styles ersetzt werden. 

Logischerweise kann man - auch ohne HTML-Kenntnisse nun sehr individuell an dem Design arbeiten, Fakt ist aber, dass sich viele MySpace-User nicht lange in dieses Layout-System reinfuchsen wollen, sondern gerne Ihr altes Profil behalten oder bestenfalls modifizieren möchten. Ich schätze mal, dass es eine Weile dauern wird, bis es eine vernünftige Zahl an vorgefertigten 2.0-Layouts gibt. Bis es so weit ist, ist also guter Rat teuer.

Ich kann denjenigen, die mit dem Switch auf Profile 2.0 liebäugeln nur raten, dass man sich die notwendige Zeit nimmt, um sich mit dem neuen System vertraut zu machen. Ich finde es sehr logisch aufgebaut, intuitiv zu bedienen und man kann durchaus gute Ergebnisse in kurzer Zeit erzielen. Solltet Ihr allerdings an Eurem alten Design hängen, öfters auf neue vorgefertigte Themes zurückgreifen oder aus x-beliebigen Gründen keine Lust haben, Euch mit der Gestaltung des Layouts auseinanderzusetzen, dann wartet vielleicht noch mit dem Wechsel. Derzeit kann ich noch nicht sagen, wie lange man auf beide Möglichkeiten zugreifen kann, aber man kann davon ausgehen, dass es wie bei der Konkurrenz auch nur eine Übergangszeit ist und man in Zukunft nur noch mit der Version 2.0 auskommen muss.

Wer es allerdings ausprobiert und angesichts des verheerenden Ergebnisses die Hände über dem Kopf zusammenschlägt, gibt es momentan zumindest noch die Möglichkeit, zum alten Profil zurückzukehren. Ich muss zugeben, dass man diese Funktion aber wesentlich besser und deutlicher hätte platzieren können, denn auf den ersten Blick ist sie alles andere als eindeutig zu erkennen.

Falls Ihr also in dieser unangenehmen Situation seid, ein komplett unbefriedigendes Profil angelegt zu haben, der klickt in der Menüleiste auf "Profil bearbeiten". Oben rechts findet sich ein Link namens "anpassen". Wenn man darauf klickt, kommt man in den Editor und der bietet - ebenfalls oben rechts - die Option "Zurücksetzen". Mit einem Klick darauf sollte dann alles wieder beim alten sein - toi toi toi ;)

 Update: Hier steht mein ausführlicher Beitrag, wie man gegebenenfalls wieder zum alten Profil zurückkehren kann!!

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Nov 03

 Nein, es gibt nichts wirklich Neues zu vermelden vom StudiVZ, seitdem Marcus Riecke von Bord gegangen ist. Keine feindliche Übernahme durch Facebook, kein Innovations-Schub und auch sonst nicht viel Neues. Ein paar Dinge könnte man aber zumindest erwähnen, was das VZ angeht: So funktioniert der VZ-Plauderkasten - also das interne Chat-Modul - nun auch für meinVZ-User. Wie es jedoch beim SchuelerVZ aussieht, kann ich nicht sagen. Nutzt eigentlich irgendeiner von Euch den Plauderkasten? Oder hab ich gar keine VZ-Nutzer unter meinen Lesern? *g*

Dann bin ich vorhin durch den Netz-Wertiger Marcel Weiss über so was wie ein StudiVZ-Doodle gestolpert. Doodles kennt man z.B. von Google - an Feiertagen wird das Google-Logo grafisch an das jeweilige Ereignis angepasst, wie vor wenigen Tagen anläßlich Halloweens. Allerdings bin ich gerade nicht ganz sicher, welchen Zweck das StudiVZ-Doodle erfüllen soll. Ich hab schon spekuliert, ob heute eventuell der Welt-Clown-Tag sein könnte, aber seht selbst:

 StudiVZ-Doodle

Ebenfalls noch recht frisch im Netz ist die Web-Soap der VZ-Jungs. Auf den Spuren von MySpace wandelnd, hat man nun ebenfalls eine Serie an den Start gebracht, die es mittlerweile auf 3 Folgen von jeweils ca. 5 Minuten bringt. Ich kann bislang noch nicht wirklich erkennen, was für ein Handlungsfaden sich durch die Serie mit dem Namen "Pietshow" ziehen soll. Von reinem Studenten-Klamauk bis zu Akte X-Anleihen reicht die Bandbreite dieser ersten Folgen. Die Darsteller - jeweils zwei Mädels und zwei Jungs, die Tür an Tür wohnen - gefallen mir jedenfalls wesentlich besser als dieses unterirdische Gestammel, welches es bei den Candy Girls en masse gibt. Wie gesagt - man sieht noch nicht so richtig, wo es hingehen soll, aber man kann es sich durchaus anschauen - und die Musik in den Folgen ist auch recht nett ;)

 

 

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Nov 03

 Stell Dir mal vor, Du lädst urheberrechtlich geschützte Videos hoch und keinen störts. Klingt unrealistisch? Bald vielleicht nicht mehr, wenn sich das Modell durchsetzt, mit welchem MySpace, Auditude und MTV jetzt an den Start gehen. Auditude liefert die technischen Voraussetzungen, MTV den Content und MySpace die Plattform. Aber wie soll das Ganze funktionieren?

