Nov 12

 Neulich gab es mal eine etwas längere Downtime bei ping.fm und zu der Gelegenheit hatte ich Euch bereits updating.me vorgestellt.

Wie auch ping.fm ist updating.me dazu da, um über eine einzige Eingabe-Maske meine Status-Meldung an verschiedene Dienste zu schicken. Diese unterstützten Dienste lauten:

 

  • Facebook
  • FriendFeed
  • Friendster
  • Identi.ca
  • Jaiku
  • Koornk
  • Plurk
  • Pownce
  • Rejaw
  • TwitArmy
  • Twitter

Einige der Microblogs wie z.B. Twitter oder identi.ca kann man sich direkt auf der updating.me-Seite in einer Timeline anzeigen lassen. Dazu sage ich aber gleich, dass ich diesen Service nicht als FriendFeed-Alternative sehe, sondern eben nur seine Kernfunktion nutze - die dafür aber täglich ;) Während mich bei ping.fm - welches weitaus mehr Partner aufbieten kann - ziemlich genervt hat, dass ich zum pingen immer auf die Homepage gehen musste, verwöhnt mich updating.me mit einer schönen Air-Applikation.

Updating.me Air-Applikation

So kann ich bequem von meinem Desktop aus meine Updates ins weite Internet jagen. Dieses Feature ist es auch, weswegen ich updating.me den Vorzug gebe gegenüber ping.fm - da die für mich wichtigsten Dienste unterstützt werden, brauche ich nicht auf das breiter gefächerte Angebot von ping.fm auszuweichen.

In dem oben erwähnten Artikel hab ich Euch updating.me bereits als Alternative zu ping.fm vorgeschlagen, habe dabei aber die Information unterschlagen, dass sich der Service noch in der geschlossenen Beta-Phase befindet.

Deswegen hab ich das Thema heute auch nochmal aufgegriffen, da mir die Jungs von updating.me 20 Einladungen spendiert haben. 

Wer es also ausprobieren möchte, kann sich jetzt dort anmelden mit dem Beta Code zweipunktnull.

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Okt 21

 Drei Gründe für dieses Posting:

  1. Scheinbar hab ich gerade dank Urlaub einiges an Zeit, um eine nahezu robertbasicesque Postingfrequenz hinzulegen
  2. ping.fm bzw die Probleme mit diesem Dienst scheinen sowohl Blogosphäre als auch Google-Suchende zu interessieren
  3. Ich persönlich mag Dienste wie ping.fm und wüsste daher selbst gern, was da gerade los ist.

Aber worum geht es eigentlich? Seit gestern gibt es Probleme, auf ping.fm zuzugreifen. Für die unter Euch, die diesen Dienst nicht nutzen: Dank ping.fm kann ich eine Statusmeldung direkt an mehrere Empfänger wie Facebook, Twitter und Plurk senden, statt jede Seite einzeln aufzurufen und jeweils die identische Statusmeldung einzugeben.

Als via Twitter die ersten Beschwerden kamen, dass ping.fm nicht erreichbar wäre, hab ich mich erst noch gewundert, weil der Service bei meinem Test einwandfrei lief. Später dann bemerkte ich selbst, dass der Dienst zwischendurch immer mal wieder kurz da war, aber über weite Strecken nicht erreichbar war. Stattdessen landete man beim Aufruf der Seite auf einer wenig schönen Werbewand:

ping.fm ist down

Nach wie vor ist ping.fm leider nur sporadisch erreichbar, via Twitter hat man aber zumindest ein kurzes Statement abgegeben:

pingfm via Twitter zu den Problemen

Es liegt also - zumindest scheinbar - an Problemen mit dem Provider. Bleibt zu hoffen, dass die Jungs von ping.fm die Sache schnell wieder in den Griff bekommen. Ist nämlich bis dato ein sehr ordentlicher und zuverlässiger Service.

