zweipunktnull.org

19 Apr, 2011

Apple vs Samsung: Und wann schaltet sich eigentlich Braun ein?

Posted by: Casi In: Technik

Heute morgen habe ich drüben bei den Netbooknews einen Artikel verfasst, der sich mit Apples Vorwürfen befasst in Richtung Samsung. Man beschuldigt seinen Konkurrenten – der aber nicht nur Konkurrent, sondern auch verlässlicher und wichtiger Partner ist – sich bei Design, Handling und sogar bei der Verpackung ein wenig zu sehr am iPhone orientiert zu haben. Vergleicht man das iPhone mit einem Galaxy S, wird natürlich jedem klar, worauf Apple hinaus will, gut finden muss man das aber dennoch nicht zwangsläufig. 

Sascha Pallenberg – bekannt für klare Ansagen – legt dann nochmal einen Rant nach, in welchem er in seiner wenig diplomatischen Art nachfragt, wie weit Apple noch gehen möchte, wenn man jetzt schon anfängt, sich abgerundete Ecken als nur-Apple-Design patentieren zu lassen und auch vor Klagen gegen wichtige Partner nicht zurückschreckt. Klar, dass das die versammelte Fanboy-Mannschaft des allmächtigen Steve Jobs auf den Plan ruft. Ich möchte nochmal klar stellen, dass ich weder pro- noch contra-Apple bin – ich bin einfach für Geräte, die mir gefallen, egal wo sie herkommen. Sascha zitiert in seinem Artikel einen schönen Satz von Steve Jobs:

We have always been shameless about stealing great ideas

Ist weder ein Geheimnis noch verwerflich, wenn man sich woanders "inspirieren" lässt, aber wenn ich das für mich so verinnerlicht habe als Entwickler/Designer, dann darf man doch nicht gegen die klagen, die ähnlich verfahren, oder?

Dieter Rams – legendärer Designer

Sagt euch das was? Dieter Rams? Zumindest die design-begeisterten Leser werden jetzt mit der Zunge schnalzen, gelten einige seiner Arbeiten als absolut wegweisend und haben nicht umsonst sogar ihren Weg nach New York ins Museum of modern Arts gefunden. Bevor er Anfang der Achtziger begann, als Professor für Industriedesign seine Brötchen zu verdienen, lagen bereits Jahrzehnte hinter ihm, in denen er u.a. der Firma Braun design-technisch unter die Arme griff.

Wieso ich das erzähle und was das mit Apple und dem Streit mit Samsung zu tun hat, will ich gar nicht lange erklären, sondern zeige einfach ein paar von seinen Werken – der Spannung halber immer im Kontext mit Apple-Produkten.

iPhone vs Braun-Taschenrechner

 

Braun LE1 Lautsprecher vs iMac

 

Braun L60 Soundsystem vs iPod Hi-Fi

 

Braun T3 Taschenradio vs iPod

 

Vergleich zwischen dem "apple-typischen" perforierten Aluminium (rechts)und der Vorlage von Braun (links)

 

Braun T1000 Radio vs PowerMac G5/Mac Pro

 

Braun Atelier TV vs iMac 24

 

So – und jetzt ihr… Mir geht es hier nicht darum, mit dem Finger auf Jobs oder Apple generell zu zeigen, weil ich selbst sehr schön finde, was sich aus den Vorlagen von Rams entwickelt hat. Ich finde einfach, dass Apple selbst dann auch die Füße still halten sollte im Fall Samsung – nicht von wenigen wird das bereits jetzt schon so ausgelegt, als wäre man nervös angesichts der Konkurrenz, und grundsätzlich hat Apple das nicht nötig, oder doch?

Quelle: gizmodo.de

  • Klausi

    Alle klauen von Apple. Ohne Apple würde es heute noch keine vom DAU benutzbaren Smartphones geben und die Sparte Tablet hätte keine Marktbedeutung.
    Samsung hat nun an diversen Stellen extrem geklaut und es wird höchste Zeit, dass hier mal vorgegangen wird. Wenn das Verfahren positiv für Apple verläuft, dürften sich auch andere warm anziehen. Es ist einfach nicht okay, dass irgendwelche Billighersteller von den Investitionen profieren, die Apple über viele Jahre geleistet hat.

  • KlausiMausi

    Muhahaha

  • http://twitter.com/moboHamm Stefan Müller

    Es verklagt doch eh jeder jeden. War es nicht erst letzte Woche, als Apple selbst noch verklagt wurde? (Nokia) Gehört unter Grosskonzernen anscheinend zum guten Ton dazu. Wollen bestimmt alle nur spielen, die kleinen 😉 Würde da jetzt nicht unbedingt so viel ungewöhnliche Arroganz in Apple reininterpretieren, den das würde bei allen anderen Herstellern genauso funktionieren. Interessant finde ich allerdings die Tatsache, dass Apple auf der einen Seite Samsung gerade verklagt, auf der anderen Seite aber die neuen Chargen des MacBook Airs statt mit Toshiba SSDs mit Samsung SSDs ausstattet… Hier verklagen, da Grossauftrag zuschustern… Komisches Verhalten…

  • marc thiele

    Letzten Endes halte ich es da inzwischen so, wie ein Freund mir das mal geraten hat: Kopiert dich jemand, dann ist das doch ein großes Lob für deine Arbeit. Aufregen lohnt nicht.