Eigentlich ist die Idee mehr als simpel, dank der Software von Auditude. Ähnlich dem Prinzip, mit dem YouTube seinen Content nach widerrechtlich hochgeladenen Videos durchforstet, um sie direkt zu sperren, geht man auch mit dem Auditude-System vor. Mit dem kleinen, aber feinen Unterschied, dass die Videos nicht gesperrt oder gelöscht werden. Stattdessen blendet Auditude ein, aus welcher Show der Ausschnitt stammt und bietet neben anderer, natürlich auf das Video ausgerichteter Werbung, einen Link zu einem Onlineshop, bei welchem man die komplette Sendung käuflich erwerben kann. Erinnert mich spontan ein ganz klein wenig an lala.com: Während dort in Kauf genommen wird, dass illegal erworbene Musik die Cloud erreicht, wird die TV- bzw Videoindustrie hier nun akzeptieren, dass ihr Content ins Netz gestellt wird. MySpace wird das nun testen und kann dazu auf Content von MTV Networks zählen, was Material von Comedy Central mit einschließt. 

Angeblich kann Auditude bereits über 250 Millionen Videos der letzten vier Jahre erkennen, so daß man bei erfolgreichem Test mit MTV darauf hoffen kann, dass das Prinzip auch für weitere Sender interessant wird. 

Die Frage ist natürlich, ob ich eine komplette Show kaufen möchte, nachdem ich mir ein Video auf MySpace angeschaut habe. Der Tokio Hotel-Fan, der sich den Auftritt seiner Helden bei "Wetten dass…" auf MySpace reinzieht, wird sicher meilenweit davon entfernt sein, sich gefühlte 6 Stunden Familienunterhaltung mit Thomas Gottschalk gegen Kohle auf seine Festplatte zu ziehen.

Aber davon abgesehen stimmt die Grundtendenz: Es wird nicht mehr versucht, jeden Internetnutzer und dessen Handeln zu kriminalisieren. Mittlerweile arbeitet man tatsächlich konstruktiv an Lösungen, die allen Seiten weiterhelfen können. So viele Köpfe kann man nämlich seitens der Wirtschaft  gar nicht abschlagen, wie an anderer Stelle im Netz neue nachwachsen. Also fügt man sich in sein Schicksal - der Content erreicht das Netz so oder so - und versucht stattdessen, Geld mit diesem Material zu verdienen.

Wenn dieses Beispiel Schule macht, könnten tatsächlich alle profitieren: MTV verdient zusätzliches Geld ohne einen zusätzlichen Cent in die Hand nehmen zu müssen, MySpace muss sich keine Gedanken um seinen Content und dessen Verweildauer auf der Plattform machen und wir Nutzer sind in der glücklichen Lage, kostenlos auf das Video zuzugreifen und zusätzlichen Mehrwert käuflich erwerben zu können. Klingt fast zu schön, um wahr zu sein - bleibt abzuwarten, ob dieses Modell sich in der Praxis auch bewähren kann.

Mehr dazu findet Ihr auf TechCrunch, mashable und RWW.

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Okt 27

 MySpace hat dieses Jahr spätestens erkannt, dass sich Einiges am Look and Feel des großen Social Networks ändern muss - und so hat man sich an die Arbeit gemacht und an der Usability-Schraube gedreht Anfang des Sommers. MySpace war dadurch einfacher/intuitiver zu bedienen, wenngleich sich an der eigentlichen Profil-Seite der User dadurch nicht viel verändert hat. 

Jetzt ist man bei MySpace bereit, die nächste Stufe zu zünden: Eigentlich ist man es ja hierzulande mittlerweile gewöhnt, dass Neuerungen erstmal nur US-weit zu bestaunen sind. Dieses Mal geht man einen anderen Weg und hat die Kanadier als das Testvolk für das MySpace Profile 2.0 auserkoren. Das heisst, dass bis auf weiteres nur Kanada in den Genuss des neuen Layouts kommt.

Naja, nicht ganz - denn über Umwege kommt auch der Weltbürger zu seinem Design-Recht, der nicht gerade das Glück hat, zwischen den USA, Alaska und Grönland eingekesselt zu sein. Ihr könnt Euch entweder direkt via MySpace Canada einloggen, oder Ihr stellt einfach in Eurem Account das Herkunftsland um, und schon sind auch wir Internetnutzer des alten Europas in der Lage, uns die neuen customize-Bausteine anzuschauen.

MySpace Profile 2.0

Im normalen Interface kann ich jetzt den Link auswählen, um zum Profile 2.0 zu gelangen. MySpace betont dabei, dass man ohne weiteres zurückkehren kann zu seinem alten Layout. Ich würde aber an Eurer Stelle lieber auf Nummer sicher gehen und ein Backup des alten Layouts machen. Bei sowas trau ich diesen Brüdern nie ;)

Upgrade to Profile 2.0

Wenn wir uns nun dort reinklicken, erkennen wir erstmal ein großes, breites Fenster mit einigen Optionen:

Theme-Auswahl im MySpace Profile 2.0

Als erstes kann man sich also eines von verschiedenen Themes auswählen. Wer das nicht möchte, kann auch "no theme" oder das Standard-Theme auswählen.