Für Leute, die aber zwingend auf einen solchen Dienst angewiesen sind, um bei all ihren Social Networks und Microblogs Status-Meldungen verbreiten zu können, gibt es natürlich auch Alternativen: Diejenige, auf die ich selbst in letzter Zeit verstärkt zugreife, nennt sich updating.me und ist in der Lage, folgende Seiten "anzupingen":

  • Facebook
  • FriendFeed
  • Friendster
  • Identi.ca
  • Jaiku
  • Koornk
  • Plurk
  • Pownce
  • Rejaw
  • TwitArmy
  • Twitter

Damit kann man zwar nicht mit ping.fm mithalten, die wirklich ein sehr ansehnliches Portfolio an unterstützten Seiten anbieten können und uns zudem ermöglichen, über verschiedene Instant Messenger zu "pingen", aber dafür bietet updating.me einen unschätzbaren Vorteil: Eine Air-Applikation! Noch lieber als via Instant Messenger und noch einfacher geht es nämlich in der Tat, wenn ich meine Meldung direkt vom Desktop aus loswerden kann. Ist mir übrigens völlig unverständlich, wieso das bei ping.fm noch nicht möglich ist.

 

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Sep 06

 Wie angedroht, schreibe ich heute ein paar Zeilen über eines meiner Lieblingsthemen verlieren: Das Microblogging. Schreiben ist vielleicht etwas hoch gegriffen, denn im Grunde spiel ich hier heute nur die Linkschleuder ;)

Los geht’s mit lazytweet - Hier kann man per hashtag #lazytweet oder #lazyweb eine Frage stellen, die via Twitter zum Einen natürlich von den eigenen Followern beantwortet werden kann, aber die vor allem auf lazytweet aufläuft. Dort erreicht man dann natürlich eine größere Menge an Twitter-Usern und falls jemand dort eine Antwort weiß, wird diese Antwort dann per reply zurück an mich geschickt. Nette Idee, die einen weiteren Weg aufzeigt, wie man Twitter nutzen kann :)

Beim Popkulturjunkie gibt es wieder die aktuellen Deutschen Twitter-Charts. Neben den 50 deutschsprachigen Usern mit den meisten Followern findet man dort auch die 20 erfolgreichsten englischsprachigen deutschen User. (vorausgesetzt, es bedeutet erfolgreich, wenn man eine große Gefolgschaft vorzuweisen hat *g*) Während ich für mich persönlich die 100 Follower Schallgrenze endlich durchbrochen habe, kann ich wohl auf meinen Eintritt in diese illustren Charts noch ein wenig länger warten ;) Bemerkenswertester Neuzugang ist sicher Hubertus Heil, seines Zeichens SPD-Generalsekretär. Während er von der herkömmlichen Presse als Möchtegern-Jugendlicher hingestellt wird, hat die Twitter-Gemeinde bzw die bloggende Zunft mit Freude festgestellt, dass er das System "Twitter" verstanden hat und es in großartiger Weise vom Parteitag der US-Demokraten in Denver genutzt hat. Dem Spiegel bleibt wieder mal nur eine peinliche Betrachtung der Ereignisse - vermutlich, weils an dem Tag einfach sonst nichts dissenswertes gab aus dem SPD-Lager. Schade, dass wieder mal eine Chance verpaßt wurde, sich einem neuen Medium zu stellen. Stattdessen versucht man, Hubertus Heil seinen Jugendjargon vorzuwerfen:

 Jedenfalls sind die Einträge durchweg in einem Jargon gehalten, der selbst manchen Teenager erbleichen lassen dürfte.

Würd mich mal interessieren, welcher Jugendliche erbleicht, wenn Heil sagt, dass er Ted Kennedy "super" findet oder Michelle Obamas Rede als einen "Kracher" einschätzt. Nicht nur, dass der Spiegel ihm vorwirft, weder von Twitter noch von Jugendlichen Ahnung zu haben, scheinbar darf er sich auch als 35jähriger mittlerweile zum alten Eisen zählen. Ich als 37jähriger kam mir nach dem Lesen des Spiegel-Berichtes jedenfalls ziemlich alt vor. 

Vorbildlicher verhält es dich da mit der Medienpräsenz von "Der Westen". Ebenfalls via Twitter erfährt man Wissenswertes aus der Region, noch bevor es die Printmedien erreicht. So war man zB heute bei dem Neonazi-Aufmarsch in Dortmund vor Ort, twitterte über die Rahmenbedingungen und verwies jeweils auf die neuesten Bilder und Berichte. Trotzdem gibt es hin und wieder zwischen den News Einblicke in den Redaktionsalltag, was den Auftritt für mich erst richtig rund macht. Kann sich die ein oder andere Online-Redaktion jedenfalls noch eine gehörige Scheibe von abschneiden :)