  • http://twitter.com/343max Max Winde

    Ich halte zwar auch nicht viel von solchen Klagen, allerdings finde ich schon, dass dien Vergleich mit Dieter Rams gewaltig hinkt. Die Braun Designvorlagen stammen aus den frühen 60ern, sind also 50 Jahre alt. Ich finde es schon, dass es einen gewaltigen Unterschied macht, ob man sich bei der Gestaltung eines Computers von einem 50 Jahre alten Kofferradios inspirieren lässt, oder ob man das Telefon des hippen Konkurrenten nimmt, und es weitgehend 1:1 nachbaut: selber Formfaktor, selber Alurahmen, selber Rahmenradius, selbe Displaygröße, nur ein Butten unten in der Mitte, selbe Zahl von Icons, in der selben Anordnung die das selbe Farbschema verwenden.

    Wer ein Samsung Galaxy in die Hand nimmt, weiß sofort, welches Telefon da nachgeahmt wurde, ich kenne Leute, die es sich gekauft haben weil es einem iPhone so offensichtlich ähnlich ist. Ich kenne niemanden, der sich ein iPhone gekauft hat, weil das Taschenrechner-App mal einem Braun-Taschenrechnern aus den 60ern ähnlich sah.

  • http://www.zweipunktnull.org Casi

    Seh ich grundsätzlich genau wie Du, Max – ist auch mehr augenzwinkernd gemeint, der Verweis auf das Rams-Design 🙂 Dennoch wundert mich Apples Vorgehensweise: Wieso pinkelt man einem wichtigen Partner ans Bein, und wieso gerade jetzt? Das Galaxy S ist ja nun schon ein wenig betagter, aber vielleicht bietet sich das Theater gerade jetzt zum Release des Galaxy S2 an…

  • L Thum

    Wenn ich etwas in meiner Ausbildung im Bereich Gestaltung und Design gelernt habe, dann dass eben diese Bereiche von Inspiration leben, die man dann nur noch haustypisch verändert und in den eigenen Augen verbessert und modernisiert. Das war schon immer so. Dass man mit Klagen, die in der hohen Branche gar nicht mehr als solche sondern schon viel mehr alltäglich und formal sind, sein Revier bestreitet und versucht Kohle zu machen ist klar.

  • http://www.netbooknews.de/38816/kommentar-apple-verklagt-gott-wegen-patenten-auf-die-form-der-erde/ Kommentar: Apple verklagt Gott wegen Patenten auf die Form der Erde *Update* » Netbooknews.de – das Netbook Blog

    […] Carsten hat auf seinem Zweipunktnull.org Blog einen wunderbaren Vergleich von Braun und Apple-Designs veroeffentlicht, der mehr als […]

  • http://twitter.com/crlmnstr crlmnstr | Pascal

    Das, was mich an diesem Vergleich mit Braun etwas stört, ist die Tatsache, dass selbst der Chef-Designer von Braun, der für diese Geräte verantwortlich war, dem Vorwurf einer dreisten Kopie durch Apple eiskalt widerspricht. Zusätzlich stehen die Chef-Designer von Braun (der ehemalige) und Apple im Kontakt und der Chef-Designer von Apple nennt jenen von Braun und seinen Designs sogar öffentlich als einen seiner Vorbilder. Man kann sagen, dass Apple sich da inspirieren lassen hat, aber von einem dreisten Klau würde ich da einfach nicht reden.

    http://www.faz.net/s/Rub4C34FD0B1A7E46B88B0653D6358499FF/Doc~E5885CFED35374CE7ACB1BA228760D1BD~ATpl~Ecommon~Scontent.html (Interview darüber)

    Was mich auch stört, ist, dass hier alle immer davon reden, Apple würde Samsung nur verklagen, weil das Handy oder ‘n bestimmtes Icons ‘n bisschen ähnlich aussieht o. ä. Das ist es eben nicht, wie ein Artikel zeigt, der auch schon durch die Foren geht und ein wenig aufklärt, was Apple beanstandet:

    http://thisismynext.com/2011/04/19/apple-sues-samsung-analysis/

    Die Konstellation dieser einzelnen Beanstandungen macht’s eben. Einzeln sind diese Vorwürfe natürlich keine Klage wert, wenn das bei einem Handy aber alles zusammen kommt, wird es verdächtig. Da geht’s dann auch nicht nur um das Design.

  • http://mobilbranche.de/2011/04/iphone-5-groupon-att/1374 iPhone 5, Groupon, AT&T. — mobilbranche.de

    […] Apple sollte vom deutschen Elektrogerätehersteller Braun verklagt werden, rät Blogger Carsten Drees. Denn schließlich seien viele Apple-Produkte unübersehbar von Braun-Geräten abgekupfert, zumindest was das Design anbelange. zweipunktnull.org […]

  • marek

    Und die Anwälte machen wieder Millionen.

    Unternehmen wie Apple, Samsung & Co. sollten endlich begreifen, dass diese Patentklagen zu nichts führen, bis auf die Tatsache, dass deren Anwälte dank der ganzes Prozesse Millionen verdienen. Und klar werden diese Anwälte dem Management solcher Firmen weiterhin zu noch weiteren Klagen raten, weil sie daran noch mehr verdienen.
    Wenn’s so weiter geht, werden bald bei Software Unternehmen mehr Anwälte als Entwickler beschäftigt sein.

  • Sdfio

    Ziemlich blauäugig zu glauben, dass es bis heute keinen technischen Fortschritt ohne Apple gäbe vorallem weil es schon vor dem iPhone brauchbare Smartphones gab.

  • http://notizen.steingrau.de Markus Breuer

    Dass gestalterischen Elemente in bestimmten Linien von Design-Entwicklungen immer wieder verwendet werden, steht außer Frage. Apple-Design hat über eine Zeit lang hinweg ganz sicherlich Anlehnungen beim legendären Herrn Rams gemacht. Das ist nichts Neues. Wem möchte, kann – muss aber nicht – darin sogar eine Remineszenz an den Meister sehen. Apple hat aber sicherlich niemals ein Braun-Produkt genommen und 1:1 nachgebaut. Das hätte auch keinen kaufmännischen Sinn gemacht. Braun-Produkte sind im Markt nicht so beliebt, dass Apple daraus ein Vorteil erwachsen wäre.

