Wie angedroht, schreibe ich heute ein paar Zeilen über eines meiner Lieblingsthemen verlieren: Das Microblogging. Schreiben ist vielleicht etwas hoch gegriffen, denn im Grunde spiel ich hier heute nur die Linkschleuder
Los geht’s mit lazytweet - Hier kann man per hashtag #lazytweet oder #lazyweb eine Frage stellen, die via Twitter zum Einen natürlich von den eigenen Followern beantwortet werden kann, aber die vor allem auf lazytweet aufläuft. Dort erreicht man dann natürlich eine größere Menge an Twitter-Usern und falls jemand dort eine Antwort weiß, wird diese Antwort dann per reply zurück an mich geschickt. Nette Idee, die einen weiteren Weg aufzeigt, wie man Twitter nutzen kann
Beim Popkulturjunkie gibt es wieder die aktuellen Deutschen Twitter-Charts. Neben den 50 deutschsprachigen Usern mit den meisten Followern findet man dort auch die 20 erfolgreichsten englischsprachigen deutschen User. (vorausgesetzt, es bedeutet erfolgreich, wenn man eine große Gefolgschaft vorzuweisen hat *g*) Während ich für mich persönlich die 100 Follower Schallgrenze endlich durchbrochen habe, kann ich wohl auf meinen Eintritt in diese illustren Charts noch ein wenig länger warten
Bemerkenswertester Neuzugang ist sicher Hubertus Heil, seines Zeichens SPD-Generalsekretär. Während er von der herkömmlichen Presse als Möchtegern-Jugendlicher hingestellt wird, hat die Twitter-Gemeinde bzw die bloggende Zunft mit Freude festgestellt, dass er das System "Twitter" verstanden hat und es in großartiger Weise vom Parteitag der US-Demokraten in Denver genutzt hat. Dem Spiegel bleibt wieder mal nur eine peinliche Betrachtung der Ereignisse - vermutlich, weils an dem Tag einfach sonst nichts dissenswertes gab aus dem SPD-Lager. Schade, dass wieder mal eine Chance verpaßt wurde, sich einem neuen Medium zu stellen. Stattdessen versucht man, Hubertus Heil seinen Jugendjargon vorzuwerfen:
Jedenfalls sind die Einträge durchweg in einem Jargon gehalten, der selbst manchen Teenager erbleichen lassen dürfte.
Würd mich mal interessieren, welcher Jugendliche erbleicht, wenn Heil sagt, dass er Ted Kennedy "super" findet oder Michelle Obamas Rede als einen "Kracher" einschätzt. Nicht nur, dass der Spiegel ihm vorwirft, weder von Twitter noch von Jugendlichen Ahnung zu haben, scheinbar darf er sich auch als 35jähriger mittlerweile zum alten Eisen zählen. Ich als 37jähriger kam mir nach dem Lesen des Spiegel-Berichtes jedenfalls ziemlich alt vor.
Vorbildlicher verhält es dich da mit der Medienpräsenz von "Der Westen". Ebenfalls via Twitter erfährt man Wissenswertes aus der Region, noch bevor es die Printmedien erreicht. So war man zB heute bei dem Neonazi-Aufmarsch in Dortmund vor Ort, twitterte über die Rahmenbedingungen und verwies jeweils auf die neuesten Bilder und Berichte. Trotzdem gibt es hin und wieder zwischen den News Einblicke in den Redaktionsalltag, was den Auftritt für mich erst richtig rund macht. Kann sich die ein oder andere Online-Redaktion jedenfalls noch eine gehörige Scheibe von abschneiden
Während man in letzter Zeit auch hin und wieder mit Spam via Twitter zu kämpfen hat, gibt es nun auch eine Möglichkeit, wie man für sein Getwitter selbst den ein oder anderen Euro an Werbeeinnahmen verbuchen kann - naja, zumindest theoretisch
Via Twittad vermarktet man den Background seiner Twitter-Seite und wird dann dafür entlohnt. Für den Twitterer selbst ist es vielleicht eine nette Idee, den Werbeeffekt für denjenigen, der die Werbung schaltet, hat sich mir hingegen nicht so wirklich erschlossen. Schließlich sind es nur die Wenigsten, die wirklich regelmäßig über die Twitter-Seite ihre Tweets absenden oder lesen. Eher werden Tools wie Twhirl genutzt - oder in meinem Fall z.B. Digsby.