Während man in letzter Zeit auch hin und wieder mit Spam via Twitter zu kämpfen hat, gibt es nun auch eine Möglichkeit, wie man für sein Getwitter selbst den ein oder anderen Euro an Werbeeinnahmen verbuchen kann - naja, zumindest theoretisch ;) Via Twittad vermarktet man den Background seiner Twitter-Seite und wird dann dafür entlohnt. Für den Twitterer selbst ist es vielleicht eine nette Idee, den Werbeeffekt für denjenigen, der die Werbung schaltet, hat sich mir hingegen nicht so wirklich erschlossen. Schließlich sind es nur die Wenigsten, die wirklich regelmäßig über die Twitter-Seite ihre Tweets absenden oder lesen. Eher werden Tools wie Twhirl genutzt - oder in meinem Fall z.B. Digsby.

Neues gibt es aber nicht nur bei Twitter, auch bei identi.ca tut sich logischerweise Einiges. So hat Filzo zB ein Plugin für Wordpress namens "Dingshow" veröffentlicht. Somit kann man nun seine "Dents" von identi.ca - oder jedem anderen auf laconica basierenden Server - in der Blog-Sidebar einbinden. 

Ansonsten könnt Ihr Euch hier über Applikationen zu Laconica auf dem Laufenden halten.

Bei der Sprechblase lest Ihr einen Beitrag zum NoseRub DevCamp im September - die Erklärung, womit sich NoseRub befasst, liefert Cem natürlich gleich mit.

Herzlichen Glückwunsch an ping.fm - man hat die geschlossene Betaphase abgeschlossen und ist nun in der offenen Betaphase - somit kann sich jeder anmelden, der Interesse an diesem tollen Service hat. Wer ping.fm noch nicht kennt: Dort kann man seine Status- oder Microbloggingmeldungen so konfigurieren, dass sie bei diversen Diensten gleichzeitig gepostet werden. Möchte ich zB einen Link über alle meine genutzten Dienste verbreiten, reicht mir eine Nachricht bei ping.fm, um sie gleichzeitig bei Twitter, identi.ca, Plurk, Facebook usw reinzustellen.

 In diesem Artikel bei mashable setzt man sich wiederum damit auseinander, ob Dienste wie ping.fm wirklich gut sind für die Microblogging-Szene, oder ob es insgesamt eher noch unpersönlicher wird dadurch, dass man seine Nachrichten gleichzeitig auf mehreren Microblogging-Formaten veröffentlicht. Wir haben bei Plurk auch schon öfters darüber geredet und da kamen wir zu zwei gegensätzlichen Ansätzen: Die eine Partei sieht es wie Saleem von mashable, dass ein via ping.fm gesendeter Link weniger persönlich ist als wenn ihn persönlich an einen bestimmten Empfänger oder Dienst sendet. Ist in meinen Augen nur ein Scheinargument, denn via Twitter erreiche ich ja auch alle Follower und nicht nur einen persönlichen Empfänger. Allerdings muß ich dieser Fraktion Recht geben, dass es schon manchmal nervig ist, eine Statusmeldung gleichzeitig bei Facebook, Plurk, Twitter und sonst noch wo zu lesen.

Das bringt mich jetzt zur Seite der anderen Partei - zu der ich mich auch zähle: ping.fm erleichtert mir die Arbeit, wenn es zB darum geht, Links zu verbreiten. Das können eigene Blogpostings sein oder Seiten, die ich einfach pauschal verbreiten möchte, weil ich denke, dass es viele interessieren könnte. Falls ich mich morgens mit "Guten Morgen, Welt" äussern möchte, dann seh ich einfach keinen Sinn darin, das nacheinander bei Twitter, Plurk, Facebook usw zu machen, wenn es eine einfachere Möglichkeit gibt. Diejenigen, die dann eventuell zwei- oder dreimal "Guten Morgen" von mir lesen, kommen hoffentlich damit zurecht - so viel Zeit sollte das nicht verschlingen ;)

Allerdings haben wir alle gemeinsam nur einen Nutzen von ping.fm, wenn in der Tat nicht alles planlos an alle Empfänger rausgeballert wird. Meine Follower bei identi.ca und Twitter unterscheiden sich in großen Teilen voneinander und ähnlich verhält es sich auch bei Facebook, Pownce und Plurk usw. Dinge, die für mich bei Plurk Sinn machen, werde ich auch dort posten und eine Statusmeldung bei Facebook werde ich auch dort posten, weil es einfach nicht viel Sinn macht, das gleichzeitig auch an Twitterer oder Plurker zu schicken. Mein Fazit also: einwandfrei ein toller Dienst - aber bitte maßvoll einsetzen. Viel hilft nicht zwingend viel…

Oh, identica! liefert Euch drei Topgründe, wieso man Identi.ca nutzen sollte - und verweist in diesem Zusammenhang auf ein schönes Interview mit identi.ca Mastermind Evan Prodromou.