    Die Frage, um die es letztendlich bei dem Rechtsstreit (den auch ich zweifelhaft finde) geht, ist aber eine andere: Hat ein Wettbewerber die Gestaltung einer Produktes nachempfunden, um sich dadurch einen wirtschaftlichen Vorteil zu verschaffen?

    Und das ist gerade beim Samsung Galaxy eindeutig der Fall. Es geht hier nicht um eine rechteckige Form mit abgerundeten Ecken, wie aktuell immer wieder gerne in Apple-kritischen Beiträgen erwähnt wird. Es geht darum, dass Samsung des iPhone 3 ganz bewußt kopiert hat (vom Gerät selbst, über die Icons, das Ladekabel bis zur Verpackung), um sich im Markt Vorteile zu verschaffen?

    Und das ist m.E. eindeutig so. Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich als ich das erste Mal ein Galaxy in der Hand hatte, sagte “Mensch, endlich gibt’s auch schicke Android Handys! War ja auch einfach: einfach ein iPhone nachbauen ;-)”

    Man muss ein cooles Mobiltelefon nicht wie ein iPhone aussehen lassen. Das zeigen die neuen Microsoft-Phones und auch die WebOS-Systeme – oder auch die Android-Systeme anderer Hersteller. Das selbe hat Samsung mit dem Galaxy Tab gemacht, dass dem iPad ebenfalls deutlich ähnlicher ist, als es funktionale Notwendigkeiten bedingen. Es gibt viele andere Tablets, die niemand mit einem iPad verwechseln würde.

    Es ist sicherlich nichts Schändliches darin, sich von den Ideen Anderer inspirieren zu lassen und darauf aufzubauen. “Standing on the shoulder of giants” und so. Das macht jeder, auch Apple. Ein Produkt nachzubauen, ohne nennenswerte eigene Verbesserungen, mit der Absicht diejenigen anzusprechen, die sich das Original nicht leisten wollen ist aber etwas anderes. Das ist schnödes “Abkupfern”, wie die Mercedes- und BMW-Nachbauten diverser chinesischer Autohersteller. Es zu verteidigen, weil einem andere Aspekte Geschäftspolitik des Originalherstellers missfallen, ist zumindest zweifelhaft.

  • http://twitter.com/OddNina Nina K.

    Talent imitates, Genius steals.

    It’s okay to steal an idea as long as you put something to it, to make it even more better then the original thought.

  • http://twitter.com/rjoerges Richard Joerges

    Es ist ja nicht gerade so, dass Apple-Designer Jonathan Ive nicht Braun-Designer Dieter Rams als sein großes Vorbild sehen würde (und Rams nicht Ive schätzen würde). Rams sieht es eher als Ehre, dass Apple sich an seinen Design-Maßstäben orientiert: http://www.youtube.com/watch?v=ohZd8DxzhYQ

  • http://www.techbanger.de Oliver Springer

    Dass die juristischen Auseinandersetzungen inzwischen zum Alltag im Wettbewerb gehören, halte ich für eine ganz schlechte Entwicklung. Und Apple-Fan bin ich auch nicht, das Galaxy S würde ich jederzeit einem iPhone vorziehen, das hat Samsung sehr gut hinbekommen.

    Dennoch hat Apple in diesem Fall meine Sympathie, denn Samsung hat es beim Design übertrieben, nicht nur ein bisschen, sondern dreist. Muss das sein?

    Sich inspirieren zu lassen, ist völlig okay. Außerdem setzen sich bestimmte Möglichkeiten der Umsetzung manchmal einfach durch. Die Vergleiche beziehen sich – wurde auch schon angesprochen – auf das Design von Produkten aus ganz anderen Bereichen. Das ist bei einer Beurteilung meiner Meinung nach ein wichtiger Aspekt.

    Ob Apple eine rechtliche Handhabe gegen Samsung hat oder nicht, Samsung sollte ein wenig mehr Eigenständigkeit wagen, schon im langfristigen Interesse der eigenen Marke.

  • http://www.neunetz.com/ Marcel Weiss

    “Die Frage, um die es letztendlich bei dem Rechtsstreit (den auch ich zweifelhaft finde) geht, ist aber eine andere: Hat ein Wettbewerber die Gestaltung einer Produktes nachempfunden, um sich dadurch einen wirtschaftlichen Vorteil zu verschaffen?”

    Und die Frage auf der Ebene der Gesetzgebung ist, ob es gesellschaftlich sinnvoll ist, das Nachempfinden gesetzlich zu verbieten/einzuschränken. Ich würde das bezweifeln.

    Gerade hier kann man relativ gut sehen, dass unabhängig von der Imitation durch Samsung und Android und co. Apple Rekordgewinne einfährt. Gleichzeitig ist der Gesellschaft als Ganzes durchaus geholfen, wenn sich als sinnvoll erweisende Konzepte über den ‘Erfinder’ und seine Produkte hinaus verbreiten.

  • http://notizen.steingrau.de Markus Breuer

    Hi Marcel, ich glaube, wir reden entweder aneinander vorbei oder haben stark unterschiedliche Meinungen 🙂

    Meiner Ansicht nach spricht nichts dagegen, wenn sich eine Firma grundsätzliche von guten Lösungen, die andere Firmen gefunden haben, inspirieren lässt, etwas draufsetzt oder es weiter verbessert und das in einem Produkt vermarktet. Das geht auch gar nicht anders. Faktisch findet ja Design und Produktentwicklung nie im Vakuum statt. Viele Patente, die sich Firmen wie Apple – und eigentlich auch alle anderen – sichern lassen, sind deshalb albern, speziell, wenn sie basale Details betreffen.

