Sep 18

 Mir als Metallica-Gelegenheitshörer wäre es vermutlich nicht in Tausend Jahren aufgefallen - viele Hardcore-Fans (im eigentlichen und übertragenen Sinne) jedoch trauten ihren Ohren nicht, als sie sich das nagelneue Metallica-Album "Death magnetic" zu Gemüte führten.

Viel zu schwammig, viel zu matschig würde es klingen. Es gibt sogar eine Petition, die sich mit der Forderung einer neuen Abmischung des Albums befasst - über 6000 Fans haben schon unterschrieben und selbst Ted Jensen, der das Album gemastert hat, ist dieser Meinung. Weitere Bestätigung finden die Kritiker ausgerechnet in einem Computerspiel. In verschiedenen Blogs wird nämlich derzeit diskutiert darüber, dass die Download-Version des Metallica-Albums für das Spiel "Guitar Hero" besser klingen soll als das auf CD erhältliche Werk. Diese Grafik scheint diese Theorie zu stützen - unten seht Ihr die CD-Version, darüber die Guitar Hero-Variante:

Metallica

Wenn ich Manager von Metallica wäre, würde ich dafür sorgen, dass Käufer der CD den Guitar Hero-Download entweder gratis oder zumindest stark vergünstigt erwerben können - wäre zumindest fair, oder?


YouTube Direkt

via Netzwelt

Robert Smith, der charismatische Sänger von The Cure, ist stinksauer: Die neue 5-Track EP "Hypnagogic States" - der Appetizer zum neuen The Cure-Album - soll bei iTunes unverschämte 10 Euro kosten. Auf der Band-Homepage wettert er laut gegen den Download-Platzhirsch und fordert die Fans auf, nicht bei iTunes zu kaufen, solang dieser Preis nicht niedriger angesetzt wird. Hier ein Ausschnitt aus seiner Mitteilung an die Fans:

The Cure

Scheint jedenfalls gewirkt zu haben: Die Preise wurden gesenkt!

Nachdem das US-Musikportal Pandora aufgeben wird, blüht nun auch erstmals last.fm Ärger: Laut Musik-Rechteverwalter FineTunes nutzt last.fm nämlich die FineTunes-Musikpalette bereits seit Jahren, ohne die nötigen Zustimmungen dafür erhalten zu haben. FineTunes, deren Aushängeschild u.a. Die Ärzte sind, gehen davon aus, nur noch mit Abmahnungen ihr Recht geltend machen zu können.

 

 

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Aug 24

 

Dass ich riesiger last.fm-Fan bin, hab ich vermutlich schon mal hier erwähnt. Aber das ist ja nicht das Ende der musikalischen Fahnenstange. Wenn ich für mich persönlich resümiere, wo und wie ich am meisten Musik kennengelernt habe im Netz bzw wo ich mich am meisten mit Musik auseinandergesetzt habe, dann verbinde ich das mit zwei Plattformen: Eben bereits erwähntes last.fm und auch MySpace. Ich halte es nach wie vor für einen der größten Trümpfe von MySpace, sich zu einem sehr frühen Zeitpunkt um Bands und Musiker bemüht zu haben. Im Gegensatz zu Facebook ist jeder große Künstler bei MySpace entweder selbst oder durch unzählige Fanpages vertreten und auch für die unbekannten Künstler ist es eine sensationell einfache Möglichkeit, seine Musik einem großen Publikum anzubieten. Während bei Facebook, die mit ilike als Premiumpartner versuchen, dort halbwegs mit MySpace mitzuhalten, kann man bei anderen Social Networks nicht annähernd sowas wie eine Strategie erkennen, den Markt "Musik" (oder auch Film) in die eigene Plattform einzubinden.

Ich würde aber last.fm und MySpace nicht als Konkurrenten bezeichnen. Da gibt es einige andere, die eher last.fm das Wasser abgraben könnten.