So, jetzt sollte ich aber langsam mal wieder aufhören - die zweite Halbzeit zwischen Deutschland und Liechtenstein fängt gleich an ;)

 

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Aug 26

 

Es wird einem derzeit nicht leicht gemacht im ZwoNull-Business in diesen Tagen. Ein Beispiel: Gestern bewundere ich das überarbeitete, ziemlich twitterige Status-Eingabefeld bei Facebook. Weil ich schon mal da war, hab ich auch gleich meinen Status geändert: "Carsten fragt sich, wer überhaupt noch FriendFeed braucht, wenn Facebook so weiter macht"

Sicher nicht ungewöhnlich, dass man auf Plattform A auch mal Plattform B thematisiert. Aber bezeichnend für diese Lifestreamisierung der letzten Monate, dass ich einen Kommentar zu dieser Statusmeldung erhalte - auf Lifestream.fm!

Die auf Plattform A gestellte (rhetorische) Frage über Plattform B wird u.a. auf Plattform C zur Kenntnis genommen und kommentiert. Schöne neue Welt, oder? Ich mag diese Aggregiererei wirklich, aber fragt Ihr Euch nicht auch manchmal, wann bzw wo Schluß sein wird? Wieviel kann man noch verarbeiten an Signalen? Schon jetzt kann man ja unmöglich jeden Bericht lesen, jede Frage beantworten oder jedes Bild anschauen, welches über die Feed-Ströme über uns hereinbrechen.

Aus unserer Sicht betrachtet wird es immer wichtiger, die vermeintlich wichtigen Töne in diesem Noise-Universum herauszufiltern und die vermeintlich unwichtigeren Töne eher auszublenden. Was jetzt wichtig und unwichtig ist, entscheidet natürlich jeder für sich, entscheidend ist eher die Frage, wo man am ehesten diesen Lärm bearbeiten, abarbeiten, bewältigen kann.

Auf netzwertig.com gab es gestern einen lesenswerten Artikel zu dem Thema der Facebook-Statusmeldungen und welche Rolle diese Entwicklung für FriendFeed haben könnte. Wer es noch nicht gelesen hat: Nachholen, jetzt, sofort! ;)

Einen ähnlichen Gedanken wie Martin habe ich hier auch schon mal verfolgt und bleibe auch dabei: Vielleicht wird es Facebook sein, das den Lifestream-Gedanken in die weite Welt trägt - einfach weils ein Unterschied ist, ob Millionen von Facebook-Usern ein neues Feature ausprobieren möchten oder ob im stillen Blog-Kämmerlein von wenigen Tausend Internetschreiberlingen von FriendFeed geschwärmt wird.

Die breite Masse wird entscheiden, wo man sich in Zukunft zu informieren hat, wenn man die Datenströme seiner Freunde im Blick haben wird. Entweder sehen FriendFeed, Lifestream.fm und Co zu, dass sie genau dort hinkommen - oder man überläßt Facebook kampflos dieses Feld, welches sich das Social Network dann quasi im Vorbeigehen eingesackt hätte.

Zum Glück ist es ja noch lange nicht so weit. Zum Glück deswegen - bei aller Sympathie für Facebook - weil das innovativere und ausgefeiltere Tool natürlich immer das sein wird, welches von Menschen gestaltet wird, die nichts anderes im Fokus haben als eben das Lifestreaming. Bei Facebook wird es immer nur eine Facette eines Social Networks bleiben.

Andererseits muß man Facebook zugestehen, dass sie dort bereits Features bieten, die selbst FriendFeed noch nicht auf dem Zettel hatte und die nun implementiert werden. So kann man jetzt - endlich möchte man sagen - bei FriendFeed eigene Listen anlegen, um der Datenflut Herr zu werden. Klar konnte man manuell bestimmte Dinge aus dem Stream eines Freundes ausblenden, aber der Königsweg ist da doch eher der, der über von mir selbst definierte Usergruppen führt.