    Entwickle ich aber ein Produkt, mit der klaren Absicht, ein bereits existierendes – zudem sehr erfolgreiches – zu imitieren, verschaffe ich mir damit einen unfairen Wettbewerbsvorteil. ich spare mir Entwicklungs- und Marketingkosten und betreibe ein parasitäres Geschäft.

    Das wäre eklatanter und würde von heutigen Apple-Kritikern vermutlich auch negativ gesehen, wenn es ein kleines Startup wäre, dessen erfolgreiches Produkt von einem Großunternehmen kopiert und billiger verkauft wird.

    Nochmal: Ich bin gegen ausuferndes Patentrecht. Aber es geht mir nicht um die Übernahme von einzelnen Detailelementen (“sinnvoll erweisende Konzepte”) sondern um das offensichtlich gewollte Kopieren der GESAMTEN Produktanmutung wie sie Samsung in der Galaxy-Reihe praktiziert. Damit ist “der Gesellschaft als Ganzes” nicht “geholfen”. Wäre so etwas legal, ginge es auch vielen kleinen hochinnovativen Unternehmen und Designer noch schlechter als schon heute. Tatsächlich gehen Unternehmen an so etwas ganz praktisch zugrunde.

  • http://www.neunetz.com/ Marcel Weiss

    “Entwickle ich aber ein Produkt, mit der klaren Absicht, ein bereits existierendes – zudem sehr erfolgreiches – zu imitieren, verschaffe ich mir damit einen unfairen Wettbewerbsvorteil. ich spare mir Entwicklungs- und Marketingkosten und betreibe ein parasitäres Geschäft.”

    Und das spiegelt sich hier konkret in Verlusten bei Apple wider? Das sehe ich nicht in den Zahlen. Und wenn dem vielleicht nicht so ist, spricht doch nix gegen Samsungs Vorgehen aus einer Sicht, die auf gesamtgesellschaftliche Wohlfahrtssteigerung schaut, oder?

    Ich glaube, dass sehr viel seltener tatsächlich parasitäre Geschäfte entstehen, die dem Vorreiter schaden, als gemeinhin angenommen. (Und der Wohlfahrtsgewinn auf Konsumentenseite durch mehr Konkurrenz wird oft schlicht ignoriert.)

    “Damit ist “der Gesellschaft als Ganzes” nicht “geholfen”. Wäre so etwas legal, ginge es auch vielen kleinen hochinnovativen Unternehmen und Designer noch schlechter als schon heute. Tatsächlich gehen Unternehmen an so etwas ganz praktisch zugrunde.”

    Ich glaube nicht, dass das so offensichtlich ist. Wie gesagt, man sieht des recht deutlich an den Erfolgen von Apple und Samsung hier.
    Im Modebereich etwa ist das auch normal, ohne dass das dem Sektor schadet – eher im Gegenteil.

  • Bananarama

    “gesamtgesellschaftliche Wohlfahrtssteigerung”, ist das ein verquaster postsozialistischer Euphemismus?
    Kann ja wohl nicht sein, dass ein Unternehmen erst wirtschaftlichen Schaden beweisen muss, bevor es sein geistiges Eigentum schützen darf, notfalls auch mit juristischen Mitteln. Und ansonsten jedes noch so dummdreiste Plagiat als “Wohlfahrtsgewinn auf Konsumentenseite” zu dulden hat.
    Erzählen sie diesen Unsinn mal den deutschen Automobilunternehmen, die werden ihnen eins husten.

  • http://www.neunetz.com/ Marcel Weiss

    “Gesamtgesellschaftliche Wohlfahrtssteigerung” ist, zumindest auf dem
    Papier, das Ziel jeder Wirtschaftspolitik.

    “Kann ja wohl nicht sein”:
    -Das haben wir immer schon so gemacht.
    -Da könnte ja jeder kommen.

  • http://www.neunetz.com/2011/04/20/gedanken-zum-fall-apple-vs-samsung/ Gedanken zum Fall Apple vs. Samsung

    […] von Apple gegen Samsungs noch einmal die Gizmodo-Vergleiche von Apples Design und dem Braun-Design hervorgeholt. Ein guter Punkt. Auch Apple lässt sich massgeblich […]

  • Jogiebear

    Allerdings dreht sich fast Dein gesamter Artikel um das Braun Thema und das sind Copyright/Patente/Musterschutz/etc. längst abgelaufen. Das ist ja schließlich keine Literatur oder Musik wo sowas sonderbarerweise noch bis 70 Jahre nach dem Tod des Autors/Komponisten/Dichters gilt.
    Und warum Apple das nun macht? Schätze mal die haben es nun für eine gute Idee gehalten.

  • http://twitter.com/putt1ck Chris Puttick

    Beautiful illustration of why Apple suing Samsung for copyright infringement is absolute nonsense. Danke!

  • http://draketo.de Arne Babenhauserheide

    Apple hat doch offensichtlich ganz massiv bei Braun abgekupfert. Und Android phones bieten eine breite Palette an Zusatzfunktionen – das fängt schon damit an, dass ich sie als Nutzen ändern kann.

    Würde Apple die Kunden nicht so heftig einschränken, hätten Android phones kaum Chancen.

    Braun hat damals ein sehr nah an Apples Ideal liegendes Design gefunden. Wenn andere so wenig daran ändern, wie es Apple bei Braun getan hat, nennst du das Plagiat.