Als nächstes hat man die Möglichkeit aus verschiedenen Layouts seinen Favoriten zu küren. Ihr habt die Möglichkeit zwei verschiedene Breiten auszuwählen oder per Einstellung "100%" dafür zu sorgen, dass auf jedem Monitor, egal wie groß oder klein, Euer Layout ohne Scrollen zu sehen ist. Darunter finden sich dann die verschiedenen Layout-Optionen. Die Basis-Info - und das finde ich sehr wichtig - ist jeweils das erste, oberste Modul. Somit bringt man schon mal etwas Kontinuität in das Design, egal welche Grafik-Massaker man jeweils später noch anrichtet ;)

Profile 2.0 - Advanced Edit

Die dritte Auswahlmöglichkeit nennt sich "Advanced Edit" und wie der Begriff schon sagt, findet man hier die Spielwiese für den erfahreneren Social-Network-Nutzer. Hier kann ich mir für die Bereiche

  • Background
  • Content
  • Modules
  • Module Headers
  • Module Bodies

meine jeweiligen Farben, Hintergrundbilder, Schriftarten, -farben und -größen auswählen und wenn ich möchte, kann ich per CSS direkt meine Programmierkünste zum besten geben.

Meine einzelnen Module kann ich ebenfalls per Grafik-Menü auswählen, indem ich sie einfach an- oder ausknipse und ich kann sie dann im unteren Bildschirmbereich nach Lust und Laune per drag and drop da plazieren, wo sie meiner Meinung nach am meisten Sinn machen. Ich weiss nicht, ob das jemand von Euch bestätigen kann, aber via Google Chrome hatte ich bei dieser drag and drop-Funktion so meine Probleme. Im Firefox lief es jedenfalls einwandfrei.

Sehr gelungen finde ich die Möglichkeit, in jedem einzelnen Modul fein justieren zu können, wer auf einen bestimmten Bereich zugreifen kann. So kann man die einzelnen Bereiche für alle sichtbar machen, nur für seine Freunde, für ausgewählte Freundeslisten oder sogar nur für sich selbst. Auch den Content der einzelnen Module kann ich aus dieser Maske heraus schnell bearbeiten.

 Dass aus dieser veränderten Profil-Erstellung nicht zwingend ein ansehnliches Profil erwächst, könnt Ihr auf meinem MySpace-Profil erkennen ;) Ich möchte dazu aber noch ergänzen, dass ich es ziemlich schnell zusammengezimmert habe, um die Funktionen einmal durchzuchecken. Besserung augenkrebstechnisch ist also gelobt ;)

Ich bin jedenfalls gespannt, ob wir in Zukunft dadurch wieder schönere Seiten zu betrachten bekommen auf MySpace. Mir gefällt es jetzt schon sehr gut, wenngleich ich das Gefühl nicht loswerde, dass sich MySpace 2.0 irgendwie an Facebook 1.0 orientiert. Es ist kinderleicht zu bedienen, es lassen sich auch ohne Programmierkenntnisse tolle Ergebnisse erzielen - und voraussichtlich werden durch diese einschneidenden Veränderungen Tausende von Glitzer-Sternchen-Glamour-Themes von Drittanbietern unbrauchbar - was will man mehr? ;)

 via TechCrunch

 Update: Hier steht mein Beitrag, wie man gegebenenfalls wieder zum alten Profil zurückkehren kann!!

 

 

 

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Okt 19

 Es ist noch nicht lange her, dass die Konkurrenz mit MySpace Music mächtig vorgelegt hat. Wer nun gedacht hat, dass Facebook sich auf diesem Feld - Musik - kampflos geschlagen gibt, scheint auf dem Holzweg. 

Wie Mark Zuckerberg nämlich in einem Interview mit der New York Post äußerte, ist Facebook ebenfalls auf dem Weg, einen eigenen Musikdienst auf den Weg zu bringen. Neben iLike, die auch schon zu Facebooks Partnern im sogenannten Great Apps Program sind, gehören auch die Musikdienste iMeem.com, Rhapsody.com und lala.com. Neben diesen Online-Vertretern des Genres bemüht sich Facebook scheinbar aber auch um die großen Major-Label Universal, EMI, Warner und Sony. Muss man meiner Meinung nach auch, wenn man in Sachen Musik eine ernsthafte Rolle spielen will neben MySpace Music.

Ebenso klar scheint mir, dass man MySpace so oder so nicht ohne weiteres den Rang ablaufen kann, was Musik angeht. Ein eigener Dienst müsste demnach auch so attraktiv gestaltet sein - für Werbepartner als auch für die User von Facebook - dass man diesen neuen Service mit einem ähnlichen Paukenschlag launchen kann wie es die Konkurrenz jüngst vorgemacht hat. Nichts wäre unnötiger als ein halbherziger Dienst, der im Wald von Applikationen untergeht.

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