Listen in FriendFeedAuf diesem Bild sieht man die von FriendFeed vorgegebenen Listen: Favorites, Personal und Professional. Logischerweise ist es jedem selbst überlassen, ob er auf diese Vorschläge eingeht, oder lieber eigene Listen anlegt.

Ebenfalls eine Funktion, die es bei Facebook bereits gibt, ist der Upload von Fotos. Sobald das neue FriendFeed-Interface die Betaphase verläßt, wird es dann auch dort möglich sein und im Gegensatz zu Marcel denke ich, dass davon sicher auch eifrigst Gebrauch gemacht werden wird.

Im Großen und Ganzen jedenfalls ein schönes und fälliges Update, weil man auf die Noise-Entwicklung reagieren musste seitens FriendFeed.

 

 

 

 

Neben den Lifestream-Anbietern bewegen mich gerade vor allem die Entwicklungen auf dem Microblogging-Sektor. Wird Euch nicht entgangen sein, so Ihr hin und wieder hier mitlest ;)

Auch da steht man vor mehreren Alternativen: Nimmt man Twitter, weils am meisten verbreitet ist? identi.ca, weils open source ist? Plurk, weils so schön bunt und kommunikativ ist? Oder doch lieber Rejaw, der von allem etwas ist und statt 140 Zeichen immerhin 1000 Zeichen zur Verfügung stellt? Irgendwie find ich derzeit identi.ca am sympathischsten - dummerweise hat der laconica-Sproß natürlich noch nicht annähernd den Zuspruch wie Twitter. Daher ist es jedenfalls schon mal schön, dass man zumindest einen Weg gefunden hat, wie die "Dents" bei identi.ca zu Twitter transportiert werden können.

Das jedoch stellt mich direkt vor ein neues Problem: Manche Dinge sind eher für meine Freunde bei Twitter bestimmt, manches möchte ich lieber bei identi.ca oder Plurk loswerden. Hin und wieder bin ich der Meinung, alle Dienste gleichzeitig mit einer Statusmeldung oder einem Link bedienen zu müssen und verwende dazu das wunderbare ping.fm.

Was dabei jetzt mein Problem ist? Dass der Transport von identi.ca zu Twitter noch nicht so rund läuft, wie ich mir das wünsche. Soll heissen, dass meine Dents manchmal übermittelt werden an Twitter und manchmal leider nicht. Also hab ich jetzt die Wahl, ob ich bei ping.fm auf Twitter verzichte und dort gegebenenfalls gar keine Nachricht ankommt - oder Twitter bleibt genau wie identi.ca aktiviert und ich erzeuge ein Doppelposting bei Twitter (hier zu bewundern). Ist unter Euch vielleicht auch jemand mit einem ähnlichen Problem? Noch besser wäre allerdings jemand mit einer zum Problem passenden Lösung ;)

Die Frage ist schon lange nicht mehr, ob man mitziehen will bei der ganzen Status-Geschichte. Dafür sorgen eben auch die unzähligen Social Networks, die so gut wie alle nicht mehr ohne News-Feed und Statusmeldung auskommen. Die Frage ist eher, wie sehr man gewillt ist, sich damit auseinanderzusetzen und somit die größtmögliche Kontrolle zu erhalten und den größtmöglichen persönlichen Nutzen aus dem gewählten Lifestream zu ziehen.

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Jul 07

 

Robert Basic macht es oft genug, viele andere Blogger tun es auch und jetzt will ich es auch mal tun: Eine Idee weiterspinnen. Meistens durchforstet man seine Quellen (FriendFeed/Twitter/RSS-Feeds, whatever), um auf dem Laufenden zu bleiben und um die Dinge zu finden, die einem bloggenswert erscheinen. Das sieht bei mir so aus, dass ich der Meinung bin, eine Information zu einem - in diesem Fall hier - zweipunktnull-relevanten Thema in irgendeiner Art und Weise aufzubereiten. Ich versuche, diese Information dann so zu präsentieren, dass man damit etwas anfangen kann, auch wenn man als Leser gerade nicht so total im Thema steckt. Dazu gehören dann die üblichen Dinge wie Quellen, weiterführende Links usw. Aber mir ist mal aufgefallen, dass ich in 99 Prozent der Fälle lediglich eine Nachricht weiterverbreite und sie zusätzlich kommentiere.