    Irgendwo gibt es ein Optimum der Benutzbarkeit, und dieses Optimum will Apple anderen vorenthalten.

  • http://draketo.de Arne Babenhauserheide

    Es gibt kein geistiges Eigentum. Es gibt nur mehr oder minder große Eingriffe in das Eigentumsrecht der Kunden.

    Wovon du redest sind Monopolrechte (Beispiel: „ich darf selbst kein Fahrrad bauen, weil du es dir geschützt hast“). Die gibt der STaat den Firmen mit der Hoffnung, dass das Innovationen fördert und so der Gesellschaft hilft.

    Sie sind *kein* Naturrecht.

    Ich hatte vorgestern eine Diskussion mit einem FDPler über Locke, einen Vordenker des Eigentumsrechtes. Der hätte sich im Grab umgedreht bei dem Gedanken daran, was heute alles als Eigentum bezeichnet wird.

  • http://draketo.de Arne Babenhauserheide

    Was ist ein ipod/iphone anderes als ein Plattenspieler/Taschenradio plus etwas technischen Fortschritt?

  • http://draketo.de Arne Babenhauserheide

    Bei den Icons: Telefon zum telefonieren, Sprechblase zum Chatten, Blume für den Bildbetrachter, Zahnräder für Einstellungen, Notizhefter für Notizen, links gebundenes Tagebuch als Tagebuch, Noten für Musik.

    Ich habe den Verdacht, dass Apple da bei der Realität abgeschaut hat und sich jetzt beschwert, dass andere das auch tun.

    Sie haben ihr Design halt so weit verschlankt, dass es nur noch wenige Möglichkeiten gibt, es zu implementieren, da sehen andere Designs mit gleichem Formfaktor natürlich ähnlich aus.

  • http://draketo.de Arne Babenhauserheide

    Abgelaufen ist ein wichtiger rechtlicher Punkt: Wegen der ewigen Ablauffristen hat es Jahrzehnte gedauert, bis jemand etwas ähnliches machen durfte. Sie durften also…

  • http://twitter.com/crlmnstr crlmnstr | Pascal

    Hast du gelesen, was ich geschrieben habe?

    “Die Konstellation dieser einzelnen Beanstandungen macht’s eben. Einzeln sind diese Vorwürfe natürlich keine Klage wert, wenn das bei einem Handy aber alles zusammen kommt, wird es verdächtig. Da geht’s dann auch nicht nur um das Design.”

    Es ist schlichtweg absolut egal, ob die Icon-Designs nun absolut verständlich sind oder nicht. Wenn das Problem wirklich nur die Icons wären, hätte man bei Apple sicherlich auch ALLE Samsung-Handys mit Touchwiz-Oberfläche beanstandet – genau das tun sie aber nicht.

    Es geht hier um die Konstellation, die entscheidend ist. Wenn nur das Design des Samsung Galaxy wie auch dutzend andere Handys dem iPhone ähnlich sieht, ist das erst einmal kein Problem. Wenn nur die Icons denen des iPhones ähnlich sehen, ist das kein Problem. […] Wenn alles zusammenkommt, gibt’s ein Problem.

    Da ist es dann auch vollkommen egal, ob Apple nun diese Sachen aus der Natur oder meinetwegen sogar bei einzelnen anderen Firmen kopiert hat, weil einzig allein die Konstellation wichtig ist. Der Zusammenschluss der Icon-Designs, des Handy-Designs, der Touchscreen-Technik und Besonderheiten bei der Steuerung, der Technik beim Mute-Knopf aus verschiedenen Möglichkeiten, des Designs der kompletten Verpackung und und und ist für Apple einfach einzigartig – man muss eben die Konstellation sehen und NICHT jede einzelne Beanstandung wie bspw. die Icons alleine. Das alles findet man doch bei anderen Handys und Handy-Herstellern eben auch nicht – außer bspw. beim Samsung Galaxy S, wo all jene Sachen zusammen kommen. Es besteht schlichtweg aus jene Konstellation der Auswahl, die Samsung jeweils bei diesem Handy getroffen hat, keine funktionale Begründbarkeit.

    Wenn alle Punkte zusammenkommen, dann wird es einfach verdächtig, weswegen man eben nicht jeden einzelnen Punkt alleine sehen sollte. Deswegen sagte ich ja, dass die einzelnen Punkte allein keine Begründung dafür sind.

    Der Designer des Logos der Telekom hat auch nicht den Buchstaben T und quadratische Kästen erfunden – beides Sachen, die vollkommen normal sind. Wenn ich dann aber für ‘ne Firma die gleiche Konstellation ‘nem großen T und fünf (?) quadratischen Kästen verwende, wird’s auch irgendwie verdächtig.

    Verstehst du nun, was ich damit sagen möchte?

  • http://notizen.steingrau.de Markus Breuer

    Marcel, für die Absicht mir durch Imitation eines existierenden Produkts einen wirtschaftlichen Vorteil zu verschaffen, kann es nicht entscheidend sein, ob der Geschädigte danach pleite geht oder nach wie vor Gewinn macht. Es wäre für ein Gericht sehr schwierig, die Grenze zu ziehen, ab welcher wirtschaftlichen Schieflage des Originators denn nun gegen den Plagiator zu entscheiden ist. Und die Schieflage könnte ja auch andere Gründe haben. Das ist in der Wirtschaft selten monokausal.

    Konkurrenz ist grundsätzlich ein wichtiges Element unseres Wirtschaftssystems. Konkurrenzverhalten wird jedoch in nahezu jedem Wirtschaftssystem gesetzlich eingeschränkt. (In Deutschland zum Beispiel unter anderem durch das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb.) Und das ist grundsätzlich auch OK so, da sonst das wirtschaftlich stärker Unternehmen häufig die kleinen Newcomer plattmachen würde.