Recht frisch dabei ist blip.fm, welches wirkt wie ein last.fm/twitter-mashup. Man sucht sich einen Song (schade, dass die interne Suche nicht auf so sehr viele Songs zugreifen kann), und "twittert" anschließend Artist+Songname und einen Kommentar dazu. Ist eine schöne Idee eigentlich, aber über kurz oder lang wird last.fm sicher selbst eine Microblogging-Funktion aufbieten. Bis es soweit ist, kann man sich mit einer Applikation behelfen, die automatisch die "geliebten" Songs twittert. Das sieht dann so aus:

Lastfm to twitter

Wie Ihr seht, werden neben den Hash-Tags "lastfm" und "love" auch Künstler und Songtitel genannt und hintendran gibt’s dann noch den Link, der zum Song bei last.fm führt. Ist ein nettes Zusatz-Feature, bei dem man sich aber darüber im Klaren sein sollte, dass es den Followern eventuell übel aufstoßen könnte, wenn man alle 3 Minuten oder gar öfter einen Tweet mit einem geliebten Titel absendet. Sollte sowas mal direkt über last.fm möglich sein, hoffe ich, dass man dafür einen Extra-Button einbaut. Besser noch wäre eine Funktion wie bei blip.fm, wo man den gehörten Song gleich auch noch mit einem Kommentar versehen kann.

Während blip.fm aber eher ein Microblog mit Schwerpunkt Musik ist, gibt es für last.fm durchaus auch ernstzunehmendere Konkurrenten. Sowohl last.fm als auch MySpace müssen um die Vorherrschaft bei den Musik-Communities gegen imeem bestehen. Wie zB bei readwriteweb berichtet, holt imeem zum ganz großen Schlag aus. In den Vereinigten Staaten ist man hinter Facebook und MySpace bereits das größte Social Network und nach den neusten Zahlen auch die größte Music-Streaming-Geschichte klar vor last.fm. 65000 Neuanmeldungen täglich(!) sind wohl ein Indiz dafür, dass es Sinn macht, alle vier großen Companies (EMI, Universal, Sony, Warner Music) im Rücken zu haben.

Ich persönlich finde Imeem weitaus weniger übersichtlich als last.fm. Es gibt natürlich ebenfalls ein riesiges Musikangebot, kann wie bei last.fm natürlich auch playlists erstellen und man kann sogar gezielt nach playlists suchen - ein Feature, welches ich bei last.fm noch vermisse. Darüber hinaus hat man mehr Möglichkeiten, seine Profilseite zu gestalten. Ein Mehr an Möglichkeiten bedeutet aber natürlich gleichzeitig ein Sammelsurium an verschiedenen Designs, Anordnungen der Sidebars und die wildesten Hintergründe. Während sich das Look and Feel ähnlich wirsch darstellt wie bei MySpace, kann man sich durch seine Widgets klar von MySpace abgrenzen: Meinen Player oder einzelne Songs bzw Videos kann ich auf diese Art auf verschiedenen Homepages, Blogs und Social Networks problemlos einbinden.

Mich würde interessieren, welche Erfahrungen Ihr persönlich mit Imeem gemacht habt. Ich persönlich mag das Look and Feel bei last.fm wesentlich mehr und zudem ist es bei der Suche nach meinen persönlichen Göttern "Depeche Mode" mehrfach vorgekommen, dass ich auf falsch getaggte Songs gestoßen bin in anderen playlists. Ich muß allerdings auch zugeben, dass ich mich mit Imeem noch nicht ansatzweise so weit auseinandergesetzt habe wie mit last.fm.

Nach dem Abgesang auf Pandora bleiben also diese beiden übrig, was die großen Streaming-Portale angeht. Wenn ein kleinerer Dienst wie muxtape verschwindet, kann da schon eher ein neuer nachrücken - im Fall muxtape z.B. 8tracks. Bleibt allerdings abzuwarten, wie lange diese Seite den Musikfans erhalten bleibt.

Liege ich überhaupt richtig mit meiner Ansicht, dass es eine Grundsatzentscheidung ist - last.fm oder Imeem? Oder kann man sich auf Beides einschiessen? Nutzt Ihr einen dieser Dienste oder beide? Oder geht Ihr beim Musikhören einen ganz anderen Weg: MP3 downloads via iTunes oder musicload usw, Web-Radio oder Angebote wie songza?

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