Wenn man aber - und deswegen fiel mir gerade der geschätzte Kamerad Basic ein - sich in einem Thema gut auskennt, dann könnte man auch ruhig mal einen Schritt weiter gehen: Man könnte neben dem Weiterverbreiten und Kommentieren auch ruhig mal die Geschichten weiterspinnen. Wo entwickelt sich das Startup X hin oder was wäre ein nettes Feature für Produkt Y?

Nehmen wir an, dass dieses Produkt Y nun nicht Y, sondern Plurk heisst. Bei Plurk gibt es nicht dieses - in der Blogosphäre weit verbreitete -Schwarz/Weiss-Denken. Es gibt nicht nur die Hälfte der Leute, die es nutzen und lieben, und auf der anderen Seite diejenigen, die es nicht nutzen und verabscheuen. Plurk wird u.a. von Leuten genutzt, die mit Twitter nicht wirklich was anfangen können, andererseits gibt es genug "Plurker", die auch einen Twitter-Account nutzen. Ich selbst gehöre zu den Usern, die hin und wieder die gleichen Dinge über verschiedene Kanäle schreiben (ping.fm sei Dank *g*), aber eben auch die verschiedenen Microblogging-Dienste unterschiedlich für mich bewerte und daher auch unterschiedlich nutze. Plurk ist für mich seltener eine Info-Beschaffungsquelle als Twitter - dafür ist es viel eher für mich als Zeitvertreib geeignet im Vergleich zu Twitter.

In vielerlei Hinsicht ist Plurk für mich eine Applikation, die entstanden ist, weil irgendwelche Leute sich Gedanken gemacht haben, was bei Twitter nicht so rund läuft, was man zusätzlich integrieren könnte usw. Wenn wir die Stabilität von Microblogs hier heute mal komplett aussen vor lassen, bleiben dennoch einige Dinge übrig, die Plurk für mich interessanter machen als Twitter. Nach wie vor finde ich die Darstellung der Timeline sensationell. Ich kann sehr schnell den vergangenen Tag nachträglich per Timeline betrachten, mir die Plurks raussuchen, die mich interessieren und direkt auch an richtiger Stelle kommentieren bzw beantworten, ohne dass der Plurker der Ausgangsnachricht jetzt rumrätseln müsste, auf welche seiner Statements ich mich beziehe. Viel, viel besser gelöst als bei Twitter oder anderen Microblogs.

Desweiteren schätze ich besonders die Möglichkeit, neben Links, Smileys und Grafiken auch direkt Videos in meine Plurks einbinden zu können. Schön, dass die erstgenannten Möglichkeiten bestehen, aber die Geschichte mit den Videos, die ich direkt in der Timeline betrachte, find ich überragend.

Jetzt - nur gefühlte knapp 5000 Worte nach der Überschrift - kommen dann auch die Dinge ins Spiel, auf die ich eigentlich hinauswill. Features, die es nicht gibt, vielleicht auch nie geben wird, aber die mir gefallen würden. Zunächst mal fänd ich es schön, wenn die Youtube-Geschichte ausgeweitet würde sowohl auf andere Videoportale als auch auf Audioquellen. Beim Stichwort Audio könnte ich mir z.B. sowas wie ein Plurk/Last.fm-mashup vorstellen.

Wir haben schon die ein oder andere Achtziger Jahre- oder HipHop- oder sonstwas-Party virtuell gefeiert dank dieser Videofunktion - wäre schön, wenn man eben auch Songs einbinden könnte, die nicht nur bei Youtube oder gar nicht als Video zur Verfügung stehen.

Weiter - und auch da muss ich wieder etwas ausholen - gefällt mir die Idee, einen virtuellen Sampler zu erstellen, so wie man es zB bei muxtape kann. Vor einigen Jahren haben wir im Depeche Mode-Forum anläßlich des anstehenden Herbstes mal einen Haufen Songs gesammelt, die thematisch in diese Jahreszeit passen. Auf diese Weise ist ein Sampler entstanden, den es so natürlich nie wirklich gegeben hat, aber der nicht nur wunderschöne Songs, sondern für einzelne Forums-Mitglieder auch ganz neue musikalische Impulse und Inspirationen gebracht hat.

Ähnliches geschieht derzeit auch oft abends beim "Plurken". Jemand postet ein Video und jemand anders reagiert darauf mit einem anderen, aber dazu passenden Video - oftmals erweitert man so seinen musikalischen Horizont und kann seinen Lieblingsbands oder -Songs noch den ein oder anderen Namen hinzufügen.