    “… das spiegelt sich hier konkret in Verlusten bei Apple wider?” Da Apple keine Verluste macht, spiegelt sich das in reduzierten Gewinnen wider. Letzteres ist selbstverständlich eine wirtschaftliche Schädigung.

    Wenn Du daran zweifelst, dass Produktkopien Unternehmen, die viel Geld in Produktentwicklung und Marketing stecken, schaden, solltest Du dich einmal mit deutschen Maschinenbauern unterhalten. Viele von denen haben große Schwierigkeiten durch solche Kopien gerade auf den asiatischen Märkten (ich kenne persönlich zwei solche Unternehmen).

    Das Argument des “Wohlfahrtsgewinn auf Konsumentenseite” ist ein wohlfeiles (jeder Geiz-ist-Geiler muss da ja applaudieren;-) aber in dieser Auslegung m.E. kurzfristig gedacht. Kurzfristig entstehen dem Konsumenten selbstverständlich Vorteile dadurch, dass ein Unternehmen “Klone” auf den Markt bringt, und sich Entwicklungs- und Marketingkosten spart. Mittel- und langfristig wird dadurch aber die Motivation zur Innovation reduziert. Da schadet dem langfristigen Wohlfahrtsgewinn.

    Im von Dir zitierten Modebereich ist das nicht anders. Selbstverständlich schätzen es die Top-Marken nicht, wenn Kopien ihrer Designs auf den Markt kommen. Und, wenn der Ähnlichkeitsgrad dieser Kopien zu hoch ist, werden diese auch bekämpft. Dass das nicht in jedem Fall passiert, liegt daran, dass sich der Aufwand dafür bei “kleinen Auflagen” nicht lohnt oder die Ähnlichkeit nicht nahe 100% liegt und die Produkte in sehr unterschiedliche Zielgruppen verkauft werden. Wenn bei Takko ein Polyester-Fummel mit einem ähnlichen Schnitt und Stoffmuster verkauft wird, wie bei das Seidenkleid von Givenchi, lohnt sich die Bekämpfung nicht.

    Wie Du zu der Bewertung kommst, dass der Modebereich von Kopien sogar profitiert (“im Gegenteil”) kann ich aufgrund deiner Beschreibungen nicht nachvollziehen. In der Mode, wie in der Technologie, geschieht die Weiterentwicklung sicherlich dadurch, dass man auf der Arbeit anderer aufbaut. Aber sicherlich nicht darauf, dass man diese platt kopiert 🙂

  • http://www.neunetz.com/ Marcel Weiss

    “Es wäre für ein Gericht sehr schwierig, die Grenze zu ziehen, ab welcher wirtschaftlichen Schieflage des Originators denn nun gegen den Plagiator zu entscheiden ist. Und die Schieflage könnte ja auch andere Gründe haben. Das ist in der Wirtschaft selten monokausal.”

    Stimmt. Daraus lässt sich aber nicht automatisch der Schluss ziehen, dass Schutz notwendig und richtig ist.

    “Konkurrenzverhalten wird jedoch in nahezu jedem Wirtschaftssystem gesetzlich eingeschränkt. (In Deutschland zum Beispiel unter anderem durch das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb.) Und das ist grundsätzlich auch OK so, da sonst das wirtschaftlich stärker Unternehmen häufig die kleinen Newcomer plattmachen würde.”

    Ja, oder das wirtschaftlich stärkere Unternehmen sichert sich mittels Patente gegen potentieller Newcomer ab. Es gibt längst einen kalten Krieg im Technologiesektor, wo Patente nur angehäuft werden, um potentielle Kläger mit einer Gegenklage abzuschrecken.

    Wo bleiben da die Newcomer?

    “Da Apple keine Verluste macht, spiegelt sich das in reduzierten Gewinnen wider. Letzteres ist selbstverständlich eine wirtschaftliche Schädigung.”

    Apple hat gerade Rekordergebnisse bekanntgegeben. Ich finde, in diesem Fall liegt die Beweislast bei denen, die meinen, sie hätten noch höher sein können.

    “Wenn Du daran zweifelst, dass Produktkopien Unternehmen, die viel Geld in Produktentwicklung und Marketing stecken, schaden, solltest Du dich einmal mit deutschen Maschinenbauern unterhalten. Viele von denen haben große Schwierigkeiten durch solche Kopien gerade auf den asiatischen Märkten (ich kenne persönlich zwei solche Unternehmen).”

    Ich will nicht bestreiten, dass das auftritt. Aber das trifft nicht auf alle Fälle zu.

    “Kurzfristig entstehen dem Konsumenten selbstverständlich Vorteile dadurch, dass ein Unternehmen “Klone” auf den Markt bringt, und sich Entwicklungs- und Marketingkosten spart. Mittel- und langfristig wird dadurch aber die Motivation zur Innovation reduziert. Da schadet dem langfristigen Wohlfahrtsgewinn.”

    Oder der Drang zur Innovation wird stärker, weil die Konkurrenz größer ist und man sich nicht auf Monopollorbeeren ausruhen kann. Alle Schutzrechte für immaterielle Güter sind zeitlich beschränkt. Aus gutem Grund. Ich sage nicht, dass sie abgeschafft werden sollten. Sie sollten nur sehr viel stärker eingeschränkt werden, um etwa deine Maschinenbauer zu schützen nicht aber Apple zB.

    “Im von Dir zitierten Modebereich ist das nicht anders. Selbstverständlich schätzen es die Top-Marken nicht, wenn Kopien ihrer Designs auf den Markt kommen.”