Neues gibt es aber nicht nur bei Twitter, auch bei identi.ca tut sich logischerweise Einiges. So hat Filzo zB ein Plugin für Wordpress namens "Dingshow" veröffentlicht. Somit kann man nun seine "Dents" von identi.ca - oder jedem anderen auf laconica basierenden Server - in der Blog-Sidebar einbinden.
Ansonsten könnt Ihr Euch hier über Applikationen zu Laconica auf dem Laufenden halten.
Bei der Sprechblase lest Ihr einen Beitrag zum NoseRub DevCamp im September - die Erklärung, womit sich NoseRub befasst, liefert Cem natürlich gleich mit.
Herzlichen Glückwunsch an ping.fm - man hat die geschlossene Betaphase abgeschlossen und ist nun in der offenen Betaphase - somit kann sich jeder anmelden, der Interesse an diesem tollen Service hat. Wer ping.fm noch nicht kennt: Dort kann man seine Status- oder Microbloggingmeldungen so konfigurieren, dass sie bei diversen Diensten gleichzeitig gepostet werden. Möchte ich zB einen Link über alle meine genutzten Dienste verbreiten, reicht mir eine Nachricht bei ping.fm, um sie gleichzeitig bei Twitter, identi.ca, Plurk, Facebook usw reinzustellen.
In diesem Artikel bei mashable setzt man sich wiederum damit auseinander, ob Dienste wie ping.fm wirklich gut sind für die Microblogging-Szene, oder ob es insgesamt eher noch unpersönlicher wird dadurch, dass man seine Nachrichten gleichzeitig auf mehreren Microblogging-Formaten veröffentlicht. Wir haben bei Plurk auch schon öfters darüber geredet und da kamen wir zu zwei gegensätzlichen Ansätzen: Die eine Partei sieht es wie Saleem von mashable, dass ein via ping.fm gesendeter Link weniger persönlich ist als wenn ihn persönlich an einen bestimmten Empfänger oder Dienst sendet. Ist in meinen Augen nur ein Scheinargument, denn via Twitter erreiche ich ja auch alle Follower und nicht nur einen persönlichen Empfänger. Allerdings muß ich dieser Fraktion Recht geben, dass es schon manchmal nervig ist, eine Statusmeldung gleichzeitig bei Facebook, Plurk, Twitter und sonst noch wo zu lesen.
Das bringt mich jetzt zur Seite der anderen Partei - zu der ich mich auch zähle: ping.fm erleichtert mir die Arbeit, wenn es zB darum geht, Links zu verbreiten. Das können eigene Blogpostings sein oder Seiten, die ich einfach pauschal verbreiten möchte, weil ich denke, dass es viele interessieren könnte. Falls ich mich morgens mit "Guten Morgen, Welt" äussern möchte, dann seh ich einfach keinen Sinn darin, das nacheinander bei Twitter, Plurk, Facebook usw zu machen, wenn es eine einfachere Möglichkeit gibt. Diejenigen, die dann eventuell zwei- oder dreimal "Guten Morgen" von mir lesen, kommen hoffentlich damit zurecht - so viel Zeit sollte das nicht verschlingen
Allerdings haben wir alle gemeinsam nur einen Nutzen von ping.fm, wenn in der Tat nicht alles planlos an alle Empfänger rausgeballert wird. Meine Follower bei identi.ca und Twitter unterscheiden sich in großen Teilen voneinander und ähnlich verhält es sich auch bei Facebook, Pownce und Plurk usw. Dinge, die für mich bei Plurk Sinn machen, werde ich auch dort posten und eine Statusmeldung bei Facebook werde ich auch dort posten, weil es einfach nicht viel Sinn macht, das gleichzeitig auch an Twitterer oder Plurker zu schicken. Mein Fazit also: einwandfrei ein toller Dienst - aber bitte maßvoll einsetzen. Viel hilft nicht zwingend viel…
Oh, identica! liefert Euch drei Topgründe, wieso man Identi.ca nutzen sollte - und verweist in diesem Zusammenhang auf ein schönes Interview mit identi.ca Mastermind Evan Prodromou.
So, jetzt sollte ich aber langsam mal wieder aufhören - die zweite Halbzeit zwischen Deutschland und Liechtenstein fängt gleich an

Auf diesem Bild sieht man die von FriendFeed vorgegebenen Listen: Favorites, Personal und Professional. Logischerweise ist es jedem selbst überlassen, ob er auf diese Vorschläge eingeht, oder lieber eigene Listen anlegt.







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