Da wäre es doch klasse - wenn gerade in Zeiten des wild-im-Netz-herum-Aggregierens - eine Möglichkeit bestünde, aus einem Plurk (besser vielleicht noch aus einer anzuwählenden Menge verschiedener Plurks) per Aggregator eine Playlist zu erstellen. Leider bin ich viel zu wenig Programmierer, um die Machbarkeit einer solchen Geschichte einschätzen zu können, aber ich persönlich würd eine Applikation (ein Greasemonkey-Skript oder was auch immer) lieben, welche mir aus einem ausgewählten Plurk-Dialog direkt eine Youtube-Playlist anlegt oder in irgendeiner anderen Form eine Liste aggregiert, die ein direktes hintereinander-Abspielen dieser Songs/Videos ermöglicht. Rechtlich beweisen doch viele Startups und Homepages (laut.fm, last.fm, muxtape, tape.tv usw) dass es Wege gibt, auf legalem Weg im Internet an Musik zu gelangen auch jenseits von iTunes und musicload, also müsste sich doch auch dafür eine Möglichkeit finden lassen, oder?

Ihr könnt Euch gern äussern, ob Ihr die Idee gut oder beknackt findet, ob Ihr vielleicht Plurk generell beknackt findet oder für überbewertet haltet ;) - aber am Liebsten wäre mir jemand, der mir sagt, dass so eine Idee kinderleicht umsetzbar wäre - und das am besten auch direkt durchzieht ;) (…oder der mir sagt:"sowas gibt es doch bei plurk schon längst, Idiot und Du findest es da und da" ;) )

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Jun 26



Bijan Sabet (Spark Capital) und Jeff Bezos (Amazon-Gründer, Bezos Expeditions) sind bei Twitter mit einer kräftigen Finanzspritze eingestiegen und laut kress.de winkt Sabet auch ein Sitz in Twitters "Board of Directors". Da wollten sich auch die bisherigen Geldgeber nicht lumpen lassen und haben dem Microbloggingdienst auch noch mal neues Kapital zugeführt. Man will damit jetzt endgültig zum Angriff blasen und verspricht sich davon, in näherer Zukunft auch Geld mit Twitter verdienen zu können.

Deshalb soll das neue Kapital dazu genutzt werden, um in Manpower zu investieren, was wiederum zum Zweck hat, Twitter stabil und vor allem ständig laufen lassen zu können. Könnte nicht schaden, ein stabiles Twitter zu installieren, wenn man wirklich als die Marke in der Internetkommunikation zu Weltruhm gelangen möchte.

Apropos Twitter: Wer - wie ich - auf eine gescheite Suchfunktion bei Twitter wartet, bekommt jetzt von dritter Seite Hilfe angeboten. Was Twitter scheinbar irgendwie vergessen hat, liefert uns nun Twellow. Mittlerweile 334000 Twitterer sind dort bereits erfasst und so kann man nach Namen oder Kategorie nach Kontakten suchen.

Bei innovativen Kommunikationsmitteln wie Microblogs scheint wohl hin und wieder schon mal das ein oder andere Feature auf der Strecke zu bleiben, welche man sonst eigentlich von einer durchdachten Applikation erwarten kann. Neben Twitter zeichnet sich nämlich auch Plurk dadurch aus, dass man nicht in der Lage ist, gescheit nach anderen Nutzer des Dienstes zu suchen. Aber auch da gibt es Abhilfe für den geneigten "Plurker": Bei Plurkerati kann man jetzt ebenfalls nach seinen Freunden - oder wem auch immer - suchen, in dem man den Namen, die Location oder die User Details als Suchbegriff verwendet. War längstens überfällig :)

Weiter warten muss man hingegen auf vernünftige Tools, die es uns ermöglichen, außerhalb des Browsers seine Nachrichten für Plurk zu verfassen. Zwar gibt es zwei Anwendungen für Adobe Air, die Plurk unterstützen, aber statt der gewohnten Timeline nutzen die lediglich die mobile-Variante und das kann eigentlich nicht der Weisheit letzter Schluß sein.

Wenn ich an höhere Mächte glauben würde, würd ich vermutlich eine Plurk-Unterstützung für meinen Alleskönner Digsby in mein Nachtgebet mit einschließen. Das Sahnehäubchen allerdings wäre es, wenn man bei Digsby direkt ping.fm einbinden könnte, aber darauf muß ich vermutlich noch länger träumen.

 

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