    Sie mögen es nicht schätzen. Das heißt aber nicht automatisch, dass ihnen damit geschadet ist.

    “Wie Du zu der Bewertung kommst, dass der Modebereich von Kopien sogar profitiert (“im Gegenteil”) kann ich aufgrund deiner Beschreibungen nicht nachvollziehen. In der Mode, wie in der Technologie, geschieht die Weiterentwicklung sicherlich dadurch, dass man auf der Arbeit anderer aufbaut. Aber sicherlich nicht darauf, dass man diese platt kopiert :)”

    Meines Wissens nach gab es in den letzten Jahrzehnten noch keine Knappheit an Kleidung und neuen Modeerscheinungen. Ich habe auch nicht von Masseninsolvenzen von Modedesignern und Herstellern gelesen.

  • http://www.neunetz.com/ Marcel Weiss

    “Es wäre für ein Gericht sehr schwierig, die Grenze zu ziehen, ab welcher wirtschaftlichen Schieflage des Originators denn nun gegen den Plagiator zu entscheiden ist. Und die Schieflage könnte ja auch andere Gründe haben. Das ist in der Wirtschaft selten monokausal.”

    Stimmt. Daraus lässt sich aber nicht automatisch der Schluss ziehen, dass Schutz notwendig und richtig ist.

    “Konkurrenzverhalten wird jedoch in nahezu jedem Wirtschaftssystem gesetzlich eingeschränkt. (In Deutschland zum Beispiel unter anderem durch das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb.) Und das ist grundsätzlich auch OK so, da sonst das wirtschaftlich stärker Unternehmen häufig die kleinen Newcomer plattmachen würde.”

    Ja, oder das wirtschaftlich stärkere Unternehmen sichert sich mittels Patente gegen potentieller Newcomer ab. Es gibt längst einen kalten Krieg im Technologiesektor, wo Patente nur angehäuft werden, um potentielle Kläger mit einer Gegenklage abzuschrecken.

    Wo bleiben da die Newcomer?

    “Da Apple keine Verluste macht, spiegelt sich das in reduzierten Gewinnen wider. Letzteres ist selbstverständlich eine wirtschaftliche Schädigung.”

    Apple hat gerade Rekordergebnisse bekanntgegeben. Ich finde, in diesem Fall liegt die Beweislast bei denen, die meinen, sie hätten noch höher sein können.

    “Wenn Du daran zweifelst, dass Produktkopien Unternehmen, die viel Geld in Produktentwicklung und Marketing stecken, schaden, solltest Du dich einmal mit deutschen Maschinenbauern unterhalten. Viele von denen haben große Schwierigkeiten durch solche Kopien gerade auf den asiatischen Märkten (ich kenne persönlich zwei solche Unternehmen).”

    Ich will nicht bestreiten, dass das auftritt. Aber das trifft nicht auf alle Fälle zu.

    “Kurzfristig entstehen dem Konsumenten selbstverständlich Vorteile dadurch, dass ein Unternehmen “Klone” auf den Markt bringt, und sich Entwicklungs- und Marketingkosten spart. Mittel- und langfristig wird dadurch aber die Motivation zur Innovation reduziert. Da schadet dem langfristigen Wohlfahrtsgewinn.”

    Oder der Drang zur Innovation wird stärker, weil die Konkurrenz größer ist und man sich nicht auf Monopollorbeeren ausruhen kann. Alle Schutzrechte für immaterielle Güter sind zeitlich beschränkt. Aus gutem Grund. Ich sage nicht, dass sie abgeschafft werden sollten. Sie sollten nur sehr viel stärker eingeschränkt werden, um etwa deine Maschinenbauer zu schützen nicht aber Apple zB.

    “Im von Dir zitierten Modebereich ist das nicht anders. Selbstverständlich schätzen es die Top-Marken nicht, wenn Kopien ihrer Designs auf den Markt kommen.”

    Sie mögen es nicht schätzen. Das heißt aber nicht automatisch, dass ihnen damit geschadet ist.

    “Wie Du zu der Bewertung kommst, dass der Modebereich von Kopien sogar profitiert (“im Gegenteil”) kann ich aufgrund deiner Beschreibungen nicht nachvollziehen. In der Mode, wie in der Technologie, geschieht die Weiterentwicklung sicherlich dadurch, dass man auf der Arbeit anderer aufbaut. Aber sicherlich nicht darauf, dass man diese platt kopiert :)”

    Meines Wissens nach gab es in den letzten Jahrzehnten noch keine Knappheit an Kleidung und neuen Modeerscheinungen. Ich habe auch nicht von Masseninsolvenzen von Modedesignern und Herstellern gelesen.

  • http://notizen.steingrau.de Markus Breuer

    Lieber Marcel,

    ich denke, wir sind nun langsam, bei einer Verschachtelungstiefe angekommen, die DISQUS zum Platzen bringt. Ich werde deshalb – und zur Schonung der Mitleser – meine Beteiligung an dieser Diskussion mit dieser Reply abschließen.

    Das Wichtigste zuerst:

    Du hast 100% Recht mit Deiner Aussage zum Patentrecht:
    “Alle Schutzrechte für immaterielle Güter sind zeitlich beschränkt. Aus gutem Grund. Ich sage nicht, dass sie abgeschafft werden sollten. Sie sollten nur sehr viel stärker eingeschränkt werden, …”

    Wie ich kürzlich bei Sascha kommentierte … Ich persönlich halte die Art und Weise, wie das Patentrecht dazu missbraucht wird, Konkurrenten zu bedrohen und klein zu halten, für wirtschaftsschädlich, weil unter anderem der Marktkonzentration förderlich und wettbewerbsverzerrend. Manche Patente sind zudem m.E. lachhaft – wie zum Beispiel Apple’s Patent auf Pinch-to-Zoom.

    Wo es schwierig wird, ist das Ende deiner Aussage: “… viel stärker eingeschränkt werden, um etwa deine Maschinenbauer zu schützen nicht aber Apple zB …” Hier wird es aus rechtssystematischen Gründen schwierig. Kriterien festzulegen, welche Personen (Firmen) von Gesetzen geschützt werden und welche nicht, ist heikel. Wann immer es aus populistischen Gründen versucht wird, zieht es einen Rattenschwanz an Problemen nach sich. Unterhalt’ dich mal mit Juristen zu dem Thema. 🙂

    Ansonsten denke ich, dass unsere Diskussion sich leider mäandernd und in typischer Forumsmanier vom eigentlichen Thema entfernt. Wir reden aneinander vorbei und kommen von Hölzchen auf Stöckchen. Ich für meinen Teil möchte damit nun aufhören und mir Entgegnungen zu den anderen Punkten deiner letzten Antwort schenken.

    Im Kern unseres Aneindervorbeiredens steht glaube ich immer noch das Vermischen von Patentrecht mit dem Wettbewerbsrecht (das Grundlage von Apple’s Klage ist).

    Blog doch mal was zum Thema “Patente” und “Geistiges Eigentum”. Da diskutieren wir dann weiter. Aber am besten, ohne die Worte “Apple”, “Linux”, “Microsoft”, “XBox” und “PS3″ zu verwenden. Die locken immer so schnell die Trolle an 😉

  • http://www.neunetz.com/ Marcel Weiss

    🙂

  • http://www.billig-im-onlineshop-kaufen.de/fragen/ Renex70

    Also ist ja mal klar wer zumindest vom Design her gewinnt. Keine Frage 🙂

  • http://draketo.de Arne Babenhauserheide

    > Es besteht schlichtweg aus jene Konstellation der Auswahl, die Samsung jeweils bei diesem Handy getroffen hat, keine funktionale Begründbarkeit.

    Genau das ist es, woran ich zweifle.

    Wenn es zu den Punkten funktional *bessere* Alternativen gibt, die nur deswegen nicht gewählt werden, weil sie anders sind als die von Apple, dann ist das ein legitimer Grund für eine Klage.

    Ansonsten kann nämlich Apple von jetzt ab alle Produkte blockieren, die ein Maximum an Funktionalität für Normalnutzer erreichen würden.

  • http://www.handyflat.de/blog/2011/04/26/apple-vs-samsung-oder-wann-kommt-braun/ Apple vs. Samsung. Oder: Wann kommt Braun? | Handyflat.de

    […] anderer zu bedienen, ist es fraglich, ob die Vorwürfe gegenüber Samsung gerechtfertigt sind. In diesem Post wird dargestellt, warum Braun demnächst auch solche Vorwürfe gegenüber Apple erheben könnte. […]

  • http://www.ruhrasylant.com/top/die-neue-apple-box/ Die neue Apple Box

    […] nur wegen dem fehlenden Display ansehen, sondern spricht eher für eine portable Cloud Variante. Auf den ersten Blick fällt mir noch auf das Braun diesmal beim Design nicht Pate stand. Auf den ersten Blick also interessante Punkte die für die Box sprechen, wenn man die […]

  • http://blog.conrad.de/apple-vs-samsung-und-was-sagt-braun-dazu/31189/ Apple vs. Samsung – und was sagt Braun dazu? > Computer & Office, Klartext – Die Kolumne, Trends & Web 2.0 > Apple, Braun, Design, Samsung

    […] Blog „zweipunktnull“ habe ich einen interessanten Artikel gefunden, der genau dieses Thema aufgreift und Bilder […]

  • http://localhost:8888/conrad-blog//apple-vs-samsung-und-was-sagt-braun-dazu/31189/ Das Conrad-Blog

    Apple vs. Samsung – und was sagt Braun dazu?…

    Kaum ein anderes Thema füllt seit geraumer Zeit die Technik-News so sehr, wie der Streit Apple gegen Samsung. Pikant an der Sache ist, dass Samsung nicht nur Konkurrent von Apple ist, sondern auch ein wichtiger Zulieferer. Ich selbst bin weder Pro noch…

  • Karlarsch

    ausufender schwachsinn was ihr hier alle schreibt.
    wer wirklich mal hinsieht wird sehen dass alles vom angefressenem apfel eine kopie ist. wenn man dem auf den grund geht sind alle apfel-produkte plagiate. den eins konnte s. jobs nicht: neues erfinden. das haben andere getan.

  • “Benutzerfreundlich” ist glaube ich ein besseres Wort dafür.Der Rest ist alles
    Gewohnheitssache.

  • http://draketo.de Arne Babenhauserheide

    Dem Konzept ist es glaube ich egal, ob wir es Benutzbarkeit oder Benutzerfreundlichkeit nennen (wobei Benutzbarkeit näher am englischen Usability ist und Benutzerfreundlichkeit in Deutschland eher verbreitet ist).

    Und es ist eben nicht Gewohnheitssache. Gute Benutzbarkeit ist inzwischen Gegenstand breiter wissenschaftlicher Forschung. Und da gibt es eben ein Optimum, wenn man ein Gerät bauen will, das sowohl elegant wirkt als auch massentauglich sein soll. Nur die absolut notwendigen Steuerungselemente (Menschen können nicht viele neue verarbeiten) und so nah an natürlichen Bewegungen wie möglich.

  • Sara

    Natürlich hat Apple das nötig, weil die ja außer Design kein wirkliches Alleinstellungsmerkmal haben…
    Schade dass so viele Leute den E-Schrott auch noch kaufen unter Wert!


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